ECW #141 "Homem de Ferro"

SAW präsentiert: ECW #141 "Homem de Ferro“
aus dem Pavilhão da Luz Nº1 in Lissabon, Portugal
2. Januar 2018


Kommentatoren:
Der Silvester-Nerd
Neujahrlo Pedersoli


Theme

Feuerwerk. Explosion. Knaller.
GM Boardie und GM Obvious stoßen mit Sekt aufs neue Jahr an und tanzen miteinander den Neujahrswalzer. Boardie fragt Obvious:
„Meinst du das neue Jahr wird gleich wie das alte?“
„Du meinst ob uns wieder der Titel gestohlen wird? Ich hoffe nicht.“
„Er wurde ja eh nur dir gestohlen.“
Obvious beantwortet dies mit einem bösen Blick, führt die Unterhaltung aber weiter.
„Egal, ich bin mir sicher das Jahr wird großartig. Wir haben ja auch schon tolle Matches am Start, wie Snake McBatman gegen den Mysterious Maukisch. Hättest du gedacht, dass Snake aus dem Gefängnis kommt?“
„Nein, aber ohne die Hilfe seiner Fans hätte er das auch nicht geschafft.“
„Seiner Fans und Dynamit.“
„Woher die das wohl hatten?“
„Wen interessiert das schon? Mich interessiert eher, wer das 15-Minute-Iron-Man-Match der beiden heute gewinnt, das ist nämlich unser MAINEVENT!“
Die Leute um sie herum jubeln.
„Aber wir haben noch mehr. Das Mosbos Nose in the Bank Match zwischen Coulrophobia und Dick TV zum Beispiel.“
„Leitern, Clowns und eine Nase, was will man mehr?“
„Mosbo will man wohl nicht, denn der Verlierer bekommt Mosbo, der Gewinner muss ihn nicht bei sich aufnehmen.“
„Würde ich auch nicht wollen, wen der mich attackiert hätte nur um seine Kollegen anzuschwärzen.“
„Aber weißt du was ich will? Den Royal Rumble!“
„Ja, der wird super! Deshalb haben wir ja jetzt auch schon die Qualifying Matches auf der Card!“
„Und dazu noch das Aufeinandertreffen der Redeemers, sowie das Debüt von Paul Pizza! Diese Show muss man gesehen haben.“
„Ja, aber jetzt lass uns noch etwas knallen.“
Obvious sieht Boardie verstört an.
„Ich meine Raketen und Böller.“
Beide lachen.
Feuerwerk. Explosion. Knaller.
Die Weltkugel explodiert.
ECW #141

Global Heavyweight Champion Siko Serkis steht augenscheinlich gerade in seinem Bauwagen. Auf einem Tisch vor ihm sind ein paar Überreste seines Throns zu sehen, den Ian McQuebec am Ende der letzten Show zerlegt hat. Langsam nimmt er ein Stück der Rückenlehne in die Hand, auf dem wir das reich verzierte Emblem von 'Siko Serkis' Exhibition of the Bizarre and the Obscure' erkennen können. Die leicht rötliche Gesichtsfarbe lässt vermuten wie es im Innern des Kingmaster kocht. Mit einem Ruck zerbricht er das Brett und wirft es achtlos auf den Tisch. Dann stößt er die Tür seines Bauwagens auf und verlässt diesen, rennt dabei fast Dexter Riggs um, der eben im Begriff war anzuklopfen, nun aber mit einer galanten Bewegung dem herausstürmenden Zirkusdirektor ausweicht.
„Ich wollte mit dir wegen Hunters Herausforderung sprechen...“
Siko winkt ab.
„Nicht jetzt, Dex. Ian McQuebec hat heute ein Ticket für eine Privatvorstellung gelöst. Da wollen wir ihn doch nicht enttäuschen...“
Serkis verschwindet, während The Miracle ihm nachdenklich hinterherblickt. Also zumindest ungefähr.

Knurrend steht ein halbes Dutzend Securities vor dem Eingang der Halle, sichtlich bereit Unbefugten den Zutritt gewaltsam zu verwehren. Vor ihnen steht, mit etwas Sicherheitsabstand, Hulk Hogan. Der Hulkster hat die rechte Hand dick einbandagiert und hat am Kopf noch einige Schürfwunden seines letzten Aufeinandertreffens mit ECW-Securities und der Subversion. Gerade als die Sicherheitsleute einen Schritt auf den Hulkster zumachen, entschärft der ankommende Nanook die Situation. In seiner Hand hält er einen Backstagepass, der auf den Namen „Hulk Hogan“ ausgestellt ist.
"Innugati, beruhigt euch. Die GMs gewähren Hulk Zutritt. Er wurde persönlich von mir eingeladen. Und hat, so habe ich erfahren, später auch noch einen Termin bei GM Obvious."
Nach sorgfältiger Prüfung des Backstage Passes lassen die sichtlich unzufriedenen Sicherheitsleute den ehemaligen SAW World Heavyweight Champion passieren. Dann richtet sich Nanook an ihn:
"Ohje, du siehst ziemlich mitgenommen aus. Ich habe gesehen, was bei Ignition passiert ist. Die Subversion hat dich ganz schon übel erwischt..."
Hogan nickt. Dann stellt der Inuit eine Frage:
"Was willst du heute eigentlich bei den GMs?"
„Ach, ich möchte mal meine Optionen ausloten. Bei Ignition lief einiges verkehrt. Lass es mich so sagen. Ich habe es mir mit einigen Leuten verscherzt, unter anderem auch Earthquake. Ich könnte mir einen Neuanfang bei ECW durchaus vorstellen. Wir beide könnten das Roster hier ordentlich aufmischen.“
Nanook lacht.
"Da bin ich mir ziemlich sicher. Du wärst mit Sicherheit ein guter Partner. Allein wegen deiner Erfahrung... Vielleicht klappt es ja."
Doch Hogan wirft ein
„Aber ich habe auch bei Ignition noch einige offene Rechnungen, z.B. mit der Subversion. Diese muss ich vorher auf jeden Fall noch begleichen."
In diesem Moment hört man ein Cello-Staccato, bekannt aus dem Weißen Hai und wie aufs Stichwort taucht Max Power hinter den Beiden auf, sein Smartphone in der Hand aus dem das Theme zu kommen scheint:
„Was sieht der Hai von ECW da? Ein alter, offenbar verwirrter Mann sucht eine Herberge, weil er zu feige ist sich seinen Widersachern in seiner Heimat zu stellen und wen sucht er sich in der Fremde als Hilfe aus? Die kleine Robbe, die bisher noch nicht mal mutig genug war, auf meine Herausforderung zu reagieren, sondern es vorzieht sich zu verstecken. Gleich zu gleich gesellt sich also gerne.“
Hogan wirft ein:
„Ah, da ist ja dieser Power. Ich glaube wir können dein Problem auch direkt jetzt gemeinsam lösen, Nanook."
Doch Nanook schüttelt den Kopf.
"Danke für das Angebot, Hulk, aber das muss ich alleine schaffen. Ich habe ihn schon einmal besiegt, aber nun muss ich mich dem Eisbären in seiner Höhle stellen um zu beweisen, dass ich ein würdiger Krieger bin. Ich nehme deine Herausforderung an!"
Power wirkt wütend:
„Du hast es wohl noch immer nicht verstanden: Ich bin ein Hai! Vielleicht solltest du deinen Opa hier mitnehmen, damit er dich nach deiner Niederlage daran erinnern kann. Und eventuell um dich zu stützen, falls er dazu überhaupt noch im Stande ist.“
Mit finsterem Blick entgegnet der Hulkster:
„Finde es doch heraus, Power.“
Nanook schiebt sich zwischen die beiden und schiebt Hogan weg.
"Komm, ich habe den GMs mein Wort gegeben, dass du keinen Ärger machst. Kümmern wir uns um dein Problem."
Die beiden verlassen die Szenerie, Power blickt ihnen nach, setzt ein böses Lächeln auf und aktiviert wieder die Theme-Musik des Weißen Hai. Daraufhin setzt auch er sich in Bewegung.

Ein Video wird eingespielt. Wir sehen NickNick Nola, der aus einem Taxi steigt. An der Straßenbeschilderung und der Art der Architektur können wir erkennen, dass er sich in Deutschland befindet. Er öffnet die andere Taxi Tür und zieht Einhard Met heraus.
„Dies hier ist Heidelberg … Da drüben ist der Uni Campus. An irgendetwas musst du dich doch erinnern.“
Nola führt den vollkommen emotionslosen Met durch die Gegend und zeigt ihm die Gebäude und Straßen, und da dies zu keinem Ergebnis zu führen scheint endet damit das Video auch schon. 

Joey Styles hat einen der heutigen Debütanten, Paul Pizza, vor dem Mikrofon. Der einzige Profi-Wrestler aus Niue wirkt völlig fertig, und doch merkt man ihm an, dass er versucht, die Fassung zu wahren.
"Paul Pizza, wir haben bei der letzten Show gesehen, dass du alles verloren hast. Trotzdem bist du nach dem Ende von NXT zu ECW gekommen. Warum bist du nicht nach Hause zu deiner Familie geflogen um die Situation zu erklären?"
"Ich war zu Hause. Dort, in Neuseeland, gibt es für mich nichts mehr. Meine Frau hat die Scheidung eingereicht und ist mit den Kindern weg. Ich weiß nicht, wo sie sind. Ich habe keine Familie mehr."
Nach einigen, für Styles unangenehmen, Sekunden der Stille, stellt er die nächste Frage.
"Was dürfen sich die Fans von dir und deinem heutigen Debütmatch erwarten?"
"Ich bin immer noch ein Superheld und ein ECW-Wrestler. Ich kämpfe. Heute werde ich Marciboy besiegen. Der ist gemein und ich... entschuldige Styles..."
Plötzlich geht Pizza mit Gesicht in die Hände gelegt davon. Somit bleibt dem Interviewer keine andere Wahl, als das Interview abzubrechen.

Singles Match
Marciboy vs. Paul Pizza

Sieger nach einem Suplex IN den Ring: Marciboy

Ein Krankenzimmer. Zumindest lassen die geschmacklich fragwürdigen grünen Vorhänge, die steril weiß gestrichenen Wände und insbesondere die beiden Krankenbetten an der rechten Seite des Raumes darauf schließen. In eben jenen Betten liegen zwei Personen, Hände, Füße und sogar der Nacken fixiert. Zwei EKG-Geräte piepen ruhig und rhythmisch vor sich hin. Aufgrund der Frisur ist eine der Personen als Ratte auszumachen. Die Tür zum Raum öffnet sich und der Doktor tritt ein: Doctor Strange, tatsächlich im weißen Kittel eines Arztes gekleidet. Hinter ihm ist Merlin Montgomery, in seiner üblichen Robe, sieht er aber deutlich gesünder aus als in der letzten Show. Die tiefen Augenringe sind verschwunden, die Robe nicht mehr mit roten Flecken beschmutzt. Strange prüft den Tropf an Rattes Bett und nimmt diesem Blut ab, während Merlin das Gleiche bei der anderen Person, vermutlich Sasha, tut. Merlin spricht zu Strange:
"Schon seltsam, wie einfach es war, die beiden zu entführen. In unserem Zustand. Und vermissen tut sie offenbar auch niemand."
Strange zieht eine Augenbraue hoch:
"Werter Kollege, bitte auf die Aufgabe konzentrieren. Wir brauchen noch eine weitere Blutprobe zur Kontrolle. Alle anderen Tests bestätigen unseren bisherigen Verdacht."
"Sie haben Recht. Die Geschichte würde uns eh niemand glauben, wenn wir sie erzählen würden. Viel zu verrückt und abgedreht."
Mit den vollen Phiolen verlassen die Sorcerers Supreme das Zimmer und es folgt Werbung der Ärztekammer Lissabon. Mit Hinweis zum Gesundheitscheck im Januar.

Der F-Tron zeigt uns ein Standbild von einem großen gotischen Gebäude. Haben wir dieses nicht letzte Show erst gesehen? In der Tat handelt es sich um das Gebäude mit dem Teich und den beiden Schwänen davor. Das Standbild beginnt zu 'leben' und die Kamera fokussiert sich auf die beiden Schwäne, welche im Spiel der sanften, durch den Springbrunnen entstehenden, Wellen mit einander ihre Kreise ziehen. Dieses Spiel verfolgen wir für einige Sekunden, während im Hintergrund immer wieder ein einziger leiser Akkord aus den Noten c,d,g zu hören ist.  Dann steigt die Kamera auf und steht nun senkrecht über dem See, in dem sich nun das Sternenlicht spiegelt und die beiden Schwäne scheinen den Springbrunnen zu umkreisen wie Planeten die Sonne, durch die Wellen kann man dies sehr gut erkennen. Dann beschleunigt die Kamera und rast in den Teich hinein und das Bild wird dunkel. Der Akkord jedoch läuft weiter und ändert sich dann in e,g,d um und wir haben die Sonne vor Augen, wie sie gerade über einem hügeligen Landstrich aufgeht. Ein einsamer Wanderer, die Kapuze seiner weißgrauen Robe tief ins Gesicht gezogen und einen Wanderstab bei sich läuft den geschotterten Pfad entlang. Die Kamera folgt dem Mann und dieser bleibt schließlich vor einem Schild stehen. Eben jenes zeigt uns an, daß es von hier aus zu einem Ort, von dem man dank des Kopfes der Person nur "S.... anch" lesen kann wohl noch 17 Meilen sind.
"Nicht mehr lange, dann wird George mir sicherlich helfen können."
spricht die Gestalt und das Video blendet aus.

Eine mehr als frustriert klingende Stimme ist zu vernehmen:
„Ich muss ernsthaft schon wieder mit dem Versager teamen?“
Schnell taucht auch der Sprecher auf, denn Gaston Piren biegt um eine der Ecken des Backstagebereiches und spricht dabei immer noch leise zu sich selber:
„Was habe ich mir da bloß angetan…“
Plötzlich verstummt er allerdings, während er zudem stehenbleibt und einen kleinen Klappspiegel hervorholt, um mit diesem seine Frisur zu richten, bevor er seine Kleidung vom gar nicht wirklich vorhandenen Staub befreit. Dann streckt er die Brust raus, neigt das Kinn etwas weiter in Richtung Himmel und bewegt sich weiter. Allerdings nur für wenige Meter, bevor die Kamera einen zweiten Wrestler einfängt: Es ist Cassidy White, der gerade gegenüber einem Backstage-Mitarbeiter angibt, dass er letzte Show Dexter Riggs besiegt habe. Jedoch verschwindet der Angestellte, seinem Blick nach unfreiwillig, auf einmal aus dem Bild und an seiner Stelle erscheint Piren, welcher sein schmierigstes Lächeln aufgesetzt hat:
„Cassidy, alter Freund…“
"Wir sind ke…“
„Schweig still und hör dir erst einmal an, was ich zu sagen habe. Wie du sicherlich weißt, war ich Teil des diesjährigen Money in the Bank-Matches.“
„Natürlich weiß ich das, war ja auch dabei.“
„Wars… Ach, du hast den blinden Typen ersetzt oder? Noch besser, dann habe ich dich ja als… Augenzeuge. Dafür, dass ich die alleinige Arbeit im Match übernommen habe und Venom einfach nur einen Abstauber hingelegt hat. Weshalb ich diesen Koffer halten sollte.“
„Sehe ich an…“
„Und da kommst du ins Spiel. Du bist Praktikant der General Manager, stehst mit ihnen auf gutem Fuß. Meine Argumente stoßen leider auf taube Ohren, aber du, du kannst mit ihnen reden. Dafür sorgen, dass Venom mir den Koffer überlassen muss.“
White wirkt wütend, die Verachtung ist aus seinen nächsten Worten deutlich herauszuhören:
„Ich bin kein Praktik…“
Plötzlich stoppt er sich allerdings selber und wirkt deutlich ruhiger:
„Was habe ich davon?“
Das Piren-Grinsen wird noch etwas breiter:
„Einen Platz in der Capsule Corp.?“
„Kein Interesse. Aber ich überlege mir etwas, wir reden nachher nochmals.“

Was macht eigentlich Ringsprecher C van Dam derzeit? Eine Frage, die sich offenbar auch die Regie stellt, denn zurück aus der Werbung wird er von einer Kamera eingefangen und die Antwort lautet: Er geht seinem Job nach, denn er kündigt ein, dass der nun folgende Kampf ein Singles Match sein wird. Dann ertönt tatsächlich das erste Theme, nämlich jenes von Innate Ideas, die gar nicht auf der Card stehen. Beide zelebrieren auch ihren kompletten Einzug, bevor sie bei den Kommentatoren Platz nehmen und van Dam andeuten, dass er fortfahren solle. Dieser tut auch wie ihm geheißen und das Redeemers-Theme erklingt zum ersten Mal an diesem Abend.

Singles Match
AfRon vs. JT Hammer

Sieger nach Aufgabe im AfRon Stretch: AfRon

Das Match ist vorbei und als Zeichen des Sieges wird das Theme der Redeemers eingespielt. Langsam erheben sich beide Champions wieder, und JT Hammer will sich ein Mikrofon geben lassen. Weiter kommt er allerdings nicht, denn plötzlich greift AfRon ihn mit der rechten Pranke am Hals und steht, während er den Griff eisern aufrechterhält, vollständig wieder auf. Mit finsterem Blick starrt das 153 Kilo schwere Monster seinen Tag-Team-Partner an und drückt, während Hammer langsam blau anläuft, immer fester zu. Auf einmal jedoch löst sich die Hand vom Hals und AfRon sinkt auf die Knie, denn ihm haben von hinten gleich zwei Personen, namentlich Babylas Theodoridis und Renatus Klugenthal, in die Kniekehlen getreten. Sofort greifen sich Innate Ideas jeweils einen der Arme und fesseln diese mit Handschellen an die Seile. Während Babylas weiterhin ein wachsames Auge auf den Maskierten hat, legt Renatus seine Hände auf die Schultern des irritiert wirkenden JT und spricht zu diesem:
"Das ist deine Gelegenheit. AfRon, er wollte dich nach dem Matchende weiter angreifen. Ohne jedes Einsehen. Also los, beginne dein Jahr 2018 richtig und schaff dir diesen Klotz vom Bein."
Womit Klugenthal zur Seite geht und Hammer etwas weiter nach vorne zieht, damit dieser direkt vor AfRon steht. Tatsächlich ballt Six Foot Sex auch die rechte Faust, holt aus und... schlägt Babylas Theodoridis mitten ins Gesicht! Dieser geht umgehend zu Boden, doch die Quittung folgt direkt, da Renatus Hammer per Clothesline in den Nacken umhaut. Direkt will er Babylas aufhelfen, als sich AfRon mit einem mächtigen Ruck aus seiner Gefangenschaft befreit und den Deutschen brutal zu Boden reißt. Wonach er Hammer tatsächlich aufhilft und dieser kann endlich, wie geplant, das Mikrofon benutzen.
"AfRon, ich denke, wir beide haben jetzt endgültig verstanden, was hier gespielt wird. Die beiden wollten uns, vor unserem großen Title Match gegen sie selbst, auseinander bringen! Ich verstehe deine Sorgen, AfRon. Ja, ich bin wieder im Pornogeschäft. Aber sei dir versichert, ob im Porno oder im Tag Team mit dir, ich gebe 100% und stecke alles rein, was ich habe! Und jetzt konzentrieren wir uns nur auf die beiden uns unser Match gegen sie! Innate Ideas, ihr musstet es wohl unbedingt übertreiben! Aber AfRon und ich haben euer Spiel durchschaut! Ich wollte dieses Match gegen AfRon, um zu zeigen, dass ich noch genauso Wrestler bin wie Pornodarsteller, und dass ich im Ring alles gebe! Und jetzt, wo wir uns das alle wieder in Erinnerung gerufen haben, werden wir gegen euch antreten! Beim nächsten ECW, um unsere ECW Tag Team Titles!"
Hammer schleudert das Mikrofon regelrecht aus dem Ring, die Musik der Redeemers wird erneut eingespielt und die Fans jubeln den Champions zu, während die #1-Contenders sich auf der Rampe langsam zurückziehen.

Ein Zirkuszelt... Nein, DAS Zirkuszelt. Der Carnivale hat die Zelte aufgeschlagen und die Kamera filmt die Manege. Mittendrin liegt Zachary Brooks im Sand, starrt an die Decke und formt gedankenverloren einen Sandengel. Die Form des Engels ist schon lange fertig gestellt, doch Brooks scheint dies nicht zu stören. Sein tun wird beobachtet, denn halb im Schatten stehend sehen wir Bertha, die die Aktion ihres Liebsten mit sorgenvoller Miene verfolgt und sich ihren Bart krault. Auf einmal nimmt Zachary Schwung auf und rollt sich über den Kopf nach hinten ab, macht eine Rückwärtsrolle und kommt genau hinter dem Sandengel zum stehen. Seine Füße vergraben sich ob der Aktion tief im Sand der Manege. Berthas Gesicht hellt sich ein wenig auf, dank dieser Zirkuseinlage. Doch nicht lange, denn mit erschrecken stellt sie fest, das Zachary nun aus der Manege geht. Seine Füße immer noch im Sand vergraben, läuft er durch den Bereich, in dem er eben noch gelegen hat und zerstört damit den Sandengel komplett. Mit hängendem Kopf verlässt Zachary Brooks die Manege.

THE ECW CHAMPION ist nun auf dem F-Tron zu lesen, denn die Kamera ist auf den Titelgürtel von Matthew Hunter fixiert. In der Mitte sind auch noch die Worte "Unlimited" zu lesen, allerdings sind diese nicht so wichtig. Joey Styles steht bei Hunter und hält ihm ein Mikro unter die Nase.
"Matthew, Siko Serkis scheint deine Herausforderung nicht ganz ernst zu nehmen und will sich lieber um Ian McQuebec kümmern. Was sagst du dazu?"
Hunter schüttelt nur mit dem Kopf.
"Was soll ich dazu sagen? Mir fällt es unheimlich schwer, nicht einfach zu Serkis zu gehen und ihm den Kopf abzureißen. Ich bin der am längsten amtierende Champion bei ECW. Und Serkis hat den Titel gerade wie lange? Drei Wochen? Das ist lächerlich. Er sollte wissen, wo er in der Rangliste steht. Und das er sich dann jetzt noch um diesen Emporkömmling McQuebec kümmern will... Pff. Ich kenne Ian gut genug. Er wird Serkis in der Luft zerreißen. Er ist ein Monster im Ring. Aber Serkis wird nicht deswegen den Titel verlieren. Er wird den Titel verlieren, weil ich in seinem Kopf bin. Irgendwo, ganz hinter in der Ecke steht ein kleiner Matthew Hunter und hält ein Schild hoch, auf dem steht "Längster amtierender Unlimited Champion aller Zeiten. Und Siko Serkis flüchtet vor mir". Denkt an meine Worte."
"Ich dachte mir doch, dass es hier nach billigem Plastik riecht."
Mit diesen Worten tritt Dexter Riggs ins Bild und deutet auf Hunters individuellen Titel.
"Ich schätze, du kannst das nicht beurteilen, denn wie man so hört, trägst du deine Nase ziemlich hoch dieser Tage. Aber ich habe in einem unbeobachteten Moment schon mal am Unlimited Title... am ECHTEN Unlimited Title geschnuppert. Blut, Schweiß, Tränen, ein Konglomerat verschiedenster Düfte, die alle nur so vor Geschichte trieften, von unglaublichen Schlachten und Erfolgen erzählten. Das war der Tag, an dem ich mir vorgenommen habe, eines Tages diesen Titel in den Händen zu halten und dessen Geschichte, seinen Ursprung aus dem Breakthrough Title und dem Hardcore Championship, fortzuführen. Und dann kommst du und trittst diese Geschichte mit den Füßen."
Dexter klopft auf die Plakette, bevor Hunter einen Schritt zurückweichen kann.
"Tauschst ihn einfach gegen dieses billige China-Import aus... Nun, ich denke dir ist klar, warum ich hier bin. Siko Serkis ist leider verhindert, daher biete ich dir im Namen des CarniVale mich als Ersatz an. Oder anders gesagt, dein Weg zu Siko Serkis führt nur über Dexter Riggs. Das Prozedere wirst du doch noch aus deiner ACA Zeit kennen."
The Miracle grinst schelmisch und erwartet eine Antwort des Champions. Dieser nimmt den Titel von der Schulter und hält ihm etwa 15 Zentimeter vor Dexter in die Luft.
"Sieh gut hin. Sehr gut, Dexter. Denn näher wirst du diesem Gürtel nie kommen."
Der Champ verlässt das Interviewset und die Kamera schaltet weg.

Backstage ist eine kleine Menschentraube von Miarbeitern um einer Art Popkornstand zu sehen. Die Kamera kommt näher und es ist zu erkennen, dass auf dem Stand zwar Popkorn steht, aber dort offenbar Backwaren verkauft werden, und zwar ausschließlich Puddingteilchen. Von einem kleinen Discman, an dem Boxen angeschlossen sind, ist Musik zu hören. Der geneigte Fan kann einen Song von Helene Fischer heraus hören. Hinter dem Stand stehen die aus NXT bekannten Martin Bread und Steve Butter, die an die Leute um den Stand Puddingteilchen geben.
"Zur Feier des Tages. Unser erstes Match als vollwertige Mitglieder des ECW-Rosters. Kostenlose Puddingteilchen für alle."
Lässt Martin Bread verlauten. Steve stupst ihn an.
"Wir sind zwar schon umgezogen, aber so langsam sollten wir uns auf das Match auch vorbereiten."
Martin nickt kurz, beginnt dann aber mit einer Backstagemitarbeiterin kurz zu tanzen.
Mit diesen Bildern wird auch schon weiter geschaltet.

In der Gemeinschaftsumkleidekabine herrscht buntes Treiben. Mittendrin: der sichtlich unzufriedene, stämmige Asiate, den Stammzuseher von ECW bereits als Repräsentant von Capsule Corp. kennen. Nachdem er sich sorgfältig in der Umkleide umgesehen hat, zückt er sein Handy und tätigt einen Anruf:
„Ja, ich bin es…er ist immer noch nicht da…das Match steht gleich an…So wie es aussieht wird Gaston alleine gegen Bread & Butter antreten müssen…ja…ok…klar…das sehe ich ganz genauso. Bis dann.“
Danach legt der wütende Anzugträger auf. Er zeigt mit seinem Finger auf den FanStar:
„Du. Ich habe eine Nachricht für Tamim Salah. Ich möchte dass du sie ihm übermittelst, falls er heute noch hier auftauchen sollte. Und wenn nicht, möchte ich dass du ihn anrufst. Ihm schreibst. Ihm eine Brieftaube schickst. Es per Morsezeichen übermittelst. Mir egal. In jedem Fall wirst du die Verantwortung tragen müssen, wenn ihn diese Worte nicht erreichen: Sollte er heute nicht auftauchen…sollte Gaston Piren heute alleine gegen Bread & Butter antreten müssen, werden wir Klausel 17b / II seines Vertrags in Kraft setzen müssen. Und das ist keine Drohung, sondern FAKT.“
Mit diesen Worten verschwindet der Vertreter der Corporation aus der Umkleide.

Tag Team Match
Bread & Butter vs. Gaston Piren & Dylan

Sieger nach der Tomato Can: Gaston Piren & Dylan

Einblendung: Vor einigen Tagen. Die Sonne brüllt vom Himmel und eine Horde von muskelbepackten Kerlen steigt an einem staubigen Weg aus dem ramponierten, völlig überbesetzten Bus. Sie grölen und schubsen sich. Alle haben eine völlig alberne Weihnachtsmütze auf und die Stimmung scheint bestens zu sein. Allen voran der großmaulige Marciboy, der sich grinsend dem Stadttor nähert, welches von links ins Bild kommt. Wir kennen den Anblick entfernt und Marciboy hilft unseren Erinnerungen auf die Sprünge.
"Theben! Prachtvoll, erhaben - doch in seinem Kern: verdorben."
Mit seinen Mannen sammelt er sich vor dem pompösen Tor.
"Manchmal sagt man, der Fisch stinkt vom Kopf her - nun, ich kenne da ein paar Mehrzeller in dieser Liga, die können das schon durch eine ordentliche Dusche beheben. Aber in diesem Fall sitzt die faule Stelle mitten drin. Atem glaubt, dass er nur kräftig pusten muss, damit seine Leute auf die Knie gehen. Er verwechselt aber Macht mit fürchterlichem Mundgeruch. Das werden wir ihm nun mal erklären."
Sie besprechen noch etwas und machen sich dann auf den Weg um Einlaß zu erbeten. Doch noch bevor sie die Stimme erheben können, treten die Wachen respektvoll beiseite und die goldenen Tore öffnen sich wie von Zauberhand. Marciboy stutzt und ist überrascht, aber er fasst sich schnell ein Herz und nutzt die Gelegenheit. Mit seinen Steves schlüpft er schnell in die Stadt des Pharaos, nicht ohne das Motto seines Besuchs lauthals zu verkünden:
"Na dann Leute, zeigen wir den Knalltüten mal, wie man eine ordentliche Party abreißt!"

Wieder sehen wir Zachary Brooks, der neben dem großen Zelt des Carnivale auf einer Bank sitzt und ein Jojo in der Hand hat. Das ehemalige Mitglied des Xtreme Xpress formt mit dem Jojo die schönsten Figuren, selbst der hängende Schwan am Todesstern ist kein Problem. Doch seine Miene zeigt keine positive Regung. Auf einmal legt sich ein dunkler Schatten über Zach. Er blickt hoch, die Kamera blickt hoch und wir sehen Bertha im Sonnenlicht stehen! Die bärtige Dame setzt sich neben Zach auf die Bank und legt ihm eine Hand auf sein Bein.
"Liebster, ich sehe, wie du leidest. Verschließ dich nicht, sprich mit mir darüber."
"Du weißt doch, was los ist. Ich komme einfach nicht in die Spur. Ich habe gegen Cassidy verloren, ich hatte seit Wochen kein Match, ich habe einfach das Gefühl, auf der Stelle zu treten und nicht weiter zu kommen. Und jetzt werde ich auch noch von CHUCK runter gemacht. CHUCK. Der mit der Glatze. Der, der sonst alles verloren hat. Vielleicht hatte Cas doch recht... Er stand immerhin im Money in the Bank Match. AUA!"
Anscheinend hat Bertha ihn ins Bein gezwickt.
"Sag sowas nie wieder. Dieses Schwein hat dich, Dexter und den General Manager Boardie betrogen. Mit diesen Mitteln hat er zwar kurzfristig Erfolg, aber auf lange Sicht wird ihm das nichts bringen. Zach, Schatz, du musst dich auf deine Stärken besinnen. Überleg doch mal, du bist am besten wenn du kämpfst. Du hast den unglaublich wichtigen Pinfall gegen die Subversion geholt. Du hast alleine gegen die Crimson Valley Saga gewonnen. Du musst im Ring stehen, das ist deine Passion. Und wie kommst du dort hinein? In dem du zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst. Fordere CHUCK heraus!"
In Zachary arbeitet es offensichtlich.
"Du hast Recht."
Brooks steht auf und verlässt das Sichtfeld der Kamera. Zurück bleibt eine zufrieden lächelnde Bertha. Als auch sie das Bild verlässt, sehen wir im Schatten des Zeltes für den Bruchteil einer Sekunde eine schemenhafte Gestalt, die aber ebenso schnell aus dem Sichtfeld des Zuschauers verschwunden ist.

Guybrushs Gesicht in Großaufnahme. Sein Gesicht wird von einem Feuer beleuchtet, was der Aufnahme eine sehr intime Stimmung gibt. Es knistert und knackt, doch Guybrush wirkt noch nachdenklich und fern von hier. Eine Stimme aus dem Hintergrund redet auf ihn ein, doch wir können nicht genau verstehen, was gesagt wird. Plötzlich weiten sich Guybrush' Augen.
„Du meinst, er könnte es sein? Das fehlende Puzzleteil in meiner Entwicklung?“
„Ja, zumindest würdet ihr euch auf einer gewissen Ebene gut ergänzen. Das siehst du schon an dir selbst – du bist nicht mehr der, der du vor fast 30 Jahren warst. Du warst so … zweidimensional, doch du hast im Lauf der Zeit Tiefe gewonnen, hast unpopuläre Entscheidungen getroffen und den Mut besessen, den erfolgreichsten Teil deiner Karriere zu beenden, um etwas völlig anderes zu machen. Jemand wie er kann wiederum auch von dir profitieren. Du könntest sein Märchen wahr werden lassen.“
„Du hast recht. Und tief in mir weiß ich es auch schon längst. Vielleicht hatte ich nur nicht den Mumm, zu der Entscheidung zu stehen, weil er zu meiner Vergangenheit gehört, die ich gerne auch abschließen möchte.“
„Es ist umgekehrt, Guybrush. Bobbin muss mit seiner Vergangenheit abschließen und einige Schritte nach vorne gehen. Er kann von dir lernen, wie du es gemacht hast. Du hast NXT abgeschlossen, du bist auf dem Weg in das nächste Level.“
„Und den erreichen wir gemeinsam. Im Multiplayer.“
Mit einem freudigen Aufschnauben von Guybrush endet auch dieser Einspieler.

 Es ist schon eine Weile her, seit wir zum letzten Mal die Gelegenheit hatten, dieses imposante Gebilde zu betrachten, und doch stehen wir zum ersten Mal in ECW-Geschichte vor dem Palast Thebens. Doch wir befinden uns nicht nur hier, um den Palast von Pharao Atem zu bestaunen, nein, vor den Toren des Palastes sehen wir einige übellaunige Männer. Männer, die wir alle bereits unter ihrem Namen – Steve – kennenlernen durften.  Und all diesen Männern voran steht Marciboy, mit einem Megafon bewaffnet, und er richtet Worte an den Pharao, der an der Brüstung über dem Tor steht und verächtlich auf die Eindringlinge niederschaut:

„“Pharao“ Atem! Ich habe dir eine Chance gegeben, mir und jedem ECW-Wrestler gegenüber Respekt zu zeigen! Ich habe dir die Möglichkeit gegeben, dich zu entschuldigen für die Respektlosigkeit, die du uns entgegengebracht hast. Dafür, dass du uns alle, deine Sklaven mit einberechnet, abwertend behandelst und uns, um deine Macht zu demonstrieren, nicht einmal mit richtigem Namen ansprichst. Doch statt dich wie ein echter Mann zu verhalten und einen Fehler einzugestehen, verbarrikadierst du dich hinter diesem Tor, innerhalb deines Palastes, weil du feige bist und die Wahrheit nicht akzeptieren kannst! Hol mal tief Luft und sprich mit mir!“
Das lässt sich Pharao Atem nicht zweimal sagen. In Windeseile ist er von der Brüstung des Tors hinabgestiegen und die Tore des Palastes öffnen sich. Heraus tritt Pharao Atem, seine Priester an seiner Seite und geschätzt zwei Dutzend Wachen hinter ihnen. Atem wendet sich an Marciboy:
„Du Made wagst es, mir Respektlosigkeit vorzuwerfen? Meine Steves sind gehorsame Diener, ein jeder trägt diesen Namen mit Stolz. Was ist mit deinen minderbemittelten Schlägern? Gehorchen sie dir ebenso treu? Nein, natürlich nicht. Glaubst du, ich bekomme nicht mit, was in meiner Stadt vor sich geht? Denkst du, ich habe nicht bereits Kunde darüber bekommen, dass deine Schläger in einer Taverne gewütet und alles in Stücke gehauen haben? Ich habe euch, trotz aller Differenzen, als Gäste in meine Stadt gelassen. Das war nicht selbstverständlich, ich hätte euch auch vor den Stadtmauern verrotten lassen können, als ich die Botschaft bekam, dass ihr vor den Stadttoren steht! Doch ich war so gütig, euch hereinzulassen, und so dankt ihr es mir? Bevor du mir Respektlosigkeit vorwirfst, lerne erst einmal selbst, anderen Respekt zu zollen. Mir Respekt zu zollen, meinem Volk Respekt zu zollen!“
Atem tritt den Rückzug an, bleibt jedoch noch einmal kurz stehen und sagt:
„Wachen! Geleitet unsere Gäste nach draußen, außerhalb der Stadtmauern! Und sorgt dafür, dass sie nie wieder hier reinkommen!“
Die Wachen tun wie geheißen und trotz einer kleinen Rangelei schaffen die Steves es, die Steves abzuführen, während Marciboy schlau die Situation erkannt hat und ohne Gegenwehr mit den Wachen mitgeht ,wenn auch mit einem schiefen Grinsen im Gesicht.

Am Interviewset des Realmansman steht Magnus Gustafsson bereit, er scheint fokussiert und der Interviewer ebenso:
„Magnus, du bestreitest das nächste Match. In dem Match geht es um den Einzug ins Royal Rumble Match. Wie gut siehst du deine Chancen gegen den ehemaligen Rumble-Sieger CHUCK?“
„Ehrlich gesagt, sehe ich uns auf Augenhöhe. Er hat viel Erfahrung und eine neue Attitüde, ist ernster geworden, damit auch gefährlicher. Dass er den Rumble gewonnen hat ist heute komplett egal, immerhin ist das heute 1 gegen 1. Ich glaube ich habe ganz gute Chancen.“
„Glauben, heißt nicht wissen. Woher die Unsicherheit. Nagt die Niederlage gegen Ali Bin Way noch an dir?“
Magnus wird offenbar kurz aus seiner Konzentration gerissen.
„Sag mal, darüber haben wir schon mal geredet, was soll das, Mann? Es geht hier um mein nächstes Match, nicht um das was irgendwann war, also konzentrier dich gefälligst auf deinen Job sonst…“
„…sonst schlag ich dir die Zähne aus dem Gesicht?“
Die Stimme gehört Deadpool, der plötzlich neben Magnus auftaucht.
„Woher wusstest du…“
„…was ich sagen würde? Weil der Boardie das für eine gute Idee hielt.“
Magnus wirkt verwirrt.
„Der GM?“
Deadpool lacht.
„Fast, naja, aber deswegen wurde ich nicht hierhergeschrieben. Eigentlich wollte ich dir viel Glück wünschen. Die letzten Wochen durfte ich CHUCK verprügeln und jetzt darfst du es. Irgendwie haben wir zwei also eine Verbindung. Zumindest wenn du ihn schlägst.“
„Was heißt hier ‚wenn‘? Natürlich schlage ich ihn.“
„Klang gerade nicht so.“
Er setzt sich eine Brille auf und holt ein I-Pad heraus und macht Magnus nach.
„‘Ehrlich gesagt, sehe ich uns auf Augenhöhe. Er hat viel Erfahrung und eine neue Attitüde, ist ernster geworden, damit auch gefährlicher. Dass er den Rumble gewonnen hat ist heute komplett egal, immerhin ist das heute 1 gegen 1. Ich glaube ich habe ganz gute Chance.‘“
„Ach das ist doch nur Starkreden des Gegners, das muss man so machen, hat man mir gesagt.“
„Dann sag ich dir jetzt was. Geh da raus und mach den Glatzkopf alle. Ich drücke dir die Daumen.“
Magnus lächelt siegessicher.
„Alles klar, Mann.“
Damit verschwindet Magnus in Richtung Ring.

Royal Rumble Qualifying Match
CHUCK vs. Magnus Gustafsson

Sieger nach so ner Art Shootout: Magnus Gustafsson

Backstage sehen wir NickNick Nola, der auf den immer noch paralysierten Einhard Met einredet. Vor diesem liegen allerhand Bücher, scheinbar medizinische Sachliteratur.
„Lies endlich! Der Trip nach Heidelberg war aufwendig, anstrengend, und hat zu NICHTS geführt. An irgendwas musst du dich doch aber erinnern, Irgendwann muss es dir doch wieder einfallen. Du kannst doch nicht alles vergessen haben. Du warst der beste Pillendreher, den wir kennen.“
Met blättert in den Büchern.
„Viele Wörter…“
„Na toll. Verstehst du davon etwas?“
Met schüttelt nur mit dem Kopf.
Nola scheint verzweifelt. Er rauft sich die Haare, nimmt eines der Bücher und zerfetzt es komplett. Dann stößt er wütend einen Stuhl um, was Met zum Aufhorchen bringt. Nola hat das jedoch nicht bemerkt, und so stapft er schimpfend davon.
„Ich finde schon einen Weg.“

Der Backstagebereich des Pavilhão da Luz Nº1. Ein Ort, an welchem sich wenig überraschend die ECW-Wrestler aufhalten. Unter diesen Leuten befindet sich auch Noah Frick, der gerade etwas durch die Gegend schlendert und dabei ein Buch mit dem Titel „Inspirierende Ziele: Das Leben des Noah Frick“ liest, während ihm alle möglichen Leuten unfreiwillig ausweichen müssen. Dann scheint er allerdings am Ziel angekommen zu sein, denn er klappt die Lektüre zu und betritt eine Umkleide. Möglicherweise ein Fehler, denn sofort wird die der Tür gegenüberliegende Wand von einem Licht, welches verdächtig auf einen Beamer schließen lässt, angestrahlt und die Einblendung „2015, NXT VI“ ist zu erkennen. Diese verschwindet allerdings schnell wieder und macht Platz für den Anblick eines Noah Frick, der einige Jahre jünger aussieht. Außerdem scheint er sich tatsächlich über etwas zu freuen, denn er lacht gerade. Schnitt und wir sehen Tigran Papazyan, der von seinem ehemaligen Stubengenossen Noah Frick einige Tipps erhält. Schnitt, Frick unterhält sich mit einigen anderen Menschen und wirkt dabei zwar ebenfalls leicht arrogant, aber durchaus sozialfähig. Das Video endet, die Kamera fängt wieder den gegenwärtigen Noah Frick ein, der mit einem leichten Glanz in den Augen noch immer die leere Wand betrachtet, bevor ihn die Stimme von Donald Blake aus seiner Trance holt, denn jener ist nun hinter ihm in der Tür aufgetaucht:
„Faszinierend, nicht wahr? Dieser Mann warst einst du. Auch nicht immer nett, aber dennoch hilfsbereit und vom Verhalten her akzeptabel. Oder anders ausgedrückt, du hast dich schon einmal von einem Arschloch, das andere Leute in den Selbstmord getrieben hat, zu einem normalen Menschen verändert. Und heute? Heute bist du genauso so schlimm wie vor NXT, du hast einen Rückschritt gemacht. Weshalb ich nur eine einzige Frage an dich habe: Was hat dich derart verändert, so wohl auf die positive und negative Art?“
Womit Blake wieder schweigt und stumm Frick betrachtet. Doch auch jener gibt keine Antwort, sondern dreht sich lediglich in Blakes Richtung um und er wirkt nachdenklich, scheint regelrecht durch Donald hindurchzugucken, während seine Augen noch eine Spur feuchter werden. Dann schüttelt er allerdings mit dem Kopf und legt seinen Zeigefinger der rechten Hand auf Blakes Brustkorb. Seine Stimme, die auf eine gebrochene Art anders aber kalt klingt, ist kommt nun zum Tragen und er gibt Blake den guten Ratschlag:
„Geh.“
„Ich mer…“
Weiter kommt Blake allerdings nicht, denn Frick befördert ihn mit sanftem Druck und dem Wort
"Geh!"
aus seiner Kabine und schließt die Tür.
Was Donald allerdings nicht groß zu stören scheint, denn dieser lächelt leicht:
„Es geht voran.“

Auf dem F-Tron sehen wir jetzt den Beginn eines Videos. Zu sehen ist eine halbherzig animierte Weltkugel, unterlegt mit der Musik eines 90er Jahre TV-Werbesender-Spots. Es wird an die Erde heran gezoomt und nun gibt es einen fließenden Übergang zu einer Drohnenkamera, die ein Gebäude in einer eher sozialschwachen Gegend einer Stadt zeigt. Eine Einblendung verrät uns "Die Gemeinschaftspraxis", kurz darauf wird wieder umgeschaltet, diesmal stehen wir vor einer Tür mit eben gesehenen Aufschrift. Die Tür öffnet sich und wir sehen eine Reihe glücklicher Menschen, anscheinend Mitarbeiter, die alle groß lächelnd ihrem Tagewerk nachgehen ud im Hintergrund fällt der Blick auf ein Plakat. In großen Lettern steht ECW darauf und darunter kann man etwas von einem spektakulären Debüt und einem Atommonster lesen. Dann hören wir auch schon eine Stimme.
"Sehr verehrte Damen & Herren, liebe Kinder, liebe Patienten. Herzlich Willkommen in der Gemeinschaftspraxis. Egal ob Orthopädie, Psychiatrie, Zähne ziehen oder Kampfsport. Wir beherrschen alles. Bei uns sind sie in sicheren Händen." Wieder ein Schnitt und wir sehen die beiden Besitzer von hinten, wie sie einen Gang entlang laufen und mit Gesten um sich werfen. "Wie mein Kollege schon sagte haben wir uns im Verlauf der Jahre ein großes Fachwissen angeeignet. Wir werden wärmstens von allen Krankenkassen und Wrestling-Ligen empfohlen. Wir sind absolute Meister unserer Klassen. Und aufgrund großer Nachfrage eröffnet die Gemeinschaftspraxis demnächst auch eine Zweigstelle bei ECW."Der jaulende Jingle setzt sich fort und zeigt uns weitere Bilder eines Wrestling-Matches, der Praxis und zum Schluss schüttelnde Hände.
Ein letzter Cut zeigt uns einen Balkon wo wieder die beiden Ärzte zu sehen sind. Diesmal lächeln sie in die Kamera.
"Die Gemeinschaftspraxis. Bald bei ECW."
Die Kamera fährt hoch und wir blicken in das breite Grinsen von den Herren Dr. Cralo und Dr. Bakterius, bevor nochmal der Name "Gemeinschaftspraxis" gezeigt wird und der Spot dann, mit einem aufblitzenden Stern an den Mundwinkeln beider Doktoren, endet.

Eine dreckige Gasse. Ort ist nicht auszumachen. An der Straße zur Gasse hält ein schwarzer Van. Die Seitentüre wird aufgeschoben und Ratte und Sasha – Hände gefesselt – werden aus dem Van geschubst. Die Seitentüre schließt sich und der Wagen fährt weiter. So langsam kommt der Gruelling Green Gunk zu sich. Ratte setzt sich auf:
"Was war das für ein beschissener Trip, Alter?"
Nun ist auch Sasha bei Sinnen:
"Ich glaube, ich kann mich an die Sorcerers Supreme erinnern. Die haben irgendwelche Scheiße mit uns gemacht."
Ratte schaut an sich herunter und findet etliche Pflaster. Seine Venen sind völlig zerstochen:
"Eh, so habe ich nicht mehr ausgesehen seit … na ja, ist jedenfalls schon lange her. Was wollen die damit?"
"Kann nichts gutes sein. Komm, Ratte, lass uns wieder auf die Beine kommen. Die werden wir schon erwischen. Früher oder später."
Beide robben zu einem Müllcontainer und reiben ihre Fesselung an vorstehenden Metall-Kanten, bis die Seile gelöst sind. Wankend verlassen sie dann die Gasse.

“Nein, nein, nein!”
Dick Nolan knallt mit der flachen Hand wiederholt auf den Tisch. Anderson steht vor dem Tisch neben einem Flipchart auf das ein dicklicher Clown gezeichnet wurde, der offenbar Mosbo heißt. Von dieser, eher schlecht gemalten Figur, gehen mehrere Pfeile weg an dessen Ende Notizen stehen wie:
„Manager“
„Trios Titel einführen“
„Abendunterhaltung“
Das gesamte Blatt trägt den Titel:
„Mosbos mögliche Einsatzmöglichkeiten“
Außerdem sind an den Rändern einige männliche Geschlechtsteile gemalt worden.
Nolan wirkt wütend:
„Komm schon, Dick, das kann nicht dein Ernst sein. Der Typ ist nicht athletisch, nicht lustig und kann kein Wort normal sagen. Es wird doch irgendeine Möglichkeit für den Typen geben. Vergiss dabei aber nicht, dass er uns angegriffen hat.“
„Was soll ich machen, Dick? Als Co-Host von Dick TV will den auch keiner sehen. Fußabtreter könnte er werden.“
„Der ist so fett, der rollt doch davon. Nein, Dick, es gibt nur eine einzige Option: Wir müssen das verdammte Match heute gewinnen!“
Nolan drischt nochmal auf den Tisch um seinen Standpunkt zu untermauern.
„Verdammt, Dick, das ist es!“
Auch Anderson drischt auf den Tisch.
„Wir schaffen das!“
Nolan lässt wieder seine Faust fallen.
„Wir sind schneller und agiler als die beiden Clowns!“
Auch Anderson lässt es wieder krachen.
„Verdammt, warum schreien wir?!“
Nolan lässt den Tisch wieder per Faust erbeben.
„Keine Ahnung! Und was soll das mit der Faust? Meine Hand schmerzt schon!“
Anderson verleiht seiner Aussage Nachdruck mit einem beherzten Hieb auf den Tisch.
„Dann hören wir jetzt damit auf!“
Und Nolan lässt ein letztes Mal seine Hand auf den Tisch fahren. Anderson holt nochmal Luft, als er die schmerzverzerrte Miene seines Partners sieht, stoppt er aber doch. Beide schütteln ihre Hände aus, nicken sich zu und klatschen per High Five ein. Die Schmerzen in den Händen werden wohl wieder akut und vor sich hin fluchend verlassen die beiden den Raum.

Singles Match
Kaa Haali vs. Nanook

Sieger nach Shotgun Dropkick: Nanook

Paul Pizza ist backstage und wischt sich mit einem Handtuch den Schweiß des Debüt-Matches von der Stirn.  Dann betritt er seine Umkleide, als er plötzlich, zusammen mit einem lauten Japsen, das Stück Stoff fallen lässt. Langsam tritt er einige Schritte fort und nun erkennen auch wir den Grund für seinen Schock: In der Mitte des Raumes stehen diverse Bilder, die alle mehr oder weniger dasselbe Motiv zeigen: Paul Pizza, seine Ex-Frau Tia, und die gemeinsamen Kinder der Beiden, wobei sämtliche abgebildete Personen regelrecht vor Glück strahlen. Vor den Fotografien liegt derweil ein goldener Ring, den Pizza langsam aufhebt und die Inschrift liest:
„Für Tia."
Sofort steigen ihm Tränen in die Augen, als sich auf einmal zwei Finger, deren Nägel schwarz lackiert sind, an seinen Hinterkopf pressen. Dementsprechend dreht Pizza sich vorsichtig um und auch der Bildfokus wird größer. So erkennen Pizza und die Zuschauer, dass er gerade auf die Finger von Parousia starrt. Dieser führt einen Kendostick mit sich, den er zwischen seine Zähne geklemmt hat. Umgehend will Pizza zurückweichen, als Parousia ihn mit links am Unterarm greift, während er mit der rechten Hand weiterhin eine gestische Pistole bildet, die nun allerdings auf der Stirn von Paul ruht. Der Tätowierte spuckt ihm den Stick vor die Füße und spricht:
„Fix Your Heart and Die.“
Womit er das Abdrücken andeutet und Pizza zu Boden wirft, wo dieser mitten in den Bildern seiner Familie landet. Gleichzeitig lässt Parousia sich auf alle Viere nieder und kriecht, nach einem letzten bösen Blick, zuerst in Richtung Paul und dann auf den Kendostick, aus dem Raum. Pizza selbst hingegene wirkt wie geschlagen und macht zunächst gar keine Anstalten, wieder aufzustehen. Wir schalten weiter.

Der realmansman darf schon wieder jemanden interviewen.
"Meine Damen und Herren, begrüßen sie mit mir den zweifachen ECW Global Heavyweight Champion und die Nummer 2 der diesjährigen SAW100: Mr. Jackpot!"
Der Angesprochene wird durch einen Kameraschwenk sichtbar gemacht und bekommt auch gleich die erste Frage gestellt.
"Mr. Jackpot, seit du bei der Anniversary Show deinen Titel an Siko Serkis verloren hast, haben wir von dir nichts mehr gehört. Ungewöhnlich für jemanden wie dich."
Das scheint tatsächlich schon die Frage gewesen zu sein, was auch Jackpot erst nach einigen Sekunden überreißt.
"Ähm, ja, ich musste einiges überlegen und... nachdenken. Aber ich bin heute wieder hier, um etwas anzukündigen. Ich werde am kommenden Royal Rumble Match teilnehmen! 29 Gegner, das bedeutet eine Menge Ruhm und Ehre für mich! Und ich bin ja bekanntlich..."
„Yesterday’s news!“
Es sind die Worte von Pedro Sanchez, die Jackpots Monolog unterbrechen.
„Du warst lange Zeit an der Spitze von ECW. The cream of the Crop. Ein Jackpot. Du hast deinem Namen alle Ehre gemacht. Doch du wurdest geknackt. Wie es sich eben für einen Jackpot gehört.“
Der Spanier zuckt mit den Schultern:
„Ich bin hingegen ein Sanchez. Der Sohn der Heiligen. Bei der Survivor Series hat das endlich auch mein Dad erkannt.“
Das Grinsen auf dem Gesicht Pedros wird exponentiell größer:
„Ich habe endlich seinen Support. Also war auch ich in den letzten Wochen nicht untätig und habe mit den besten Trainern in den besten Trainingsanlagen der Welt an meinen Skills feilen können. Mich von Ladies verwöhnen lassen. Massieren lassen. Like a Champ. Deshalb wird es mir auch eine besondere Freude sein, dich im Royal Rumble zu eliminieren. Denn ich werde auch Teil des Matches sein. Und jetzt entschuldige mich, ich habe in 3h einen Termin zur Massage. Natürlich in Spanien. Ich möchte so schnell es geht wieder aus diesem Drecksloch, Portugal, heraus sein. See you in the Rumble.“
Mit diesen Worten verlässt Sanchez mit der Nasenspitze gen Himmel das Set und lässt einen kampfbereiten Mr. Jackpot und einen verdatterten realmansman zurück.

"Schizeiße!"
Sofort ist klar, wer hier so übel flucht. Natürlich ist es Sleazy, der Clown, der sichtlich aufgeregt hin und her tigert und mit sich selbst zu diskutieren scheint. Die Kamera fängt ihn von links ein, samt wütenden Blick.
"Hizätte ich doch nur den vizerdammten Schlizeim genommen... wir wären jetzt Tizag Tizeam Chizampions!"
Die Kamera switcht nach rechts, wo wir ins ausdrucklose Gesicht von Creepo, dem Pantomimen, blicken. Seine Lippen bewegen sich nicht, doch trotzdem hören wir eine tiefe, offensichtlich verstellte Stimme, die bei genauem Hinhören, der Stimme Sleazys nicht unähnlich zu sein scheint.
"Aber, aber wir wollten doch fair gewinnen, Sleazy."
Die Kamera zeigt wieder den wütenden Clown.
"Fizair, Schmizair! Am Ende erinnern sich die Leute nur an Gizewinner."
Creepos Gesicht ist wieder zu sehen.
"Du weißt nicht, ob der Schleim wirklich geholfen hätte."
Sleazy, der in seiner Rage nun gänzlich seinen Dialekt vergisst:
"Du hast es doch gehört! Mosbo hat den Schleim geschluckt und konnte so eigenhändig die Dicks verprügeln! Unser Mosbo! Der dicke, unfähige Clown! Denk nur daran, was wir hätten erreichen können wenn ich, der dünne, fähige Clown, den Schleim genommen hätte. Und bei der Tortenexplosion hat Mosbo die letzten Überreste des Schleims zerstört... Vielleicht gibt Ratte uns noch etwas?"
Ausdrucksloser Creepo:
"Ich könnte das nicht mit meinem Gew--"
Plötzlich erhebt sich der Pantomime, stellt sich Sleazy gegenüber und lässt diesen so verstummen. Er beginnt zu gebärden. Weit ausholende Gesten scheinen Sleazy zunehmend zu besänftigen. Fließt da vielleicht sogar ein Tränchen seine Wange hinab? Jedenfalls zieht er sich schießlich eine nicht enden wollende Taschentuchkette aus dem Ärmel und schneuzt trötend hinein. Dann umarmt er Creepo.
"Das ist das schönste, was du jemals zu mir gesagt hast! Nun, du 'sprichst' ja auch erst seit ein paar Wochen, aber trotzdem. Du hast ja recht. Wir brauchen keinen Schleim um gut zu sein. Wir bleiben uns treu, bleiben ein Top Team, das immer am selben Strang zieht und irgendwann bekommen wir wieder eine Chance auf die Titel, ganz sicher. Und heute fangen wir damit an. Wir werden die Dicks bezwingen, Mosbo endlich loswerden und uns so wieder ins Title Picture bringen... Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du ziemlich weise bist, Kumpel?"
Creepo klopft dem kleinen Clown etwas unbeholfen auf den Kopf, als Zeichen der Zuneigung, dann zeigt er eine unverwechselbare Geste. Sleazy reagiert übertrieben empört und blickt in die Kamera.
"Creepo! Es schauen auch Kinder zu! Aber ja, heute werden wir die Dicks runterholen."
Creepo rollt mit den Augen und verlässt den Raum.
"Was denn? Von der Leiter runterholen, meine ich! Sonst gewinnen sie ja! Creepo?"
Sleazy eilt Creepo hinterher.

Mosbos Nose in the Bank Tag Team Ladder Match
Coulrophobia vs. Dick TV

Sieger: Coulrophobia

Eine Sporttasche, in die gerade jemand ein gefaltetes T-Shirt hineinlegt. Dies ist der Anblick, den die Kamera nun einfängt, bevor sie herauszoomt und so offenbart, dass gerade Gaston Piren am Einpacken ist. Dieser hört damit allerdings auf, als es an der Lockerroom-Tür klopft und dreht sich, ebenso wie die Kamera, zur Geräuschquelle um. Im Türrahmen steht Cassidy White. Jedoch ist dieser nicht alleine gekommen, denn er etwas dabei, dass jedem Wrestlingfan bekannt vorkommen sollte: Den Money in the Bank-Koffer! Sofort will der Luxemburger diesen an sich reißen, doch White hält ihn mit der linken Hand auf:
„So nicht. Erst einmal reden wir über meine Belohnung.“
„Jaja, ist ja gut. Raus damit, was willst du?“
Ein breites Grinsen von Cassidy ist die erste Reaktion, bevor er das Ganze nach einigen Sekunden offenbar doch ausreichend genossen hat:
„Weiß ich noch nicht. Weshalb du mir einen Gefallen schulden wirst. Egal wann, egal was oder egal wo. Wenn ich rufe, erfüllst du meinen Wunsch.“
Womit White Piren die Hand hinhält und dieser will sofort einschlagen, als er doch zögert:
„Ich werde dir den ECW Unlimited Titel nicht kampflos überreichen. Alles andere geht klar, aber nach dem Cash-In bleibt der Titel bei mir.“
"Keine Sorge, ich werde kreativ werden"
Eine Antwort, die Gaston offenbar ausreicht, denn es folgt ein Handschlag und kurz danach hat auch der Money in the Bank-Koffer den Besitzer gewechselt, während White und Piren jeweils zufrieden lächelnd ihrer Wege gehen.

Keuchend joggt Dylan in einem tristen Park in Richtung einer Parkbank. Dort sitzt – den Kopf in die Hände gelegt mit Blickrichtung Boden – Tamim Salah. Dylan wendet sich an den Syrer:
„Mensch, Tamim, was machst du für Sachen?“
Tamim seufzt:
„Es tut mir leid. Besonders für die Fans von ECW. Ich wollte sie nicht enttäuschen. Aber ich konnte das nicht.“
Aus seiner Tasche zieht Salah einige Klamotten hervor:
„Sie wollten dass ich das anziehe. Capsule Corp.-Klamotten. Ich wäre ein wrestlender Werbebanner für ihre Produkte geworden. Man hätte mein Gesicht mit ihren Machenschaften verbunden. Mit den Nebenwirkungen. Mit allem. Und Pillen schlucken sollte ich auch wieder. Ich konnte das nicht. Sie werden mir bestimmt eine Geldstrafe aufbrummen. Oder andere Sanktionen. Der Knebelvertrag bietet ihnen einige Optionen, ich habe den ja unterschreiben müssen. Und Gaston wird sicher auch wieder etwas abbekommen. Erst muss er ein Handicap Match bestreiten und dann auch noch das. Dem bringe ich auch absolut kein Glück.“
„Kein Stress, Mann, ich bin für dich eingesprungen, so hab ich auch noch ein echtes Training gehabt heute. Wirklich bestrafen werden sie dich also erst mal nicht. Schick mir mal den Vertrag, vielleicht können wir da rechtlich etwas machen. Oder noch besser, erzähl mir mal von der Firma. Was machen die genau? Warum lehnst du sie so ab? Und was für Pillen stellen die überhaupt her? Irgendwas muss man da doch machen können.“
Dankbar meint der Syrer:
„Ich weiß gar nicht wie ich dir dafür danken soll dass du mit Gaston gekämpft hast. Aber ich weiß nicht, ob es ok ist mich weiter zu drücken. Dagegen anzukämpfen. Ich sollte zu meinem Wort stehen. Aber es fällt mir so schwer. Jede Faser meines Körpers sträubt sich dagegen für dieses Unternehmen einzustehen. Ihm anzugehören. Ich habe es versucht. Aber nicht mal für eine Sekunde geschafft. Ich bin momentan an einem Punkt, an dem ich selbst nicht mehr weiter weiß.“
Dylan schüttelt den Kopf.
„Alter, du bist nicht hierher gekommen und hast die Gefahren auf dich genommen, damit du hier wieder um dein Leben fürchten musst und zu Dingen gezwungen wirst, die du nicht willst. Ist doch immer das Gleiche. Ich sag dir was, wir hauen dich da raus.“
Er zückt sein Smartphone, steht auf und geht von dannen.
„Irgendwie“

Nola wird immer verzweifelter. Nun sitzt er vor Einhardt Met und schaut ihm tief in die Augen. Er hält ihm ein Pendel vor die Nase.
„Du wirst langsam Müde … Immer müder … deine Augen werden schwer … Du fühlst dich schlapp und wirst immer müder …“
Nola versucht möglichst mit beruhigender Stimme zu sprechen, was ihm aber kaum gelingt.
„ … SCHLAF ENDLICH EIN!“
In diesem Moment schnappt Met nach dem Pendel.
„Verdammt, verdammt, verdammt … seit einer hallben Stunde versuchen wir jetzt dich zu hypno … ach vergiss es. Wir können das einfach nicht. Wer kann uns denn noch helfen? Fearnley … aber der sitzt immer noch in der Klapsmühle. Ich glaube kaum, dass WIR in unserem Zustand da einen Besuchstermin bekommen. Die behalten uns doch gleich da…“
Nola grübelt.
„Nur Ali kann uns helfen.“
Als Nola diesen Namen ausspricht horch Met auf. Nola hat dies bemerkt …“
„Ali, Ali, Ali …“
Met zuckt jedes Mal zusammen, wenn er den Namen hört. Nola scheint eine Idee zu haben. Er schnappt sich ein Tablet vom Tisch, ruft die SAW Website auf und öffnet ein Bild von Ali Bin Way. Er hält es Met vor die Nase. Sofort schnappt sich der sonst so teilnahmslose Met das Table und schleudert es gegen eine Wand. Er blickt zornig drein, aber als das Tablet zerschellt erhellt sich sein Blick.
„Na da schau her. Bekommt man doch noch eine Regung aus dir heraus. Wenn das schon bei einem Tablet funktioniert, was passiert dann erst, wenn ich dir den echten Ali präsentiere…“
Entschlossen klopft Nola seinem neuen Schützling auf die Schulter und damit endet die Szene.

CHUCK. Der ehemalige Clown wird in Großaufnahme gezeigt, während er im Parkbereich der Arena steht und darauf wartet, dass sein Auto vorgefahren wird. Dieses kommt auch gleich und CHUCK will einsteigen, da hört man hinter ihm einen dumpfen Knall und Schmerzenslaute. Der Glatzkopf dreht sich um und sieht Zachary Brooks am Boden liegen. Der hält sich den Kopf.
"Kacke. Gibt es denn hier keinen Winterdienst?"
CHUCK lacht lauthals los und stellt sich über Brooks.
„Wolltest du mich etwa angreifen? Dich für letzte Show revanchieren? Oder wolltest du dich wieder bei mir ausheulen? Oh man du bist so armselig. So war ich auch mal. Ein Tollpatch, einem dem alles missglückt ist. Scheinbar habe ich das an dich übergeben. Wenn ich ein mieses Arschloch wäre, würde ich jetzt noch auf dich eintreten … ach was solls.“
CHUCK tritt Brooks gegen den Kopf wodurch bei diesem die Lichter ausgehen. Dann steigt er in sein Fahrzeug und fährt davon. 

“Sometimes when your hopes have all been shattered
And there's nowhere to turn
You wonder how you keep going” 
Musik, die mit genau diesen Worten beginnt, ist zu vernehmen. Dabei dröhnt sie aus einer Stereoanlage, die offenbar Snake McBatman aufgestellt hat, denn ebenjener sitzt auch auf einer der Umkleidebänke und hat den Blick starr auf den Boden gerichtet, während er einige Worte flüstert:
„Habe keine Angst, du wirst deinen Weg finden. Es ist in deinen Knochen. Es ist in deiner Seele.“
Die nächsten Liedzeilen:
“Think of all the things that really mattered
And the chances you've earned
The fire in your heart is growing “
Snake erhebt sich und bewegt sich in Richtung Tür:
„Es war fast, als wäre er vom Weg abgekommen, und hätte dennoch wieder Halt gefunden auf den leuchtenden Schienen seines Schicksals.“
Erneut die Stimme von Stan Bush:
“You can fly, if you try, leaving the past behind
Heaven only knows what you might find” 
McBatman tritt auf den Gang hinaus und zieht die Tür hinter sich zu. Der Raum ist nun einzig und allein von Dunkelheit erfüllt. So folgt ein Schnitt auf das Interviewset, wo sich der Mysterious Maukisch allein eingefunden hat:
"Snake! Du hast mich lächerlich gemacht. Ein Ausbruch, zu verdanken dem Pöbel? Das sind die Leute mit denen du mich ersetzen willst? Der Pöbel soll dein Rückhalt sein? Der Pöbel, der mich bejubelt hat und ebenso schnell fallen ließ, als die Mächtigen mich einst aus NXT verbannten? Ich sage dir was, Snake: Im Pöbel bist du genau richtig aufgehoben. Ein Haufen von Verrätern, die sich einen weiteren Verräter einverleibt haben. Dir ist einfach nicht mehr zu helfen. So viel Undank. Ich habe dich gemacht, Snake! Du bist mein Geschöpf! Meine größte Enttäuschung. Es wird Zeit, dieses Kapitel ein für alle Mal zu beenden. Auge in Auge mit meiner Schande."

15 Minutes Iron Man Match
Mysterious Maukisch vs. Snake McBatman

Sieger: Snake McBatman (4:3)

„Welcome to the CarniVale“ ertönt und Siko Serkis tritt nun zum ersten Mal nach seinem Titelgewinn vor das Publikum, doch wie der kleine Ausschnitt vorhin schon vermuten ließ, ist er nicht gerade bester Laune. Ohne große Umschweife wendet er sich im Ring nicht ans Publikum, sondern an Ian McQuebec.
„Ian, du willst diesen Titel? Dann stell dich mir von Angesicht zu Angesicht gegenüber, jetzt und hier. Zeig, dass du der Mann bist, der du vorgibst zu sein, dass du es würdig bist, das prestigeträchtige Gold zu tragen. Oder willst du lieber wieder auf eine Gelegenheit warten, mich hinterrücks zu attackieren?“
Tatsächlich schallt in diesem Moment „Down Under“ aus den Boxen und ein selbstgefälliger Ian McQuebec betritt die Arena unter Buhrufen der Fans, die ihn jedoch nicht weiter zu tangieren scheinen. Im Ring stellt er sich ohne zu zögern Siko Serkis gegenüber, breitet die Arme aus und lacht ihn überheblich an.
"Hier bin ich... Was willst du, "Kingmaster"?"
Ein wütender Staredown folgt, bevor der Zirkusdirektor das Schweigen bricht.
„Du hast Schneid, das muss man dir lassen. Nicht nur, dass du mir meinen großen Auftritt als Champion vermiest hast – und das wo ein jeder weiß, wie sehr mir pompöse Auftritte am Herzen liegen – nein, du hast auch noch die Chuzpe hier tatsächlich rauszukommen und mir ins Gesicht zu lachen. Da gibt es nur eins zu zu sagen: Respekt!“
Er streicht sich über den Bart und streckt dann tatsächlich die Hand aus. Der Australo-Kanadier blickt den Rumänen argwöhnisch an. Nun lacht der Kingmaster.
„Was ist los, Ian, wo ist dein Tatendrang hin, dein Wille das Zepter zu ergreifen? Ich möchte dir nur gratulieren. Dazu, dass du endlich deinen Arsch hochbekommen hast und dir nimmst, was du dir durch den Sieg im Royal Rumble verdammt nochmal verdient hast. Es bringt nichts, auf sein Glück zu warten. Man muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Und das hast du jetzt getan. Ein Jahr lang hast du dich einlullen lassen und dir gedacht, dass dir der Titel irgendwann auf dem Silberteller präsentiert wird. Ja, du hast 29 Männer überwunden, darunter auch meine Wenigkeit, doch dann? Nichts. Bis jetzt! Ich weiß eine gute Vorstellung zu würdigen. Du hast deine Chance gesehen mit einem großen Knall zu starten und hast sie genutzt. Ich kann das respektieren.“
Erneut streckt er die Hand hin und diesmal nimmt McQuebec sie sogar zögerlich an. Serkis fährt fort ohne den Handshake zu lösen:
„Doch niemand baut seinen Ruhm auf Siko Serkis' breitem Rücken auf. Ich bin keine läppische Trittleiter zum Erfolg, sondern der verdammte Mount Everest! Ich respektiere, dass du dich entschieden hast, den zu erklimmen, aber es besteht die Gefahr, dass dir die Luft ausgeht, bevor du überhaupt das Ziel vor Augen hast, Junge. Du magst mir den Thron, den ich im letzten Jahr so mühselig erklommen habe, bereits zerstört haben, aber das heißt noch lange nicht, dass du das Zepter und die Krone in den Händen hältst. Du hast ECW als Zirkus bezeichnet und du hast recht. ECW ist ein wunderbarer Zirkus, MEIN Zirkus, und das wird 2018 auch so bleiben. Jeder der das verhindern will, muss an mir, Siko Serkis, am Kingmaster vorbei. Ian, ich fürchte du hast dir mehr abgebissen als du kauen kannst.“
Endlich löst er den Griff, den er während seiner Rede immer fester hat werden lassen. Ian reibt sich wütend die Hand.
"Als hätte ich auf mein Glück gewartet. Glaubst du eigentlich, was du da redest? Im Jahr 2017 gab es genau einen verdammten Grund, warum mein Shot permanent nach hinten geschoben wurde...Dieser Grund bist DU! Immer wieder kamst du mir dazwischen. "Oh, weißt du Ian. Siko ist echt populär geworden. Ian, er hat den King of the Ring gewonnen, gedulde dich bitte." Es reicht! Irgendwann ist auch meine Geduld am Ende und ehrlich gesagt, ist es mir scheißegal ob du dich Ringmaster, Kingmaster, Master Chief oder Pennywise, der Clown nennst. Das ewige Warten hat ein Ende, dieser Zirkus, dein Zirkus hat hier und jetzt ein Ende. Und ich bitte dich darum, dass du, Serkis, den Fehler machst und mich genauso belächelst und unterschätzen wirst wie alle anderen zuvor!"
„Unterschätzen? Oh nein, keine Sorge, Junge. Ich weiß ganz genau, wozu du fähig bist. Du darfst bei dem ganzen Pomp, dem gesunden Selbstvertrauen, das ich an den Tag lege, nicht vergessen, dass ich einen 'Haufen Clowns' unter Kontrolle halte. Ich habe die Verantwortung für meinen Zirkus und nun auch ECWs Last auf meinen Schultern. Wenn ich da nicht in der Lage wäre, Dinge nüchtern zu betrachten, hätte ich niemals den Mount Everest erklommen. Ich werde nicht der Hybris anheimfallen und den Fehler machen, dich zu unterschätzen. Ich weiß es besser als dich nicht ernst zu nehmen. Beim Royal Rumble wirst du alles tun, um dein Ziel zu erreichen und ich werde alles tun, um dies zu verhindern. Der bessere Mann wird siegen. So einfach ist das.“
Er blickt ins Publikum.
„Aber genug der Worte, das Publikum hat für eine actiongeladene Vorstellung bezahlt und die wollen wir ihnen doch auch bieten.“
Ian hebt beschwichtigend die Hand und tritt unter massiven Buhrufen den Rückzug an. Serkis grinst selbstsicher und nutzt diese Chance um sich an das Publikum zu wenden und streckt seinen Titelgürtel in die Höhe. Doch dies war offenbar nur eine Falle von McQuebec! Ian rollt sich zurück in den Ring und verpasst Serkis einen Tiefschlag, so dass der Kingmaster zusammensackt und seinen Gürtel fallen lässt. Die Menge beginnt erneut zu buhen, doch Ian hakt sich beim Champion ein und verpasst ihm den Down Under mitten im Ring! Nachdem sich Ian wieder aufgerichtet hat und seinen feinen Anzug gerichtet und vom Staub befreit hat, erblickt er den Titelgürtel. Er hebt diesen auf und positioniert sich in eindeutiger Pose über dem geschlagenen Champion und deutet an, dass er ihm immer noch einen Schritt voraus sei ehe er den Gürtel auf Serkis ablegt und den Ring nun wirklich verlässt.

Match des Tages: Snake McBatman vs Mysterious Maukisch
Mann des Tages: Snake McBatman
Aktion des Tages: Kostenlose Puddingteilchen!!!
Enttäuschung des Tages: Mosbo, einfach weil er existiert
Überraschung des Tages: AfRon Stretch feiert sein Comeback!

 

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