Ignition #67 "Unstranger in Moscow"

Ignition #67 "Unstranger in Moscow"
aus der Megasport Arena in Moskau, Russland
30. Oktober 2017
Kommentatoren: Hells Unstranger & Der Moscow-Nerd

Vor der weltberühmten Basilius-Kathedrale wurde ein Wrestling-Ring aufgebaut und fast majestätisch tauschen zwei muskulöse Männer in schwarz-weiß ohne Themes dafür mit beachtlichen Schnauzbärten einen Hold nach dem anderen aus. Die Fans applaudieren brav und gesittet, wenn auch einige dabei sind, die kritisch anmerken, dass das alles gar nichts sei, wo doch in ihrer Jugend noch gegen echte sibirische Bären gecatcht wurde. Veranstaltet wird all es vom ehemaligen SAW-CEO Indikator, der eine ethisch fragwürdige dafür umso kleidsamere Fellmütze mit entsprechendem Mantel trägt. Nachdem laut Einblendung einige Stunden vergangen sind, hat der Kampf auch einen Sieger gefunden. Freudig applaudiert Indikator, als AfRotaker zu ihm tritt:
"Na ja, die können keine Flips und besonders fett sind die auch nicht. Nicht mal Blut gab es und in Farbe war's ebenfalls nicht. Wenigstens haben die kaum Adjektive zum Wrestlen genommen. Ich denke aber, da bekomme ich eine bessere Show für Moskau hin."
Indikator ist entsetzt:
"WAS??!! Niemals! Wie die Basilius-Kathedrale ist das der Weisheit letzter wundervoller Schluss. Nie wieder wird das Wrestling diese ruhmreichen Höhen erreichen! Nie wieder wird die ästhetische Kunst des Ringkampfes solch güldene Opulenz inne haben. Und wenn ich dir die unwürdigen Augen ausstechen muss, wie sie es mit dem weit genialerem Postnik Jakowlew, dem Architekten der weltberühmten Basilius-Kathedrale, taten!"
"Na ja, du weiß schon, dass das mit Jakowlew ein Märchen ist, oder?"
Doch zu spät! Indikator hat AfRotaker schon einen zweiläufigen Korkenzieher in seine Sehorgane gerammt und diese gekonnte heraus gerissen. Eine entstellte CEO-Fratze blickt in die Kamera. Während Blut, gelartige durchsichtige Substanz aus dem Glaskörper und vielleicht auch etwas graue Hirnmasse sich über das Gesicht des Österreichers verteilt, bemerkt dieser bar jeder Panik:
"Tja, dann war's das wohl mit SAW."
Mit gehässigem Gelächter erfüllt, schlingt Indikator seinen edlen aus den Alpträumen von Tierschützern gewebten Mantel um sich. Rauch hüllt ihn ein, bis diesem teuflischen Gemisch allein eine Fledermaus entsteigt.
"Ich geh' noch duschen, bevor ich sterb'",
sind die scheinbar letzten Worte von ARotaker, als plötzlich viele Mönche aus der Kathedrale treten. Sie begleitet ein fortwährender Sing-Sang:
"Spendet, spendet, spendet, spendet, …"
Und die Massen spenden. Tatsächlich wird AfRotaker nicht nur von Vodka-Flaschen, Matrjoschkas und Bärenfellen getroffen, auch ein paar neue – oder zumindest nur mäßig gebrauchte – Augäpfel sind dabei. Er setzt diese in die blutigen Höhlen seiner Visage. Begeistert gehen seine Mundwinkel nicht nach oben:
"Ich sehe!",
tatsächlich eher ein Schielen, aber man kann nicht sagen, es würde ihm nicht stehen,
"Alles neu!"
Die Welt um ihn, insbesondere die Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale, erstrahlt in ungeahntem Glanz.
"Eine neue Zeit bricht an! IGNITION #67!"

Es ist nicht viel übrig, vom Glanz der vergangenen Tage, als Hulk Hogan aus einem alten Taxi anstelle einer glänzenden Limousine steigt. Das Funkeln in seinen Augen ist jedoch so hell wie lange nicht. Der Grund dafür: der ergaunerte SAW World Heavyweight Title um seine Hüften sowie der Tazer in seiner rechten Hand. Mit sich selbst und der Gesamtsituation vollends zufrieden schreitet der Hulkster erhaben in den mit hellen Neonröhren beleuchteten Eingang zur Megasport Arena. An der Wand weist ein Plakat auf eine heutige Ausstellung von Shinsuke Nakamura hin. Anderorts sehen wir an einem düsteren Seiteneingang Seth Rollins und Heimo Ukonselka. Im Dunklen der Nacht beraten die beiden finsteren Gestalten sich konspirativ. Heimo fasst zusammen:
"Wir haben heute Abend zwei Ziele: Rache an Hogan und den Kampf der Götter einleiten."
Rollins stimmt zu:
„Richtig. Allerdings ist die Opposition groß. Parker. Foley. Die Subversion. Hogan. Wir müssen die Augen offenhalten.“
„Ich weiß nicht, von welchen Subjekten du sprichst. Nach Loki werden auch die anderen Götter fallen. Unsere Waffen sind bereit.“
Mit diesen Worten zückt Ukonselka Mjöllnir und legt es sich auf die Schulter. Rollins grinst zufrieden. Danach betreten die beiden die Arena durch den Seiteneingang. In der frisch aufgebauten Think Factory ist derweil Damien Sandow mit seinen Kollegen der Subversion zu sehen. Sandow führt aus:
„Wir müssen endlich mal wieder punkten! In der letzten Show hat Hogan, die Ratte, dank einer hinterhältigen Attacke nicht nur dem amtierenden SAW World Heavyweight Champion und seine ärgsten Rivalen, sondern auch die komplette Subversion überrumpelt. Hogan ist verzweifelt, das macht ihn gefährlich. Er hat das zweifelsohne geschickt angestellt, aber das darf nicht nochmal passieren. Wir müssen vorbereitet sein, besser sein. Wir haben den Grips und die Man Power dazu, auch wenn es tragisch ist, dass Joe nicht anwesend sein kann. Aber um Delirious werden wir uns später kümmern. Erst einmal ist die Marschroute für heute klar: Hogan ausschalten, Rollins ausschalten, diesen irrationalen Finnen ausschalten und Foley ausschalten. Hogan denkt, er ist sicher, weil er mit mir im Main Event steht, aber das ist mir egal. Er wird leiden – vor dem Main Event, währenddessen oder danach – mir gleichgültig. Fakt ist, dass es geschehen muss. Alle müssen sie aus dem Verkehr gezogen werden, sodass der Weg zu Parker frei ist. Der wird mein Endgegner, und den nehme ich mir allein vor. Das Ziel ist unverändert der World Heavyweight Title. Als starker Champion kann ich Ignition regieren und es zu einem besseren Ort für euch alle machen.“
Sandow schaut in die nickenden Gesichter seiner Mitstreiter.
„Nun sollten wir jede sich bietende Chance ergreifen und uns so bald wie möglich unser erstes Opfer suchen. Wenn Hogan für den Main Event ausfällt, wird einer von euch freudig seinen Platz einnehmen können.“
Während Sandows Grinsen immer größer wird, schaltet die Regie zu CJ Parker, der gerade aus seinem Locker Room auf den Gang hervortritt. Er rekapituliert mit Gandhi auf seiner Schulter:
"Hogan hat meinen Gürtel gestohlen. Ich muss ihn mir so schnell wie möglich zurückholen. Seine hinterhältigen Taktiken dürfen auf keinen Fall Erfolg haben."
Gandhi quiekt aufgeregt.
"Ja, ich weiß. Ich muss vorsichtig sein, immerhin ist er momentan nicht der Einzige, der es auf mich abgesehen hat ..."
Wie auf ein Wort schlägt genau in diesem Moment ein mit Stacheldraht umwickelter Baseballschläger direkt neben Parkers Kopf ein. Gandhi springt quiekend zu Boden und rennt davon, während Parker herumwirbelt. Der Aggressor, Mick Foley, stürzt sich sofort auf den World Champion:
"Du bist es nicht wert, Champion zu sein. Wie oft muss ich diese Erkenntnis noch in dich prügeln? Ich schlage dich zu Mus, dann haben die GMs gar keine andere Wahl mehr, als dir den Titel abzuerkennen."
So beginnt eine wilde Schlägerei zwischen Parker und Foley. Nach mehreren Schlagsalven prügeln sich die beiden aus dem Sichtbereich der Kamera.

Backstage sehen wir die Villains by Nature, die immer noch wegen des Angriffes von Chris Jericho und Finn Bálor verstimmt sind.
„Am besten greifen wir uns die beiden Pappnasen, sobald deren Match gelaufen ist…“, sagt Axel Dieter Junior.
„Ich habe auch kein Problem damit während des Matches die Vaudevillains zu attackieren und denen einen DQ Sieg zu schenken…“
„Auch gut! Wir Villains müssen schließlich zusammenhalten!“, fügt der Hamburger an, doch Scurll verzieht seine Miene. Ehe er darauf reagieren kann, kommt Zack Sabre Junior hinzu.
„Männer! Gut gemacht! Ihr habt MAD besiegt und euch direkt wieder ins Gespräch gebracht. Das Beste daran ist, dass ihr es ohne meine Hilfe geschafft habt. Ich hab mir wirklich Sorgen gemacht als ich euch nicht unterstützen konnte…aber ihr habt mich positiv überrascht. Kommen wir nun zum wichtigeren Thema, zu mir! The One, Zack Sabre Junior! Ich brauche euch heute Abend vor und nach dem Mainevent…“
Axels Blick schwankt zwischen Marty und Zack hin und her und er scheint sich nicht sicher zu sein, aber Marty hat eine klare Meinung.
„Sorry, aber nach unserem Match sind wir von Chris Jericho und Finn Bálor attackiert worden. Da müssen wir drauf reagieren. Wir helfen dir wenn wir den Rücken freihaben.“
„Aber der Mainevent…“
„Sorry…“, sagt Axel und klopft Sabre aufmunternd auf die Schulter ehe die Villains die Szene verlassen und The One zurücklassen.

Ein Reifen hält knisternd auf einer Schotterstraße. Vier sogar, wie sich bald herausstellt. Sie gehören wenig überraschend zu einem Auto. Das Fenster auf der Beifahrerseite ist offen, sodass gerade der Refrain von 'Ring of Fire' von Johnny Cash zu hören ist. Der Motor wird abgestellt und im nächsten Moment sehen wir die Insassen aussteigen. Die Prime Time Players. Der Tag ist trist, grau in grau, alles andere als passend für den Ort, an dem wir uns augenscheinlich befinden. Über die Schultern der PTP sehen wir ein Schild.
"Welcome to Smileyville - The Home of Positivity!"
Doch irgendwas ist falsch. Das einst so farbenfröhliche Begrüßungsschild ist ausgeblichen und steht auch etwas schief. Titus und Shelton tauschen einen vielsagenden, ernsten Blick aus und begeben sich in die Ortschaft.

Vor dem Opener wird ein Video eingespielt. Die Hall of Fame-Musik ertönt, und schnell wird klar, dass es ein neues Mitglied der SAW-Hall of Fame sein wird! Wie jedes Jahr findet die Hall of Fame-Zeremonie bei der Anniversary Show statt, die es dieses Jahr bereits in der elften Ausgabe geben wird. Wie bereits in den Jahren zuvor werden zwei Wrestler und ein Tag Team eingeführt. Doch zum ersten Mal seit 2015 wird auch wieder ein Mitspieler eingeführt werden. Der erste Wrestler wird in diesem Video bekannt gegeben. Ein Name erscheint am Ende.

Opener
Singles Match:

Austin Aries vs. Ultimo Guerrero
Sieger via Pinfall: Austin Aries nach einem Discus Forearm

Einige Tage nach Ignition #66 ist der Zeitpunkt, an welchem das nun folgende Video aufgezeichnet wurde. Diese Szenen startet dabei auch direkt mit einer komplett unscheinbar wirkenden, braunen Ziegelwand. Vor dieser stehen derweil Adam Cole und Gunner, wobei Ersterer gerade am Wort ist:
"Also, Gunner, zu deiner Sicherheit: Wie lautet der Plan?"
"Na schön. Also, der Strohmann hat dir offenbar von einem toten Briefkasten erzählt, durch welchen er Anweisungen erhalten hat. Daher hinterlassen wir hier jetzt das vereinbarte Zeichen, aktivieren den Briefkasten und warten, bis dort jemand auftaucht. Er oder sie wird von uns eingefangen."
"Einfache Pläne sind meist die besten. Die kannst offenkundig sogar du behalten. Sehr gut."
Kurz verdreht Gunner genervt die Augen, bevor er aus seiner Hosentasche einen Sticker hervorholt und an die Wand pappt. Womit ein Schnitt erfolgt und nach diesem verstecken sich die Beiden hinter einem großen Müllcontainer. Während Gunner der Geruch nichts auszumachen scheint, verzieht Cole angewidert die Nase, blickt aber trotzdem gerade um die Ecke und in Richtung eines Baumes. Dann läuft eine Joggerin an diesem vorbei, als sie auf einmal stehen bleibt und anfängt, den Baum für "Dehnübungen" zu missbrauchen, wobei sie unauffällig ein kleines Paket in ein Astloch fallen lässt. Was sofort eine Gegenreaktion auslöst, denn auf ein Handzeichen von Adam sprintet Gunner los und reißt wenige Sekunden später die Frau hart zu Boden. Während er diese am Boden festhält, holt Cole die Sendung hervor und entpackt diese: Es handelt sich um alte Bandagen, beschriftet mit den Worten:
"GET WELL SOON, DAVID."
Eine Tatsache, die Cole mit einem irritierten Blick quittiert, bevor er zu der Frau hinüber wandert und diese anspricht:
"Gut, Madame, was genau bedeutet diese Nach…"
Bevor er den Satz auch nur beenden kann, unterbricht ihn allerdings bereits Gunner:
"Ich weiß, was sie zu bedeuten haben. Sie stellen eine Warnung da."
Jetzt meldet sich zum ersten Mal die Frau zu Wort, ihre Stimme ist voll der Ironie:
"Sieh an, was für ein Genie. Mal sehen, ob du diese Botschaft auch verstehst."
Damit befreit die Frau auf einmal ihren linken Arm und drückt auf ihre Armbanduhr, woraufhin plötzlich zwei weitere Jogger in einiger Entfernung um eine Ecke biegen. Sofort fangen diese an, Zeter und Mordio zu schreien. Sie deuten lauthals auf die Frau, die scheinbar in Nöten von zwei muskelbepackten Männern bedroht wird. So etwas zieht natürlich Aufmerksamkeit auf sich, weshalb Cole kurzerhand die Frau ausknockt, über die Schulter wirft und schnell die Flucht antritt. Gunner bleibt nichts anderes übrig, so muss er folgen.

Rote Schrift auf weißem Grund. Blutspritzer. Das Gesicht Christians. Auf einem Plakat.
„Weltpremiere in Moskau: Nakamuras erste Ausstellung. „Blutiger Loser“. Heute. UG der Megasport Arena.“
Die Kamera zoomt heraus. Wir sehen Christian, der das Plakat begutachtet. Kopfschüttelnd konstatiert er:
"Blutiger Loser... Das hilft der Subversion ganz bestimmt. 'Hey Damien, ich bringe die Subversion auf ein neues Level indem ich eine Kunstausstellung mache.' Wie ich letzte Show schon gesagt habe. Er und Joe werden den Untergang der Subversion besiegeln. Ich muss sie aufhalten. Dann wird Sandow mich wieder aufnehmen. Wo ist diese Ausstellung nochmal?"
Er findet den Ort auf dem Plakat, nickt und schreitet von dannen.

Wir sehen das Gesicht von Chris Colen. Er scheint auf dem Boden zu liegen und seine Augen sind geschlossen. Friedlich wirkt er, fast wie im Schlaf. Plötzlich knallt etwas, ähnlich einem Böller, oder einem Schuss. Colens Augen öffnen sich ruckartig, der Hall des Knalls dauert unnatürlich lange. Er setzt sich erschrocken auf, hält sich den Kopf, der ihm offenbar Schmerzen bereitet und schaut sich um. Nebelschwaden ziehen über das surreal dunkel wirkende hügelige Land. Immer wieder knallt es, gefolgt von einem unglaublich langen Echo. Chris hält seine Nase in den Wind und scheint etwas zu riechen.
"Was? Das ist kein Nebel. Das riecht viel mehr nach... *schnüffel*... Schwefel."
Er richtet sich langsam auf um einen besseren Überblick zu haben, erschrocken erstarrt er. Den Grund dafür erfahren wir einen [URL="https://de.wikipedia.org/wiki/Völkerschlacht_bei_Leipzig#/media/File:MoshkovVI_SrazhLeypcigomGRM.jpg"]Schnitt später[/URL]. Colen bleibt der Mund offen stehen. 
"Was zum Teufel? Das sieht ja aus wie die Völkerschlacht von..."
Ein Pferd wiehert unheilvoll direkt hinter dem Künstler, der wirbelt sofort herum und blickt in das Antlitz von Kaiser Karl V. Der richtet seinen Speer auf Colen und ruft mit einer seltsam vertrauten Stimme:
"Flieh, solange du noch kannst!"
Colen nimmt sofort die Beine in die Hand, das Pferd und sein Reiter folgen ihm mit hoher Geschwindigkeit. Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd, Colen schaut immer wieder zurück, doch er scheint nicht entkommen zu können. Plötzlich stolpert er, das Pferd kommt näher, Colen schreit angsterfüllt, die Speerspitze stößt zu. Schwarz.

Backstage sehen wir Renee Young am Interview Set, und das Mostly Awesome Duo schickt sich an Rede und Antwort zu stehen.
Eric Young, der sein rotes Showmasterjackett über seiner Wrestlingshort trägt, schnappt sich das Micro von seiner Namensvetterin, bevor diese auch nur ein Wort sagen kann.
„Herzlich Willkommen zum heutigen Interview. Hier ist euer allseits beliebter Gastgeber - EY!“
Während Elgin die Augen verdreht, weiß Renee erst gar nicht was sie tun soll, schnappt sich dann aber ein zweites Micro vom Set und entgegnet Eric entschlossen.
„Was soll das Eric, das hier ist nicht die Funny Farm. Ich bin der Interviewer und stelle hier die Fragen.“
Eric schaut verwundert drein.
„Sicher? Wo ist dein Showmasterjackett?“
Bevor der Blödsinn überhandnehmen kann, reist Elgin seinem Partner das Mikro aus der Hand.
„Entschuldige bitte Renee, Eric ist etwas durcheinander. Wir haben in den letzten Wochen einiges einstecken müssen und - naja, verzeih es ihm bitte.“
Rene lächelt.
„Am Ende kann man ihm doch eh nicht böse sein, oder? Obwohl – die Wyatts werden das wohl anders sehen und haben nach eurer kleinen Verwechslung von letzter Show bereits Rache angekündigt. Was sagt ihr dazu?“
„Ich hoffe mit etwas Abstand haben die beiden erkannt, dass es wirklich nur eine Verwechslung war. Eric war blind vor Wut, ist aus der Kabine gestürmt, und hat den Ersten attackiert, den er angetroffen hat. Das hätte auch der Postbote sein können.“
„Also macht ihr euch keine Sorgen?“
„Ich denke die Jungs handeln deutlich überlegter als früher und prügeln nicht mehr sofort drauf los. Sollten sie aber doch Greul hegen sind wir natürlich bereit.“
„Ok, zu einem anderen Thema. Zuletzt habt ihr euch beschwert, dass ihr um eine zweite Chance auf die Tag Team Titles betrogen wurdet. Hat euch die Niederlage gegen die Villains letzte Show etwas Wind aus den Segeln genommen?“
Elgin legt die Hand auf Eric Young Schulter, weil er bemerkt, dass dieser schon wieder etwas hibbelig neben ihm wird. Dann geht er auf die Frage ein.
„Natürlich haben wir uns mehr erhofft. Aber die Tag Team Division bei Ignition ist so stark besetzt wie noch nie, und jeder kann hier jeden schlagen. Haben wir ja bewiesen indem wir The Zayne Page besiegt haben. Die Villains sind immerhin ehemalige Champions, haben uns den Titel abgenommen und ich denke jeder würde mir zustimmen, dass die beiden ein klasse Team sind – zumindest sportlich. Charakterlich sieht es hier schon etwas anders aus.“
„Sie meinen also die Villains by Nature sind … ?“
„Idioten.“
Eric Young beugt sich über Elgins Mikro und schreit hinein:
„Arschlöcher!“
Dann stürmt er los und Elgin bleibt nichts andere übrig als Renee allein am Set zurück zu lassen.

Singles Match:
Gunner vs. Yokozuna
Sieger via Pinfall: Yokozuna nach dem Sumo Slam

TJ Perkins steht im Backstagebereich vor einem großen Bildschirm und spielt dort SAW 2K18! Das neue beste Spiel aller Zeiten zeichnet sich durch hochauflösende Grafikdetails aus, so das man sogar den Schweiß auf dem Körper der Athleten sehen kann. TJP ist gerade auf dem Apron und setzt zu einer Springboardaktion an, da erscheint Tye Dillinger auf dem Bildschirm! The Perfect Ten sprintet zum Ring und holt Perkins vom Apron herunter. Der reale TJP pausiert das Spiel und schaltet die Nintendo Switch auf Standby.
"Bekackte Eingriffe. Ich habe vergessen, die auszustellen."
Er will gerade gehen, da sieht er, das der reale Tye Dillinger neben ihm steht. Mit einem sehr aggressiven Gesichtsausdruck. 
"Ich könnte jetzt ohne Probleme deinen Schädel gegen den Bildschirm rammen und dich damit auskochen. Aber das mache ich nicht. Denn das wäre hinterhältig. Und so etwas tue ich nicht. Aber lass dir gesagt sein, mein "Freund"...
Tye geht ein paar Schritte zurück und vollführt die Perfect Ten Geste.
"Niemand macht diese Geste, außer mir. Also, halt dich schön zurück, Spielkind". 
Perkins schaut Dillinger interessiert an, während dieser die Szenerie verlässt. Er nimmt seine Switch aus dem TV-Dock und verlässt ebenfalls den Bereich.

Wir sehen einen Videoeinspieler. Eine alte, herunter gekommene Sporthalle, in der Mitte, gesäumt von einigen Boxsäcken, ein Ring. In diesem sehen wir Andre The Giant, neben ihm Ultimo Guerrero. Dieser drückt die Play-Taste auf einem in einer Ringecke stehenden Ghettoblasters und die folgenden Bilder werden musikalisch untermalt. Wir sehen wie Ultimo Guerrero Andre durch ein sichtlich anstrengendes Aufwärmprogramm jagt: Stretching,Liegestütze, Kniebeugen und schließlich Sit ups. Bei den folgenden Sprints durch den Ring, die Guerrero vormacht, kommt es zum ersten Rückschlag, da Andre den Ring einfach mit wenigen, großen Schritten genauso schnell durchmisst, wie Guerrero mit Tempo. Danach zeigt Guerrero Andre einige Submission Moves. Der Hammerlock, den er bei Andre ansetzt, beeindruckt diesen sichtlich wenig. Eine kurze Bewegung später hängt der Mexikaner an Andres ausgestrecktem Arm. Dann vielleicht doch lieber die Beine. Ein Figure Four Leglock. Während Guerrero Andres Bein nicht eingedreht bekommen, sieht da umgekehrt ganz anders aus und Guerrero tappt schnell aus. Beim Scorpion Deathlock scheitert Guerrero daran Andre umzudrehen, als Andre den Move ansetzt, dreht sich der Mexikaner aber schnell aus dem Griff heraus und grinst Andre kopfschüttelnd an. Schließlich holt Ultimo einen unbekannten Sparringspartner in den Ring, gibt Andre zu bedeuten sich das Folgende genau anzusehen, nimmt Anlauf und zeigt einen wunderschönen Dropkick, der den Unbekannten auf die Matte schickt. Guerrero hilft dem Unbekannten auf und gibt Andre zu verstehen, dass er nun an der Reihe sei. Der Riese schüttelt langsam den Kopf. Guerrero stapft in die Ringecke und beendet den Soundtrack, dann wendet er sich Andre zu:
"Was soll das Zögern? Das ist essentieller Teil des Trainings!"
"Ich mache keinen Dropkick. Und auch keine anderen Sprung- oder Flugmanöver. Das passt nicht zu mir und außerdem könnte der Ring dabei kaputt gehen."
"Genau das ist das Problem mit der heutigen Jugend. Wollen immer alles schnellstmöglich erreichen, sind aber nicht bereit, dafür ein Risiko einzugehen geschweige denn hart zu arbeiten. Aber was machst du, wenn du einen Gegner schnell zu Boden bringen musst? Und nein, Umrennen oder Draufsetzen sind keine akzeptablen Antworten!"
Wortlos und erstaunlich schnell packt Andre den Unbekannten am Hals und zieht einen knallharten Chokeslam durch. Ultimo schmunzelt. 
"Okay, das geht natürlich auch. Aber zumindest solltest du dich gegen ein Dropkick verteidigen können. Also, Einleitung eines Defensivmanövers vorbereiten!"
Erneut drückt der Mexikaner die Play-Taste. Dann nimmt er Anlauf und als er auf Andre zu fliegt, friert das Bild ein und der Clip endet.

Wieder in Smileyville bietet sich den Prime Time Players und durch ihre Augen auch uns ein armseliges Bild. Die einst florierende und fröhliche Community ist ein Schatten ihrer Selbst. Die Straßen sind leergefegt, der Park of Positivity ungepflegt und heruntergekommen und in der Ferne sind die verlassenen Ruinen des Smileyville-Amts für Datenschutzangelegenheiten zu erkennen. Wortlos gehen die Players weiter. Die ehemalige Geisterstadt, die vom New Day wieder aufgebaut wurde, ist mittlerweile offenbar zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Sie passieren den Freudensplatz, bis sie schließlich vor dem großen ehemals blau-gelben Gebäude, der New Church of the New Day stehen. Langsam erklimmen sie die Stufen und betreten die Kirche durch das schwere Portal, dessen eine Flügeltür sich kaum noch bewegen lässt. Auch in der Kirche bietet sich ein Bild der Zerstörung. Die Bänke umgeworfen, die Buntglasfenster eingeworfen, Graffiti an den Wänden. Immer wieder ist 'Positivity is a lie' zu lesen. Shelton und Titus nähern sich dem Altar, nicht mehr sicher, was sie hier überhaupt suchen. Smileyville hat sein Lächeln offensichtlich verloren. Shelton scheint entsetzt.
"Hier ist niemand. Die Stadt ist tot. Was ist hier nur passiert?"
Titus zuckt sprachlos mit den Schultern, als eine andere Stimme durch die Kirche hallt.
"Sie sind alle fort. Sie alle haben den Glauben verloren..."
Aus dem Schatten einer Alkove rollt ein Mann im Rollstuhl zu den Prime Time Players, die beide völlig perplex sind, erkennen sie doch gleich um wen es sich handelt, auch wenn er nicht mehr mit dem Mann vergangener Tage zu vergleichen ist. Xavier Woods! Sein Haar ist mit grauen Strähnen versehen und wuchert in sämtliche Richtungen und ein langer ungepflegter Bart ziert sein Gesicht. Seine ehemals farbenprächtige Robe ist zerschlissen. Xavier rollt langsam auf die beiden Besucher zu, packt sie an den Hemden und schreit mit manisch aufgerissenen Augen:
"Der New Day... ist tot!"

Backstage sehen wir nun Finn Bálor, der zum Interview bei Renee Young steht. 
"Finn Bálor, in der letzten Show haben Chris Jericho und Sie die Villains by Nature attackiert. Warum?"
"Warum, Renee? Ernsthaft? Du hattest jetzt wochenlang Zeit, um dir was einfallen zu lassen, was du Chris oder mich fragen könntest, und du fragst nur: Warum?" Bálor blickt Young verständnislos an, die nur irritiert stammelt.
"Ja, ich dachte, ähh..."
"Mir doch egal, was du denkst. Du willst wissen, warum wir Axel Dieter Jr. und Marty Scurll attackiert haben?"
"Ja..."
"Sei still und unterbrich mich nicht. Der Grund, warum wir die Villains by Nature attackiert haben, ist simpel: Wir wollen ein Statement setzen. Die Villains waren Champions, und wir sind hier, um Champions zu stürzen und ganz nach oben zu kommen, und das geht am Einfachsten, indem man die besiegt, die selbst schon mal an der Spitze waren. Die Villains sind unser Weckruf an die gesamte Division, denn wer uns im Weg steht, wagt ein gefährliches Spiel...als würde er auf einer Kugel reiten."
Renee Young schluckt kurz, dann fährt sie fort:
"Heute abend geht es aber erstmal gegen die Vaudevillains. Wie bereiten Sie sich auf einen solchen Gegner vor?"
"Für die Vaudevillains gilt dasselbe wie für den Rest: Geht uns aus dem Weg. Dass sie heute gegen uns antreten müssen, ist nicht ihre Schuld, sondern eine Schuld der Matchmaker. Naja, jetzt müssen sie halt dafür leiden."
Bevor Renee Young noch eine Frage stellen kann, erscheint Chris Jericho auf dem Set und klopft Bálor auf die Schulter.
"Bro, bist du bereit?"
Bálor nickt:
"Jederzeit, Mann, es kann losgehen!"
Jericho und Bálor zeigen sich gegenseitig die Too Sweet-Geste und verlassen das Set, da wir im Hintergrund schon das erste ihrer Themes hören können.

Tag Team Match:
Chris Jericho & Finn Bálor vs. The Vaudevillains
Sieger via Pinfall: Chris Jericho & Finn Bálor nach dem Coup de Grace gegen Aiden English

In den Gängen der Megasport Arena sehen wir die komplette Wyatt Family, die das Match offenbar an einem Monitor verfolgt hat. Nachdem die Ringglocke ertönt ist, gehen die Drei ohne ein Wort zu sagen davon. Nach einem Kameraschwenk sieht man die Villains by Nature, die gerade durch einen Vorhang verschwinden. Harper und Rowan bemerken dies, trennen sich von Wyatt und folgen den eben erspähten Villains. Einen Regieschnitt später sieht man die Axel Dieter Jr. und Marty Scrull in die Halle eilen, wo sie die gerade von ihrem Match zurückkehrenden Chris Jericho und Finn Bálor attackieren. Jericho und Bálor sind überrascht von der plötzlichen Attacke und werden von den Villains brutal in die Absperrungen gerammt und mit Schlagsalven eingedeckt. Nachdem Balor und Jericho einiges einstecken mussten, scheinen die Villains genug zu haben, aber ehe sie sich erfolgreich zurückziehen können erscheinen MAD. Eigentlich ist es nur Eric Young, der sich wie ein Wahnsinniger auf Axel Dieter Junior stürzt. Michael Elgin bleibt wie so oft nichts andere übrig als hinterher zu trotten und die Scherben aufzusammeln. Er versucht Young zum Rückzug zu bewegen und ihn von Axel Dieter Junior zu entfernen - erfolglos. Im ganzen Durcheinander stehen auf einmal Erick Rowan und Luke Harper ebenfalls im Innenraum der Arena. Mit einigen kraftvollen Griffen entsorgen die beiden mühelos Marty Scurll und Chris Jericho, die mittlerweile wieder aneinandergeraten sind, und schaffen es sich bis zu MAD vorzuarbeiten. Während Elgin gerade dabei ist Finn Bálor auf die Beine zu helfen, bemerkt er nicht, dass sein Partner komplett auf sich alleine gestellt ist. Young wird von Rowan gepackt und in den Bearhug genommen, doch EY kann sich mit einer doppelten Ohrfeige befreien. Er dreht er sich weg, will auf den nächsten losgehen, aber läuft direkt in den Big Boot von Harper. Als Elgin endlich mitbekommt, dass sein Partner wiedermal Hilfe braucht, ist es auch schon zu spät. Dutzende Sicherheitskräfte und Offizielle erscheinen und in diesem Getümmel schaffen es die Wyatts sich erfolgreich zurückzuziehen. Die anderen Parteien werden getrennt und behandelt, wo es von Nöten ist, und damit endet die Szene.

Ein großer Gebäudekomplex wird aus der Luft gezeigt. Sechs oder sieben Häuser unterschiedlicher Architektur, von Klassizismus über Jugendstil bis zur Architektur der späten sechziger Jahre, es ist ein Sammelsurium der bekanntesten Stile zu sehen. Alle Gebäude sind auf eine oder mehrere Arten miteinander verbunden, es gibt Glastunnel und hässliche kunststoffverkleidete Übergänge zwischen höheren Etagen. Die Kamera fährt näher ran, wir nähern uns einem wirklich alten, kreisrunden Gebäude mit unglaublich vielen, hohen aber dennoch düster wirkenden Fenstern und tauchen ein in einen Raum im dritten Stock, direkt unter dem kuppelförmigen Dach. Innen ist es überraschenderweise sehr modern eingerichtet. Ein großer Konferenztisch ist dort aufgebaut, mit geschätzten dreißig Sitzplätzen. Eine Leinwand ist runtergefahren, doch es sitzen nur drei Personen an diesem Tisch. Auf dem Tisch stehen mehrere Laptops, eine sehr monströs anmutende elektronische Verkabelung liegt achtlos daneben. Die drei Personen diskutieren sehr intensiv über ein Problem, sie sind dank ihrer Namensschilder als Ärzte erkennbar. Gestenreich wird etwas besprochen, doch um was es geht, können wir nicht verstehen. Im Hintergrund gibt es einen mit Glaswänden abgetrennten, kleineren Besprechungsraum, dort sitzen zwei weitere Männer, ein dicklicher, schwitzender Afroamerikaner, der aussieht, als bräuchte er dringend Urlaub und – Waylon Mercy. Einer der drei Ärzte steht auf, öffnet die Tür zum kleinen Nebenraum und bittet Mercy in den großen Konferenzraum. Dieser wirkt versteinert, geht aber aufrecht und als freier Mensch zum ihm angebotenen Platz. Er blickt starr aus dem Fenster, als sein Gegenüber zu sprechen beginnt.
„Mr. Mercy, mein Name ist Dr. Dan Spivey, ich bin ärztlicher Leiter dieser Untersuchungskommission. Dort, das ist Ronald Laing, ein schottischer Kollege, und den bärtigen Mann neben ihm dürften Sie kennen, das ist Dr. Rosenbaum vom Ashecliffe Hospital. Das gesetzlich vorgeschriebene Prozedere eines Lügendetektortestes ist es, dass drei Mediziner mit Ihnen das Resultat besprechen. Und mit Ihrer pathologischen Vergangenheit, nun, da hielten wir es für besser, das fernab von störenden Einflüssen zu tun.“
Mercy zuckt bei der Nennung von Dr. Rosenbaum kurz zusammen, gibt sich aber weiter regungslos.
„Mr. Mercy, Sie haben sich dem Lügendetektortest unterzogen. Die Ergebnisse sind sehr eindeutig in ihrer Aussage, auch wenn Dr. Rosenbaum da anderer Meinung ist. Genaugenommen interpretiert er die Ergebnisse in eine völlig andere Richtung, als ich es tue.“
Ein Schweißtropfen läuft an Waylons Stirn herunter. Seine Kiefer mahlen.
„Wir sind zu dem Schluß gekommen, dass Ihre Aussagen exakt das widerspiegeln, was Ihre Erinnerungen sind.“
Waylon springt auf, reißt dabei einen Laptop vom Tisch und jagt den Ärzten einen höllischen Schrecken ein. Rosenbaum weicht mit seinem Stuhl ein großes Stück zurück.
„Heißt das etwa…??“
„Beruhigen Sie sich! Setzen Sie sich bitte wieder hin! Was das heißt, dazu wollte ich gerade kommen. Sehen Sie, wir glauben, dass Sie unter sogenannten Induzierten Erinnerungen durch Verdrängung leiden. Es muss für Sie sehr traumatisierend gewesen sein, als Sie damals vom Tod Ihrer Frau, ähm, erfuhren und danach, nun ja, den Schuldigen gesucht haben. Die Aufnahme im Ashecliffe Hospital hat ja…“
Laing unterbricht Spivey.
„Mr. Mercy, man kann sagen, Sie haben den Test bestanden, was allerdings nur bestätigt, dass Sie an das glauben, was sie sagen. Damit ist nicht gesagt, dass Ihre Äußerungen auch der Wahrheit oder gar den Tatsachen entsprechen! Sie erinnern sich sicher noch an die lange Zeit im Hospital, das hatte doch seinen Grund! Sie sind rechtskräftig verurteilt worden!“
„NEIN! Ich habe nicht … nein, das ist nicht wahr! Der Kerl, das war ein Monster, ein…“
Mercy sackt in sich zusammen, schluchzend vergräbt er den Kopf in seinen Armen. Doch Laing bohrt weiter.
„Wissen Sie, in der Interpretation des Ergebnisses gibt es zwei Meinungen – ich denke, Sie sollten in Gefängnis. Es gibt ein verdammtes Video, das zeigt, wie Sie sich mit dem mutmaßlichen Mörder Ihrer Frau streiten! Und wie Sie ihn stoßen und Sie dann nach dem Schraubenschlüssel greifen und, nun, Sie wissen was passiert ist. Das wurde bei Ihrer Gerichtsverhandlung gezeigt! Sie haben den vermeintlichen Mörder Ihrer Frau eiskalt ermordet! Daher plädiere ich für Gefängnis. Sie sind gemeingefährlich. Dr. Rosenbaum würde Sie hingegen gerne für ein paar Wochen wieder im Ashecliffe Hospital aufnehmen wollen…“
Bei der Erwähnung des Hospitals springt Mercy auf und beginnt erneut zu toben und zu demolieren. Er greift Laing ans Schlafittchen und bedroht ihn, während Spivey hektisch ein Telefon betätigt und die Security ruft. Im ganzen Trubel kippen Stühle, ein Mann schreit, eine Faust trifft die Kamera und es wird dunkel.

Renee Young hat die Villains by Nature zu Gast am Interviewpanel, doch ehe die erste Frage gestellt werden kann platzt Zack Sabre Junior in die Runde.
„Renee, eines müssen wir jetzt loswerden. Marty und Axel sind zwei Weltklasse-Athleten! Das die beiden sich auf das niedere Niveau von Chris Jericho und Finn Bálor herablassen müssen ist eine Schande und daher werden wir das Ganze jetzt ernsthaft bestreiten. Ihr wollt euch profilieren? Dies ist eure Chance! Die Villains werden euch gerne im Ring gegenüberstehen, wann und wo überlassen wir euch. Danach werdet ihr dem professionellen Ringkampf hoffentlich wieder den Respekt entgegenbringen, der ihm zusteht!“
Danach zerrt Zack Marty und Axel mit und beendet das Interview, welches gar keines war. Renee Young gibt daraufhin etwas enttäuscht zurück in die Halle.

Mit erhobenem Tazer schleicht Hulk Hogan durch den Backstagebereich.

Singles Match:
Diamond Dallas Page vs. Shane Strickland
Sieger via DQ: Shane Strickland nach einem Eingriff von Sami Zayn

Und da ist das Match tatsächlich zu Ende, Shane Strickland geht siegreich aus diesem hervor! Diese Tatsache feiert er auch, allerdings nur kurz, bevor er sich auf Diamond Dallas Page, der noch auf dem Boden sitzt, zubewegt und diesem die Hand entgegenstreckt. Sofort schlägt DDP ein und zieht sich mit Hilfe von Shane auf die Beine, während die jeweiligen "Tag Team"-Partner der beiden, Sami Zayn und Will Ospreay, sich ebenfalls in den Ring begeben. Alle vier Wrestler führen dort praktisch zeitgleich dieselbe Geste aus: Sie reichen sich gegenseitig die Hände. Kurz herrscht Irritation, wer jetzt bei wem einschlagen soll, doch dann haben beide Duos sich wortlos verständigt und die Funky Monkeys schütteln jeweils die Hand von The Zayn Page, als dieser herrliche Frieden plötzlich jäh unterbrochen wird, denn das Theme von Blake & Murphy ertönt. Wesley Blake und Buddy Murphy, so ihre vollen Namen, entern dementsprechend auch das Seilgeviert, wo sie jeweils ein Mikro erhalten. Dann spricht Wesley:
"Nehmt euch ein Zimmer!"
Direkt erfolgt lautstarkes Gelächter von Murphy, als habe Blake gerade den besten Witz aller Zeiten erzählt. Nachdem Buddy sich wieder etwas beruhigt hat, kann der Texaner endlich weitersprechen:
"Aber jetzt mal im Ernst! Euer Match war ja ganz nett und alles. Doch wir beide haben die Wyatts letzte Show besiegt. Weshalb wir besser sind als ihr oder hat einer von euch Vögeln die schon mal gepinnt?""
Shane Strickland und Will Ospreay heben synchron ihre Hand, was Wesley aber geflissentlich ignoriert:
"Niemand? War klar. Also, wenn ihr wirklich eine sportliche Herausforderung wollt, wir sind bereit. Aber ihr traut euch eh nicht."
"Doch, tun wir!"
Diese Worte wurden von gleich zwei Personen ausgesprochen, nämlich Sami Zayn und Will Ospreay. Dann nicken beide sich gegenseitig zu und Ospreay spricht:
"Nächste Show. Ihr Beide gegen Sami und mich."
Buddy Murphy streckt auf eine theoretisch stolze, praktisch aber sehr erbärmliche Art, die Brust heraus:
"Läuft."

Im dunklen Keller der Arena bahnt sich Christian durch rot beleuchtete Gänge. An den Wänden sind in für den Zuschauer zufällig gewählten Winkel zerrissene und geschundene Riesenposter von der Attacke der Subversion auf Christian angebracht. Diese wurden zum Teil mit roter Schrift überpinselt. So wurde Christians Körper beispielsweise mit den Schriftzügen „Schwächling“, „Müll“ oder auch Entsorgt gekennzeichnet. Teilweise sind die Augen Captain Charismas ausgeschnitten. 
"Ach. Ich bin der Loser. Wie originell. Er ist sicher wochenlang in der Think Factory gesessen und hat Sandow davon abgehalten wichtige Pläne zu schmieden um sich diese epische und überraschende Ausstellung auszudenken, deren Aussage ja noch nie da war. Außer in jeder Promo gegen mich... Nicht mal schön geschnitten hat er."
Er seufzt enttäuscht und blickt auf seine Uhr.
"Mein Match beginnt bald. Die Ausstellung geht hoffentlich noch länger, aber ich hoffe da kommt noch was, bisher war das recht enttäuschend. Und ich hoffe er zeigt sich."

Wir sind wieder bei Chris Colen. Er atmet angestrengt als er einem Bergpfad nach oben folgt. 
"Verdammt, was ist hier los? Der Speer hätte mich töten sollen. Und warum verfolgt der Typ mich, wenn er dann doch wieder davon reitet? Irgendwoher kannte ich den. Und diese Szene. Das war doch..."
Er bleibt stehen. Im kommt eine Wandergruppe entgegen. Als sie ihn bemerken bleiben sie ebenfalls stehen. Die Kinder und Frauen werden nach hinten geschickt, die Männer zücken Messer und schwingen ihre Wanderstöcke. Einige Momente später stürmen sie auf Chris Colen zu, der zögert nicht und tritt sofort die Flucht zurück nach unten an, die Meute ihm hinterher. So sehr er sich auch bemüht, seine Verfolger scheinen schneller zu sein. Schreiend nähern sie sich dem flüchtenden Wrestler und versuchen ihn mit den Stöcken zu erwischen. Schließlich trifft einer der Männer Colen rechts an der Brust. Der schreit vor Schmerz auf und wird von der Wucht des Schlages vom Pfad gestoßen was ihn den steilen Abhang hinunterrollen lässt. Über felsiges Gelände fällt der Künstler scheinbar endlos. Immer wieder knallt er hart auf einen Stein auf. Nach unendlich scheinenden Sekunden hat er das Ende des Abhanges erreicht und bleibt auf einer Wiese liegen. Als er sich langsam aufrichtet bemerkt er nicht nur blutende Wunden an seinem Körper, sondern auch eine sehr bekannte Szenerie direkt vor ihm. Von irgendwoher wird kitschig, romantische Musik eingespielt, Colen kann es gar nicht fassen. Ohne wirklich darüber nachzudenken, schreit er die Venus wütend an:
"Was soll das, verdammt nochmal?! Wenn das ein Scherz sein soll, dann ist das ein verdammt schlechter! Gemälde nachstellen, die mich fertig machen wollen, wo sind wir denn? Auf einer Freak-Show? Wer bezahlt euch?! Zeigt mir euren Anstifter und ich werde ihm meine Meinung dazu in die Fresse schlagen!"
Die Figuren bemerken Colen natürlich. Die Venus steigt etwas aus der Muschel empor und spricht, mit derselben Stimme wie vorhin der Reiter:
"Bemerkst du es denn nicht, Chris? Du scheinst dir nur etwas mitteilen zu wollen. Hör einfach nur genau hin."
Ein verwirrt dreinblickender Chris Colen möchte darauf offenbar etwas erwider, doch kommt er nicht dazu, da die Muschel der Venus blitzschnell nach vorne schießt und ihn wie eine Schaufel aufnimmt. Sie hebt ab, nichts hält sie am Boden und fliegt über den See, wo sie beginnt sich spiralförmig nach oben zu bewegen. Chris krallt sich fest, verängstigt ob der großen Höhe. Plötzlich dreht sich die Muschel um 180 Grad und lässt Colen in die Tiefe stürzen. Wir sehen wie er auf die Wasseroberfläche zurast, begleitet von ängstlichen Schreien und einer hysterisch lachenden Venus von Milo. Immer näher kommt die Wasseroberfläche und im Moment des Aufpralls wird das Bild schwarz.

Wieder sehen wir Hogan durch die Gänge der Arena schleichen, als plötzlich, in einiger Entfernung, Tommy End und Apollo Crews vor ihm auftauchen. Hogan tritt sofort panisch den Weg in die andere Richtung an, aber dort blockiert nun Hideo Itami den Weg. Der Gang ist schmal und Hogan hat keine Möglichkeit zu entkommen, während sich die drei Subversion-Mitglieder langsam auf den Titeldieb zubewegen. Als einziger Ausweg bietet sich Hogan eine Tür zu einer Umkleide, die er auch sogleich öffnet, dann aber sofort wieder zurückstolpert. Als die Kamera umschaltet, sehen wir auch warum. Durch die offene Tür betreten plötzlich Seth Rollins und Heimo Ukonselka das Geschehen. Rollins erkennt begeistert:
„Ach, welch schöne Wendung der Geschichte. Ihr seid auch alle da. Lasset die Spiele beginnen.“
Mit diesen Worten stürzen sich Rollins und Heimo direkt ins Getümmel und ein Massenbrawl bricht aus. Sandow ist nun in sicherer Entfernung zu erkennen. Er beobachtet das Geschehen mit etwas Abstand und bemerkt so, wie sich Hogan krabbelnd aus dem Knäuel lösen kann und davon kriecht. Vorher hat er noch Crews getazert und ihn so abgeschüttelt. Sandow nimmt sofort die Verfolgung auf, muss sicher aber erst durch den immer noch laufenden Brawl kämpfen. Dabei geht die Kamera zu Boden und es wird weiter geschaltet.

Singles Match:
Delirious vs. Earthquake
Sieger via Pinfall: Delirious nach dem Ziggy Driver Hard

Keuchend hetzt Hulk Hogan mit seinem Tazer in der Hand durch den Backstagebereich, als plötzlich ein brawlendes Knäuel aus CJ Parker und Mick Foley vor ihm auftaucht. Die Blicke der beiden fallen sofort auf den Hulkster und im Nullkommanichts wird der Mann mit dem Tazer in den Schlagabtausch mit einbezogen. Parker zerrt am Titelgürtel, doch wird von Foley daran gehindert, sich den Titel zurückzuholen. Hogan möchte die Chance nutzen und Foley mit dem Tazer schocken, doch im letzten Moment kickt Parker Hulk die Waffe aus der Hand, sodass diese einem Unbeteiligten ins Gesicht fliegt. Dann wird das Bild schwarz.

Ein weiteres mal gehen wir in die Kirche des New Days, die bei Ignition #1 ihr Debüt feierte. Titus und Shelton haben eine der Bänke wieder aufgestellt und darauf Platz genommen, um sich mit Prof. Xavier zu unterhalten. Titus fragt:
"Xavier, was ist hier geschehen?"
Xavier schüttelt den Kopf.
"Sie sind alle gegangen. Alle! Uhaa... Apollo... er war nur der Anfang. Nachdem er den Glauben an die Positivity, den Glauben an den New Day, seine Freunde verlor, begann alles auseinanderzufallen. Kofi..."
Er hält kurz inne bei der Erwähnung des Namens seines Partners.
"Kofi und ich waren nicht in der Lage uns um die Gemeinschaft zu kümmern, wir selbst hatten Probleme damit den Glauben zu bewahren, nachdem Apollo uns verstoßen hat, nachdem er und End uns das..."
Er deutet auf seinen geschundenen Körper und den Rollstuhl.
"... angetan haben. Es scheint als hätten noch andere Kräfte gewirkt. Alles ist so schnell auseinandergefallen..."
Shelton sagt aufbrausend:
"Aber deswegen sind wir hier! Tommy End ist ein meisterhafter Manipulator. Aber wir denken, dass noch Hoffnung für Apollo besteht. Die Art und Weise wie End ihn behandelt... das kann unmöglich sein Wunsch sein. Aber wir erreichen ihn nicht. Wir dachten, wenn wir seine alten Freunde finden, dann könnten wir ihm gemeinsam die Augen öffnen."
Xavier lacht, wenn auch keine Freude in seinen Augen zu sehen ist.
"Meint ihr nicht, dass Kofi und ich alles versucht haben? Telefonate, Mails, Kofi hat sogar versucht Apollo persönlich zu besuchen..."
Er schaut zu Boden.
"End ist zu tief in Apollos Verstand eingedrungen und ich bin zu schwach um mich mit End zu messen."
Die PTP stehen auf. Titus ballt die Faust.
"Allein magst du vielleicht nicht in der Lage sein, aber wenn wir dich unterstützen haben wir eine Chance. End mag gut darin sein Fäden zu spinnen und zu manipulieren, aber darin bist du, Xavier, mindestens ebenbürtig. Davon kann ich ein Lied singen."
Ein Schimmer der Hoffnung ist in Xaviers Augen zu erkennen, doch plötzlich rümpft er die Nase.
"Riecht ihr das?"
Die Player blicken sich um.
"Feuer!"
Tatsächlich, eine Ecke der Kirche hat Feuer gefangen und breitet sich blitzschnell über die hölzernen Wände und Bänke aus. Shelton packt den Rollstuhl und schiebt Xavier zum Portal. Titus ist bereits dort, doch die Tür bewegt sich kein Stück.
"Versperrt. Gibt es einen Hinterausgang?"
Xavier deutet in eine Richtung, doch als Shelton ihn dorthin schieben will, bricht plötzlich ein Rad und Xavier geht zu Boden. Er deutet auf den Westflügel.
"Dort geht es hinaus, lasst mich zurück. Der Captain geht mit dem Schiff unter. Ich werde das Schicksal meiner Kreation teilen."
Titus reißt ihn hoch und nimmt ihn in eine Firemen's Carry.
"Rede keinen Stuß, Bro."
Gemeinsam rennen sie zum Westflügel und zur Tür hinaus. Ein Schnitt nach draußen folgt, wo die New Church of the New Day bereits lichterloh in Flammen aufgegangen ist. Aus einiger Entfernung sehen wir die Players mit Xavier aus dem Gebäude flüchten. Tommy End tritt ins Bild, sein sinistres Lächeln unheilvoll von den Flammen umspielt. Auch Apollo Crews tritt ins Bild, doch seine Miene ist völlig emotionslos. In der Hand hält er einen Kanister. Er wendet den Blick jedoch nicht von der Kirche ab. End legt ihm schließlich die Hand auf die Schulter.
"Nun bist du von deiner Vergangenheit befreit. Die Zukunft steht im Feuer geschrieben. Und um die Players kümmern wir uns als nächstes."
End wendet sich ab, um zu gehen. Apollo bleibt zurück. Die Kamera fährt heran. Erkennen wir da ein feuchtes Glitzern in seinen Augen?

Im Büro des GM Delta Romeo steht ebenjener neben seinem Schreibtisch. Vor ihm steht ebenfalls – und ignoriert die Stühle neben sich – Yokozuna. Der GM spricht:
"Sie wollten also unsere Aufmerksamkeit, indem Sie arg- und wehrlose Backstagemitarbeiter angreifen? Nun, das haben Sie erreicht. Aber noch so viel mehr. Ihre Aktionen haben auch die Behörden von Katar auf den Plan gerufen. Bei denen war Ihr Eindruck groß genug, dass diese Sie unheimlich gern noch wesentlich länger im Emirat gehalten hätten. Es hat mich endlose Mühen und Mittel gekostet, dafür zu sorgen, dass wir diese Dinge intern klären können."
Delta beginnt in einer Akte zu blättern und dabei zu bemerken:
"Mehrere Fälle leichter, hier aber sogar auch schwerer Körperverletzung. Alles wunderbar per Filmaufnahme dokumentiert. Nicht gegen Wrestler, oder fest Angestellte, die entsprechende Gefahrenklauseln unterschrieben haben, nein gegen freie Mitarbeiter vom Veranstaltungsort."
Delta verzieht das Gesicht bei einer Seite der Akte:
"Uhh, das sieht richtig übel aus.",
er schlägt die Papiere schnell zu,
"Jedenfalls, waren Ihre Handlungen absolut verantwortungslos, gemeingefährlich und haben vor allem dem Ruf von Ignition, SAW und mir enormen Schaden zugefügt. Möglicherweise werden wir nie wieder in Katar veranstalten können. Selbstverständlich werde ich Ihnen nicht nur sämtliche Kosten plus einer gehörigen Geldstrafe in Rechnung stellen, Sie werden zudem für die nächste Zeit suspendiert. Ohne Bezahlung, versteht sich."
Yokozuna schnaubt:
"Das werdet ihr noch bereuen."
"Sie drohen mir? Offenkundig haben Sie ihre Situation nicht im Mindesten verstanden. Ich rate Ihnen, dieses Büro ohne ein weiteres Wort zu verlassen. Andernfalls werde ich mich von Abkommen mit dem Scheich zurückziehen und Sie einfach ausliefern lassen. UND JETZT RAUS!"
Yokozuna schmeißt einen der Stühle um und verlässt das Büro.

Delirious kommt schwer geschafft von seinem Match gegen Earthquake zurück. Gerade als er seine Kabine betreten möchte, hält er inne. Er scheint etwas gehört zu haben. Er dreht sich um und reißt die Augen auf, als hätte er einen Geist gesehen. Und tatsächlich trauen auch wir unseren Augen kaum. Samoa Joe steht gesund und munter - zumindest abgesehen von einigen, kleineren Verbrennungen und Verbänden - im Gang. Sein ganzer Körper bebt vor Wut und ehe Delirious in irgendeiner Form reagieren kann, stürmt er einer Dampfwalze gleich auch schon auf den ehemaligen Tag Team Champion zu und rammt ihn durch die Tür in die Umkleide, wo er ihn nach Strich und Faden verprügelt. Wütend packt er Delirious am Hals und zischt durch gepresste Lippen.
"Du willst mich umbringen, du mickriger Wurm? Ich zeige dir, wie es richtig geht."
Er schleudert Delirious gegen einen Spind, der krachend aufspringt. Joe geht auf sein Opfer zu, doch dieser hat blitzschnell in den Spind gegriffen und nun seine zuvor erworbene Machete in der Hand, die er auch sogleich auf Joe richtet. Der Samoaner erstarrt, doch seine Wut steht ihm nach wie vor ins Gesicht geschrieben. Delirious hält ihm die Machete drohend ins Gesicht:
"Dann hast du also überlebt … Ich hätte Ziggy nicht mit der Aufgabe betrauen sollen. Es ist meine Rache dafür, dass ihr Subversion auf meinem Rücken errichtet habt und ich sollte mir damit die Hände selbst schmutzig machen. Also komm nur her, du Betrüger und ich werde dich aufschlitzen, bis kein sauberer Fleck mehr mich bedeckt."
Dann geht er langsam um Joe herum, die Erschöpfung ist in allen Gliedern Delirious' wahrnehmbar. Die Machete zittert in seiner Hand. Trotz der Waffe wirkt eine siegreiche Begegnung mit dem frischen Samoa Joe nicht sonderlich wahrscheinlich. Diese Gedanken scheinen sich auch im Kopf Joes breit zu machen und so ziert nach und nach ein siegesgewisses Grinsen sein Gesicht. Bevor er der Aufforderung Delirious', zu diesem zu kommen, aber nachgehen kann, flieht der schließlich durch die erreichte Tür. Vor Wut bebend bleibt Joe in der Umkleide zurück.

Tables Match:
Andre the Giant vs. Drake Younger
Sieger: Drake Younger nachdem Andre selbst durch einen Tisch läuft

Heimos Mjöllnir fliegt durch die Luft und bleibt in einer Kiste stecken. Sandow und Itami stürzen sich direkt auf den Finnen und reißen ihn zu Boden, während Seth Rollins sich gerade mit Apollo Crews fetzt. Seth bemerkt Heimos missliche Lage und eilt seinem Kumpanen zur Hilfe, als plötzlich Mick Foley auftaucht und die Streithähne mit einem Canonball durch das sich im Hintergrund befindende Interviewset befördert.

Es wird in den Lockerroom geschaltet und wir sehen erneut TJ Perkins, diesmal die Switch im Handheld Mode im Schlepptau. Ob es diesmal besser für ihn läuft, können wir nicht erkennen, doch scheinbar ist er derart in das Spiel vertieft, dass er nicht einmal mitbekommt, wie die Tür seines Lockerrooms geöffnet wird. Langsam nähert sich dem Angeleno eine Person, hebt die Hand und... tippt ihm auf die Schulter. Langsam erwacht Perkins wieder aus seinem tranceartigen Zustand und blickt in das Gesicht von Kalisto, was ihm ein Lächeln entlockt:
"Komm, setz dich. Schnapp dir einen Controller und spiel mit."
Tatsächlich nimmt Kalisto nun Platz, beachtet aber das Gamepad, welches TJ ihm hinhält, nicht:
"Ich werde dir eventuell Gesellschaft geleistet haben. Doch zuvor werde ich dir eine Frage gestellt haben: Warum wird ein Match gegen Roman Reigns nicht dein Begehren gewesen sein?"
Erst jetzt drückt Perkins überhaupt auf die Pausetaste und konzentriert sich voll auf den Mexikaner:
"Warum sollte ich? Weil er mich mit einer unsinnigen Begründung umgespeart hat? Ich habe Leute schon wegen so viel Blödsinn ausrasten sehen, da juckt mich das auch nicht mehr."
"Das wird mir nicht verständlich gewesen sein. Man muss immer für seine Werte eingestanden haben. Und außerdem wirst du Wrestler gewesen sein, wir werden vom Kämpfen gelebt haben. Wie viel wirst du schon zu verlieren gehabt haben?"
TJ Perkins zuckt mit den Schultern:
„Könntest du bitte aufhören, dich so umständlich auszudrücken? Aber eigentlich hast du Recht. Schaden kann es nicht. Ich werde das Match jetzt gleich bei den GMs beantragen. Und danach zocken wir zusammen, also nicht weglaufen!"
"Ich werde genau hier gewesen sein."
Damit bewegt sich TJ auch davon und nachdem dieser die Tür hinter sich geschlossen hat, winkt Kalisto den Kameramann zu sich heran:
"Ich habe gehofft, du wirst dies gesehen haben, Roman. Meine Macht als Krieger vom Jupiter wird größer gewesen sein als die Match deines Spears. Willst du jetzt also wirklich weiterhin so getan haben, als sei ich für dich irrelevant gewesen?"

Chris Colen steigt erschöpft aus dem Wasser und krabbelt auf allen Vieren nach vorne. Sein Gesicht zeugt von Verzweiflung. Plötzlich stößt er gegen etwas. Er blickt nach oben und erschrickt vor der [URL="http://www.cool-arts.com/motive-shop/gross/1-124-022.jpg"]Person, die vor ihm sitzt.[/URL] Sofort will er fliehen, doch die Frau spricht ihn, mit der selben Stimme wie zuvor die Venus und der Reiter, an. 
"Du hörst immer noch nicht zu, nicht wahr?"
Colen stoppt und dreht sich um. Immer noch auf den Knien fragt er:
"Wem soll ich zuhören, verdammt?"
"Dir selbst, Chris, dir selbst."
"Was soll der Quatsch? Ich sage ja kaum was. Bevor ich auch nur ein Wort sagen kann werde ich gejagt!"
"Von wem wirst du gejagt?"
"Ich kenne diese Leute nicht!"
"Bist du dir sicher?"
"Es sind bezahlte Schauspieler, die von irgendwem engagiert wurden um mich fertig zu machen. Ich wurde bereits von einem Speer erstochen, fiel über tödlichen Hand und wurde aus großer Höhe von einer Muschel aufs Wasser geworfen. Ein Wunder, dass ich überhaupt noch lebe, wenn ich den erwische..."
"Irgendwie surreal, oder?"
Colen stoppt.
"Was?"
"Irgendwie surreal, oder?"
Colen blickt sich um. Der See ist verschwunden, er steht in einer Wüste, um ihn herum unzählige Staffeleien, Pinsel und Farben, die bedrohlich näher rücken. 
"Chris, hör dir selbst zu."
Colens Augen sind angsterfüllt. Ein Pinsel fliegt auf ihn zu und trifft ihn im Gesicht, er schlägt ihn weg. Eine Staffelei "greift" seinen Fuß, er zerbricht sie mit einem Tritt des anderen Fußes. Immer mehr Dinge greifen, Colen wehrt sie an, blickt noch einmal ängstlich fragend zur Mona Lisa, die nur ihr bekanntes Lächeln aufgesetzt hat und ihm zunickt. Daraufhin beginnt Colen zu laufen, er blickt sich nicht um, rennt nur weg. 
"Lasst mich endlich in Ruhe!"
Als er sich ewig weit entfernt hat, bleiben die Malersachen stehen und hinter ihnen taucht auch die Mona Lisa auf, aus deren geheimnisvollen lächelnden Lippen einige Worte hervordringen:
"Ja, Chris, so ist es gut. Lauf vor dir selbst davon."
Dann wirbeln die Farben des Bildnisses in atemberaubender Geschwindigkeit durcheinander und wenige Sekunden später erblicken wir erneut das starre Porträt, jedoch mit einem wesentlichen Unterschied, denn die Mona Lisa hat die Gesichtszüge von Ember Moon angenommen, während diese das Stardust-Facepaint aufgetragen hat.

Wir sind in den Katakomben der Megasport Arena und sehen Bray Wyatt auf einem Schaukelstuhl hin und her wippen. Erick Rowan und Luke Harper stehen bedrohlich mit verschränkten Armen im Hintergrund.
„Vielen Dank Christian! Vielen Dank dafür, dass du mir die Augen geöffnet hast. Natürlich hätte ich mit meinem Money in the Bank Koffer sofort nach Ruhm und Ehre greifen können, aber du warst mir eine wertvolle Lektion. Eine Lektion, wie man es nicht machen sollte. Die Gier verschlingt einen nur allzu gern. Die Gier trifft manche Entscheidung ohne die Konsequenzen zu bedenken. Du, Christian, hast deinen gesamten Rückhalt und deine Unterstützer verloren. Du hast deiner Familie vor den Kopf gestoßen und hast deinen persönlichen Erfolg über alles gestellt. Heute Abend wirst du eine wertvolle Lektion lernen. Lege dich nicht mit der Wyatt Family an!“

Singles Match:
Bray Wyatt vs. Christian
Sieger via Pinfall: Bray Wyatt nach der Sister Abigail

Nach dem die Ringglocke ertönt ist, lässt sich Bray Wyatt schnell seinen Money in the Bank Koffer geben. Er verlässt den Ring und ruft den Kameraleuten ein paar Worte zu.
„Bald ist es soweit, Parker! Bald ist es soweit!“

Im Heizungskeller der Arena bieten sich ungewöhnliche Szenen. Auf einem Videoprojektor beobachtet der vom Match noch erschöpft wirkende Christian in einem düster-Rot beleuchteten Setting im Rahmen von Nakamuras Ausstellung eine Videovorführung. Mit dramatischer Musik, harten Cuts und herabwürdigenden Textbausteinen unterlegt, werden die Lowlights von Christians Karriere gezeigt. Aus im Raum aufgestellten Boxen dröhnt dabei eine laute Schranzmusik. Immer wieder hören wir auch Nakamuras Stimme „Loser“, „Loser“, „Loser“. Captain Charisma kommentiert die Szenen wie folgt:
"Das trifft mich jetzt schon. Die Musik ist ja echt grauenvoll. Und Journalist sollte er auch nicht werden, die Berichterstattung wirkt ziemlich einseitig. Fast könnte man meinen, er möchte mich damit beleidigen. Gott, wie ich früher aussah."
Er muss kurz lachen.
"Aber er scheint sich zumindest mehr Mühe gemacht zu haben als mit den Postern. Dafür hat er mindestens 10 Minuten gebraucht. Hm, da hinten geht es wohl weiter. Wo bist du japanische Cholera, wo versteckst du dich?"
Der Kanadier bahnt sich nun weiter seinen Weg durch den Ausstellungsraum Shinsukes. Hinter einem großen Boiler erblickt er wohl das Zentrum der Ausstellung des Japaners. Verschiedene Christian-Holzbüsten blicken mit leeren Augen in Richtung eines Throns, der auf einer Vielzahl von Gerümpel steht. Daneben steht eine Guillotine. Langsam schreitet Christian zum Aufbau:
"Da schau an. Endlich mal etwas, das nach ein bisschen Mühe aussieht. Saubere Verarbeitung, das muss man ihm lassen. Schaut richtig edel aus. Der Typ könnte eine Tischlerei aufmachen, da wäre er besser aufgehoben als bei Ignition. Wobei, er könnte auch beim Ringaufbau helfen, da kann er sich verwirklichen. Schönes Stück, wirklich, auch der Thron. Chapeau."
Christian erkennt:
"Was haben wir also alles gesehen. Eine unnötige Ausstellung eines Wrestlers, der Mitglied bei der gefährlichsten und vielversprechendsten Gruppierung aller Zeiten ist. Einziger Zweck: Mich zu demütigen. Nicht mal das hat er wirklich geschafft. Und was zum Teufel soll die Guillotine mit mir zu tun haben? Der Thron, ja gut, ich bin königlich, wenn auch eher charismatisch und klassisch, aber die Ab-mit-seinem-Kopf-Maschine? Sinnlose Zeitverschwendung eines Mannes, der wichtigeres zu tun hätte und dazu noch ohne jeden Bezug zu mir! Shame on you, Nakamura!"
In diesem Moment geht Christian durch einen harten Kick zum Kopf zu Boden. Hinter einer Armee von Holzbüsten war Shinsuke Nakamura hervorgesprungen um den Kanadier zu überraschen. Dann erkennt er:
„Urteile doch nicht so vorschnell, Christian, du hast das Highlight meiner Ausstellung doch noch gar nicht gesehen.
Nach diesem Statement zieht Shinsuke seinen Gegner in Richtung der Guillotine und legt ihn hinein. Hernach positioniert er sich selbst auf dem Thron und nimmt in unnachahmlicher Art und Weise Platz. Danach erkennt er:
„Dieses Bild ist das Hauptwerk meiner Ausstellung. Es heißt Müllbeseitigung.“
Die Kamera fixiert Captain Charisma in der Guilottine hängend im roten Licht mit der musikalischen Untermalung der Ausstellung. Danach gibt die Regie weiter.

In der Eingangshalle einer modernen, kühlen Klinik unterhalten sich Dr. Rosenbaum, Ronald Laing und Dr. Spivey. Spivey hat ein blaues Auge und Laing trägt seinen linken Arm in einer Schlinge.
„Danke, dass sie doch noch eingewilligt haben, Ronald. Der einstimmige Beschluss war wichtig für seine Behandlung.“
Alle drei Ärzte geben sich die Hand und gehen ihrer Wege. Schnitt. In einem brandneuen Trakt, der einem Gefängnis unangenehm ähnlich sieht wird ein in einer Zwangsjacke gefesselter Waylon Mercy von zwei Bären von Pflegern durch den Gang geschleift und unsanft in eine Zelle geworfen. Die Kamera zoomt heran, wir sehen von hinten über die Schultern der beiden Pfleger, wie Mercy sich kriechend in seine Zelle zurückzieht, fort weg rufend.
„Ich kann mich ändern! Ich kann mich ändern! Ich bin bereit dazu! Ich kann die Tatsachen akzeptieren!“
„Sicher, Mercy, sicher. Dazu hast du jetzt auch erstmal Zeit – mit jeder Menge Lithium und unserer Unterstützung.“
Die Tür fällt mit einem hallenden Krachen zu. Der Pfleger, der vom Lithium sprach schließt die Tür gewissenhaft ab. Ein gemeines, hämisches, überlegenes Lachen ist zu vernehmen, und wir hören, wie der Pfleger leise folgendes singt: "I was shackled in chains in a cold freezin' rain, but I'm free from the chain gang now". Der Pfleger dreht sein Gesicht in die Kamera. Es ist Braun Strowman.

Auf der Rampe und im Publikum tauchen nach und nach alle Beteiligten am heutigen Massenbrawl in der Arena auf. Hogan wird von Parker durch die Zuschauerränge gejagt, während auf der Rampe Foley, Rollins und Heimo mit Sandow, End und Itami beschäftigt sind. Langsam brawlen sich die verschiedenen Parteien zum Ring, wobei einige Scheinwerfer und die Ringverkleidung in Mitleidenschaft gezogen wird. Schließlich erwischt Parker Hogan und wirft ihn gegen die Ringtreppe. Wieder greift er nach dem Gürtel, doch Hogan hält dagegen, sodass ein wildes Tauziehen ausbricht. Der vom Treppenimpact geschwächte Hogan muss schließlich nachgeben und den Titel loslassen, doch der Schwung, der dadurch entsteht lässt CJ zurückfallen. Der Gürtel fliegt durch die Luft und knallt Ringsprecher C van Dam mitten ins Gesicht! An anderer Stelle schlagen sich Foley und Heimo die Köpfe ein. Foley schnappt sich die Ringglocke und will sie dem Skandinavier in den Magen rammen, doch dieser weicht aus und stattdessen sackt der Zeitnehmer benommen zu Boden. Keinen der Anwesenden scheint dies zu kümmern, der Brawl geht weiter, bis sich alle Beteiligten im Ring befinden.
Plötzlich ertönt die Musik von Delta Romeo. Dieser erscheint auf der Stage.
"ES REICHT!!! Ich habe mir diese Prügelei nun lange genug angeschaut. Dass unsere Ringsprecher und Zeitnehmer zu schaden kommen, ist das Eine, aber mittlerweile besteht erhebliche Gefahr, dass es freie Mitarbeiter oder gar Zuschauer trifft. Das kann und werde ich nicht erneut erlauben! Ihr wollt alle den Titel? Fein! Und Ihr wollt euch alle wie verrückt darum prügeln? Fein! Aber ich werde dafür sorgen, dass die Umwelt vor Euch in Sicherheit ist! CJ Parker wird seinen Titel bei den Survivor Series verteidigen. Gegen Hulk Hogan, Seth Rollins, Heimo Ukonselka, Damien Sandow und Mick Foley. In der Elimination Chamber! Sollte jemand von euch nun noch das dringende Bedürfnis verspüren, sich außerhalb eines Match vor der Chamber zu prügeln, fliegt er raus! Jetzt weckt C Van Dam! Es ist Zeit für den Main Event!"

Main Event
Tag Team Match:

Damien Sandow & Hulk Hogan vs. Heimo Ukonselka & Seth Rollins
Sieger via Pinfall: Heimo Ukonselka & Seth Rollins nach dem Piledriver gegen Damien Sandow

Wir sind wieder im Wald. Die Kamera zeigt uns den Waldboden und emsige Ameisen, die gerade die letzten Vorräte vor dem heranbrechenden Winter einzulagern scheinen. Der Wind heult stark im Hintergrund, die Bäume biegen sich, Blätter fallen zu Boden, denn es ist Herbst und die Äste ächzen vor Anstrengung. Dann hört man ein lautes Knacken. Kurz darauf wieder eines. Und wieder. Scheinbar nähert sich etwas. Man hört schwere Schritte, die sich durch das Laub und über den Waldboden pflügen und bedrohliche Atemgeräusche. Plötzlich stürzt die Kamera um und zeigt uns den Waldboden. Dunkle Stiefel schreiten langsam an ihr vorbei und in einiger Entfernung scheint sich das Ende des Waldes abzuzeichnen. Das Bild wird dunkel und es erscheint eine Schrift:
"Ignition #68"
Damit endet Ignition für heute!

Match des Tages: Main Event
Mann des Tages: Bray Wyatt
Überraschung des Tages: Xavier Woods sitzt im Rollstuhl
Enttäuschung des Tages: Andre the Giant
Aktion des Tages: Shane Strickland trifft einen 450° Splash!