Ignition #73 „Das war ein scheiß Plan, Itami!”

Ignition #73 „Das war ein scheiß Plan, Itami!”
aus dem National Sports Stadium in Harare, Simbabwe
12. März 2018
Kommentatoren: Delta Romeo & Mattitude Follower

Bunte Farben und schwer einzuordnende Formen begrüßen den Zuschauer. Langsam beginnen sich die dargestellten Gestalten zu bewegen und auch zu sprechen. Eine der Stimmen lässt sich leicht Delta Romeo zuordnen:
"Es ist mir eine Ehre, dass so ein großer und bekannter Künstler wie Sie, Herr Victor Mavedzenge, uns dieses Intro sponsert. Was für ein tolles Zeichen eines Weltbürgers für ein weltweites Phänomen wie Simulated Action Wrestling."
Die zweite Figur, wohl der Künstler, antwortet:
"Auch mir ist es eine Ehre, dass Sie mit ihrer Show in meine Heimat Simbabwe kommen und wir so gemeinsam ein Zeichen für den Neuanfang des Landes nach den schweren politischen Erschütterungen durch den überfälligen Rücktritt Mugabes setzen können. Für eine neue Welt ohne Hass und Faschismus. Gewalt gehört zwischen die Seile und nicht außerhalb der Arena. Was bieten Sie meiner Heimat also heute?"
"Oh, wo soll ich da anfangen? Wir haben …"
Weiter kommt Delta Romeo nicht, gesellt sich doch eine weitere abstrakte Figur in das bewegte Gemälde. Die Farbgebung macht die Erkennung als Stardust recht einfach:
"Was? Wie? Warum? Wo bin ich denn hier gelandet? Ich wollte doch nach Harare, um meinen Titel zu verteidigen. Was ist das für ein verrücktes Universum? Irgendwas stimmt mit meiner Tardis nicht? Wie komme ich hier wieder fort?"
Delta nimmt sich dem Champion an:
"Keine Sorge, alles ist so, wie es sein sollte. Es ist nur …"
Doch Stardust wird panisch:
"Oh mein Gott, ich habe kaum eine konkrete Form. Wie soll ich so erfolgreich meinen Titel verteidigen? Ich weiß ja gar nicht, wo ich anfange, meine Gegner aufhören und wo sich genau der Ring befinden soll. Das fühlt sich alles wie ein Trip der Travellers an. Das versteht doch wieder keiner und ich bekomme böse Kommentare."
"Aber das ist doch nur das Intro!"
In seiner Panik hört Stardust jedoch gar nicht richtig zu. Wild beginnt er von innen die Leinwand zu malträtieren. Farbe beginnt zu bröckeln, Risse bilden sich. Delta und der Künstler Victor versuchen, den Champion aufzuhalten, doch sind sie den Kräften des Wrestlers nicht gewachsen. Der Rahmen bricht, das Gemälde löst sich endgültig samt seiner Protagonisten in Fetzen auf. Nur die Stimme Stardusts ist noch zu vernehmen:
"Wo ist IGNITION #73?!"

TJP macht sich grinsend auf den Weg zum Ring als ihm sein heutiger Gegner, Emil Sitoci, plötzlich auf halber Strecke entgegenkommt.
"Hey, Hi TJ!"
TJP blickt irritiert zum Niederländer, der sich selbstbewusst vor ihm aufbaut und ihm die Hand entgegenstreckt.
"Emil Sitoci, wir hatten bisher noch nicht das Vergnügen!"
TJP nimmt den Handshake nur zögerlich an.
"Keine Panik, ich attackier dich nicht. Wollte mich bloß vorstellen und dir gleich viel Erfolg wünschen. Möge der Bessere gewinnen!"
TJP blickt sich um, kann aber niemand sonst in der Nähe sehen.
"Ich bin froh um jede Minute, die ich aktuell im Ring verbringen kann. Ich geb dir mein Wort. Ich finde deinen Stil beeindruckend. Diese Agilität, diese Inspiration deiner Aktionen aus Videospielen. Ich freu mich auf unser Match!"
Damit löst Sitoci den Handshake auch schon und lässt einen weiter verwirrten TJP zurück, während wir im Hintergrund Roman Reigns sehen. Dieser schüttelt angewidert den Kopf und wir geben in die Halle.

Hinter den Kulissen treffen die Prime Time Players gerade in ihrer Umkleidekabine ein. Nachdem beide ihre edlen Koffer abgestellt haben, fällt der Blick von Shelton Benjamin auf einen Brief, der mitten auf dem Tisch liegt. Interessiert liest er:
"Eine Einladung. 'Für PTP'."
Er öffnet das Kuvert und überfliegt den Text kurz. Dann lacht er:
"Blabla ... möchten wir Sie beide gerne einladen ... blabla ... neuer Gucci Pop Up Store, der heute hier – ausgerechnet hier – im National Sports Stadium in Simbabwe eröffnet werden soll."
O'Neil ist verzückt:
"Ist das deren Ernst? Itami und Nakamura versuchen es nochmal? Auf dieselbe Art? Nachdem schon ihr letzter Hinterhalt so lächerlich verlaufen ist. Oh Mann, denen ist echt nicht mehr zu helfen."
Kopfschüttelnd zerreißt Benjamin die Einladung und wirft sie achtlos in den Mülleimer:
"Die können lange warten. Wir fallen doch nicht zwei Mal auf denselben Trick herein. Wenn sie wieder verdroschen werden wollen, sollen sie herkommen und das wie Männer klären."

Zwischen vielen Kisten, Koffern und vollgepackten Regalen schlendert Brutus Beefcake durch die Gänge. Er scheint guter Dinge, was kein Wunder ist, immerhin steht er überraschenderweise als einer der ersten Money in the Bank-Teilnehmer fest. Brutus schaut sich um, er scheint nach etwas Ausschau zu halten. Ihm läuft Tom Philipps über den Weg, der wohl auf dem Weg zu einem Interview ist.
„Hey Tom, sag mal, ist dir dieses Geräusch letztens auch aufgefallen?“
Tom schaut verwirrt und antwortet:
„Nein, wann?“
„Zum einen vor wenigen Tagen als wir mit ein paar Leuten im Trainingscenter waren. Da surrte irgendwas, aber das fiel uns irgendwie erst später auf. Und dann war das auch in der letzten Show zu hören, nur  habe ich das erst gemerkt, als ich mir gestern die Wiederholung angeschaut habe.“
„Nun, ich weiß nicht...“
„Doch, ich bin mir ganz sicher. Und ich hab auch so eine Ahnung...“
Im Hintergrund nähert sich Braun Strowman, der gestikuliert. Offensichtlich ist er der Gesprächspartner von Tom, und er wirkt ungeduldig, denn Tom wurde ja offensichtlich aufgehalten. Brutus Beefcake geht einen Schritt auf Braun zu.
„Braun Strowman! Wie schön, dich mal zu treffen, denn ich wollte dich
etwas fragen.“
Strowman wirkt aber ungehalten und schnaubt nur.
„Sag mal, ist dir eigentlich aufgefallen, dass wo immer du bist, ein seltsames Summen in der Luft liegt? Vorgestern, im Trainingscenter...“
„Summen? Möchtest du mir vielleicht ohne Umschweife erklären, was du
meinst?“
Beefcake schmunzelt.
„Nun, vielleicht dreht dein Motor etwas hochtourig...“
Brauns Gesicht macht deutlich, dass er diesen Spaß absolut nicht versteht und mit einem beherzten Schubser landet Brutus in einem der Regale an der Wand und wird unter herunterstürzenden Kisten und Kartons begraben. Strowman lacht dröhnend, doch Beefcake springt auf, packt Strowman an seinem Oberteil und wirft ihn mit erstaunlichem Schwung an einen benachbarten Stahlschrank, der eine exorbitante Beule bekommt und total verzogen wird. Die Türen springen völlig verbogen auf und gerade als beide Wrestler sich wieder an den Kragen gehen wollen, fällt ihnen auf, dass statt der üblichen Utensilien etwas gänzlich anderes aus dem Schrank gefallen ist. Durch den Sturz ist das Gerät offensichtlich deutlich beschädigt, aber auch ohne den abgebrochenen Rotor erkennt man eindeutig, dass es sich dabei um eine Drohne handelt. Strowman und Beefcake schauen sich erstaunt an und die Regie schaltet weiter.

Wir schalten in den Bereich kurz vor der Rampe. Dort wird ein schimpfender Jay Briscoe von Sicherheitsleuten daran gehindert, den Innenbereich zu betreten:
"Was soll diese Scheiße?! Seit Wochen wird mir verboten, hier in den Ring zu gehen und zu sagen, was mal gesagt werden muss. Nur, weil sich ein paar versiffte Gutmenschen davon auf dem Schlips getreten fühlen könnten. Diese Afrika ist ein einziges Scheißloch! Das muss man sagen dürfen! Das ist Meinungsfreiheit!"
Der Chef der Sicherheit erwidert:
"Tut mir leid, aber die Anweisungen sind da absolut eindeutig. Keine Promozeit für Jay Briscoe."
Im Hintergund sehen wir Tyson Kidd dazu kommen:
"Was ist denn hier los? Kann ich vielleicht helfen? Ich helfe immer gern."
Erzürnt wendet sich Briscoe von den Sicherheitsleuten ab und Kidd zu:
"Das ist hier widerlichste Zensur! Man verbietet mir den Mund!"
"Mhh, na ja, ich finde, du sagst manchmal aber auch echt gemeine Sachen."
"Was weißt du dann schon!? Du bist Kanadier! Meinungsfreiheit muss weh tun! Einen muss es geben, der sagt, wie es ist! Dieses ganz SAW geht vor die Hunde! Wegen Pussies, die Leuten wie mir den Mund verbieten."
"Vielleicht kannst du ja auch ein bisschen freundlicher sein?"
"Ich kann dir auch mal ganz freundlich Fresse polieren. Meinungsfreiheit muss weh tun. Sonst wird dieser Platz hier nie wieder großartig und so siffige Gestalten wie Parker bleiben Champion, bis endgültig alles vor die Hunde gegangen ist."
"Ich mag Parker eigentlich. Der ist echt ein Vorbild."
"Du fällst also einfach auf diese ganze Systempropaganda von oben herein? Klar, konnte ich mir ja gleich denken, dass du so ein schwanzloser Ja-Sager bist. Kein Wunder, dass du gegen Aries versagt hast."
"Wie meinst du das mit Systempropaganda?"
Auf Briscoes Gesicht zeichnet sich ein Lächeln ab. Er legt den Arm um die Schultern von Kidd und beginnt ein Stück mit ihm zu gehen:
"Nun, vielleicht ist ja doch nicht alles verloren. Komm' mal mit, ich zeige dir ein paar sehr interessante Headbook- und Chirpper-Seiten. Wenn du ein bisschen Verstand hast, merkst du dann, was hier eigentlich gespielt wird."
Durchaus interessiert lässt Kidd sich von Briscoe mitnehmen.

Opener
Singles Match:

Emil Sitoci vs. TJ Perkins
Sieger via Pinfall: TJ Perkins nach dem Buster Sword

Die Ringglocke ertönt, aber die Musik wird abrupt unterbrochen. Schuld daran ist Roman Reigns, der sich bereits durch die Zuschauer seinen Weg zum Ring gebahnt hat und nun über die Absperrung gesprungen kommt. Schnell betritt er den Ring um Emil Sitoci zu konfrontieren. Dieser hebt zwar die Hände, wird aber direkt mit einigen Faustschlägen bearbeitet und taumelt in Richtung der Ringseile. Um den Raum zwischen den beiden zu verkürzen, setzt Reigns zu einem Zwischenschritt an und will den Superman Punch zeigen, aber Sitoci lässt sich geistesgegenwärtig auf die Matte fallen und rollt sich aus dem Ring raus. Sitoci deutet an, dass Reigns mehr Köpfchen beweisen muss um ihn zu erwischen, während Reigns auch ohne Mikrofon klar zu verstehen ist.
"Dich erwische ich noch!"
Sitoci grinst daraufhin und posiert noch ein wenig für die Damen im Publikum, die an der Entrancerampe hysterisch kreischen ehe er Reigns zuwinkt und sich auf den Rückweg macht.

Die aktuelle Produktbewerbungen sind vorbei und das Kamerabild fängt den Parkplatz der National Sports Stadium ein, denn dort hält sich aktuell ein maskierter Randalierer auf. Also mehr oder weniger, denn Kalisto hat frecher Weise auf der Motorhaube eines parkenden Autos Platz genommen, während er gerade ein weiteres Fahrzeug, einen klapperigen Altwagen, beim Einparken beobachtet. Kaum ist dieser Vorgang abgeschlossen, steigt auch bereits der Fahrer aus: Bobby Roode. Dieser schnappt sich seine Sporttasche vom Beifahrersitz und will sich in Richtung Eingang bewegen, als er plötzlich seine Stimme lautstark erhebt:
„Du!“
Gleichzeitig deutet er mit dem Finger auf Kalisto, eine beinahe anklagend wirkende Geste. Der Mexikaner erhebt sich von seinem Sitzplatz und will, während er auf Roode zugeht, reden, doch der Kanadier hindert ihn direkt daran:
„Spar dir deine Lügen!“
„Ich werde dich niemals angelogen haben!“
„Mehr Lügen! Du, diese Japaner, die angeblich verkaufte Firma, das ist doch alles ein abgekartertes Spiel.“
Mittlerweile befinden sich die Beiden ungefähr auf der gleichen Höhe und als Kalisto etwas erwidern will, rammt Bobby ihn hart mit der Schulter an, bevor er einfach weiterläuft:
„Lass mich in Ruhe. Oder du wirst es bereuen.“
Sofort will Kalisto Roode nachlaufen, doch dann bleibt er plötzlich stehen und murmelt einige Worte:
„Der wird sich schon wieder beruhigt haben.“

In einer kleinen Holzhütte neben dem National Sports Stadiums hat Rusev mit seiner Partnerin CJ Perry sein Quartier bezogen. Die amerikanische Grand Dame des Wrestling Business ist nicht zu gegen, doch Rusev scheint ohnehin völlig in seinen Gedanken versunken zu sein, weswegen ihr Fehlen ihn nicht stören dürfte.
„Ich sterbe noch vor Aufregung! Ich kämpfe gegen einen Unbekannten! Das hatte ich noch nie! In Russland kämpfte ich eh nur gegen Gus und hier wurde mir der Kampf gegen Yokozuna ebenfalls im Vorfeld angekündigt Auch beim Rumble konnte ich über den Monitor beobachten, auf wen ich treffen werde und wohl noch würde, aber jetzt? Es könnte jeder sein! Ein Schneller, ein Fetter, ein Starker und vielleicht jemand der all das zu gleich ist! Wird Earthquake mich gegen einen der Besten antreten lassen? Das wäre toll, doch wahrscheinlich würde ich verlieren, aber wäre das schlimm würde ich eine gute Leistung zeigen? So war das ja auch immer gegen Gus! Oder muss ich gegen jemand weniger starkes kämpfen? Dann stünde ich ja unter Zwang zu gewinnen...“
Plötzlich beginnt der marode Holzboden zu beben. Vereinzelt tun sich kleine Risse auf. Das Licht verdunkelt sich. Ein monströser Schatten wirft sich an die Wand. In Kürze: Earthquake tritt ein. Übermotiviert begrüßt Rusev seinen wulstigen, knödeligen Besucher:
„Earthquake! Ich sterbe noch vor Neugierde, wer ist mein Gegner?“
Earthquake streicht sich mit einem ranzigen Lappen den Schweiß aus seinem Gesicht. Dann schnauft er tief durch und klärt Rusev auf:
„Weißte, es ist mir gar nicht leicht gefallen dir nen passenden Gegner zu servieren. Aber ich hab einen gefunden. Da war letzte Show einer im GM Büro, der hat nen großen Max gemacht. Meinte er wäre besser als die anderen, meinte, man müsste ihm nen Titel verleihen. Ziemlich übertrieben wennste mich fragst. Aber der Kerl hat durchaus was drauf. Steht sogar schon im Money in the Bank Match bei WrestleMania. Wennste den besiegst, kommste sicher auch näher an so ein wichtiges Match ran. Dein Gegner ist Aleister Black.“
Verdutzt nimmt Rusev den Namen zur Kenntnis, offenbar stand der nicht auf seiner Liste, bevor er jedoch irgendwie seine Meinung kundtun kann, platzt CJ Perry in den Raum und stellt Earthquake.
„Da bist du ja, du ekeliger Fettwanst. Ich habe mir schon gedacht, dass du diese Sache nicht ernst nehmen würdest. Aleister Black? Was hat der schon groß getan? Eine Möglichkeit um ein Title Match erbeten? Das passt dir wohl nicht und jetzt soll mein Rusev Black in deinem Namen eine verpassen. Das könnte DIR so passen. Komm gefälligst mit einem richtigen Gegner um die Ecke wie zum Beispiel... Seth Rollins!“
Als Perrys Gedanken kurz Abdriften nutzt Rusev dies um selbst etwas kund zu tun.
„Ich halte Black für einen guten Gegner. Sein Stil ist mir unbekannt und ich freue mich auf die Herausforderung.“
Entnervt wirft Perry die Hände in die Höhe.
„Der ganze Typ ist dir Unbekannt! Mir jedoch nicht, ich habe Recherchen zum gesamten Roster durchgeführt. Wusstest du, dass der Typ mal Tommy End hieß? Wer nennt sich selbst End, wenn er nicht am Ende ist.“
Perry bohrt nun ihren Zeigefinger in Quakes behaarte Brust.
„Wenn du willst, dass jemand für dich den Müll rausbringt, dann ruf den Müllmann.“
Da horcht Rusev plötzlich auf.
„Müllmann? Etwa Sergej Smirnov?“
Kurz schauen alle Anwesenden betreten zu Boden, als Perry ein lauter Seufzer entfleucht.
„Er hat mich vorgewarnt, dass es schwierig wird. Gut, ich genehmige das Match, aber unter einer Bedingung: Du, Earthquake, trittst nächste Show gegen einen Wrestler meiner Wahl an. Dann zeige ich dir... ach was, ich zeige Rusev, wie man es richtig macht, damit er weiß, an wen er sich richtigerweise halten sollte, mich!“
„Mädel, ich halte nicht viel von Frauen wie dir. Ich kauf mir ja auch kein Stück Fleisch nur weil die Packung gut aussieht. Der Inhalt muss passen. Und das ist bei dir eher mangelhaft.“
Das menschliche Erdbeben wägt ab:
„Sei es drum. Das Match nächste Show geht klar. Ich stelle mich jedem Gegner.“
Der Fleischkoloss lässt die Knochen knacken:
„Es geht doch nichts über ne ordentliche Tracht Prügel.“
Dann stapft das Erdbeben davon.

Nach einer Werbepause ertönt das Theme von Hulk Hogan und wenig später marschiert der Hulkster auch zum Ring. Zu einer schwarzen Jeanshose trägt er ein schwarzes Tanktop mit Ice Climbers-Motiv, das stark an Nanooks Outfit erinnert. Im Seilgeviert angekommen schnappt sich der Hulkster ein Mikrofon:
„Ich habe ein Geständnis zu machen.“
Ernst blickt der Hulkster in die Kamera:
„Damien Sandow hat über Wochen versucht mich des Betrugs zu überführen. Seit ich ihn bei den Survivor Series mit meinem Immortal Punch ins Reich der Träume geschickt habe, war er wie besessen davon zu beweisen, dass ich betrogen habe. Sandow konnte und wollte die Ungleichung Hulk Hogan > Damien Sandow nicht akzeptieren. Erfolglos. Er hat Aufnahmen meiner Kämpfe studiert, akribisch, genau, fast sogar wahnhaft. Und hat wohl etwas entdeckt. Hat einen Verdacht gehegt. Eine Überzeugung erlangt. Genau deshalb hat er beim letzten Ignition meinen Gips geöffnet und nachgesehen. Hat er dort etwas vorgefunden? Nein. Wollte er dort etwas vorfinden? Ja, natürlich.“
Hogan holt nun einen rot-gelben Handschuh aus seiner Hosentasche.„Aber was wollte er finden?“
Der Hulkster greift mit seiner rechten Hand ins Innere des Handschuhs und holt eine kleine Metallplatte heraus.
„Das ist ein Originalhandschuh meiner Zeit bei den Ultimate Mega Powers. Sandow hatte Recht. Ich habe betrogen.“
Ein Raunen geht durch die Zuschauer.
„Habe mir einen unfairen Vorteil verschafft. Jahre lang.“
Nun wird der Hulkster unterbrochen, denn das Theme von Damien Sandow ertönt. Der Leader der Subversion erscheint auch direkt auf der Rampe, und begibt sich zum Ring. Er lässt sich ein Mikro reichen, und redet sofort auf Hogan ein.
„Ich hatte Recht! Ich habe es gewusst, alle haben mich schon für verrückt erklärt, dachten ich sei dem Wahn verfallen, aber dem ist nicht so.“
Ein riesen Last scheint vom Safety Inspector abzufallen, und er strahlt über beide Ohren.
„Mich in der Chamber so auszuknocken, nach so kurzer Zeit, konnte nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Ich…“
Hogan unterbricht den Anführer der Subversion:
„Nein, Sandow, ich muss dich korrigieren. Als ich dich ausgeknockt habe, habe ich dies sehr wohl mit meiner bloßen Faust getan. Denn ich trage diese Metallplatte schon länger nicht mehr. Seit Februar 2018 um genau zu sein. Der Grund hierfür ist simpel. Als ich die Dreharbeiten für den „Blockbuster“ No Disqualification begonnen habe, begleiteten mich tagtäglich Kamerateams, Redakteure, Drehbuchschreiber. Sie durchleuchteten mein Leben. Gingen sogar mit mir auf Toilette. Es gab keine Möglichkeit mehr für mich zu betrügen. Ich war auf mich alleine gestellt. Und was passierte dann? Bei WrestleMania? Ich gewann den SAW World Heavyweight Title. Fair. 1 gegen 1. Gegen eine der größten Legenden unserer Liga. Ich brauchte die Metallplatte nicht mehr. Vor allem nicht gegen DICH! Du bist am Ende, Sandow.“
Sandow schüttelt heftig mit dem Kopf und unterbricht:
„Ich glaube dir kein Wort! Du bist ein Betrüger und wirst immer ein Betrüger sein, Hogan, Menschen ändern sich nicht. Ich bin die Intelligenz in Person, ein verdammtes Genie und werde es immer sein. Daher konnte ich dich auch entlarven. Und du? Du bist ein Heuchler. Niemals wird sich das ändern. Irgendeinen Weg wirst du immer finden, dir einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Ich verurteile das nicht, im Gegenteil. Ich würde das Gleiche tun, nur würde ich dazu stehen, wenn ich erwischt werde. Nur wissen wir Beide, dass das niemals passieren würde.“
Sandow streicht sich durchs Haar:
„Du stellst dich hier hin, vor die Fans und drückst auf die Tränendrüse, denkst die Leute kaufen dir dein lächerliches Geständnis ab. Du bist Derjenige der fertig ist. Die Menschen werden das niemals vergessen. Und dazu kommt noch: du hast keine gefährliche Waffe mehr, Hogan. Deine Hand ist Matsch und du musstest deinen Immortal Punch ablegen. Ich habe Outlook genau studiert. Du kannst nichts mehr gegen mich ausrichten. Und das werde ich dir jetzt beweisen. Ich werde dich zerstören. Werde die Sache hier und jetzt beenden.“
Mit diesen Worten stürmt Sandow in den Ring und will Hogan mit einer harten Rechten von den Beinen holen. Der Hulkster taucht jedoch unter dem Schlag hindurch und schickt den übereifrigen Sandow danach mit dem von Nanook erlernten Kataktuaq zu Boden. Die Fans toben. Sandow bleibt regungslos in der Mitte des Ringes liegen, während der Hulkster noch kurz mit einigen Fans abklatscht und dann zufrieden Backstage verschwindet.

Pick Your Poison
Singles Match:
Aleister Black vs. Rusev
Sieger via Pinfall: Rusev nach einem Double Leg Pick Up Slam

Nach dem Kampf wuchtet sich der haarige Fleischberg Earthquake in den Ring. Dort greift er sich ohne Kompromisse einen völlig unvorbereiteten Aleister Black und quetscht ihm per Bearhug die Lebensenergie aus dem Körper. Danach hämmert er das Subversion-Mitglied unter den beeindruckten Blicken Rusevs per Spinebuster auf die Matte. Das Erdbeben in Menschengestalt lässt sich ein Mikrofon reichen:
„Na Black, du meintest doch dasste besser bist als die anderen hier. Für mich bestehste aus denselben Knochen, demselben Fleisch und derselben roten Suppe wie jeder andere hier. Wenn du hier den großen Zampano machen kannst, kann ich das auch. Und ich hab einige PS mehr hinter der Faust. Um es kurz zu machen: ich hab mit den General Managern geredet. Und GM AfRotaker war begeistert vom Bild des 5-Megatonnen Manns in luftigen Höhen. Vom fliegenden Pottwal. Von King Kong auf der Leiter. Also stehe ich auch im Money in the Bank Laddermatch bei WrestleMania!“
Danach lässt der haarige Fleischball das Mikrofon zu Boden flutschen und verlässt zusammen mit Rusev den Ring.

Backstage sehen wir Renee Young, die mit schockiertem Blick in Richtung ihres nächsten Interviewgastes blickt. Es handelt sich um einen ziemlich angeschlagenen Zack Sabre Junior. The One hat offenbar nach dem Ende des Bildmaterials in der vorherigen Ausgabe ordentlich was abbekommen. Die Villains by Nature begleiten ihn mit ernstem Blick.
“Ach du meine Güte, Zack. Was ist denn mit dir passiert? Das Bild setzte ja einfach aus, als du die Halle verlassen wolltest...”
“Sieh mich an, Renee. Überall Kratzer und Schnittwunden. Das Meiste stammt von der Frontscheibe meines Leihwagens. Erklär das mal der Firma, die dir die Wagen sponsort...”
“Und der Rest?”
“Das ist das Werk von Seth Rollins. Er ist wahnsinnig! All das, weil er nicht darüber hinweg kommt, dass ich ihn in unter einer Minute beim King of the Ring habe aufgeben lassen. Man muss sich das mal vorstellen, da fliegt der Psycho extra nach England um bei mir auf dem Dachboden nach Dingen zu suchen, die er gegen mich verwenden kann. So gestört war nicht einmal Raven!”
“Das klingt nach absolutem Psychoterror. Leidest du schon unter Verfolgungswahn, Zack?”
“Könnte man meinen, aber ich lasse mich nicht von ihm fertig machen! Er hat das Ganze auf ein Level gebracht, auf das ich mich nicht einlassen muss. Ich bin schließlich The One!”
“Wie wirst du jetzt weiter mit ihm verfahren? Du bist immerhin ehemaliger Hardcore Champion, da kannst du ihn doch ebenfalls attackieren.”
“Und dann? Ich bin doch kein Tier! Natürlich könnte ich das, aber ich bin Wrestler. Ich kläre meine Probleme im Ring und mit meinem Körper als Waffe.”
“Also wirst du dich einer Konfrontation nicht weiter entziehen?”
“Das habe ich nie und werde ich auch nicht. Er will mich, er kriegt mich! Rollins, wenn du eine Minute deiner kostbaren, gestörten Zeit aufbringen kannst würde ich dich liebend gerne noch einmal auf der Grand Stage tappen lassen, bei Wrestlemania! Komm und hol mich!”
Mit ernstem Blick nickt er Scurll und Dieter zu, ehe Sabre sich schnurstracks auf den Rückweg zu den Locker Rooms begibt.

Backstage sehen wir das Mostly Awesome Duo in ihrer Umkleide. Elgin scheint sauer auf seinen Partner und redet auf ihn ein.
„… Was hast du dir nur dabei gedacht? Einfach einen Title Shot zu vergeben? Dann noch an diese beiden Unholde. Was hat dich geritten? Wie konntest du die in dieser plumpen Verkleidung denn nicht erkennen?“
Eric Young sitzt in einer Ecke, wie ein Häufchen Elend.
„Weißt du Michael, ich schäme mich. Es ist einfach unverzeihbar. Aber ich … ich … ich hatte bei unserer Siegesfeier einen zu viel.“
„Was meinst du mit einen zu viel?“
„Naja ich habe Sekt getrunken, es war ja auch eine Feier.“
„Du trinkst doch sonst nie. Was ist los mit dir?“
Eric schämt sich sichtig.
„Naja … ZWEIFACH … das musste doch begossen werden…“
Elgin ist fassungslos.
„Wie viel hast du denn bitte getrunken?“
„Ein ganzes Glas Sekt. Es war einfach zu viel. Ich war übermütig, im Tunnel, ich hatte keine Kontrolle mehr.“
Youngs Partner atmet tief durch.
„Macht nichts Eric. Bis jetzt ist noch nichts passiert. Die beiden haben mich eingesperrt, und damit sind sie zu weit gegangen. Heute Abend wird kein Titelmatch stattfinden!“
Elgin stapft entschlossen aus der Umkleide und knallt die Tür hinter sich zu.

Hinter den Kulissen sehen wir Andre the Giant, der alleine durch die Gänge den National Sports Stadium in Harare marschiert. An einem Türrahmen zieht er seinen Kopf ein, aber als er sieht wer ihm gegenüber steht stößt er sich dann doch beinahe den Kopf. Vor ihm stehen nämlich Luke Harper und Erick Rowan, die beide offenbar schon nach dem Giganten Ausschau gehalten haben.
"Andre, gut. Wir haben dich bereits gesucht..."
, spricht Harper. Andre nimmt die Arme hoch, doch Rowan legt seine Hand auf seinen Arm und zieht diese wieder hinunter.
"Nicht deswegen. Andre, wir müssen reden. Es tut uns leid, dass wir dich letzte Ausgabe so hart angegangen haben. Eigentlich wollten wir mit dir über deinen.. "Partner…"
Rowan setzt die Anführungszeichen in die Luft, damit Andre realisiert, dass beide Guerrero nicht trauen,
"…reden."
"Uns hat ein Vögelchen geflüstert, dass Ultimo Guerrero kneifen will. Soweit nichts neues, aber eigentlich ist er unser Problem und nicht du!"
, fügt Harper an.
Andre nickt langsam.
"Das wir ständig an dir vorbei müssen, um an ihn zu kommen, ist nicht dein Problem..."
, merkt Rowan an.
"Richtig, er ist alleine mein Problem.",
murmelt der Gigant und die Wyatts überlegen, was er meint.
"Jetzt sag nicht, du suchst ihn selber?!"
, fährt es aus Harper heraus, woraufhin Andre mit bedrohlich tiefer Stimme antwortet:
„Ja.“
Harper reagiert ungehalten.
"Den schnappen wir uns! Los, Erick!"
Harper will los, aber Andre packt ihn am Kragen seiner Weste.
"Nochmals, er ist alleine mein Problem…“
, faucht Andre in aller Deutlichkeit.
"Wir sehen uns im Ring!"
, mit diesen Worten entlässt er Harper aus seinem Griff und marschiert zielstrebig an Harper und Rowan vorbei. Harper muss schlucken.
"Mach niemals einen Riesen wütend, Erick. Ich hoffe, er findet ihn. Auch wenn wir in Überzahl sind dürfte das ein hartes Stück Arbeit werden."
Rowan nickt und beide blicken Andre hinterher, der sich durch die Gänge kämpft und seinen Tag Team Partner sucht.

Singles Match:
Daniel Bryan vs. Goldberg
Sieger via Pinfall: Goldberg nach dem Jackhammer

Das Match ist zwar offiziell beendet, aber Goldberg denkt gar nicht daran, aufzuhören. Dafür ist er viel zu sehr in seinem Stolz und seiner Ehre verletzt! Immer wieder flucht er lautstark herum, warum er von einem Witz wie Bryan überhaupt herausgefordert werde. Goldberg schlägt weiter auf seinen Gegner ein. Dann packt er sich Daniel Bryan und nimmt ihn in den Ansatz zum Jackhammer. Bryan windet sich jedoch mit letzten Kräften irgendwie heraus und rollt sich aus dem Ring. Der Anführer des LOL-Movement verhöhnt Goldberg daraufhin mit seiner LOL-Geste, die vom Publikum auch begeisternd nachgeahmt wird. Goldberg ist außer sich vor Wut, aber Bryan ist bereits am Entrance angekommen. Noch ein letztes Mal dreht er sich zum Publikum um seine Geste zu vollführen, ehe er hinter dem Vorhang verschwindet. Goldberg will nun ebenfalls den Ring verlassen, aber dann geht im Stadion das Licht aus. Kurze Zeit später, als die Beleuchtung wieder hergestellt wurde, sehen wir Bray Wyatt. Dieser hält einen scheinbar benommenen Daniel Bryan im Ansatz zur Sister Abigail. Mit seinem Blick fixiert er Goldberg, ehe er sich mit Daniel Bryan vor die LED-Wand stellt und Bryan dann mit einer Variante der Sister Abigail mit dem Gesicht voran und einem lauten Knall durch die LED-Wand krachen lässt! Abfällig blickt er in Richtung Daniel Bryans, der sich nicht mehr rührt während die ersten Sanitäter hinzukommen und sich um Bryan kümmern.
"Die Beute läuft davon und nimmt mit, was man begehrte. Seinen Kopf!"
Wyatt marschiert auf der Rampe getrieben wie ein Raubtier hin und her ohne den Blick von Goldberg zu nehmen.
"Wie fühlt es sich an, wenn man seinen Job nicht erledigt, Bill?"
Wyatt legt fragend den Kopf quer in seinen Nacken.
"Bitte, gern geschehen...denn wenn hier einer weiß, wie man seinen Job nicht zuende bringt dann bin ich das, nicht wahr?!"
Die Stimme von Wyatt erhebt sich nun.
"Ab jetzt beende ich, was ich begonnen habe! Denn während ich zuhause meine Wunden leckte, sah ich etwas faszinierendes. Etwas, was mich bis ins tiefste Mark erschaudern ließ. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Hölle, die man sich nicht erklären kann. Dinge, die mir nicht einmal Abigail erklären kann. Dinge, die man sieht, aber nicht begreift. Warum zeigt man Videoclips, die belegen, was du hier alles erreicht hast? Warum? Jeder weiß, das du einmal eine ziemlich große Nummer warst. Aber niemand brachte es zuende!"
Wyatt deutet mit seinem Finger auf Goldberg.
"Bill Goldberg, ich sehe die letzten Körner deiner Sanduhr allmählich herunter rieseln. Dieses Mal bist du die Beute, Bill...und ich will deinen Kopf! Und bei Abigail, ich schwöre dir, ich werde mir deinen Kopf holen und ihn dann über meinen Kamin hängen!"
Goldberg reicht es nun, er verlässt den Ring und stürmt auf Bray Wyatt zu, doch dann geht erneut das Licht im Stadion für einen kurzen Augenblick aus und Bray Wyatt ist weg.

Ein Video erscheint auf dem Tron. Es zeigt eine winterliche Waldlandschaft. Plötzlich hört man das Heulen eines Wolfes. Eine Off-Stimme kommentiert die Szenen:
"Was wir hier vernehmen können, ist das Heulen eines einsamen Wolfs. Er streift einsam und ohne Rudel durch die Wildnis."
Die nächsten Szenen zeigen den Wolf auf Wanderschaft durch den Wald, über verschneite Felder und über Hügel.
"Obwohl der Wolf an sich ein Rudeltier ist, gibt es immer wieder einzelne Exemplare, die sich von sich aus von ihrer Familie trennen. Von da an müssen sie zwar ohne den Schutz des Rudels auskommen, müssen sich jedoch auch nicht den Regeln des Alpha Wolfes beugen und sind somit frei von jeglichen sozialen Regeln. Das macht einsame Wölfe gefährlich."
In den nächsten Szenen sehen wir, wie der Wolf immer wieder die Zähne fletscht, knurrt und andere Tiere angreift. Auch andere Wölfe scheinen auf seinem Speiseplan zu stehen.
"Auf der Jagd unterscheidet der einsame Wolf nicht zwischen regulären Beutetieren oder Artgenossen. Was ihm über den Weg läuft, wird attackiert, getötet und gefressen. Ohne Rücksicht auf Verluste."
Wir sehen den Wolf nach erfolgreichen Attacken. Er hat begonnen seine Opfer zu fressen. Mit blutverschmiertem Maul blickt er schließlich in die Kamera. Das Bild verändert sich, denn eine Hälfte des Wolfes wird schließlich zur bösen Fratze von Baron Corbin.
"Der einsame Wolf ist kein Jäger. Er ist ein Killer. Und er hat immer Hunger."
Das Heulen, das wir zu Beginn des Videos gehört haben, wird eingespielt und begleitet uns zur nächsten Einblendung:
"Baron Corbin vs Yokozuna
Today"

Es folgt eine Montage, die die letzten drei Wochen in Heimo Ukonselkas Alltag behandelt. Wir starten an dem Punkt, an dem er aus dem Wau Stadium geschmissen wurde. Nachdem er vor Parker und seinem Titel auf die Knie gesunken war und sich daraufhin völlig apathisch hatte abführen lassen, scheint er erst auf dem Parkplatz vor dem Stadion zu Sinnen zu kommen - wenn man das bei Heimo so bezeichnen kann. Verwirrt blickt er sich um.
"Odin? Warum hast du das getan?"
Er rauft sich die Haare und klopft hart an seinen Kopf, bevor er schließlich vom Gelände verschwindet. Im Hintergrund taucht schließlich CJ Parker auf und blickt dem Finnen hinterher.
Die nächste Szene spielt sich am Wau Airport ab. Heimo lässt anteilnahmslos den Security Check über sich ergehen. Er wirkt geradezu so als würde er kaum wahrnehmen, was um ihn herum geschieht, während er seine metallischen Gegenstände in das dafür vorgesehene Körbchen legt. Während er nun durch den Metalldetektor schreitet, nähert sich eine Person dem Körbchen, die Mütze tief ins Gesicht gezogen. Wieder ist es Parker, der einen hastigen Blick auf die Gegenstände wirft, die Heimo mit sich führt. Gerade als Heimo sein Eigentum wieder an sich nimmt, ruft auf einmal ein junger Fan
"CJ!"
und rennt auf den SAW World Heavyweight Champion zu, um ein Autogramm zu fordern. Dies zieht natürlich weitere Interessierte an und schon bald ist CJ von einigen Leuten umzingelt. Heimos und Parkers Blicke treffen sich und der Finne runzelt verwirrt die Stirn.
"Odin..."

Backstage sehen wir die Prime Time Players verwundert durch die Gänge laufen. Mit großen Augen betrachten sie die ungewöhnlich gut angezogenen Backstagemitarbeiter und Offiziellen, deren Garderobe heute aus Seidenschals, Anzügen und teuren Mänteln statt ausgewaschenen Jeanshosen und SAW T-Shirts besteht. Als gerade ein Crew Member in einem feinen Anzug an Titus vorbeispaziert, fragt dieser:
"Hey, entschuldige bitte. Eine Frage: Warum seid ihr heute alle so gut angezogen? Wir fühlen uns fast schon underdressed. Das sind ja alles Artikel aus der neuesten Kollektion."
Erfreut, auf sein tolles Outfit angesprochen zu werden, antwortet der Angestellte:
"Ja, supergeil, oder? Meine Frau wird Augen machen. Den Anzug habe ich eben im Gucci Pop Up Store gekauft. Er war zwar teuer, aber ich musste einfach zuschlagen. "
Die Gesichtszüge der Prime Time Players entgleiten:
"Gucci Pop Up Store. Wo?"
"Na genau hier. Im Stadion. Wir konnten es selbst kaum glauben. Aber es ist wahr. Wenn ihr noch etwas wollt, beeilt euch, die Leute reißen sich um die Waren. Es ist kaum noch etwas da. Harry hat vorhin schon gemeint, dass er..."
Panisch meint Shelton zu seinem Partner:
"Los, da müssen wir hin."
Dann nehmen beide ihre Beine in die Hand und flitzen davon, während der gut gekleidete Backstagemitarbeiter noch die Anekdote über seinen Freund Harry abseits der Kamera fortführt.

Tag Team Match:
Guerriers Gigantescos vs. Wyatt Family
Sieger via Pinfall: Guerriers Gigantescos nach einer Neckbreaker/Powerbomb-Kombination beiden gegen Luke Harper

Christians Theme ertönt und er betritt in Straßenklamotten und gut gelaunt die Rampe. Man könnte meinen, man hat den ehemaligen Mr. Wrestling Classic lange nicht mehr so lachen sehen. Er ist so gut gelaunt, dass er sogar mit einigen Fans abklatscht! Mit breitem Grinsen betritt er den Ring und lässt sich ein Mikrofon bringen.
"Na? Spürt ihr es auch? Ja? Natürlich spürt ihr es auch. Es ist etwas Großes im Anflug. So fühlte es sich auch an, als Ignition #1 in den Startlöchern stand. Vielleicht wird es nicht die Wrestlingwelt von allen verändern. Meine allerdings auf jeden Fall. Und die Welt einer bestimmten Person, die eine bestimmte Aktion im letzten Jahr durchzog, wodurch eine bestimmte Gruppierung so groß wurde, dass man heute nicht mehr an ihr vorbei kann. Vor einiger Zeit nannte ich ihn noch freundschaftlich "D", das war allerdings bevor er mich aus der Subversion schmiss und mich wochenlang ignorierte. Was habe ich mich zum Deppen gemacht, habe versucht ihn zu warnen, versucht mit ihm zu reden und mich aufgeführt wie eine, Moment..."
Er kramt sein Handy aus der Tasche und liest etwas vor:
"beleidigte Ex."
Das Handy wandert zurück in die Tasche.
"Ja, ich lese eure Tweets. Auf jeden Fall hattet ihr Recht und als ich realisierte, dass Damien meine Worte, dass Joe und Nakamura die Subversion zerstören würden, nicht hören will, sattelte ich um. Mein Plan war nicht mehr die Rettung der Subversion. Ich werde sie zerstören. Aber nicht, indem ich einen nach dem anderen von ihnen ausschalte, seien wir ehrlich, dafür bin ich mittlerweile zu alt. Nein, ich werde ihnen zeigen, dass Damien damals schon Unrecht hatte, er damals schon aufs falsche Pferd setzte, als er mich..."
Bedrohliche Blasinstrumente verschrecken die Kinder in der Arena. Zurecht, denn Samoa Joe stampft bedrohlich die Entrance Stage hinab. Währenddessen richtet er ein paar Worte an Christian.
"Du willst es einfach nicht lernen... Letzte Show gab ich dir eine letzte Chance dich ein für allemal vom Thema Subversion abzuwenden. Du hast deinen Lockerroom gesehen? Dann kannst du dir ja ungefähr vorstellen, was ich nun mit dir anstellen werde. Du warst zu schwach für die Subversion und bald wirst du auch zu schwach für SAW sein..."
Joe wirft das Mikro davon und... Christian unterbricht ihn:
"Mo-mo-mo-momeeent, lieber Joe. Natürlich habe ich meinen Lockerroom gesehen, gute Arbeit muss ich sagen und jeder andere hätte wohl den Schwanz eingezogen. Was du aber nicht weißt ist: Ihr habt angebissen. Immerhin braucht man für ein ordentliches Comeback auch ein ordentliches Ausrufezeichen, oder? Mach dich bereit, Joe!"
Christian wirft das Mikro weg und deutet grinsend auf den Tron. Seine Musik ertönt erneut und Joe dreht sich immer wieder zur Stage und dann wieder zu Christian. Eine Zeit lang schallt Christians Theme durch die Halle, doch niemand erscheint. Schließlich stoppt die Musik. Joe blickt Christian wütend an, der wirkt negativ überrascht und starrt entgeistert auf die Rampe. Der Samoaner hat offenbar genug und er slidet flott in den Ring, wo er sofort auf Christian losgehen möchte, der duckt sich unter dem ersten Schlag jedoch weg und möchte aus dem Ring rutschen. Joe setzt nach, erwischt Christians T-Shirt und will ihn wieder zurück ziehen. Das scheint ihm zu gelingen obwohl Christian zappelt und sich wehrt wie verrückt, seine Beine bereits über den Ringrand geworfen. Mit einem letzten Ruck zieht Joe am Shirt, doch Christian reißt seine Arme nach oben wodurch das Shirt von seinem Körper und der Kanadier aus dem Ring rutscht. Sofort springt er über die Absperrung und flüchtet durch die Zuschauer, während ein wütender Samoa Joe Christians T-Shirt zerreißt. Schließlich blickt Christian zurück und mit Wut in den Augen Joes sowie einem besorgten Blick Christians schalten wir wieder Backstage.

Es folgt ein kurzer Rückblick auf die letzte Ausgabe von Ignition, in der wir gesehen haben, wie Tye Dillinger an seinem Laptop sitzt, sich aber dann über den defekten Akku aufregt und sich auf die Suche nach dem Hersteller dieses Wunderwerkes der Technik begibt. Der Bildschirm wird kurz schwarz und "Earlier this Week" erscheint unten links im Bildschirm. Zu sehen ist wieder Tye Dillinger, der in einem Zimmer sitzt, das verdächtig nach einem Büro in einem normalen Wohnhaus aussieht und auf seinen offensichtlich wieder funktionierenden Laptop einhackt.
"Da muss doch was zu finden sein..."
Tye sucht weiter. Er klickt, klickt und klickt. Aber seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen findet er bei seiner Suche nichts verwendbares.
"Das gibts doch gar nicht. Da muss die alte Spürnase wohl mal die Technik beiseite lassen und Hand anlegen..."
er schaut in die Kamera.
"Nein, nicht so. Ihr Ferkel."
Damit klappt er seinen Laptop zu und verlässt sein Büro schnurstracks. Doch kurz darauf kommt er zurück, klappt den Laptop wieder auf, tippt auf der Tastatur herum und notiert etwas.
"Da hätte ich fast die Adresse vergessen. Richochet..."
Nun verschwindet Tye dann wirklich aus seinem Büro.

Corbin ist bereits im Ring angekommen. Das Theme des Big Impressive Guy ertönt nun ebenso in der Halle, die er auch betritt. Yokozuna trägt einen großen Eisentopf zum Ring. In der linken Hand hält er einen großen Holzlöffel.
Am Ring angekommen, hebt er den Deckel des Topfes und es ist eine rötliche Substanz darin zu erkennen. Dampf steigt aus dem Topf empor. Yoko stochert mit dem Holzlöffel im Topf und probiert die Substanz, die sich bei näherer Betrachtung als Bolognesesauce heraus stellt.
Yokozuna probiert von der Sauce und reibt sich wohlwollend den Bauch. Dann betritt er den Ring und stellt sich direkt vor Baron Corbin:
"Du wirst so lecker sein. Die Sauce ist hervorragend, italienisches Familienrezept. Nein, nicht meine Familie du ..."
Corbin springt urplötzlich auf Yokozuna zu. Sein Mund ist geöffnet und zielt direkt auf dessen Schulter. Geistesgegenwärtig kann der jedoch ausweichen. Erschrocken blickt Yoko auf Corbin, der ein bedrohliches Lächeln aufgesetzt hat und die Zähne bleckt. Der Referee versucht zu beruhigen und auf das Match zu verweisen. Daher bitter er Yokozuna den Holzlöffel wegzulegen und erinnert Corbin, dass Beißen im Match nicht erlaubt sei. Yokozuna kommt der Bitte natürlich nach, Corbin scheint ebenfalls zurückzufahren und das Match kann los gehen.

Singles Match:
Baron Corbin vs. Yokozuna
Sieger via Pinfall: Baron Corbin nach dem Deep Six

Corbins Theme ertönt während dieser triumphierend über dem Besiegten steht. Er hebt seine Hand und nach einiger Zeit, verlässt er auch den Ring und möchte Backstage gehen. Dabei kommt er jedoch auch am Eisentopf mit Bolognesesauce vorbei. Er scheint vom Geruch angetan zu sein und bleibt stehen. Nach einigen Sekunden steckt er seinen Finger hinein und kostet die Sauce. Offenbar gefällt ihm der Geschmack und nach kurzem Überlegen blickt er bedrohlich zu Yokozuna, der sich langsam versucht aufzurichten. Da schnappt sich Corbin den Kochlöffel und befördert mit einigen schnellen Schwüngen die Sauce in Richtung Yokozuna. Sofort rutscht der Lone Wolf, wieder mit offenem Mund, in den Ring und stürzt auf Yokozuna zu. Geistesgegenwärtig wirft sich der Referee dazwischen, was Corbin zwar nicht lange aufhält, Yokozuna aber die Möglichkeit gibt aus dem Ring zu verschwinden. Sofort sind auch einige Securities am Ring und schirmen den Japaner ab. Yokozuna blickt angeekelt auf Corbin, während der immer noch bedrohlich lächelt, allerdings wohl keinen Angriff mehr starten wird. Damit schalten wir zurück in den Backstagebereich.

"Glorious Corp, 2 Days Ago". So lautet die Bildunterschrift des Videos, das nun auf dem SAW-Tron eingespielt wird. Es ist Nacht, Tye Dillinger steht vor den Toren der Glorious Corporation, unterhält sich gerade mit dem Pförtner und drückt Ihm etwas in die Hand.
"Na, dass das so einfach geht, das habe ich nun nicht gedacht. Aber gut, diese Freikarte nehme ich natürlich gerne."
"Aber bitte, Tye. Bobby Roode ist doch auch bei Ignition, da kennt man dich doch. Und mein Sohn wird sich über das Autogramm freuen."
Tye wirkt besorgt.
"Aber wenn Sie mich hier einfach so reinlassen, wird das nicht Probleme für Sie bringen?"
Der Wachmann winkt ab.
"Pff. Und wenn schon. Ich hab eh gekündigt."
Tye will wohl etwas sagen, aber sein Anstand verbietet es, nun eine längere Ansprache über Verhalten auf der Arbeit zum Besten zu geben.
"Nun. Danke."
Ist alles, was aus seinem Mund herauskommt.
Er betritt das Firmengelände, welches völlig im dunkeln liegt. Offensichtlich ist tatsächlich niemand vor Ort, abgesehen vom Wachmann.  Der rasende Reporter von Ignition geht ein bisschen auf und ab und sucht dabei nach etwas. Er findet eine Tür, die ein wenig abseits liegt und die tatsächlich nicht abgeschloßen ist. Dadurch entert Tye das Gebäude und macht sich auf die Suche im Inneren. Die Tür mit der Aufschrift "Archiv" ist schnell gefunden und Tye verschwindet in eben jener.
"5 Hours Later".
Ein völlig verschwitzter und abgekämpfter Tye Dillinger sitzt in einem ganzen Haufen von Akten und schüttelt energisch seinen Kopf, während er ein Blatt Papier in der Hand hält.
"Das gibts gar nicht. Das kann einfach kein Zufall sein."
Er blickt zur Kamera.
"Ich meine. Hört euch das an."
er räuspert sich.
"Richochet, danke für deine Hilfe bei der Geschichte. Anbei findest du zwei Tickets für die Kentucky Wildcats Meisterfeier. Danke, Mr. Jackpot."
Dillinger steht auf.
"Ich meine... Versteht Ihr? Das kann einfach kein Zufall sein. Ich muss jetzt weiter. Das ist eine Mega Story!"
damit verschwindet Tye Dillinger aus dem Raum, kommt jedoch sofort zurück.
"Aber ich kann das hier nicht so unordentlich lassen..."
Der Kanadier beginnt die Akten wieder einzuräumen. Bei dieser Aktivität wollen wir ihn aber nicht beobachten, darum schaltet die Regie weiter.

Zurück aus der Werbung zeigt die Kamera offenbar die Umkleide von Mick Foley. Zumindest sitzt dieser auf einer Bank und verbindet sich gerade die Handgelenke mit Tape. Es klopft an der Tür und Adam Cole tritt ein. Foley steht auf:
"Schön, dass du es einrichten konntest. Mein Versuch in der letzten Show war ziemlich daneben, oder? Zu weit über's Ziel hinaus geschossen?"
"Um das mal klar zu stellen, ich habe dieser Sache hier nicht zugestimmt, um ein zweiter Mick Foley zu werden. Ich bin kein kaputter, alter Sack, den eigentlich nur noch ein Arzt sehen will, um sich dadurch den zweiten Ferrari in die Garage zu stellen. Ich will die Zukunft sein. Das letzte Jahr lief echt beschissen. Ich habe die Schnauze voll, mich für so Würstchen wie Gunner oder AfRotaker für ein Taschengeld zum Deppen zu machen. Ich will hier der große Mann sein. Deswegen bin ich hier. Ich habe keine Ahnung wieso, aber aus irgendeinem Grund sehen die Leute in dir nicht den Penner, der du offensichtlich bist, sondern eine große Nummer. Dein Name kann mir die Türen nach ganz oben aufstoßen. Aber dafür wühle ich bestimmt nicht mit dir im Dreck."
Foley nimmt das grinsend zur Kenntnis und fährt fort:
"Dann haben wir ja das gleiche Ziel. Warum Leute nicht den Penner in mir sehen? Teilnahme an der letzten Elimination Chamber. Den letzten dreien, um genau zu sein. Teil des letzten Rumbles. Immer noch respektiert. Aber, ich mache mir da nichts vor, das wird vergehen. Ich bin auf dem absteigenden Ast. Dem Topstar gibt man nicht ohne Weiteres mehrere Wochen zur Regeneration. Irgendwann kommen Leute, die einfach besser sind. Schneller, stärker, härter. Sieh dich an. Du bist meilenweit besser als ich in deinem Alter. Und irgendwann bleiben die Chancen dann aus. In der nächsten Chamber bin ich vielleicht nicht mehr dabei. Es gibt vielleicht einen Fatal-4-Way, um den Number One Contender Spot, aber Mick Foley ist nicht dabei. Relevanz geht Chance um Chance verloren. Vor einigen Wochen sagte ich dir, wir könnten von einer Partnerschaft profitieren. Ich bin jetzt ehrlich mit dir: Als ich das sagte, meinte ich, dass hauptsächlich ich von einer Partnerschaft profitiere. Wahrscheinlich hast du Recht und du brauchst die Hilfe dieses Penners nicht. Du wirst deinen Weg machen. Davon bin ich überzeugt. Deine Relevanz wird steigen. Und meine abnehmen. Aber ich kann dir helfen, dein Ziel schneller zu erreichen. Daher schlage ich dir vor: Lass mich dir helfen, solange ich noch kann. Noch hat mein Name Gewicht, noch habe ich Respekt hier."
"Das klingt doch endlich nach einer ordentlichen Arbeitsgrundlage. Wo Fans den Namen Mick Foley fordern, werden sie alsbald nach Adam Cole verlangen und dann kann mir nichts mehr in Weg stehen."

In der Umkleide von Zayn Page. Sami sitzt auf der Bank während DDP zu ihm spricht:
"Natürlich ist es ärgerlich, Titel zu verlieren. Aber ein weiser Mann sagte einmal 'Es ist nicht wichtig, wie oft man umfällt, sondern wie oft man wieder aufsteht'. Wir bleiben auf Kurs, überstehen diese Turbulenzen.  Ich habe mir Gedanken gemacht und ich denke, dir fehlt ein bisschen Motivation. Vielleicht auch Inspiration. Wir brauchen Motivationstrainer um dich aus diesem Tal wieder heraus zu holen. Und wer wäre in unserer aktuellen Situation besser geeginet als die beiden hier?"
DDP zeigt zur Tür und der Bullet Club tritt ein.
"Malcolm, hast du nun völlig den Verstand verloren? Wie sollen uns diese beiden helfen? Die wollen doch nur den letzten Rest an Würde, die wir noch besitzen, auskratzen und sich damit schmücken, damit sie dann selbst Champions werden können. Das ist doch offensichtlich. Na ja, was soll's, eigentlich? Macht ja nun auch keinen Unterschied mehr. Es ist eh vorbei mit uns."
Jericho blickt DDP verständnislos an:
"Was soll denn der Scheiß, Page? Wieso höre ich da was von Motivationstrainer?"
Bálor nickt zustimmend:
"Echt jetzt? Warum sollten wir euren lahmen Haufen in irgendeiner Form motivieren? So, wie ihr gerade drauf seid, seid ihr absolut perfekt."
"Perfekte ehemalige Papierchampions, die jetzt keinerlei Gefahr mehr in der Tag Team Division ausstrahlen. Wenn ihr jetzt noch darauf verzichtet, unsere Airtime zu verbrauchen, wärt ihr das perfekte Tag Team."
Jericho und Bálor lachen und geben sich gegenseitig ein Too Sweet. DDP hat offenbar genug gehört und scheucht den Bullet Club aus dem Raum, die auch lachend abwandern. DDP wendet sich an Zayn:
"Hatte nicht den gewünschten Effekt, oder?"
"Na ja, du hast es immerhin versucht. Aber ehrlich, manchmal ist es einfach an der Zeit, sich den Fallschirm zu schnappen und aus der trudelnden Maschine zu springen, um wenigstens sein Leben zu retten.
Vielleicht hast du ja noch eine Chance."

Chris Colen kommt in die Halle, bewaffnet mit einem Mikrofon und einer Staffelei über der ein Tuch hängt. Er stellt die Staffelei auf der Bühne ab und stellt sich daneben.
"Hallo Simbabwe, keine Angst, ich halte mich kurz, ich kann den Fight gegen Foley und seine brutale In-Ring-Vorgehensweise gar nicht mehr abwarten. Trotzdem will ich euch mein neuestes Werk nicht vorenthalten. Sami Callihan ging mir nach der letzten Show nicht mehr aus dem Kopf. Wie er so da stand, was er von sich gab. Er inspirierte mich. Er inspirierte mich, ihn zu verewigen, für die Nachwelt festzuhalten, so wie er wirklich ist, ohne Schnick Schnack, ohne böse Worte, ohne dieses Hardcore Gedöns, ohne seine raue Schale. Und..."
Er ergreift das Tuch, das über der Staffelei hängt.
"...es wurde ein Meisterwerk. Mein Damen und Herren. Ich nenne es: Callihan's Marrow!"
Mit einem Ruck entfernt er das Tuch und sein Gemälde kommt zum Vorschein. Er betrachtet es kurz voller Stolz, wirft dann sein Mikro weg und begibt sich für sein Match in Richtung Ring.

Hardcore Match:
Chris Colen vs. Mick Foley
Sieger via Pinfall: Chris Colen nach dem Sound of Defeat

Das Match ist vorbei und Chris Colen wirft einen Blick zu dem von ihm aufgestellten Sami-Callihan Porträt auf der Rampe. Doch zu seinem Erstaunen ist das Gemälde nicht allein. Sami Callihan höchstselbst ist auf der Rampe erschienen. Er beobachtet das Bild und ihm scheint gar nicht zu gefallen, was er da sieht. Wütend deutet er mit einem Zeigefinger auf den Wiener im Ring, ehe er sich auf den Weg zu ihm macht. Zumindest hatte er das vor, denn plötzlich kommen Drake Younger & Thumbtack Jack auf die Rampe gelaufen! Art of War, wie sie nun heißen, haben jeweils einen Steel Chair dabei und schlagen jeder ein mal auf Sami ein, der dadurch zu Boden muss. Colen scheint dieses Szenario erst zu gefallen, er lacht in Richtung der Rampe, was von Drake Younger zunächst erwidert wird. Dann versteinert sich jedoch plötzlich seine Miene, und, genau wie Callihan zuvor, zeigt nun auch Younger mit dem Finger auf Colen! Doch auch er wird daran gehindert, sich zum Ring zu begeben, denn auf halbem Weg dort hin hört er hinter sich ein Krachen. Er dreht sich um und sieht Sami Callihan, der gerade das Gemälde mit seinem vollen Gewicht über Thumbtack Jacks Schädel gezogen hat! Das Bild ist dabei zerrissen und TJ sichtlich mitgenommen, doch Sami hat noch nicht genug, schnappt sich einen der Stühle und verpasst dem Deutschen zwei krachende Chair Shots, bis dieser schließlich von der Rampe wankt und in die Tiefe stürzt, durch einen Tisch und jede Menge Bühnenrequisiten! Drake Younger, der bereits auf dem Weg zurück zu den beiden war und ebenfalls wieder einen Stuhl als Waffe hat, bleibt vor Entsetzen kurz stehen und wirkt genauso schockiert wie viele Leute im Publikum. Dann greift er aber an, kann Sami einen Chair Shot verpassen, doch der sträubt sich mit aller Gewalt und zeigt ebenfalls einen gegen Younger. Beide wanken, als Sami den Stuhl von sich stößt und auf Younger zuläuft, wo er ihn und auch sich selbst mit einem Tackle ebenfalls von der Rampe reißt! Dieses Mal kracht und knackt es in der ganzen Halle, und auch das Licht in der Arena flackert kurz; die beiden scheinen wichtige Kabel getroffen zu haben. Rauch steigt von dem Bereich neben der Rampe hoch, wo alle drei nun in den Trümmern liegen. Die Kamera dagegen zeigt uns noch ein Mal Chris Colen im Ring, der überraschenderweise eher schockiert und angefressen wirkt, den Ring verlässt und wütend die Reste seines Bildes aufsammelt, wonach er Backstage stapft.

Ein Kornfeld. Ein leichter Wind geht, die Blumen wiegen sich. Die Sonne scheint auf die friedliche Szenerie herab. Es ist still, friedlich, man hört nur das Zwitschern der Vögel. Ein Mann steht mitten im Kornfeld. Er hat seine Augen geschlossen, die langen dunklen Haare wiegen sich mit den Blumen im Wind. Das Sonnenlicht lässt die prägnante blonde Strähne in seinem Haar noch heller scheinen. Der Mann lächelt. Und wartet. Man weiß nicht, wie lange er dort stand und wie viel Zeit vergangen ist, doch auf einmal wird die Idylle, die Ruhe und das Zwitschern der Vögel von einem lauten Summen und Brummen unterbrochen. Es ist nicht regelmäßig, eher stotternd. Der Mann runzelt seine Stirn, die Brauen ziehen sich nach unten. Er sieht konzentriert aus und...verärgert?
"Ohhhhhh...was ist mit dir passiert mein treuer Gefährte?", spricht er leise. Ein hektisches Blinken und Fiepen ist die Antwort. Der Mann streckt seine Hand aus und eine ziemlich ramponierte Drohne landet auf dieser Hand. Wäre sie kein seelenloses elektrisches Gerät, man hätte fast den Eindruck, dass sie sich mit der letzten Kraft zu ihrem treuen Herrn geschleppt hat und nun dankbar auf seiner Hand zusammenbricht. Der Mann öffnet seine Augen und betrachtet die Drohne nachdenklich. "Joe, Joe, Joe...was hast du nur getan..? Erkennst du deinen treuen Gefährten nicht mehr? Woher kommt diese Wut, woher kommt diese Agression?" Wir werden ein ernstes Wort mit dir sprechen müssen...wir sind alle Gefährten in diesem Großen Krieg, wir sind alle gemeinsam in diesem Schicksal gefangen, miteinander verwoben...man kann nicht einfach aussteigen und nicht mehr mitmachen...dachtest du wirklich wir finden dich nicht?"
Die Drohne lässt ein letztes leises Fiepen hören, die Lichter flackern. "Sorge dich nicht mein treuer Freund, ich bin für dich da, und ich werde dich wiederherstellen. Und ich werde das Unrecht, was dir angetan wurde rächen! Wir werden mit Joe sprechen müssen, denkst du nicht auch?" Die Drohne fiept leise.
Lass uns auf den Compund zurückkehren, ich werde Senior Benjamin veranlassen alles vorzubereiten...wir haben viel zu tun!"

Hechelnd treffen die Prime Time Players im Vollsprint am Gucci Pop Up Store ein. Vor ihnen: leere Regale. Verwaiste Auslagen. Nackte Kleiderbügel. Panisch wendet sich Shelton an den Kassierer:
"Wo ist das ganze Zeug? Ihr habt schon noch etwas, oder? Es ist sicher im Lager. Ganz bestimmt. Sagt mir, dass ihr noch etwas habt. Für Notfälle? Nachzügler?"
Seufzend antwortet der Mann an der Kasse:
"Nein, es ist leider alles ausverkauft. Zwei Japaner haben eben noch den ganzen Rest für fast 10.000 Dollar gekauft."
Just in diesem Moment kommen ein hochnäsiger Shinsuke Nakamura und ein mit Einkaufstüten vollgepackter Hideo Itami aus Richtung der Umkleiden in feinen Anzügen an den Prime Time Players vorbei. Abschätzig schmatzt Nakamura:
"Dieses schlecht gekleidete Gesindel soll aus dem Weg gehen."
Verdutzt tun Benjamin und O'Neil wie geheißen, während Shinsuke und Itami den Raum verlassen. Beim Passieren der Kamera hören wir Itami begeistert flüstern:
"Das war ein geiler Plan, Shinsuke!"

Der Parkplatz des  National Sports Stadium muss ein unheimlich faszinierender Ort sein, denn Kalisto befindet sich noch immer dort, auch wenn er mittlerweile an einer der Betonsäulen lehnt. Einige Mitarbeiter, die scheinbar bereits Feierabend haben, laufen an ihm vorbei, aberEl Guerrero Más Ágil en el Ring scheint keinen davon zu beachten, als er sich auf einmal von seinem Standort abstößt. Der Grund dafür ist leicht zu erkennen, denn Bobby Roode kommt gerade aus der Tür und läuft, wenig überraschend, auf sein Auto zu. Oder zumindest ist dies wohl der Plan, denn als er Kalisto erblickt, ruft er diesem ein entschiedenes
„Fick dich, ich will immer noch nichts von dir hören!“
entgegen, bevor er einen Umweg zu seinem Auto einlegt und von einem enttäuschten Kalisto bei einem rasanten Ausparken beobachtet wird.

3-Way Match for the Initial Ignition Title:
Stardust (c) vs. Mil Muertes vs. Waylon Mercy
Sieger und NEUER Initial Ignition Champion: Waylon Mercy nach dem 42 von Stardust gegen Mil Muertes

Mit dem Ringgong steht es fest: Der Initial Ignition Titel wechselt! Ein völlig verausgabter Waylon Mercy ignoriert jedoch zunächst den Ringrichter, der ihm den Gürtel hinhält und blickt nur suchend umher. Er erblickt das Objekt seiner Begierde – Catrina kommt gerade den Gang zum Ring herunter und lächelt ihr rätselhaftes Lächeln, was den noch müde in den Seilen hängenden Mil Muertes jedoch erstarren lässt.
„Was ich mir gewünscht habe! Was ich mir IMMER gewünscht habe!“
„Waylon.“
Catrina, inzwischen am Ring angekommen, klettert in den Ring und geht gemessenen Schrittes auf Waylon zu, der sich inzwischen aufgerappelt hat. Stardust robbt sich langsam aus dem Ring, sehnsüchtig den Gürtel ansehend, den der Ringrichter weiterhin in seinen Händen hält.
„Ich hab dich so lange gesucht, Schatz, doch...“
Catrina legt ihren Zeigefinger auf Waylons Mund, eine intime Geste, doch ihre Worte drücken genau das Gegenteil aus:
„Waylon. Hör mir zu. Was ich dir jetzt sage, sage ich nur ein einziges Mal. Ich bin Catrina. Ich gehöre nicht zu dir. In keinem Fall. Nie.“
„Nein, nein, du...“
„Ich gratuliere dir wirklich dazu, dass du den Titel nun gewonnen hast. Aber ich, Waylon, ich bin noch nie die gewesen, für die du mich hälst. Ganz im Gegenteil. Ich gehöre nur zu einem hier, und dieser eine bist definitiv nicht du.“
„Das kann nicht sein! Du hast mir doch gesagt, dass du...“
„Waylon, verdammt! Bist du wirklich derart verwirrt, dass du mich und deine Frau nicht auseinander halten kannst? Ich bin es nicht! Und ich werde es nie sein! Halte dich künftig von uns fern – ein für alle Mal!“
faucht Catrina und zieht Mil Muertes auf die Beine.
„Aber … du siehst ...“
Waylon verstummt. Dein Gesicht ist wie versteinert und seine Lippen zittern. Dann, plötzlich, verändert sich irgendetwas. Etwas in Mercy zerbricht – oder, besser, wächst wieder zusammen. Waylons Augen weiten sich und er richtet sich zu seiner imposanten, vollen Größe auf.
„...ja. Ja. Ja, du gehörst nicht zu mir. Das sehe ich jetzt. Ich … es wird mir klar, es ist mir klar – ich bin Waylon Mercy. Du bist … nicht meine Frau, nein, du nicht. Ich lasse dich gehen. Du bist ... nein. Doch warte. Ich, ich habe endlich was ich lange wollte. So lange.“
Mercy geht durch den Ring, Catrina hinter sich lassend, auf den Ringrichter zu. Er reisst dem Ringrichter endlich den Titelgürtel aus den Händen und brüllt seinen Sieg unter einem plötzlich einsetzenden Feuerwerk aus den Ringpfosten in die Halle hinein. Seine Kontrahenten, Stardust, Mil Muertes und Catrina sind bereits auf der Rampe und verschwinden hinter den Kulissen, während wir Waylon schreien hören:
„Ich bin Waylon Mercy! Ich bin der Ignition Initial Champion!“
Und mit den Bildern von flirrenden Funken und einem Giganten mit Gürtel schaltet die Regie weiter.

Zeit für einen Szenenwechsel, denn die Regie schaltet in die Gorilla-Position, wo gerade eine Person durch den Vorhang schwankt. Entgegen der allgemeinen Vermutung handelt es sich dabei aber weder um Wesley Blake noch Buddy Murphy, sondern den jetzigen Ex-Champion Stardust, der merkwürdig kraftlos durch die Gegend taumelt, seine Augen gefüllt mit einer Mischung aus Irritation und Enttäuschung. Langsam bewegt er sich fort, als er eine Mitarbeiterin passiert, die sich gerade unter Zuhilfenahme eines kleinen Handspiegels die Haare kämmt. Kurz betrachtet er diese neugierig, dann greift er sich mit links die reflektierende Glasfläche und hält sich diese vor sein Gesicht, dessen Bemalung im Laufe des vorherigen Matches bereits ordentlich verwischt ist. Vorsichtig fährt er sich mit den rechten Fingern durch sein eigenes Antlitz und entfernt damit mehr Schminke, während er nur ein einziges Wort flüstert:
„Cody…“
Womit er das fröhliche Abschminken fortsetzt, als er plötzlich daran gehindert wird, denn Ember Moon hat ihn soeben am  Handgelenk gepackt und zerrt ihn schnell davon. Gleichzeitig entgleitet der Miniatur-Spiegel seinem Griff und fällt zu Boden, wo er in diverse Einzelteile zerspringt.

Vor einigen Tagen.
Ein Fitnesscenter in Finnland. Heimo Ukonselka stemmt soeben Gewichte, die jeden Normalsterblichen unter sich zerquetschen würden. In tiefster Konzentration und angestrengt atmend hievt er das Gewicht hoch und hält es dort solange es geht. Im Hintergrund begibt sich - wie mittlerweile zu erwarten - CJ Parker, erneut mit Mütze, aber zusätzlich mit einem Schal leicht vermummt - in die Umkleidekabine des Fitnesscenters. Wir hören das altbekannte Geschnatter Gandhis unter der Mütze. Das Moonchild nickt.
"Ich weiß, ich weiß, aber ich muss einfach einen Anhaltspunkt finden. Heimo ist auf Drogen. Anders kann ich es mir nicht erklären. Heimo ist kaum ansprechbar, seine Augen starren ins Nichts und er halluziniert. Ich habe versprochen, ihm zu helfen, koste es was es wolle."
Gandhi scheint nicht überzeugt, was man am leicht vorwurfsvollen Geschnatter erkennen kann. Der Rainbow Warrior ignoriert dies und schnappt sich die Trainingstasche Heimos. Die Kleidung ist uninteressant und wird auf die Bank geworfen. Auch das Wasser und die Verpflegung werden nur kurz inspiziert, scheint aber nicht weiter auffällig zu sein. Die Tasche scheint leer, doch dann stockt Parker. Er greift hinein und fördert ein paar Kräuterkrümel zu Tage. Er reibt sie zwischen Daumen und Zeigefinger, schnuppert kurz daran. Dann weiten sich seine Augen als Zeichen einer Erkenntnis. Hastig stopft er alles wieder in die Tasche, springt dann auf und stürmt aus der Umkleidekabine. Gerade im rechten Moment zieht er seinen Schal hoch und drückt sich im Türeingang an Heimo vorbei, der aber dem Eindringling hinterherblickt als hätte er wieder einen Geist gesehen. Wirres Gemurmel, dann zuckt er zusammen, als würde ein schmerzlicher Impuls seinen Körper durchfahren. Eine Tatsache, die auch CJ Parker nicht entgangen ist als er auf dem Weg hinaus einen letzten Blick in Heimos Richtung warf. Ein letzter Schnitt zeigt Heimo in seiner Hütte im finnischen Wald, der aufgeregt hin und her tigert. Immer wieder zuckt er schmerzerfüllt zusammen.
"Odin? Warum verfolgst du mich? WIE verfolgst du mich? Mir scheint, ich sehe dein Antlitz überall. Ist es der Speer, der dir diese Macht verleiht? Misstraust du mir, deinem eigenen Sohn? Ich bin dein größter Krieger, dein Hammer! Und doch scheinst du an mir zu zweifeln. Ich--"
Er stockt und blickt gebannt aus dem Fenster, das er gerade passiert hat. Dort draußen sehen wir erneut CJ Parker, der im überwucherten Gestrüpp, das um der Hütte wächst, etwas zu suchen scheint. Heimos Gesicht verfärbt sich rot und der Krieger stürmt aus der Hütte.
"ODIN!"
Parker zuckt auf frischer Tat ertappt zusammen, während Heimo brüllt:
"Wochenlang stellst du mir nach, verbirgst dich jedoch im Schatten! Und jetzt wandelst du gar in mein Reich. Erkläre dich!"
Parker hebt die Hände, um den aufgebrachten Finnen zu beruhigen.
"Beruhige dich, Heimo. Ich bin hier um dir zu helfen. Ich glaube, ich habe herausgefunden, was dir fehlt. Du bist auf Entzug. Der Schmerz zerfrisst dich von innen, lässt dich halluzinieren. Ich habe--"
"Du redest wirr, Vater! Erkläre dich, ist es der Speer, der es dir ermöglicht überall zu erscheinen, mich heimzusuchen, wann immer es dir beliebt?"
Er macht ein paar bedrohliche Schritte auf den Champion zu. Parker seufzt und greift in seine Sporttasche, die er bis eben auf dem Rücken trug, zieht den SAW World Heavyweight Championship hinaus und streckt ihn gen Himmel. Sofort weiten sich Heimos Augen und Odins Hammer sinkt auf die Knie, wie auch schon vorherige Show. Parker stellt enttäuscht fest.
"So funktioniert das nicht."
Daraufhin nutzt er die Ablenkung, um sich vom Acker zu machen. Eine Weile später blickt Heimo auf und erkennt, dass Odin erneut verschwunden ist. Vor Wut bebend erhebt er sich und brüllt so wuterfüllt, dass die schäumende Spucke in seinem Bart kleben bleibt:
"ODIIIIIN!"

Backstage sehen wir Buddy Murphy, der hektisch eine Tür aufreißt, einen kurzen Blick in den Raum dahinter wirft und anschließend weiterrennt zur nächsten Tür, wo sich das Spiel wiederholt. Eine dritte Tür soll folgen, doch plötzlich kommen Michael Elgin und Eric Young auf ihn zugelaufen, um schlussendlich auch vor ihm stehenzubleiben. Elgin spricht ihn an.
„Na Buddy, suchst du was?“
Der Angesprochene reagiert grimmig.
„Ja, eure Mütter, damit ich sie… Vergesst es, der Spruch ist zu gut für euch doofe Falschspieler. Ihr habt Wesley versteckt!“
Elgin wirkt brüskiert.
„Wir? Im Leben nicht. Wir sind faire Sportsleute. Wir würden niemanden irgendwo einsperren, wo ihn sein Partner nicht finden kann, so dass dieser heute Abend allein antreten muss, wenn er denn tatsächlich auf den Titelkampf besteht.“
Young schaut seinen Partner fragend an.
„Würden wir nicht?“
„Nein, niiiemals!“
Young will etwas entgegnen, sein Partner hält ihm aber den Mund zu. Murphy blickt derweil beide mit hektischen Blicken an und ergreift dann das Wort, seine Stimme eindeutig brüchig, auch wenn er versucht, cool zu wirken:
„Als.. also das geht gar nicht. Ich kann euch auf keinen Fall alleine besiegen.“
Kurze Pause, dann schiebt er noch hastig etwas hierher:
„Also ich kann natürlich schon, ihr... ihr… Loser. Aber Wesley will ja auch dabei sein, da bin ich mir vollkommen absolut komplett sicher. Das Titelmatch verschieben wir also!“
Womit Buddy schnell seinen Rückzug hingelegt. Elgin lässt seinen Partner derweil wieder sprechen.
„Michael, du hast ihn glatt angelogen. Wir haben doch…“
„Wie du mir, so ich dir. Auge um Auge. Egal – heute Abend gibt es auf jeden Fall kein Titelmatch. Damit sollte sich die Sache mit dem Shot für Daft Drunk erledigt haben.“

Main Event
Tag Team Match:

Bray Wyatt & Heimo Ukonselka vs. Damien Sandow & Seth Rollins
Sieger via Countout: Bray Wyatt & Heimo Ukonselka

Nachdem der Mainevent beendet und die Musik verstummt ist, will sich Seth Rollins wieder auf den Weg hinter die Kulissen machen. Doch kaum auf der Entrancerampe angekommen, betritt Zack Sabre Junior die Stage. Der ehemalige Tyler Black hat aber nach seinem Match keine Lust auf Konfrontation und will den Rückweg antreten, doch durch die Zuschauer kommen Marty Scurll und Axel Dieter Junior bereits mit Stühlen bewaffnet zum Bereich um den Ring und sperren ihm den Weg ab. Rollins schnappt sich ein Mikrofon vom Kommentatorenpult.
“So läuft das hier nicht!”
Schnell springt Rollins über die freie Seite der Absperrungen und flüchtet durch die Zuschauer. Dort spricht er weiter:
„Du hast mich wohl nicht verstanden, Zack, du bist hier nicht derjenige der die Herausforderungen ausspricht. Wir werden wieder kämpfen. Da liegst du richtig. Doch nicht, wenn du es möchtest. Nicht, wenn du es willst, wenn du es kannst. Wir werden uns unter meinen Bedingungen gegenüberstehen. Auf meinem Gebiet. Wenn du mitgenommen, angeschlagen, gebrochen bist. Denn ich will dich nicht besiegen. Ich will dich demütigen. So wie du es mit mir getan hast. Ich habe seit Jahren jeden Tag unter dem unverschuldeten Tod meiner Zarah zu kämpfen. Es wird Zeit, dass auch du Trauer spürst. Leid. Schlaflosigkeit. Innere Zerrissenheit. Unruhe. Denn erst dann treffen wir uns auf Augenhöhe. Es dann werden wir kämpfen und erst dann, werde ich dich deklassieren.“
Mit diesen Worten verlässt Rollins den Innenraum des Stadions durch einen Zuschauerausgang während die Regie weiterschaltet.

Match des Tages: Aleister Black vs. Rusev
Mann des Tages: Waylon Mercy
Überraschung des Tages: Nakamura hatte einen guten Plan
Enttäuschung des Tages: Seth Rollins
Aktion des Tages: Callihan, TJ & Younger stürzen alle von der Rampe

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