Ignition #70 "Wir sind wieder im Geschäft"

Ignition #70 "Wir sind wieder im Geschäft"
aus dem Ernst-Happel-Stadion in Wien, Österreich
8. Januar 2017

Kommentatoren: Ernst Romeo und Hells Happel

Hallender Schall schlägt uns aus einer Wiener U-Bahn-Station entgegen. Verantwortlich dafür ist ein altbekanntes Gesicht: Seiya Sanada. Er steht in einer Ecke der Station und trällert mehr oder minder fröhlich vor sich hin. Vor seinen Füßen liegt ein aufgeklappter Koffer und tatsächlich haben sich schon einige Münzen darin verirrt. Es ist Earthquake, der sich alsbald zum singenden Japaner gesellt:
"Hey, dich kenne ich doch. Du bist aber ganz schön heruntergekommen."
Sanada singt ungerührt weiter, bis Earthquake endlich eine Münze in den Koffer fallen lässt. Sanada stellt das Singen ein und antwortet dem massigen Mann:
"Ach, das ist eigentlich ganz cool. Ich kann den ganzen Tag singen. Obdachloser Penner sein, ist quasi ein Traumberuf. Das bringt jeden Lebenslauf zum glänzen. Ich erzähle das allen meinen Freunden voller Stolz."
Earthquake schaut ihn relativ verständnislos an, Sanada rollt mit den Augen. Das weiter auszuführen hat er wohl keine Zeit, denn der Koffer könnte voller sein. Also beginnt er wieder mit dem Singen, als eine Ansage aus den Lautsprechern der U-Bahn ertönt:
"Bitte seien Sie achtsam, das Betteln ist in U-Bahn-Anlagen und in den Zügen nicht gestattet."
Einige Passanten schauen Sanda daraufhin mit bösen Blicken an. Der packt erschrocken den Koffer zusammen und will flüchten. Earthquake zuckt mit den Schultern, greift sich den wesentlich kleineren Japaner und schleift ihn davon. Einen Schnitt später sehen wir die beiden in einem Wiener Kaffeehaus vor Sahnebergen sitzen. Während Earthquake sich darin versenkt, berichtet der Japaner wehmütig:
"Mein Versagen bei SAW ist eine zu große Schande. Ich konnte nicht mehr in die Heimat. Aber ich musste auch essen. Was bliebe mir also anderes übrig? Aber seit letzten Oktober macht die Stadt regelrecht Jagd auf uns mit diesen Durchsagen. Wer weiß, was die bezahlen, wenn man uns Bettler denunziert. Dabei tue ich doch gar nichts. Ich habe nie etwas anderes gelernt als das, was ich nun nicht mehr tun kann."
"Isst du das noch?"
Earthquake deutet auf Sanadas Sahnekuchen-Bombe, die der nur traurig betrachtet. Bevor er antworten kann, ist sie schon im Schlund von Earthquake verschwunden.
"Ich wünschte, ich wäre wieder bei SAW …",
sinniert Sanada. In diesem Moment landet die massive Faust Earthquakes auf dem Schädel des Japaners, der sich sogleich von seinem Bewusstsein verabschieden darf.
"SAW ist Verrat. Jeder denkt an sich und ich bin wieder im Geschäft."
Earthquake bezahlt im dem Geld aus Sanadas Koffer und schleppt den dann aus dem Laden.
"Jetzt hole ich mir die Belohnung für das Ergreifen eines Bettlers. Sanada, willkommen bei IGNITION #70!"

Wir schalten in die Umkleide von Tyson Kidd. Der erhebt sich von seinem Schreibtisch auf dem noch aufgeschlagen das Buch liegt, das er dereinst von William Regal bei NXT geschenkt bekam. Der NXT-Sieger begibt sich an einen Flipchart und beginnt dort, sich Notizen zu machen. Glücklicherweise erläutert er dabei seine Gedankengänge:
"Also, wenn ich das alles richtig verstanden habe, steht der Racheplan gegen Austin Aries. Er wird bereuen, meine Einstandsparty bei Ignition ruiniert zu haben. Zunächst brauche ich reichliche finanzielle Mittel. Die erhalte ich, indem ich eine adlige Ahnentafel habe, mein Familienmausoleum plündere und die dort gefunden Schätze versteigern lasse. Mhh, adlig bin ich nicht, aber ich kann ja irgendwelche anderen Gräber plündern und mich einfach Lord Kidd nennen. Soweit ich das verstanden habe, fällt der Unterschied eh niemandem auf. Mit dem Geld investiere ich in Wurstwaren. Mit Kidd-Wurst beherrsche ich irgendwann den Markt. Niemand wird der Wurst widerstehen können. Außer Austin Aries natürlich, der ist nämlich Veganer. Der wird aber die neue vegane Kidd-Wurst kaufen. Dann brauche ich noch einen treuen Diener, der aber ein reines Gewissen hat. Da könnte ich mal Emil Sitoci fragen. Der war schließlich mein Zimmernachbar in der Knochenmühle. Irgendwann wird der wegen seiner Gewissensbisse der Öffentlichkeit enthüllen, dass auch in der veganen Kidd-Wurst Fleisch enthalten ist. Das wird einen riesigen Skandal auslösen. Mit Klagen und Ermittlungsausschüssen. Das wird aber Delta Romeo gefallen, so wie ich ihn verstanden habe. Dazu wird Austin Aries vor der Öffentlichkeit bloß gestellt. Die Rache ist mein und ich habe dem GM bewiesen, dass ich auch ein richtig fieser Typ bin. So wie er das von einem Wrestler sehen will. Puh, das klingt ganz schön aufwendig. Aber so sollte es im Sinne von William Regal und Delta Romeo sein. Hoffentlich schaffe ich das alles, bevor mein Title Shot verfällt. Wrestler-sein ist ganz schön anstrengend."

Vor einigen Tagen. Wir befinden uns an einem Ort, den wir schon lange nicht mehr gesehen haben, dessen Ruhe und Idylle uns jedoch sehr bekannt vorkommt. Die Holzhütten, der Steg und der große See geben es Preis. Wir sind in der Moonchild Commune, CJ Parkers Heimat. Besagter Hippie ist auch schon aus der Ferne zu sehen und scheint sich mit ein paar Mitgliedern der Community zu unterhalten. Unser Fokus liegt jedoch auf dem Rücken einer anderen Person, mit Lederjacke bekleide und einen Rucksack übergeworfen, scheint diese gerade erst in der Kommune anzukommen. Ein Rabe kräht und CJ Parker schaut auf, ein Lächeln auf dem Gesicht. Mit ausgebreiteten Armen geht er auf den Mann zu und umarmt ihn.
„Schön, dass du da bist, mein Freund.“
Er deutet auf die anderen Anwesenden.
„Mike kennst du ja schon, das sind Huck – wie Huckleberry Finn – Francine und Theo. Aber komm erst mal an, du hast noch genug Zeit alle kennenzulernen. Willkommen. Willkommen zu Hause, Raven.“
Erst jetzt erfasst die Kamera das Gesicht des ehemaligen World Champions. Zufrieden lächelnd, stellt er seinen Rucksack ab und lässt seinen Blick über die Kommune schweifen.
Einen Schnitt später sitzen die beiden am Lagerfeuer. Dunkelheit und Ruhe sind eingekehrt in die Kommune. Raven lehnt an einem Baumstamm.
„So, du gehst also zum Angriff über? Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass du dazu imstande sein wirst? Wer hätte gedacht, dass du es überhaupt soweit bringst, geschweigedenn solange in diesem Haifischbecken überlebst?“
Parker lächelt.
„Du, mein Freund. Aus irgendwelchen Gründen hast du von Anfang an daran geglaubt, dass ich es schaffen kann. Mein Dank ist dir sicher. Und ja, die Zeiten, in denen ich mich von Bray Wyatt rumschubsen lasse sind vorbei. Es wird Zeit das zu beenden.“
„Falls du Hilfe brauchst, weißt du, wo du mich findest.“
„Keine Sorge, ich gehe nicht ohne Backup.“
Er reicht Gandhi auf seinem Kopf eine Nuss.
„Aber ich habe alles im Griff, ich habe einen Plan. Wyatt wird sich noch wundern. Der Trick ist, sich nicht selbst zu verlieren. Als ich in Tibet war, wurde es mir klar. Ich brauche keinen entlegenen Tempel in den Bergen, um zu mir selbst zurückzufinden. Alles was ich brauche befindet sich hier. Meine Leute, mein Land, all das habe ich selbst gebaut. Und ich hoffe, dass dir die Kommune auch helfen wird. Lehn dich hier erst mal zurück, komm zur Ruhe und vielleicht findest du eine Antwort auf all deine Fragen. Fühl dich einfach wie zu Hause, mein Freund.“
Raven zerbricht einen kleinen Zweig und wirft ihn ihn ins Feuer. Nachdenklich sieht er ihm beim Verglühen zu.
"Würde ich gerne, aber ich habe noch etwas zu erledigen. Heimo und ich sind noch nicht fertig miteinander."
„Wenn du mich fragst, vergiss ihn. Er ist offensichtlich durchgeknallt. Bei Wyatt weiß ich mittlerweile, was ich zu erwarten habe, aber Heimo? Total unberechenbar, er lebt augenscheinlich in seiner eigenen Welt. Wer weiß, was er da alles anstellen wird. In einem Kampf der Götter gibt es keine Regeln. Er und Rollins haben dich schon einmal fast dazu getrieben zu weit zu gehen, an einen Ort ohne Wiederkehr. Wenn du mich fragst, dann lass Gras über die Sache wachsen. Heimo wird schon bald seinen Fokus auf etwas anderes legen.“
"So einfach ist das nicht, CJ. Irgendwie bin ich ja schuld an seinem Zustand."
"Du hast ihn von seiner Sucht befreit."
"Sicher, aber zu welchem Preis? Bei Rollins hattest du sicherlich Recht, aber Heimo ist etwas anderes. Ich habe diese Sache begonnen, ich muss sie auch beenden, so oder so. Vielleicht kann ich ihn ja wieder wach rütteln. Und... keine Sorge... ich verliere mich nicht. Das ist kein Hass, das ist rein "geschäftlich"."
Parker schaut zweifelnd zu Raven.
"Ich hoffe du hast Recht."

Kurz vor seinem Ignition Debüt sehen wir Emil Sitoci, der bei Renee Young zum Interview bereitsteht.
"Emil, als Dritter des letztjährigen NXT bist du schon sehnsüchtigst erwartet worden. Warum hast du uns so lange zappeln lassen?"
"Nach NXT musste ich noch ein paar Medienauftritte abwickeln. Das war offenbar allen bekannt außer dir. Das macht aber nichts, man muss nicht immer alles wissen..."
Sitoci zwinkert die Interviewerin an, die daraufhin schüchtern zu Boden blickt.
"Es tut gut erwartet zu werden, ganz ehrlich! Und ich bin auch schon gespannt darauf allen zu zeigen aus welchem Holz ich geschnitzt bin. NXT war nur der Anfang, 2018 beginnt mit einem Bang!"
Sitoci lässt lasziv die Hüften kreisen als sich plötzlich sein heutiger Kontrahent zu ihm gesellt. Renee Young hebt das Mikrofon, es sieht aus, als hätte sie die Chance, den Neuankömmling zu interviewen, doch der Kerl mit der Heckenschere lächelt ihr nur zu und wendet sich direkt an Emil Sitoci, dessen Name in der allerersten Rede die wir von Brutus Beefcake gehört hatten, auch gefallen ist.
„Aaah, da ist ja einer der berüchtigten NXTler. Ich gratuliere dir zu deinem guten Abschneiden dort, das war mit Sicherheit kein Zuckerschlecken, oder?“
Emil ist ein bisschen überrascht, mit Smalltalk hat er nicht gerechnet und so stockt er kurz, doch Beefcake ist ein erfahrenerer Wrestler als Sitoci und hat ihn damit einfach aufs Glatteis geführt, um direkt weitersprechen zu können. Der kleinen Renee Young bleibt nur die Rolle des Mikrofonhalters übrig.
„Sitoci, richtig? Du bist mir wirklich aufgefallen, echt, da waren ein paar Sachen dabei, die haben sich echt eingebrannt – zum Beispiel diese Geschichte mit Paul Pizza, die mit deiner Privatparty, was hab ich gelacht, als dein genialer Plan so schön nach hinten losgegangen ist. Hahahaaa!“
Beefcake haut sich tatsächlich auf die Schenkel beim Lachen.
„Aber hey, jeder macht mal Fehler. Ich gehe davon aus, dass du aus deinen lernst. Du bist jung, talentiert, nur manchmal fehlgeleitet und manipulativ. Aber was solls, Kurzer, es geht nicht allein darum. Heute geht es auch um ein wenig Ringaction, richtig? Gut. Wir beide zeigen dieser Halle heute mal, dass du in der Lage bist, es auch mit jemanden aufzunehmen, der sein NXT abgelegt hat, als du noch Kekse im Kindergarten erbettelt hast.“
Beefcake streckt die Hand aus.
„Auf einen guten Kampf, Junge. Möge der Bessere gewinnen.“
„Oh, das werde ich" antwortet Sitoci feixend und die Kamera blendet ab.

Opener
Singles Match:

Brutus Beefcake vs. Emil Sitoci
Sieger via Pinfall: Emil Sitoci nach dem Snapmare Driver

Ein mit Elektromotor ausgestatteter VW-Bus, Nummernschild ECO-1, fährt nahezu geräuschlos in die Einfahrt des Ernst Happel Stadions. Den Leuten, die sich nicht an dieses Gefährt erinnern, sollte das große Peace-Symbol an der Seite ein entscheidender Hinweis sein, um den Besitzer zu ermitteln. Wenn das auch nicht reichen sollte, wird die Spannung im nächsten Moment glücklicherweise gelöst, denn das Moonchild CJ Parker parkt ein und steigt aus. Der entschlossene Blick spiegelt sich auch in seinem kleinen Kompagnon Gandhi, das Streifenhörnchen, wieder, der auf den Schultern des Champions hockt und mutig quiekt. Parker nickt.
„Es ist soweit. Heute zeige ich Bray, warum ich der Rainbow Warrior bin. Suchen wir ihn.“
Gandhi quiekt fast schon fragend.
„Was ich mache, wenn ich ihn gefunden habe? Soweit hab ich nicht geplant, mein Freund. Jeder gute General weiß: Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt. Aber schön wird es nicht. Du hältst dich besser im Hintergrund.“
Gandhi quiekt empört. Parker lacht.
„Klar, Kumpel, du kümmerst dich um Rowan und Harper...“

Ernst-Happel-Stadion, Wien... durch den Locker Room von Catherine Joy Perry und ihrem Geschäftspartner Alexander Rusev hallt das sanfte Rauschen einer Dusche und der glückliche Gesang Alexander Rusevs.
„Es ist unglaublich, ich drehe an einem Rädchen und das Wasser wird heiß. Ich hörte schon davon, doch bei uns in Russland musste man erst Feuer unter einem Kessel machen um das Wasser warm zu bekommen... Ein Wunderland dieses Österreich...“
Perry, welche sich gerade diverse News-Seiten auf ihrem Tablet anschaut, kann dazu nur genervt mit den Augen rollen.
„Dieses Wunderland hat noch nicht einmal geschlechtergetrennte Kabinen. Diese Klötze von General Manager haben es darüber hinaus nicht einmal für angemessen befunden uns zwei Kabinen zur Verfügung zu stellen. Es fehlt sogar an einer Gleichstellungsbeauftragten... ist das dieser Renee Young völlig egal? Wahrscheinlich betreibt sie irgendwo Beischlaf, da ist das natürlich nicht nötig. Wie sonst ist die hier Interviewerin geworden? Am Können lag's definitiv nicht.“
Das Plitsch-Platsch nackter Füße auf kaltem Stein ist zu vernehmen, als sich Rusev, nur mit einem Handtuch bekleidet, zu Perry gesellt.
„Nun, ich möchte nicht in offenen Wunden bohren, Miss Perry, aber letzte Show hatten sie Gelegenheit groß aufzutrumpfen, ließen diese aber verstreichen.“
Das passt der Journalistik-Absolventin natürlich überhaupt nicht. Wütend zischt sie Rusev an.
„Daran ist nur diese Young schuld! In der Gegenwart von Idioten bekomme ich immer Kopfschmerzen und kann mich nicht konzentrieren...“
Leidend hält sie sich die Hand an die Schläfe. Rusev macht nun Anstalten sich im Raum umzuziehen, was Perry gar nicht zusagt.
„Ich glaube, es hackt. Scher dich zurück in die Dusche wenn du dich umziehen musst, du russischer Bauer!“
„Aber, Miss Perry, ich bin...“
„Raus!“
Eilig kommt Rusev Perrys Wünschen nach und verlässt den Raum.

Wir sind am Wiener Naschmarkt. Wohin das Auge blickt sieht es Essensstände und Marktschreier, die ihre Ware anpreisen. Japanische Buffets, italienische Grillspezialitäten, frischer Fisch und Meeresfrüchte, die klassische Wiener Küche und vieles mehr, was sich der Magen so wünscht, liegt dort auf Auslagen, in Kisten oder in Kühlfächern. Dementsprechend viele Menschen sind dort auch unterwegs und mitten unter ihnen, schlendert auch der Notorious B.I.G. Yokozuna durch die schmalen Gassen. Ohne nachzufragen, schnappt er sich dort ein Fleischbällchen, hier ein Schnitzel, beim nächsten Stand ein Tablett voller Sushi und ignoriert die erzürnten Rufe der Verkäufer. Einem wird es zu bunt. Er sprintet aus seinem Stand, stellt sich vor den wuchtigen Japaner und schreit ihn an:
"He Oida! Wennst dir was nimmst, dann zahlst das gfälligst auch! Des is net leiwand!"
Yoko schaut ihn kurz an und erwidert dann leicht erheitert:
"Kleines Kerlchen, wenn ich so klein wäre wie du, würde ich mein Maul nicht so weit aufreißen. Sozusagen ist deine Größe, wie sagt man in Wien? Deppert."
"Mei Größe is ned deppat! I ruaf die Kieberer, oida!"
schreit das Männchen und stapft davon. Yoko zuckt nur mit den Schultern und setzt seinen Weg fort. Allerdings nicht allzu weit, denn schon der nächste Stand, eine Art Fleischerei, hat es ihm angetan. Sabbernd blickt er auf die Rinderschultern und Schweinekarrees. Er will zugreifen, doch da wird sein Arm von einer kräftigen Hand gepackt. Yoko wirkt genervt, blickt auf und... erstarrt. Vor ihm steht Baron Corbin. Ohne eine Sekunde zu verlieren schnellt dessen Kopf vor und verpasst dem Japaner eine harte Kopfnuss. Der torkelt zurück und Corbin steigt auf die Anrichte, schnappt sich ein paar Fleischstücke und bewirft Yokozuna damit. Dann kommt er mit einem Double Axe Handle angesprungen, doch Yoko kann sich noch auf den Beinen halten und versucht seinerseits ein paar Schläge zu landen. Diese treffen Corbin, doch der schnappt sich Yokozuna und wirft ihn in den Suppenstand nebenan. Der Stand zerbricht und die Suppentöpfe ergießen sich über einen schimpfenden Yokozuna, der aber sofort wieder aufsteht und sich die Suppenkelle schnappt um auf Corbin loszugehen. Der wehrt den Angriff mit einem Tablett ab und kontert mit einem gezielten Schlag auf den Kopf. Der Japaner torkelt zu einem Süßwarenstand und Corbin möchte nachsetzen, doch Yokozuna wirft ihm eine handvoll Staubzucker ins Gesicht. Sofort schlägt er auf den Lone Wolf ein, nimmt seinen Kopf und taucht ihn zwischen Krebsen und Krabben in die Box voller Eiswürfel auf denen die Tiere ausgelegt wurden. Corbins Hände wandern suchend umher und finden einen Tintenfisch, den er sofort auf Yokos Kopf wirft. Der lässt von Baron ab und reißt sich den Meeresbewohner vom Kopf, verliert aber offenbar kurz die Orientierung und muss sich, an einem italienischen Stand festhaltend, kurz umsehen. Er entdeckt Corbin, allerdings zu spät, denn der kommt gerade mit Vollgas angelaufen und speart den Japaner mit voller Wucht durch den Stand, der sofort in sich zusammenbricht. Menschen schreien, Lasagne und Spaghetti bedecken die beiden und im Hintergrund hört man eine Polizeisirene. Corbin erhebt sich als erstes, starrt kurz ohne Gesichtsregung auf Yokozuna hinab und verschwindet von der Szenerie, während Yokozuna geschlagen in Bolognesesauce badet.

Dunkelheit. Stille. Dann Schritte. Eine Türe wird geöffnet. Ein Lichtschalter betätigt. Die Kameras fangen Shinsuke Nakamura ein, der mit gesenktem Kopf inmitten eines völlig schwarz angepinselten Locker Rooms mit gesenktem Kopf im Schneidersitz auf dem Boden sitzt. Der Mann am Lichtschalter ist ein erstaunter Hideo Itami.
„Was ist hier denn los?“
„Mach das Licht wieder aus.“
„A…“
Nakamura wird lauter:
„Mach das Licht wieder aus.“
Hideo tut wie ihm geheißen. Dann fragt er:
„Wieso eigentlich?“
Nakamura klärt ihn auf:
„Ist das nicht offensichtlich? Ich habe versagt. Gegen Christian verloren.“
Trotz Dunkelheit ist ein verächtliches Schnaufen Shinsukes wahrzunehmen. Dann führt er weiter aus:
„Ich bin noch nicht ganz in der Lage meine Kräfte in sinnvoller Art zu kanalisieren. Alle meine Fähigkeiten im Ring zu entfalten. Das macht mich wahnsinnig. Es war als hätte ich nur mit einem Arm gekämpft. Nur eben mental. Menschen die mich nicht kennen, denken nach diesem Match ich wäre nur einer von vielen. Nicht besser als die anderen hier. Und momentan haben sie auch recht. Es liegt an mir das zu ändern.“
Nakamuras Stimme wird aggressiver:
„Mach das Licht wieder an.“
„A…?“
„MACH DAS LICHT WIEDER AN!“
Itami tut Nakamura den Gefallen, während dieser sich erhebt:
„Ich muss wieder in die Spur kommen. Wieder Vertrauen sammeln. Ich muss kämpfen. Austeilen. Menschenfleisch schlagen. Treten. Solche Sachen eben.“
„Und an was für ein Opfer hast du da gedacht?“
„An dich. Vorerst. Du weißt wie das läuft. Das ist ein Zeichen von Respekt.“
Mit diesen Worten reißt Nakamura Itamis Shirt entzwei und verpasst dem ehemaligen Ringrichter einen klatschenden Chop auf die Brust. Dann einen Kick in die Seite, einen Ellenbogen ins Gesicht und einen Tritt in die Magengrube. Itami fällt keuchend zu Boden. Dann erkennt Nakamura:
„Das war erst der Anfang. Ich brauche neue Versuchskaninchen.“

Tag Team Match:
Intrepid Travellers vs. Mil Muertes & Waylon Mercy
Sieger via Submission: Mil Muertes & Waylon Mercy nach dem Sleeper Hold von Mercy gegen Mr. 450

In der Umkleide sehen wir Mil Muertes mit seiner Vertrauten Catrina und Waylon Mercy, der wie ein Tiger im Käfig auf und ab stromert, dabei zwischenzeitlich mit seiner Faust auf die Türen der Schränke haut und sehr in Gedanken zu sein scheint. Obwohl das zusammengewürfelte Team einen – wenn auch knappen – Sieg eingefahren haben, ist die Stimmung kurioserweise ziemlich angespannt. Etwas scheint Mercy auf dem Herzen zu haben, denn er unterbricht die eigentlich gelöste Unterhaltung von Muertes und Catrina ziemlich barsch.
„Mil, es war eine große Leistung, dass wir die beiden Flitzpiepen gemeinsam besiegt haben. Dennoch, das hätten wir wirklich viel, viel einfacher haben können. Erinnerst du dich an die Szene ganz zu
Beginn, als der eine dich so übel erwischt hat? Ich hab dir das gesagt vorher, ich hab sie studiert, sie sind keine komplexen Kämpfer, ich wusste es und hab dich gewarnt, aber du hast es wohl besser gewusst, mich ignoriert und meine Ratschläge in den Wind geschossen. Und als ich gerufen hab, du sollst mich eintaggen, hast du … ach, was solls.“
Der angesprochene Wrestler schweigt, doch Catrina fühlt sich aufgerufen, zwischen den beiden zu vermitteln.
„Waylon, können wir mal reden? Unter vier Augen?“
Waylon blickt mit Feuer in den Augen auf. Seine Catrina? Auf diesen Moment hat er lange gewartet, in den letzten Wochen gab es keine Gelegenheit, sich mit ihr zu unterhalten. Er liebte sie doch so sehr, es zerriß ihm schier das Herz, sie immer mit jemand anderem zu sehen.
„G..g..gern. Ich...“
Waylon geht auf Catrina zu, diese ergreift ihm am Arm und zerrt ihn in den Gang vor den Umkleiden. Mil Muertes schaut skeptisch hinter den beiden drein, doch die Tür fällt zu und so stehen Waylon und Catrina
allein im Flur. Catrina stemmt die Hände in die Hüften und hebt an, doch Waylon kommt ihr zuvor.
„Catrina, Schatz, wir müssen wirklich reden. Ich … ich weiß, du hast
dich verändert, aber genau darüber müssen wir reden. Auch ich hab mich verändert, ich habe einiges durchgemacht, und ich will mich mit dir austauschen, mit dir zusammen sein, mit dir...“
„Whow-whow-whow, Waylon, immer langsam.“
Catrina fühlt sich sichtlich unwohl, denn das Gespräch läuft völlig anders als geplant. Mittlerweile scheint ihr ihre Lüge, was Waylons Ehefrau angeht, leid zu tun, denn Waylon hat sich sehr darauf versteift und ist mehr als überzeugt, dass sie, Catrina, tatsächlich seine wiederauferstandene Ehefrau ist.
„Catrina, wir müssen das hier hinter uns lassen. Wir müssen wieder zu uns finden. Wrestling ist für mich mehr als nur eine Beschäftigung oder mein Job, aber mein Leben, das warst immer du! Und ich will, dass es
wieder so wird, wie früher!“
Catrina lässt den verdutzten Waylon Mercy stehen und die Regie schaltet weiter.

Backstage sehen wir Michael Elgin, der in seiner Umkleide nervös auf und ab tigert. Er schaut immer wieder auf die Uhr an der Wand und scheint schon etwas verzweifelt. Dann geht plötzlich die Tür auf:
„Eric! Wo warst du so lange? Was ist los? Und … wie siehst du eigentlich aus?“
Young trägt einen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd darunter. In der einen Hand trägt er einen schwarzen Aktenkoffer, in der anderen einen Schirm. Sein Kopf ziert ein Hut – eine schwarze Melone. Er nimmt den Hut ab, hängt ihn und den Schirm an einen Kleiderständer und stellt sich vor seinen Partner:
„Was meinst du Michael? Ich versuche nur normal zu sein!“
In diesem Moment schaltet die Kamera in einen anderen Raum, wo Sami Zayn und Diamond Dallas Page das Ganze an einem Schirm verfolgen. Der Monitor steht auf einem Tisch, an dem ein selbstgeschriebenes Spruchband hängt:
„Championland sucht den Super-Normalo.“
Sami Zayn hat einen Finger nachdenklich an der Wange:
"Mhh, das ist schon nicht so schlecht. Allerdings wirkt zu bemüht. Das nimmt ihm keiner ab. Einfach zu gezwungen."
Page nickt:
"Wirklich holpriger Start. Wirkt sehr aufgezwungen. Sehe in Kürze einiges an Turbulenzen."
Zurück in die Kabine von MAD. Elgin lacht:
„Du? Normal? Alter, erstens trägt KEIN normaler Mensch eine Melone, es sei denn du bist ein Engländer im späten 19. Jahrhundert. Und Zweitens …“
Young unterbricht seinen Partner:
„Irgendwie muss ich Zayn Page doch beweisen, dass ich normal bin. Wir wollen diesen Shot, wir BRAUCHEN ihn, wir haben es verdient.“
Elgin schüttelt mit dem Kopf:
„Glaub mir Eric, wir finden einen anderen Weg. Definiere bitte normal? Wer ist schon normal? Was ist normal? Du kannst stinklangweilig sein, oder interessant. Du kannst dick sein oder dünn, ausgeflippt oder introvertiert. Du kannst Totengräber, Höllenwächter, Rapper, Hausmeister, Japaner, Vielfraß, Sternenstaub, Professor, Söldner, Biker, ein Lord, ein Rabe, ein Freak, ein Mafioso, ein Tänzer, ein Clown oder einfach nur ein Möchtegern-Präsident sein. Bei SAW ist alles möglich und was davon ist bitte schon normal? Etwa Pilot zu sein? Bitte ändere dich niemals, für niemanden! Auch wenn ich manchmal von deinen idiotischen Eigenarten genervt bin, ist es doch das, was uns am Ende ausmacht.“
Wieder zurück bei der Jury, Page ergreift das Wort:
"Young wirkte sehr aufgesetzt, aber dieser Elgin ist super. Den sollten wir nominieren, der kann voll durchstarten."
Sami wirkt etwas irritiert:
"Der hat das 'Ja' von uns doch schon längst bekommen. Obwohl er das jetzt schon zu deutlich heraushängen lässt. Das gefällt mir nicht so. Jetzt ist es an Young, die Kiste wieder raus zu reißen, sonst sollten wir wirklich noch einmal über Daft Drunk nachdenken."
Das Bild schaltet zurück zu Michael Elgin und Eric Young. Letzterer setzt sich an einen Tisch, und öffnet seinen Aktenkoffer.
„Was hast du da denn nun drin?“
Der vermeintlich Verrückte packt ein Paket mit geschmierten Broten aus.
„Frühstück! Was denkst du, was normale Bürohengste so in ihren Aktenkoffern haben? Doch nicht etwa Akten …“
Er beißt genüsslich von einem der Brote ab.
„Aber Eric, es ist nach 20Uhr!“
Während Young kaut, sieht man nun wieder Page und Zayn. Page merkt an:
"Ziemlich clever, und sehr normal, das mit den Broten. Essen an Bord ist ja öfter mal nicht ganz so toll. Da ist es immer gut, selbst etwas dabei zu haben. Und aufgrund der Zeitzonen ist eigentlich immer irgendwo Zeit für Frühstück. Mir gefällt es."
Sami nickt:
"Mhh, da bist du der Experte. Ich finde es etwas schrullig, aber ich habe auch meinen Lebtag noch nie eine Aktentasche besessen. Findest du das verrückt? Vielleicht sollte ich sicherheitshalber eine kaufen gehen? Die beiden scheinen da ja wirklich auf dem richtigen Weg zu sein."
Wieder bei dem Kandidaten, sehen wir, dass Eric sich nun eine Tasse Kaffee aus einem Automaten gezogen hat. Elgin wundert sich:
„Kaffee? Seit wann trinkst du Kaffee?“
„Ich denke einfach, dass normale Leute Kaffee trinken. Denkst du etwa nicht?“
Elgin schlägt ihm die Tasse aus der Hand und verpasst seinem Partner dann eine leichte Ohrfeige:
„Aufwachen, Eric. So wird das nichts. Wir werden Zayn Page auf andere Art und Weise überzeugen müssen, und ich habe da auch schon eine Idee. Ich verspreche dir: Nächste Show werden sie uns BEIDEN den Shot gewähren.“
Die Champions schütteln nur noch mit dem Kopf. Sami drückt einen roten Knopf:
"Nein, das war's. So geht man als Team nicht miteinander um. Dieser Young hat sich doch völlig verstellt. Kein normaler Mensch würde sich so mirnichtsdirnichts eine Tasse wunderbaren Kaffee wegschlagen lassen. Der hat ganz offenbar zumindest eine gespaltene Persönlichkeit. Nichtmal Elgin, dem wir ja schon ein 'Ja' gaben, scheint mir ganz koscher. Der eine mit einer schizoiden und der andere mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung."
Auch Page schüttelt den Kopf:
"Wusstest du, dass deren Team-Name sich als MAD abkürzen lässt? Das ist doch verrückt …"

Zurück aus der Werbung und wir sehen ein weibliches, schwarzes Gesicht, das deutliche Enttäuschung ausdrückt. In anderen Worten, die Kamera fängt gerade Ember Moon ein, die den Intrepid Travellers, Mr. 450 und Aerostar, gegenübersteht, während sie spricht:
„Ihr beide, kehrt in die Tardis zurück. Ich werde erst einmal alleine mit ihm reden.“
Womit Ember gar nicht erst auf eine Antwort wartet, sondern davongeht und wenig später eine Tür durchschreitet, womit sie sich in einer Umkleide befindet, in welcher auch Stardust auf einer Bank sitzt und zu Boden blickt. Dann zieht Moon die Tür zu, woraufhin der Initial Ignition Champion sie kurz anblickt, aber dann schnell, nach einem schweren Seufzer, wieder den Beton anstarrt. Ember nimmt neben ihm Platz und legt dem kosmischen König auch den Arm um, woraufhin Stardust einen Kopf auf ihrer Schulter ablegt. Mit aufgelöster Stimme spricht der Champion:
„Die Travellers haben also verloren…“
„Ja. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie leid es ihnen tut.“
„Es ist nicht ihre Schuld. Ich hätte erkennen müssen, dass die Zwei nicht bereit sind. Catrina, Mil Muertes und Waylon Mercy, wir haben ihnen bestätigt, dass ihre Vereinigung stark ist, etwas taugt.“
„Noch ist es nicht zu spät. Wir können, wir werden weiterhin kämpfen.“
„Nein, wir haben die Welt verdam…“
„Hörst du wohl auf mit diesem Unsinn? Ja, sie sind machtvoll, aber wir haben schon öfters verloren und niemals aufgegeben. Also, Kopf hoch.“
Womit Ember Stardust einen Kuss auf die Wange drückt und beide sofort rot anlaufen, bevor Stardust seinen Kopf von der Moon-Schulter erhebt und sich räuspert:
„Ja… Du hast Recht.“
Ein Lachen von Ember:
„Habe ich das nicht immer?“
Sofort stimmt auch der kosmische König in das Gelächter mit ein, als Moon ihn auf die Beine zieht:
„Genug geflennt, lass uns deinen Platz im Royal Rumble sichern. Bereit, der Herr?“
„Bereit, die Dame.“
Womit Stardust sich bei Ember unterhakt und beide davongehen.

Eine Kamera folgt Catrina durch die Gänge, doch unvermittelt wird der Kameramann zu Boden gestoßen und die Kamera zeigt nur nackten Beton. Das Kreischen einer Frau ist zu hören. Der Kameramann rappelt sich schnell wieder auf, hebt die Kamera auf seine Schulter, diese kann jedoch nur noch einfangen, wie die Haare von Catrina, die auf der Schulter von jemandem liegt, hinter einer Ecke verschwinden.

Royal Rumble Qualifier:
Roman Reigns vs. Stardust
Sieger via Pinfall: Roman Reigns nach der Sitdown Crucifix Powerbomb

Die Katakomben des Ernst-Happel-Stadions, wo normalerweise zwielichtige Gestalten wie die Spieler des FK Austria Wien eine Heimat finden, sollte heute ganz andere zwielichtige Gestalten beherbergen. Dies scheint sich zumindest der Rainbow Warrior CJ Parker zu denken, der hier seine Suche nach der Wyatt Family zu beginnen scheint. Mehr oder weniger unauffällig, schleicht der Champion von Kiste zu Kiste, immer auf der Hut. Gandhi sitzt auf seinem Kopf und hält ihm den Rücken frei. Nach und nach öffnet Parker Türen, immer in Erwartung im nächsten Moment in das Face of Fear zu blicken. Doch nichts. Der Heizungskeller. Leer. Lagerraum. Leer. Diverse weitere Räume, deren Funktion dem Publikum verborgen bleiben. Ebenfalls leer. Parker kratzt sich am Kopf.
„Normalerweise halten sie sich doch immer hier in den Schatten auf...“
Plötzlich scheint Parker sich an etwas zu erinnern, seine Augen weiten sich ob dieser Erkenntnis.
„Ooooh, richtig. Sie werden sich auf ihr Match vorbereiten.“

"WE THE PEOPLE" ertönt es aus den Boxen des Ernst-Happel-Stadions und Jay Briscoe macht sich auf den Weg in den Ring. Auf dem Weg dorthin scheint er etwas verwirrt, denn in Österreich jubeln ihm deutlich mehr Menschen zu als in Deutschland oder Amerika. Im Ring angekommen reicht ihm Ringsprecher C Van Dam ein Mikrofon und Briscoe will sprechen. Er wird jedoch kurz daran gehindert, denn "We The People"-Chants ertönen und nun ist Briscoe endgültigt begeistert.
"Was für eine Stimmung hier in Wien."
Da er den Namen der Stadt erwähnt hat, in der die Show gerade LIVE ist, jubeln die Zuschauer noch mehr. Ein Mann im mittleren Alter zeigt sogar den Hitlergruss, wird jedoch sofort von den Security-Mitarbeitern dazu aufgefordert, diese Geste sein zu lassen.
"In der letzten Woche habe ich mein lang erwartetes Debüt bei Ignition feiern können. Und wie ihr und alle anderen mitbekommen habt, bin ich alleine. Alleine mit meinem Gedankengut, alleine mit meiner Gesinnung. Niemand möchte etwas mit mir zu tun haben. Aber wisst Ihr was? Das bin ich gewohnt. Das begleitet mich mein ganzes Leben lang. Bei NXT schien es, als wenn ich endlich Mitstreiter gefunden hätte. Doch leider hat sich herausgestellt, das alle Mitglieder des Clubs Deutschland nicht verlassen dürfen und so bin ich wieder auf mich alleine gestellt. Aber wie ich bereits sagte, ich bin das gewohnt. Also ist es an mir, Ignition von dem ganzen Unrat zu befreien. Schaut euch das Roster doch mal an. Hippies, Kanadier, natürlich auch Mexikaner und viel zu viele Neger.  Also gebe ich hiermit bekannt, das ich mich um jeden einzelnen dieser Parasiten, die hart arbeitenden und heimatliebenden Amerikanern den Arbeitsplatz wegnehmen, kümmern werde. Mit wem ich starten werde? Nun, das werdet Ihr noch früh genug sehen."
Das Publikum jubelt ob dieser Ankündigung und "WE THE PEOPLE"-Chants ertönen wieder. Kurz danach erklingt auch das Theme von Jay Briscoe und er verlässt die Halle.

Backstage im Interviewset ist Byron Saxton zu sehen. Bei ihm zu Gast sind die Prime Time Players, gekleidet in äußerst schicken Businessanzügen.
"Titus, Shelton, da habt ihr euch aber ganz fein rausgemacht."
Shelton antwortet:
"Danke. Schön, dass es dir auffällt. Nach der letzten Show haben wir erkannt, dass wir auch etwas an unserer Optik ändern müssen. Wenn man vom Death Slot zur Prime Time möchte, muss man auch entsprechende Erwartungen erfüllen. Also waren wir Heute bei Rotknopf in Wien und haben uns da mal vollständig ausstatten lassen."
Byron nickt:
"Steht euch ganz gut."
Dann spricht Titus:
"Aber deshalb haben wir nicht um die Zeit hier gebeten. Nach den letzten Ereignissen sind uns noch ein paar mehr Sachen klar geworden. Auch wenn wir das Match nicht gewinnen und Apollo nicht retten konnten, war es doch das Richtige zu tun. Subversion ist nicht gut für Ignition, oder eher für zumindest einige der Mitglieder. Es wird soviel Negativität in der Gruppierung ausgestrahlt. Und auf unserem Weg vom Death Slot zur Prime Time, werden wir etwas Positivität in die Gruppierung bringen müssen."
Byron schaut verdutzt:
"Heißt das, dass ihr Subversion anschließt?"
Shelton wiegelt ab:
"Ganz im Gegenteil. Falls es gerade undeutlich war, und auch wenn wir uns damit eine Zielscheibe auf den Rücken pinseln: Wir werden die Negativität der Subversion auch weiterhin bekämpfen. Wir sind noch nicht fertig. Es gibt noch viel zu tun."
High Five der Prime Time Players und es wird weiter geschaltet.

„Wenn wir im Rumble zusammenhalten und unsere Nummern nicht zu weit auseinander liegen, haben wir gute Siegchancen.“
Wir sehen Damien Sandow, der gerade vor der Think Factory auf Samoa Joe einredet. Dieser nickt nur ernst, während Sandow fortfährt:
„Sollten wir Letzter und Vorletzter im Rumble sein, schaffen wir es sicher gleich zwei Titelmatches für uns rauszuschlagen. Eins für dich und eins für mich.“
Joe scheint das zu gefallen. Zumindest lässt sich so etwas wie ein zufriedenes Lächeln auf seinen Lippen erkennen.
„Überlass das nur mir. Machst du Fortschritte bei der Suche nach Hogans Tricks?“
„Tja …“
Sandow zückt ein Röntgenbild aus einer Mappe.
„Dies hier habe ich zugespielt bekommen, aus einer vertrauenswürdigen Quelle. Ich zweifle die Echtheit nicht an. Hogans Hand ist tatsächlich gebrochen, und der Arzt meinte auch, dass dies ein sehr schmerzhafter Bruch sein muss. Hogan sollte definitiv die nächsten Wochen nicht antreten.“
"Gut, damit ist er aus dem Rennen."
„Ja, oder zumindest erst einmal ordentlich geschwächt. Aber es wurmt mich, dass sich mein Verdacht nicht erhärtet hat. Ich hätte schwören können, dass er Stahlplatten in den Handschuhen trägt. Vielleicht hat er sie weggelassen, seit wir ihm auf der Spur sind…“
Bevor Sandow weiter mutmaßen kann, taucht Hogan überraschend auf. Er sieht immer noch geschunden aus, und die Hand ist stark bandagiert.
„Sandow, Joe, ich bin gekommen um euch etwas mitzuteilen. Von Angesicht zu Angesicht. Ich möchte ein Versprechen abgeben. Auch wenn die komplette Subversion im Royal Rumble Match ist und mir gegenübersteht, werde ich euch eliminieren. Brecht meine zweite Hand, brecht meinen Fuß, brecht mir das Genick. Solange ich noch laufen, humpeln, atmen kann…werde ich alles in meiner Macht stehende tun, dass ihr dieses Match nicht gewinnen werdet.“
Sandow reagiert gar nicht, als sich hinter ihm die Türe zur Think Factory öffnet und Hideo Itami sowie Shinsuke Nakamura neben Damien und Joe auftauchen und Hogan finster anblicken. Dann gibt Sandow den Angriffsbefehl und seine drei Schergen stürzen sich auf den Hulkster, der rasch ins Hintertreffen gerät. Schläge und mehrere Tritte gegen den Hulkster bringen den tapfer kämpfenden Hünen doch in arge Bedrängnis. Hernach taucht aus dem Nichts jedoch Nanook auf und kann Itami und Nakamura mit einem eingesprungenen Cross Body von einem nahegelegenen Treppengeländer zu Fall bringen. Daraufhin stürzt sich auch Sandow selbst mit ins Getümmel. Ein Brawl entsteht, bei dem die Männer von der Subversion langsam aber sicher die Oberhand gewinnen. Es kommt wie es kommen musste – Hogan tritt den Rückzug an und lässt seinen ECW-Partner alleine zurück. Itami, Shinsuke, Joe und Sandow können sich nun voll und ganz auf den Inuit konzentrieren. Nach mehreren Schlägen richten die beiden Japaner den gefallenen Nanook langsam auf um Sandow die Mögligkeit zum entscheidenden Manöver zu geben. Kurz darauf gehen Itami und Shinsuke jedoch zuckend zu Boden, denn der Hulkster ist wieder aufgetaucht und hat beide mit einem Tazer niedergestreckt. Sofort weichen Sandow und Joe zurück, während Hogan mit seiner Waffe in der Hand seinem Freund wieder auf die Beine hilft. Danach treten Sandow und Joe langsam den Rückzug an.

3-Way Hardcore Match:
Drake Younger vs. Earthquake vs. Goldberg
Sieger via Pinfall: Drake Younger nach einem Jawbreaker gegen Earthquake

Die Ringglocke ist ertönt, ebenso wie das Theme des Siegers und die Leute freuen sich über das gerade gesehene, tolle Hardcore Match mit dem verdienten Sieger. Lange wird das Theme jedoch nicht gespielt, denn es wird von Thumbtack Jacks Melodie unterbrochen, der auch sogleich auf der Rampe erscheint, bewaffnet mit einem Mikro und einem mit Stacheldraht umwickelten 2x4-Knüppel.
"Bevor es hier zu extrem wird. Ich will nur Drake, der Rest sollte besser diese Arena verlassen!"
Während Goldberg und Earthquake dies unauffällig tun, bleibt Younger, sich gerade so in der Ringecke aufrecht haltend, im Ring. TJ nähert sich ebendiesem, während er weiterspricht.
"Drake, ich habe das von letzter Show nicht vergessen. Du wolltest nach meinem Match etwas von mir. Hast mir Drohungen entgegengeworfen, ich sollte mich auf was gefasst machen. Blöd nur, dass du von Colen unterbrochen wurdest, oder?"
Youngers Blick wird wütender, TJ scheint das zu bemerken.
"Hey, hey, ich hatte damit nichts zu tun. Das einzige, womit ich was zu tun habe, wird das sein, was ich gleich machen werde."
Er wirft das Mikro weg und springt auf den Apron. Mit seinem Foreign Object betritt er den Ring und geht langsam auf einen geschwächten, aber kampfbereiten Drake Younger zu. TJ holt aus und... geht zu Boden. Hinter ihm ist Chris Colen in den Ring gestiegen. Mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht und einem Klappstuhl in der Hand blickt er auf den eben geschlagenen Thumbtack Jack. Mit der Kante des Stuhls schlägt er daraufhin mehrere Male auf TJ ein, so dass er seinen Stacheldraht fallen lässt. Colen stoppt und tauscht sein Objekt gegen den 2x4 aus. Dann schlägt er weitere Male gegen den Körper von TJ. Zum Abschluss legt er das Brett in die Ringmitte und heizt kurz sein Heimatpublikum mit den Worten:
"Lasst was hören, Wien!"
an. Dann schnappt er sich TJ, nimmt dessen Kopf zwischen die Beine, positioniert sich über dem 2x4 und zeigt den Sound of Defeat darauf. Sofort quillt Blut aus TJs Stirn und die Fans in der Halle jubeln ihrem Hometown-Hero zu, der grinsend zu einem völlig überraschtem Drake Younger blickt, sich dann aus dem Ring rollt und mehr als zufrieden in den Backstage-Bereich verschwindet.

Eine mehr als edel aussehende Mahagoni-Tür. Eine Hand, die zur Faust geformt wurde. Die Faust klopft an der Tür. Einige Sekunden passiert gar nichts, dann schwingt die Tür auf und im Rahmen erscheint ein alter Butler. Dieser hat einen starken, britischen Akzent:
„Bitte, treten Sie ein. M. Lavoie erwartet Sie bereits.“
Der Bedienstete macht Platz. Kalisto und Bobby Roode betreten das Haus. Es erfolgt ein Schnitt. Nach diesem befinden wir uns in einem luxuriösen Arbeitszimmer. Die beiden Wrestler haben vor einem lächerlich großen Schreibtisch Platz genommen. Ihnen gegenüber sitzt ein sehr seriös wirkender Mann im Maßanzug. Der Kanadier spricht:
„Vielen Dank, dass Sie uns empfangen haben werden.“
Der Namenlose wirft Roode einen fragenden Blick zu:
„Ist das sein Ernst?“
Bobby zuckt entschuldigend mit den Schultern:
„Ich übernehme wohl besser das Reden für uns beide. Danke, Charles, dass Sie uns empfangen haben.“
Charles Lavoie setzt ein leichtes Lächeln auf:
„Was tut man nicht alles für seinen ehemaligen Chef.“
„Ein passendes Thema, denn genau darüber wollte ich mit Ihnen reden. Sie waren einer der wenigen, die mich nicht feuern wollten, doch leider waren die Gegenstimmen zu übermächtig. Sitzen Sie immer noch im Vorstand?“
Ein Nicken.
„Also hat Richochet nicht alles verändert, sehr gut.“
„Nun, genau genommen hat er alles am Unternehmen ‚Glorious Toys‘ verändert. Oder vielmehr hatte. Vor dem neuem Besitzer.“
Roode fällt aus allen Wolken:
„Neue Besitzer?“
Lavoie zieht leicht die Augenbraue hoch:
„Nicht mitbekommen? Dieser sogenannte Richochet, er hat die Firma weiterverkauft. Für einen absoluten Spottpreis, wie ich anmerken möchte.“
Bobby wirkt langsam ungehalten:
„An wen? Was bedeutet Spottpreis?“
„Sagen wir mal so, selbst mit Ihrem.... ‚neugewonnenen‘ Mittelstand hätten Sie den Betrieb zurückkaufen können. Die neuen Besitzer sind irgendwelche Japaner. Nennen sich selber Purotto söchi. Haben auch erstmal den alten Vorstand wieder eingesetzt, nachdem Richochet ihn komplett ersetzt hatte. Sie lassen uns hier auch erstmal so weiterarbeiten, wie wir das für richtig erachten, solange wir genügend Gewinne einfahren.“
Roode lehnt sich in seinem Sitz zurück, seine Mimik zeigt gleichermaßen Entsetzen über die erhaltene Info wie Zweifel an der Aussage des Vorstandsmitgliedes, weshalb Kalisto für ihn einspringt:
„Es wird also möglich gewesen sein, die Firma problemlos zurückgeholt zu haben?“
„Junger Mann, sie sollten sich dringend untersuchen lassen. Ihre Sprache und dieser Maskenfetisch machen mir ernsthaft Sorgen. Aber ja, theoretisch dürfte ein Rückkauf kein Problem sein…“
Ein lauter Freudenschrei von Roode wäre wohl die erwartete Reaktion auf diese Information gewesen, doch stattdessen hören wir ihn nur ein
„Okay“
sagen. Doch Lavoie ist noch nicht am Ende des Satzes angelangt:
„…sofern M. Roode dafür ausreichend Geld aufbringen kann.“
Bobby erhebt sich von seinem Stuhl und murmelt etwas, das wir nicht verstehen können, bevor er auf M. Lavoie zugeht und ihm die Hand reicht, seine Stimme klingt wieder normal:
„Es war mir eine Freude, Sie wiederzusehen, Charles. Ich danke Ihnen vielmals für diese Info. Damit kann ich etwas anfangen.“
Es folgt Händeschütteln zwischen  Charles Lavoie und seinen beiden Besuchern, die Regie schaltet weiter.

Wir befinden uns vor Earthquakes Locker Room, welchen der Beleibte auch gerade verlassen möchte, als er von einer lieblich zwitschernden Stimme aufgehalten wird.
„Mr... Earth...made...?“
Quake dreht sich zur Quelle der Stimme um und erblickt Catherine Joy Perry und ihren Begleiter Rusev, welcher sich inzwischen umgezogen hat.
„Earthquake.“
„Ja, das tut mir leid. Ich hatte es gehört, als Renee Young mit ihnen sprach und die Dame nuschelt einfach so furchtbar.“
Irritiert runzelt Earthquake die Stirn.
„Geht das schon wieder los? Hör mal, wir machen alle nur unseren Job so gut wir können. Diese Hetze gegen Renee finde ich nicht gut und wenn du nicht mehr zu sagen hast, dann gehe ich jetzt.“
Hastig versucht Perry Earthquake aufzuhalten.
„Moment! Ja, stimmt, sie haben völlig Recht. Ich glaube, ich sollte meinen Standpunkt, dass Ignition bessere Interviewer verdient, dadurch deutlich machen, indem ich eine kleine Kostprobe liefere.“
Grunzend verschließt EQ die Tür zu seinem Locker Room.
„Ich hab gerade keinen Hunger, weißte. Ich geh jetzt, fallste nichts dagegen hast.“
Earthquake möchte sich nun von Perry entfernen, doch diese läuft zornig rot an und zeigt anklagend mit dem Finger auf ihn.
„Rusev!“
Widerstrebend stürzt sich Rusev von hinten auf Earthquake und kann seine Masse und das Überraschungsmoment nutzen um Earthquake zu Boden zu bringen. Dort muss sich der Söldner in eine äußerst schmerzhafte Form des Camel Clutches nehmen lassen. Triumphierend baut sich Perry vor Quake auf.
„Es ist nicht sehr höflich eine Dame wie mich so abzuservieren.“
Earthquake so präsentiert zu bekommen, scheint Perry jedoch etwas zu überfordern, denn sie weiß nicht so recht, was sie mit dieser Situation anfangen soll, während Earthquake geräuschvoll um seine Freiheit mit Rusev ringt. Schlussendlich tritt Perry Earthquake mit dem Absatz ihres Stöckelschuhs voran ins Gesicht und macht sich danach mit einem triumphalen „Ha!“ auf und davon, während Rusev und Earthquake in der Position des Camel Clutches zurückbleiben. Jetzt, wo seine Partnerin nicht mehr zu sehen ist, lockert Rusev den Griff etwas.
„Das ist mein Mal im Westen. Schon faszinierend, wie groß die Unterschiede zu Russland teilweise sind.“
Earthquakes Augen verfolgen kurz den Bluttropfen, welcher, von der Wunde, die Perrys Absatz in seine Wange schlug, diese langsam hinunter läuft.
„Tja, in Amerika haste beides. Reiche und Scheißarme. Da passt du mit deiner Tante gut rein.“
Angeregt, mit einem „Veteranen“ reden zu können, plappert Rusev weiter.
„Und wie ist Ignition so? In Russland habe ich auch gewrestled, allerdings gegen Bären. Gegen Menschen auch mal... aber das ist lange her. Ich weiß wirklich gar nichts von dieser Liga.“
Earthquake antwortet jedoch nicht mehr, erscheint ihm die Situation dafür nicht angemessen. Stattdessen sucht er sich durch eine weitere Kraftanstrengung zu befreien. Rusev erkennt die Lage und löst schlussendlich den Griff. Freundlich hilft er Earthquake wieder auf die Beine, welcher die Geste überrascht annimmt.
„Bist ja nen komischer Kauz. Arme Schweine wie wir können uns unsere Geschäftspartner wohl nicht immer aussuchen, was? Ignition ist ein Haifischbecken, da gibs genug wie deine Trulla. Am Besten findest du das selber raus und nimmst hier nichts persönlich, sonst bricht es dich am Ende wie Hogan. Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest.“
Earthquake schiebt sich nun an Rusev vorbei und will seiner Wege gehen, doch da dreht er sich nochmal um.
„Dieses Mal lasse ich dir die Attacke noch durchgehen, sind ja quasi Kollegen und ich mag dich irgendwie, aber beim nächsten Mal gibs ordentlich Dresche für so einen Angriff.“

Royal Rumble Qualifier:
Andre the Giant vs. Christian
Sieger via Pinfall nach dem Unprettier: Christian

Adam Cole hat seine Vorbereitungen auf den Kampf gegen Gunner abgeschlossen und verlässt eben seinen Locker Room, als ein Mann aus dem dunklen Gang tritt. Sein Gesicht ist verhüllt. Er reicht Cole einen Umschlag und spricht dabei:
"Das war ausgezeichnete Arbeit, Mr. Cole. Gunner ist erledigt und seine Suche damit beendet. Wirklich sehr beeindruckend. Dabei hatte ich mir zwischenzeitlich schon Sorgen gemacht, sie würden die Seiten wechseln."
Cole öffnet den Umschlag und blättert die grünen Scheine durch:
"Dieses Geräusch sorgt für meine Loyalität. Aber eine Frage hätte ich schon, einfach aus Neugier: Sind Sie David?"
Ein trockenes, verschwörerisches Lachen folgt, ehe der Fremde antwortet:
"Nun, dank Ihnen, Mr. Cole, wird diese Frage wohl unbeantwortet bleiben. Viel Erfolg in Ihrem Match. Eine Kirsche hat noch keinem Eisbecher geschadet."
Der Mann tritt in die Schatten zurück und Adam Cole macht sich auf den Weg zum Ring.

Tye Dillinger steht bei Byron Saxton zum Interview bereit. Byron lächelt
Tye an und stellt direkt die erste Frage.
"Komisch, mal auf der anderen Seite zu stehen, oder Tye? Sonst bist du ja der Interviewer. Aber ich würde gerne von dir wissen, warum du in der letzten Show erst gezögert hast, aber dann doch auf TJ Perkins eingetreten hast."
Tye denkt kurz nach.
"Was soll ich sagen. Er hat nicht auf meine Warnung gehört. Ich habe ihm mehrfach deutlich gemacht, das nur ich die Perfect Ten Geste mache. TJ tat mir leid, als er da am Boden lag. Ich wollte ihn in Ruhe lassen. Aber als ich gegangen bin, kamen mir die Bilder in den Sinn, wie er mich verhöhnt. Und mich nicht ernst nimmt. Also habe ich zugetreten. Tut es mir leid, einen wehrlosen, am Boden liegenden Menschen getreten zu haben? Ja. Würde ich es wieder tun? Ich kann es nicht ausschließen."
"Perkins wartet immer noch auf eine Erklärung, was genau die Ten Geste bedeuten soll."
Nun wird Tye nachdenklicher.
"Das... das kann ich nicht sagen. Ich habe eine Erklärung geliefert, damals als ich Probleme mit Chris Colen hatte. Glaubt diese oder nicht. Mir egal. Mehr werdet Ihr aus diesem Thema nicht aus mir herausbekommen."
Tye will sich schon vom Interviewset entfernen, da stößt TJ Perkins zum Duo hinzu. Mit beschwichtigender Handgeste nähert er sich Dillinger:
„Keine Angst, ich werde dich nicht weiter provozieren. Es gibt Momente, da gehen die Gefühle mit jemandem durch, und wenn es dir so wichtig ist, dass niemand erfährt, was hinter deiner Geste steckt, dann werde ich das respektieren und dich nicht weiter damit aufziehen. Doch ich glaube mit einer Entschuldigung alleine ist es nicht getan, wie wäre es also mit folgendem Vorschlag? Ignition 71, du und ich gegeneinander, ein sportlicher Wettstreit, um unsere Differenzen aus der Welt zu räumen!“
Er hält Tye die Hand hin. Dieser antwortet:
„Das klingt doch nach einer hervorragenden Idee, Deal!“,
statt aber den Handshake zu akzeptieren, zeigt er stattdessen seine berühmte Geste und verlässt das Set, während TJ ihm nachdenklich hinterherschaut.

Einblendung: Giller & Co, Wien. Wir sind zurück in einem fantastisch aussehenden Barbierladen, ein ähnlicher wie der aus der letzten Show, in dem zuletzt Brutus Beefcake eine klare Ansage an all die Sportler gemacht hat, die nach Ruhm, Ehre und Bewunderung streben, aber dabei ihre Vorbildfunktionen vernachlässigen. Wieder sitzt er auf einem 50er-Jahre-Stühle, doch diesmal ist kein Barbier in der Nähe. Er schaut auf ein Tablet in seiner Hand und langsam schüttelt er den Kopf. Aus dem kleinen Lautsprecher knarrt eine Melodie, die wir heute in der Show schon mal gehört haben. Aber so direkt zu erkennen ist sie nicht...
„Unrat. Parasiten. Das N-Wort.“
Beefcake blickt in den Spiegel und schüttelt weiter den Kopf.
„Ich habe ja sehr gehofft, dass wir 2018 schon weiter sind. Aber ein paar Ewiggestrige schaffen es immer noch, in die Hirne und Herzen der Fans zu kommen. Es ist wirklich unglaublich, ich meine – hey, hier beschwört jemand Gewalt und Hass, er ist einfach nur das größte Arschloch unter Gottes heller Sonne, und dann jubeln ihm auch noch Leute zu? Was ist da nur los? Anstand, Moral, Sitte – Fremdwörter für dieses egoistische Stück Kuhmist!“
Er steht auf und greift sich sein Lieblingsspielzeug, seine Heckenschere vom benachbarten Tisch und schnippt ein paar Scheiben Luft. Dann legt er diese wieder beiseite und nimmt sich das Tablet erneut. Er hält inne und wirft wieder einen Blick auf das Video. Erneut erklingt das Lied, und jetzt gleich fällt es uns ein, zu wem das gehört.
„Ich kann da nicht länger tatenlos rumsitzen und darauf warten, dass irgendjemand diesen braunen Sack von Person aus dem Weg räumt. Dieser Irgendjemand muss ich sein.“
Beefcake ist entschlossen.
„Von Amerikaner zu Amerikaner. Von Yankee zu Redneck. Hier muss dringend ein Meinungsaustausch stattfinden, und zwar als Einbahnstraße. Er kommt mit seiner Meinung zu mir in den Ring und kommt mit meiner Meinung und einem neuen Haarschnitt aus dem Ring heraus! Also, Briscoe, wasch dir schon mal die Haare, ich komme dich jetzt mal besuchen!“
Und während Beefcake nach draußen stapft, sehen wir auf dem Tablet die letzte Szene des Auftrittes von Jay Briscoe und hören erneut die Melodie, die sich als Briscoes Theme herausstellt.

Ein kühler Eisbeutel liegt im Nacken von Nanook, der sich im Locker Room von Hulk Hogan auf dem Sofa niedergelassen hat. Der Hulkster sitzt auf einem benachbarten Hocker und betrachtet die Wunden seines Mitstreiters skeptisch:
„Ich hätte es wissen müssen. Ich hätte warten müssen bis wir zusammen einen Plan aushecken hätten können. Ich hätte die Subversion nicht alleine konfrontieren sollen.“
Hogan wirft eine Wasserflasche in die Ecke des Raumes:
„Aber ich bin zur Zeit so ein Hitzkopf. Ich konnte nicht abwarten. Ich bin wie besessen davon, die Subversion zu bekämpfen. Ich hatte mich nicht im Griff. Deine Verletzungen wären zu vermeiden gewesen. Sorry, Brother.“
"Ist in Ordnung, Innugati. Deswegen hattest du mich ja eingeladen. Für den Kampf gegen die Subversion. Und wir haben sie einmal mehr in die Flucht geschlagen."
„Ja, ich weiß. Aber du kennst mich. Eigentlich bin für meine psychologische Kriegsführung bekannt. Für meine Pläne. Für meine…“
Mit einem Augenzwinkern ergänzt Nanook:
„Intrigen?“
„Wenn es eine Intrige braucht um die Subversion zu stoppen, gerne auch das. Aber wir können das auch so schaffen. Ich habe Sandow bei der Survivor Series gepinnt. Bei der Anniversary Show haben wir den Sieg für Team ECW geholt. Ich hatte doch letztens den Termin bei Boardie und dem Obvious. Wir haben eine Abmachung getroffen. Du und ich dürfen einmal mehr Seite an Seite gegen die Subversion antreten. Allerdings nicht bei Ignition. Auch nicht bei ECW. Sondern im Main Event der ersten Ausgabe der neuen Show SAW Outlook.“
Nanook scheint begeistert.
"Super, Hulk! Wir werden ihnen ein für allemal zeigen, dass sie sich nicht mit dir anlegen sollten."
Die beiden schütteln Hände und wir schalten weiter.

Singles Match:
Adam Cole vs. Gunner
Sieger via Pinfall: Gunner nach der Nuclear Bomb

Zum zweiten Mal an diesem Abend ertönt das Theme von Gunner, denn dieser hat soeben Adam Cole besiegt. Der Söldner verlässt auch umgehend den Ring und zurück in diesem bleibt Gunner, der einfach in der Ringmitte sitzenbleibt, während ihm ein Mikro gereicht wird:
„Immerhin habe ich noch einen Abschiedssieg geschafft… Bevor ich aber gleich zum letzten Mal diese Rampe entlanglaufe, möchte ich gerne einigen Leuten danken. Darunter auch viele, mit denen ich Probleme hatte, aber die es trotzdem verdient haben. Danke an Dolph Ziggler, der mich überhaupt erst zu SAW gebracht hat. Danke an Chris Hero, mit dem ich als Street King verdammt viel Spaß hatte. Danke an Zack Sabre Jr., von dem ich erstaunlicherweise wirklich manches gelernt habe. Danke an alle General Manager, unter deren Leitung ich agieren durfte, für ihr Vertrauen. Und ganz besonders ein Danke an euch, die Fans, ohne die ich sehr wahrscheinlich schon viel früher aufgegeben hätte. Also, macht es gut. Das hier ist kein Abschied, nur ein Auf Wiedersehen.“
Womit Gunner das Mikro sanft auf die Matte legt und sich, unter dem Applaus der Leute, auf dem Weg aus der Halle macht. Oben auf der Bühne dreht er sich noch ein letztes Mal um, winkt kräftig, und verschwindet dann endgültig backstage.

In einem der Umkleideräumen des Ernst-Happel-Stadions erkennen wir die Wyatt Family, die offenbar gerade eine Art Kriegsrat abhalten. Bray scheint seine Männer auf die nächsten Schritte vorzubereiten.
"Männer, wir wissen das CJ Parker hier ist. Sein Wagen steht im Parking Lot. Aber..."
Das Aber betont Bray außerordentlich deutlich.
"...ihr habt gleich ein Match. Natürlich steht es außer Frage, das ihr dieses Match gewinnen müsst. Kommt danach ohne weitere Umwege zum Parking Lot. Wir erwischen Parker wenn er dieses Stadion verlassen will!"
Harper nickt und Rowan schnappt sich seine Maske, die er sich aufsetzt ehe beide den Raum gemeinsam verlassen. Ein paar Momente vergehen, bis plötzlich die Türe aufgestoßen wird und ein entschlossener CJ Parker im Türrahmen steht. Bray Wyatt scheint nicht überrascht, da er bereits mit weit ausgebreiteten Armen vor seinem Rivalen kniet.
"Da bist du endlich! Ich wette, du hast den ganzen Laden nach uns abgesucht und warst immer darauf vorbereitet hinter jeder Ecke meine Familie zu erblicken, nicht wahr?"
Wyatt steht auf und lässt seine Fingerknöchel knacken.
"Dabei war ich die ganze Zeit über hier und habe auf dich gewartet. Ich bin nicht gerannt, Parker. Ich habe dich jetzt genau da, wo ich dich haben will..."
Parker bindet seine Dreads zusammen, während Gandhi mit einem Satz in seiner Haarpracht Schutz sucht.
„Die Zeit der Worte ist vorbei, Bray. Alles wurde gesagt. Jetzt zählen nur noch Taten.“
Mit diesen Worten stürmen beide aufeinander zu und beginnen sogleich mit einem heftigen Schlagabtausch. Die kleine Umkleide gleicht schon bald einem wahren Schlachtfeld, doch keiner steckt zurück. Schließlich rammt Parker Wyatt durch die Tür hinaus auf den Gang, wo die Schlägerei fortgesetzt wird. Da wir im Hintergrund bereits eine Musik einsetzen hören, muss die Regie aber wohl oder übel in die Halle schalten während bereits die ersten Personen versuchen Parker und Wyatt voneinander zu trennen.

Die Regie schaltet in den Ringbereich des Ernst-Happel-Stadions, wo es sich bei der Musik um das Theme von Ultimo Guerrero handelt. Jener betritt dann auch die Halle und begibt sich, gefolgt von Andre the Giant, in den Ring, wo er sich zwei Mikros reichen lässt. Eines davon hält er Andre hin, doch dieser lehnt mit einer Handbewegung ab, weshalb der Mexikaner das Mikro einfach auf die Matte legt. Guerrero spricht:
"Sehr geehrte Damen, sehr verehrte Frauen, und was auch immer ihr Kreaturen im Publikum darstellen sollt, ich möchte Ihnen allen gerne jemand ganz Besonderes vorstellen. Einen Mann, dessen Potenzial sich mit unseren menschlichen Skalen nicht erfassen lässt. Einen Mann, der letzte Show den glorreichsten Moment seiner kompletten Existenz erlebt hat."
Andre verdreht kurz die Augen, was Ultimo aber nicht am Reden hindert.
"Einen Mann, der unter meiner Leitung das Ignition-Roster in der Luft zerreißen wird. Ach, was rede ich da? Mit der einen Hand zerlegt er Ignition, mit der Anderen zeitgleich ECW. Einen Mann, der letzte Show die absolut richtige Entscheidung getroffen hat. Einen Mann, der seine alten Sklavenhalter abgeschoben hat. Einen Mann, der vollkommen zurecht als das achte Weltwunder bezeichnet wird. Okay, streng genommen ist er das neunte Weltwunder, da ich älter bin als er, aber wen schert die Semantik? Also, bitte erheben Sie alle sich von Ihren Sitzen und zollen
Sie ihm Ihre Anerkennung. Ich präsentiere..."
Gut dreißig Sekunden dramatische Pause.
"...Andre the Giant!!!"
Sofort beginnt Guerrero, wie wild zu klatschen und vereinzelt stimmen Zuschauer mit ein, als Ultimo dem 2,16-Wrestler gegen das Schienbein tritt, um ihn danach anzuherrschen:
"Los, heb die Arme. Die Leute sollen dich auch sehen können."
Widerwillig tut Andre wie ihm geheißen, während Guerrero noch mehr Worte
loswerden will:
"Und jetzt, jetzt wird es Zeit für eine Machtdemonstration. Zeit für eine offene Herausforderung. Egal, ob zwei, drei oder noch mehr Personen, sie alle werden uns unterlegen sein. Nicht wahr, Andre?"
Bevor der Franzose jedoch reagieren kann, dröhnt bereits eine bekannte Musik aus den Boxen, während Erick Rowan & Luke Harper im Einzugsbereich auftauchen. Langsam bewegen sie sich auf den Ring zu und wollen gerade in diesen steigen, als Ultimo Guerrero in Höchstgeschwindigkeit aus diesem flüchtet, mitten ins Publikum hinein. Eine Tatsache, auf die sowohl die Wyatt Family als auch Andre mit Kopfschütteln reagieren, bevor Harper und Rowan die mittlerweile zwei Mikros, die auf der Matte liegen, an sich nehmen. Rowan nutzt seines zuerst, während er dem achten Weltwunder geradewegs in die Augen starrt:
"Achtes Weltwunder, ja? "
Rowan scheint beeindruckt, es geschieht nicht oft das er zu jemandem wirklich aufblicken muss.
"Du solltest in Zukunft besser aufpassen, was dein neuer Skla..., ich meine natürlich Freund zu sagen hat..."
Harper beobachtet derweil Ultimo:
"Worte mögen nur Worte sein, aber auch diese können oftmals unschöne Konsequenzen haben."
Rowan nickt seinem Partner anerkennend zu.
"Und jetzt geh...eure Herausforderung fällt für heute aus. Wir haben bereits ein Match..."
Ganz offensichtlich ein gutes Stichwort, denn während Andre tatsächlich den Ring verlässt, ist der Daft Drunk-Song zu vernehmen und die Zwei beginnen ihren Einzug, während wir sie einige Worte schreien hören:
"Ey, Harpune, Römer, bereit, ein zweites Mal zu verlieren?"
Diese Worte scheinen Harper und Rowan nur noch mehr zu motivieren und so kann das Match auch gleich beginnen.

Tag Team Match:
Daft Drunk vs. Wyatt Family
Sieger via Pinfall: Daft Drunk nach On the Rocks von Buddy Murphy gegen Erick Rowan

Kaum ist die Ringglocke ertönt wird auch wieder hinter die Kulissen gegeben, wo wir immer noch sehen können wir der SAW World Heavyweight Champion seinen Nemesis durch den Untergrund des Ernst-Happel-Stadions prügelt. Um die beiden ist bereits eine relativ große Menschentraube, die jedoch nicht wirklich Kontrolle über die beiden bekommt. Immer wieder müssen die umstehenden Personen Gegenständen wie Stühlen, Schildern oder weiterem technischen Equipment ausweichen und so kommen Parker und Wyatt ohne wirkliche Unterbrechungen in den Bereich des Parking Lot. Dort wird es aufgrund der niedrigen Deckenhöhe schlagartig lauter. Schmerzensschreie, schallende Stuhlschläge oder stumpfes Klatschen von Schlägen sind sehr deutlich zu hören. Sowohl Parker als auch Wyatt sind beide schwer gezeichnet, aber keiner von beiden steckt auch nur ansatzweise zurück.
Auf einmal sehen wir, wie die umstehenden Beteiligten von Parker und Wyatt ablassen und sich im Parking Lot verteilen. Der Grund ist schnell erkennbar, Harper und Rowan haben sich wie von Wyatt gefordert umgehend auf den Weg in den Parking Lot gemacht und sorgen dafür, dass beide schnell an die beiden Streithähne herankommen. Gandhi quiekt aufgeregt aus der Haarpracht, so dass Parker die Gefahr rechtzeitig ankommen sieht. Er befreit sich aus dem Griff Bray Wyatts und stößt ihn von sich. Mit ein paar Sätzen springt Parker in seinen VW-Bus.
„Zeit für einen taktischen Rückzug.“
Der Elektromotor springt an und Parker heizt davon, der Übermacht der Wyatt Family sieht er sich dann doch nicht gewachsen. Wyatt fällt erschöpft auf die Knie und blickt voller Wut seinem Widersacher hinterher.
"Die Schlacht mag zwar vorbei sein, aber der Krieg noch lange nicht!"
Harper und Rowan heben ihren Anführer danach mit vereinten Kräften wieder auf seine Beine und die Regie schaltet zurück.

Gerade erst haben wir sie im Ring gesehen und jetzt fängt die Kamera bereits wieder Daft Drunk, Wesley Blake sowie Buddy Murphy, ein, die zurück durch den Vorhang gelaufen kommen. Sofort macht Murphy auch seinen Mund auf, schließt diesen aber ohne ein einziges Wort wieder, denn die Beiden blicken in zwei wütend dreinblickende Augen: Shane Strickland blockiert ihren Weg. Weshalb Daft Drunk auch direkt in die andere Gangrichtung davongehen wollen, dieses Mal aber einer Person mit neutralem Gesichtausdruck gegenüberstehen, denn hinter ist Aleister Black aufgetaucht. Ein verzweifeltes Umblicken später soll der Rückzug durch den Vorhang erfolgen, doch hinter diesem tauchen plötzlich Will Ospreay und Apollo Crews auf, die letzte Fluchtmöglichkeit von Daft Drunk ist ebenfalls abgeschnitten worden. Blake versucht, cool zu bleiben, blöderweise verrät seine gebrochene Stimme ihn allerdings:
"Wa.. was... was wollt ihr?"
Strickland antwortet:
"Euch. Also ich und er..."
Ein Fingerzeig auf Ospreay.
"..., wir wollen euch. Also im Ring. Die beiden Satanisten wollen nur eure Drogen. Also nicht wirklich wollen, um sie zu nehmen. Eher zum Zerstören und so. Auf jeden Fall haben wir gemeinsame Ziele."
 Black übernimmt:
"Korrekt. Also tut wie euch geheißen. Sonst werden wir euch dazu bringen."
Blake wirkt schockiert und baut sich mehr oder weniger vor Black auf:
"War das gerade eine Drohung? War es? Hä, hä? Antworte mir!"
Womit Wesley tatsächlich eine Atempause einlegt, doch bevor Aleister jetzt wirklich reagieren kann, schubst ihn Murphy zu Boden:
"Das wirst du beim Royal Rumble bereuen. Und bring den Schwarzen mit, der sieht lustig aus."
Sofort schaltet Will sich ein:
"Wie bitte? Falsche Gegner!"
Überrascht drehen Daft Drunk sich zu ihm um:
"Ach, ihr. Ihr nervt einfach nur. Und besiegt haben wir euch ebenfalls schon."
"Also so halb zumindest. Reicht aber auch. Jetzt Girl bye und so."
Worte, nach denen Blake und Murphy einfach Strickland und Ospreay ansatzlos in die Kronjuwelen treten, um davongehen zu können. Zurück bleiben die angepisst wirkenden Funky Monkeys und Apollo Crews, der Aleister Black auf die Beine hilft. Als Black wieder steht, tippt ihm und Crews jemand auf die Schulter. Es ist Christian, der ernst dreinblickt. Ohne auf eine Reaktion zu warten beginnt er.
"Apollo, Tommy, ich meine, Aleister. Ich weiß, ihr habt gerade eure eigenen Probleme, aber hört mich an. Ihr müsst doch auch bemerkt haben, dass es mit der Subversion aktuell nicht wirklich weiter geht, oder? Wart ihr nicht auch überrascht, als Sandow euch Nakamura vorgestellt hat? Und kommt es euch nicht komisch vor, dass seit meinem Abgang die Zusammenarbeit in der Subversion komplett zurück ging? Das ist nicht die Subversion die wir kennen, Leute. Und das könnt ihr doch nicht gutheißen. Sandow, so genial er ist, ist blind geworden. Er vertraut Joe und Nakamura zu sehr. Die beiden haben mich ausgebootet und jetzt nutzen sie ihn, um nach oben zu kommen. Ihr werdet ebenso früher oder später rausgeschmissen wie ich. Aber das dürfen wir nicht zulassen, das könnt ihr nicht zulassen. Ich kann euch helfen. Bringt mich wieder ins Spiel Leute, kämpft an meiner Seite um Joe und Nakamura endgültig loszuwerden und die Subversion zu retten. Seid ihr dabei?"
Er streckt seine Faust nach vorne zum Zeichen der Zusammenarbeit und blickt die beiden ernst, aber erwartungsvoll, an. Apollo blickt zu Black. Der betrachtet eine Zeit lang Christians Faust, holt kurz Luft, schüttelt dann den Kopf, schenkt Christian einen abwertenden Blick und schreitet von dannen. Apollo schüttelt ebenfalls den Kopf und folgt seinem Mentor und die beiden lassen einen ziemlich überraschten Christian zurück, der diese Reaktion wohl nicht erwartet hat.

Nach einer Pause sehen wir nun Braun Strowman im Ring. Er ist mit einem Mikrofon bewaffnet und wendet sich an das Publikum.
„Eigentlich wollte ich in dieser Show die Gelegenheit für eine Ankündigung nutzen, doch nachdem Richochet die letzte Show genutzt hat, um mich zu belästigen, muss ich mich zunächst darum kümmern. Richochet, auch wenn du glaubst, dein Reichtum legitimiert dein Verhalten, so irrst du dich gewaltig. Das Auto…zugegeben, es war neu und hatte eine Sonderausstattung, und dass du es so nachhaltig beschädigt hast, dass ich den Wagen nur noch verschrotten lassen konnte…natürlich ärgert mich das. Aber viel mehr ärgert es mich, dass dein Verhalten nicht darauf beruht, dass du dich von den geltenden Konventionen befreit hast. Nein, im Gegenteil. Du nutzt deinen Reichtum, um die existierenden Konventionen ignorieren zu können. Das macht dich nicht frei, sondern nur zu einem Sklaven deines Geldes. Und dafür, und für deine Taten, musst du bestraft werden. Richochet, komm in den Ring und lass uns kämpfen, genau jetzt, genau hier!“
Das Theme von Richochet ertönt, und dieser erscheint auf der Entrancerampe. Auch er hat ein Mikrofon dabei.
„Hallo, Bully Strowman! Wie fühlt sich das an, wenn man mit den eigenen Waffen geschlagen wird? Und jetzt willst du gegen mich kämpfen? Du hast mich doch schon besiegt, Braun. Und doch stehe ich noch hier. Der beste Wrestler der Welt. Das reichste Cruiserweight der Welt. Und jemand, der Bullys wie dir einfach die kalte Schulter zeigt. Weil ich es kann. Und mit so jemandem kommst du nicht zurecht, Bully Strowman!“
Strowman nickt finster.
„Ich verstehe. Trotz deines Reichtums, trotz allem, was du hast, treibt dich nur die Gier nach noch mehr an. Aber wenn du meinst. Ich wollte eigentlich verkünden, dass ich am Royal Rumble-Match teilnehme, aber jetzt bin ich bereit, meine Teilnahme aufs Spiel zu setzen, wenn ich dich dafür in die Hände bekomme. Was meinst du, Richochet? Wäre das nicht was für dich? Innerhalb eines Jahres von NXT in den Main Event von Wrestlemania? Wäre das nicht was für dich?“
Richochet scheint tatsächlich der Ehrgeiz zu packen. Er überlegt kurz, dann antwortet er.
„Also du und ich, bei der nächsten Show in einem Rematch? Und wenn ich gewinne, dann bekomme ich deinen Platz im Rumble? Verlockend… na gut, ich nehme das Match an! Aber… nur weil ich dir damit deine Grenzen aufzeigen kann! Ja!“
Richochet grinst Strowman hämisch an, während der Silver-Tongued Seducer den Blick finster erwidert. Das Theme von Richochet ertönt, und mit Bildern des Staredowns geht es nun backstage.

Aus den Boxen des Ernst-Happel-Stadions ertönt „Overcome“ von Terror und folgerichtig bahnt sich Seth Rollins seinen Weg in Richtung Seilgeviert. Dort angekommen lässt er sich ein Mikro reichen:
„Damen und Herren, hier im Ernst-Wappler-Stadion – mein Name ist Seth Rollins. Falls ihr Hinterwäldler das noch nicht mitbekommen habt.“
Er grinst:
„Ich bin einer der bedeutendsten Wrestler hier bei Ignition. Ich habe Drake Younger seinerzeit zu einem angstzerfressenen Häufchen Elend getreten. Habe Bret Hart beseitigt. Mick Foley in den Vorruhestand geschickt. Das Hardcorewrestling begraben. Ich habe den Raben zu Fall gebracht und klar im Ring besiegt. Die Liste meine Errungenschaften ist lang. Doch es gibt zwei tiefschwarze Flecken auf meiner weißen Weste des Erfolges. Der Erste ist CJ Parker. Der Schänder des Namens meiner Königin Zarah, der mit dem goldenen Gürtel an der Spitze steht und über allem thront. Alleine der Gedanke daran frisst mich zu jedem Zeitpunkt von innen heraus auf. Doch durch den Gürtel um seine Schultern komme ich derzeit nicht an ihn heran. Doch ich werde; Und ich werde ihn besiegen und mir somit endlich den SAW World Heavyweight Title sichern. Bei dieser Mission fungiert der Royal Rumble als guter Startpunkt. Mein Weg zu WrestleMania beginnt dort. Er ist vom Schicksal vorgezeichnet. Der Sieg im Royal Rumble Match wird mich einmal mehr mit Parker in den Krieg führen und mich so letztlich an mein ultimatives Ziel führen.“
Seth wird nun erster:
„Doch vorher kümmere ich mich um den zweiten schwarzen Fleck, der mich seit dem King of the Ring immer wieder in meinen Träumen heimsucht. Die vernichtende Niederlage gegen Zack Sabre Jr. Die schnellste Niederlage meiner Karriere. Die Schmach. Die Blamage. Sabre ist nicht der stärkste Mann hier im Roster, nicht der Größte, nicht der Flinkste. Ich bin ihm in allen Belangen weit überlegen. Aber er ist ein Denker. Ein knallharter Analytiker. Er kann Gegner binnen Sekunden durchschauen und sobald man einen Fehler macht, kann er wie ein kleiner Pitbull zubeißen und das Match zu seinen Gunsten entscheiden. Eine kleine Unachtsamkeit von mir hat gereicht um in knapp einer Minute aus dem King of the Ring Turnier auszuscheiden. Bei der Anniversary Show hat Sabre diesen Fakt in aller Öffentlichkeit Revue passieren lassen, als er über sein erfolgreiches Jahr 2017 sprach.“
Rollins Miene verfinstert sich nun vollends, während er direkt in die Kamera spricht:
„Sabre, 2018 wird für dich nicht so erfolgreich werden. Ganz im Gegenteil. Ich werde dich erniedrigen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Die Attacke vom letzten Ignition war nur der Anfang. Ich möchte dir hier im Ring gegenübertreten und dich auf deinem Terrain der Lächerlichkeit preisgeben. Dich blamieren. Dich zu einem leblosen Zellhaufen treten.“
Bevor Rollins seinem Hass weiter Worte verleihen kann wird er von der Theme der Villains by Nature unterbrochen. Sowohl Axel Dieter als auch Marty Scurll haben eine ernste Miene aufgelegt und Scurll ergreift das Wort.
"Wenn du auch nur ein im Ansatz so bedeutender Wrestler wärst wie du selbst behauptest, hättest du dich da überhaupt vorstellen müssen, Rollins?"
Axel lacht darauf hin los, aber Scurll fährt fort.
"Ich meine, vielleicht hast du ja irgendwo recht. Deine Errungenschaften sind beispiellos, einen gebrochenen Mann zertreten. Einen anderen gebrochenen Mann zertreten, dann einen anderen gebrochenen Mann in den Ruhestand geschickt. Ich kenne kaum größere Arschlöcher hier und ich kenne Zack..."
Scurll zuckt mit den Schultern während die Fans im Stadion raunen. Axel Dieter zückt derweil ebenfalls ein Mikrofon.
"Und wo wir gerade bei Zack Sabre Junior sind. The One lässt sich diese Woche notgedrungen von uns vertreten, aber wie du sicher weißt sind Pitbulls Rudeltiere!"
Beide gehen daraufhin zielstrebig die Entrancerampe hinunter und fixieren Seth Rollins dabei, vergessen jedoch ihre Umgebung zu beobachten. Dies rächt sich sofort, denn von der Seite der Rampe baut sich der Bullet Club im Hintergrund auf und stürmt anschließend auf die Villains zu und attackiert diese kurz vor dem Ring. Ein paar Schläge von Bálor in den Rücken und schon muss Scurll in die Ringabsperrung. Axel Dieter wird von Chris Jericho mit Anlauf in die Ringtreppe befördert, die unter einem dumpfen Knall nachgibt. Im Ring steht Seth Rollins derweil amüsiert und beobachtet das Treiben während sich der Bullet Club zufrieden nach getaner Arbeit wieder zurückzieht. Dann spricht Rollins noch ein paar Worte:
„Sabre, eigentlich wollte ich dir erst im Main Event gegen Samoa Joe eine Nachricht zukommen lassen…aber manchmal kommen Gelegenheiten eben schneller als man denkt…“
Danach rollt Seth aus dem Ring. Dort blickt er auf Axel Dieter, der noch an der unteren Stufe der Ringtreppe lehnt während Scurll mit dem Gesicht nach unten neben dem Ring liegt und somit direkt vor den Füßen Rollins.
"Scurll...wie recht du mit dem „Arschloch“ doch hast. Bestell Sabre Grüße von mir...wenn du kannst!"
Danach reißt der ehemalige Tyler Black Scurll auf alle Viere nur um ihn danach mit dem Curb Stomp schmerzvoll ins Land der Träume zu schicken. Zufrieden marschiert Rollins daraufhin wieder zurück ins Seilgeviert während die Sanitäter zum Ring stürmen und sich um die Villains und vor allem um Marty Scurll kümmern. Nach einer Werbepause ist es dann Zeit für den Main Event.

Main Event
Singles Match:

Samoa Joe vs. Seth Rollins
Sieger via Pinfall: Seth Rollins nach dem Curb Stomp

Mitternacht. Grau und düster ziehen Wolkenschwaden am Vollmond vorbei, der den Nachthimmel erhellt. Dies sehen wir durch ein Fenster, auf dessen anderer Seite Heimo Ukonselka in einem Stuhl sitzend über seiner Ausgabe der Edda brütet.
"Balder... Loki... ich muss verstehen... Balder... Loki... ich..."
Ein leises Klopfen reißt ihn aus seinen Gedanken. Sein Blick wandert zur Tür.
"Wer kommt um diese Zeit...?"
Heimo starrt gedankenverloren die Türe an. Dann besinnt er sich, steht auf und geht, um zu öffnen. Als er die Tür öffnet, findet er nichts, als das Dunkel der Nacht. Heimo hält inne.
"Balder?"
Eine Weile steht Heimo dort und starrt in die Nacht. Als keine Antwort erfolgt, schließt er die Tür. Genau in diesem Moment ertönt das Klopfen erneut, diesmal etwas lauter. Heimos Blick wendet sich dem Fester zu.
"Da kommt es her!"
Schnell öffnet er das Fenster. Der aufkommende Windzug blättert einmal durch die Edda und durch das Fenster flattert, mit einem lauten Krächzen, ein Rabe in den Raum und landet direkt neben dem Buch. Sichtlich irritiert betrachtet der Finne den Raben.
"Loki?"
Langsam nähert sich Heimo, doch der Vogel flattert hoch auf einen Absatz über der Tür, von wo er auf den Finnen herab sieht. Düster blickt Heimo zum Raben hinauf:
"Wer bist du? Wanderer durch Notts Gefilde, sprich, deinen Namen, bittesehr..."
Spach der Rabe:
"Nimmermehr."
Wütend funkelt der Finne den Raben an.
"Loki! Habe ich nicht genug der düsteren Schwingen ausgemerzt? Wann wird er selbst erscheinen? Schick mir sofort Raven her!"
Sprach der Rabe:
"Nimmermehr."
Sichtlich frustriert fährt sich Heimo mit einer Hand durchs Gesicht und brüllt in Richtung des Raben:
"Was willst du dann hier? Heb die dunklen Schwingen, komm nie wieder her!"
Sprach der Rabe:
"Nimmermehr!"
Und der Rabe er fliegt nimmer, sitzt noch immer, sitzt noch immer, auf dem Absatz über Heimos Türsims, wie vorher.
In den bösen Blick verwoben eines Dämons Träume toben, doch...
... langsam verschwimmt das Bild vor unsren Augen und wird schließlich dunkel.

Match des Tages: Andre the Giant vs. Christian
Mann des Tages: Seth Rollins
Enttäuschung des Tages: Stardust
Überraschung des Tages: Cross-Brand Main Event beim Outlook-Debüt!
Aktion des Tages: Drake's Landing gegen Earthquake

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