ECW #146 "Dos Ambulancias, Por Favor!“

 

SAW präsentiert: ECW #146 "Dos Ambulancias, Por Favor!“
aus dem Palacio de Deportes in Madrid, Spanien
16. April 2018
Kommentatoren:
Afros Takeros
Los Wrestling Nerdos

Theme


Wir sehen die Sonne über dem Meer aufgehen. Ein traumhaftes Idyll, diese spanische Küste. Bilder aus Madrid inklusive den fahnenschwingenden Fans von Atletico und Real erwärmen in Zeitlupe unser Herz. Wir fliegen an den schönsten Plätzen Madrids vorbei, während Enrique Iglesias Intro unsere Ohren berührt. Vor dem Palacio de Deportes setzen wir dann zur Landung an. Darauf erkennt man einige Plakate:
„Hardcore Match
Paul Pizza vs Parousia“
Im Hintergrund erkennt man einen Kendo-Stick, einen Ehering und das Gesicht von Pizzas Frau als Tattoo.
„Best of Five-Match 4
Max Power vs Mickey Reyes“
Der Stand von 2:1 für Max Power unterstreicht dieses Plakat.
„Monster vs Monster
Afron vs Venom“
Die beiden Giganten zieren ein großes Plakat. Im Hintergrund sieht man ein Regal, das vor einem noch größeren Regal steht. Ein kleiner Junge steht vor dem Stadion und schleckt gerade ein Eis, als die GMs Obvious und Boardie an ihm vorbeigehen und ihm zuwinken. Der Junge dreht sich voller Stolz zu seinen Eltern um und er schreit:
„Quiero ver eso!“
Dabei fällt ihm jedoch eine Kugel des Eises auf den Boden. Das Bild wird schwarzweiß und der Zeitlupeneffekt wird aktiviert. Die Kamera zoomt auf die Kugel. Perfekt zum Ende des Intros berührt sie den Boden.
Die Weltkugel explodiert.
ECW #146!

Tiefschwarzer Rauch wird durch das lächerlich große Auspuffsystem eines die Straße entlangrasenden, goldenen SUVs in den ansonsten wolkenlosen Himmel Madrids geblasen. An der Heckscheibe weht eine spanische Flagge mit der Aufschrift „King of Spain“. Auf dem Fahrersitz sehen wir – im Trikot des FC Barcelona – einen Zigarre paffenden Pedro Sanchez, der inbrünstig mehr schief als gekonnt die in voller Lautstärke wiedergegebenen R&B-Songs aus den Autoboxen mitsingt. Mit einem Grinsen auf den Lippen wirft der Spanier dabei wiederholt PET-Flaschen in die Gebüsche und auf Grünflächen am Straßenrand. Dabei zieht der Spanier folgendes Fazit:
„Keiner mag Nature, ey!“

Auch in Madrid hat Siko Serkis' Exhibition of the Bizarre and Obscure wieder ihre Zelte aufgeschlagen. Aus dem Innern hallt fröhliche Musik und Gesang. Die Kamera fährt vorbei an den Bauwagen und wir sehen keine kleine Zahl an Sicherheitskräften, die auf ihren Posten stehen. Auch vor dem Eingang ist durchaus zu spüren, dass die Anschläge des Roten Bundes ihre Spuren hinterlassen haben, stehen dort doch einige Metalldetektoren, mit denen die Gäste wohl vor Einlass überprüft werden. In der Manege selbst ist eine lange Tafel errichtet worden, an denen sowohl uns bekannte Gesichter aus dem Zirkus, als auch unbekannte Gesichter der Zirkusleute, die aus aller Herren Länder angereist sind, Platz genommen haben. Ein Banner über der Tafel verrät uns nun auch den Anlass und gratuliert Dexter Riggs zu dem Gewinn des Unlimited Titles. Besagter Gewinner steht soeben auch bei Siko Serkis und schüttelt den Kopf:
"Das wäre nicht nötig gewesen, Siko. Ich weiß, dass der CarniVale momentan andere Sorgen hat. Wir sollten …"
"Papperlapapp!",
unterbricht der Zirkusdirektor mit einem breiten Lächeln auf den Lippen,
"Titelgewinne sind zum Feiern da. Wir lassen uns doch von solch radikalen Witzfiguren nicht die Laune verderben. Und mit so vielen Gästen fällt uns früher oder später noch die Decke auf den Kopf, wenn wir nicht etwas Dampf ablassen. Du weißt doch, wie Zirkusleute sind ... Also entspann dich und lass dich feiern, heute ist dein Tag!"
Dies gesagt schiebt Serkis das junge Wunder in die Menge, die diesem sofort einen Bierkrug in die Hand drückt. Serkis schaut ihm wie ein stolzer Vater hinterher, als eine Stimme aus dem Off erklingt.
"Serkis, mein Bester! Das bist du doch, oder?"
Serkis breitet freudig die Arme aus als der Maukisch ins Bild tritt.
"Ah, da ist ja unser Special Guest. Dann hast du meine Einladung also bekommen. Wie könnte ich dir mehr danken, als mit einer Feier mit unserer großen Familie?"
"Eine Feier? Nun, auf so eine Idee wäre ich nie nie gekommen. Da kreisten meine Gedanken eher …"
Aber Serkis unterbricht winkend:
"Alles zu seiner Zeit. Erst einmal will ich dir meine Kumpels vorstellen."
"Ich könnte mir nichts unangenehm…"
Doch Serkis hat ihn schon am Arm gepackt und will ihm einen Krug Bier in die Hände drücken. Der Superheld lehnt jedoch ab:
"… ähm … lieber nicht, ich bin doch im Dienst. Heldendienst, Jackpot und so … du weißt ja nicht, wie das ist."
Serkis zuckt mit den Schultern und zerrt ihn in die feiernde Meute.

Backstage ist Merlin Montgomery in hoffentlich seiner Umkleide zu sehen, wie er aufgebracht auf und ab geht:
"Das ist doch nicht zu fassen. Diese dreifach verfluchten ... ich könnte ... aaaargh. Frank!! Du hast mir die Zutaten nicht richtig gereicht. Das hätte katastrophal enden können. Etwas mehr Konzentration bitte. Frank!! Frank??"
Die Kamera zoomt etwas heraus zeigt Frank Shoot'Em. Dieser steht grinsend in einer Ecke des Raumes und grinst Merlin an. Merlin geht auf ihn zu, sein Gesicht verfinstert sich:
"Ach, richtig. Du hast mir gar nicht geholfen. Du hast nur dagestanden, exakt dort wo du jetzt stehst. Und mich angegrinst. Und irritiert. Mich zu einem Fehler verleitet. So wird es gewesen sein. Vielleicht sollte ich ... seit der Anniversary Show, seit Parousia, bist du anders, Frank. Ich kann es noch nicht genau bestimmen. Ich habe von dem Vorfall in Südkorea bei Outlook gehört. Vielleicht sollte ich tatsächlich ..."
Merlin versinkt offenbar im Gedanken, während Frank ihn weiter nur anstarrt und grinst.
Es wird weiter geschaltet.

Hardcore Match
Paul Pizza vs. Parousia
Sieger nach dem Pizza Driver: Paul Pizza


Die Ringglocke sowie das Theme von Paul Pizza ertönen zeitgleich und diese Tatsache kann nur eines bedeuten: Paul Pizza hat soeben ein Match gewonnen! Ein Fakt, der ihn anfangs gar nicht wirklich zu interessieren scheint, denn er starrt mit bösem Blick auf den geschlagenen Parousia hinab, bevor er sich langsam von diesem abwendet und seine Fäuste in die Luft hebt. Doch während er seinen Sieg derart „zelebriert“, scheint auch Parousia wieder zu erwachen. Er begibt sich auf alle Viere und kriecht im Rücken von Pizza auf diesen zu, bevor er sich direkt hinter ihm aufrichtet. Pizza wird von zwei tätowierten Händen am Kopf gepackt, doch diese Geste wirkt nicht im Geringsten bedrohlich, sondern vielmehr liebevoll, was auch durch das Lächeln von Parousia unterstrichen wird.  Einige Sekunden der Spannung vergehen, dann bedenkt der Gesichtsbemalte die Stirn des Maskierten mit einem Kuss, bevor er seinen Griff löst und vor Paul auf die Knie sinkt. Eine Situation, mit der Pizza sichtlich überfordert wirkt. Der Neuseeländer weicht zuerst einen Schritt zurück, bevor er Parousia die Hand hinstreckt, woraufhin dieser auch sofort einschlägt und von Paul auf die Beine gezogen wird. Womit die Beiden sich jetzt ungefähr Auge in Auge gegenüberstehen, doch Pizza hat anscheinend noch nicht genug. Eine schnelle Drehung später gibt es den Pizza Driver gegen Parousia! Erst jetzt wird Pizzas Theme erneut eingespielt, und dieser geht entschlossen backstage.

"Eine Woche vor ECW",
verrät die Bildunterschrift. Wir sehen Ratte und Sasha in einer einigermaßen versifft wirkenden Privatwohnung. Ratte wirkt betrübt:
"Mann, Alter, das war echt nicht, was ich wollte. Ein bisschen Kloppe ist ja cool, aber ich hab voll auf den Armen gekotzt. Das ist echt widerlich und der hat mir nichts getan, um das zu verdienen."
Sasha stimmt zu:
"Ja, das ist wirklich irgendwie aus dem Ruder gelaufen. Aber nützt ja nichts, es ist, wie es ist."
"Warte, Mann, wir müssen uns da irgendwie entschuldigen. So ist das echt nicht korrekt. Schließlich sind wir keine rechten Spacken wie Briscoe oder so. Solche würden sich nie entschuldigen."
"Mhh, vielleicht hast du Recht, Ratte. Meine Mutter hat immer Kuchen gebacken, wenn sie sich bei jemandem entschuldigen wollten."
"Echt? Meine Mutter hat sich bestimmt nie bei jemandem für irgendwas entschuldigt. Lass uns das probieren. Schaffen wir das in einer Woche?"
Es beginnt eine rasante musikalisch begleitete Schnittreise durch die letzte Woche von Gruelling Green Gunk:
Montag: Wild werden Zutaten kreuz und quer durch die Küche befördert. Trotzdem gelingt es scheinbar, etwas pogend in Richtung Ofen zu bewegen. Freudig legte Ratte noch eine Stufe drauf und rempelt Sasha besonders heftig …
Dienstag: Der nächste Versuch hat es tatsächlich in den Ofen geschafft. Erledigt liegen Ratte und Sasha recht eigentümlich auf dem eher weniger intakten Sitzmobiliar der Küche. Bequem scheint es zu sein, sind die Augen der beiden doch friedlich verschlossen. Aus dem Ofen entsteigt derweil Rauch …
Mittwoch: Im Ofen befindet sich ein durchaus ansehnlicher Kuchen, der nicht recht zur halb abgefackelten Küche um das Gerät herum passen mag. Die Klappe wird geöffnet und Ratte nimmt ihn freudig heraus, hält ihn sich wie einen Wrestlingtitel über den Kopf, während er auf die offene Ofenklappe steigt, um sich besser in seiner Glanzstunde zu präsentieren. Leider gibt die Klappe nach und Ratte stürzt mit den Kuchen in Händen in Richtung Sasha …
Donnerstag: Vor der halbabgefakelten Küche und dem mit Duct-Tape zusammengehaltenen Ofen steht tatsächlich ein herrlicher – na ja, anständiger – Kuchen auf dem Küchentisch. Ratte und Sasha klatschen ab. Kurze Zeit später blickt Ratte in den leeren Kühlschrank und dann verstohlen zum Küchentisch …
Freitag: Ein neuer Kuchen! Diesmal auf dem Stubentisch. Rattes Mund ist bis auf eine strohhalmgroße Öffnung zum Trinken mit Duct-Tape verschlossen. Sasha atmet tief durch und nickt zufrieden. In diesem Moment öffnet jemand die Wohnungstür, die eh nur spärlich in den Rahmen gestellt war. Eine Gruppe feiernder Punk-Freunde …
Der Kurzfilm endet und wir sehen Ratte betrübt auf der Couch sitzen. Plötzlich kommt Sasha mit einer geradezu meisterhaft gestalteten Torte herein. Freudestrahlend berichtet er:
"Meine Mutter hat uns die gemacht."
"Wow, ich glaube nicht, dass meine Mutter je so was gemacht hat. Die ist super. Na ja, fast …"
Ratte nimmt eine Bierdose und rammt sie in die Mitte des Kuchens. Gemeinsam betrachten beide das verunstaltete Stück Konditorenkunst und sprechen dann synchron:
"Perfekt!"

Beim Palacio de Deportes sehen wir eine Art Flohmarkt. Hilfsbereite Damen und Herren können hier – laut der Texttafel am Eingang - Gebrauchtwaren kaufen. Der Erlös würde von den Veranstaltern an gemeinnützige Zwecke übergeben werden. Auf einer Kamerafahrt über den Markt sehen wir alte Holzpuppen, verschlissene Kleinmöbel und mitgenommenes Spielzeug den Besitzer wechseln. Dann wird die Idylle des beschaulichen Markts durch laute spanische Latinomusik gestört. Kurz darauf rast ein goldener SUV über den Markt. Panisch fliehen Verkäufer und Besucher, während das Gefährt reihenweise Stände unter seinen breiten Reifen zermalmt. Auf den Fahrersitz erkennen wir Pedro Sanchez:
„Keiner mag nice People ey – so wie Dylan.“

Singles Match
Dylan vs. Pedro Sanchez
Sieger nach einem Spinebuster: Pedro Sanchez


Durch einen Gang sehen wir langsam Kaa Haali schlendern. Seine Augen sind dabei geschlossen. Seine Schritte wirken fast schwebend. Leicht taumelt sein Kopf um seine Körperachse kreisend, als nehme er Schwingungen des Raums war. Irgendwann bleibt er vor einer Tür stehen. Er legt seine Hand auf diese. Tief saugt er die Luft vor sich ein. Seine Hand beginnt, in die Tür einzudringen. Bis gut zum Ellbogen ist ein Arm im Raum verschwunden. Das Holz ist zersplittert und hat für einige Schnittwunden gesorgt. Und doch öffnet sich die Tür nun durch Aufklinken von innen. Haali zieht seinen Arm aus der Tür und betritt den Raum, in dem ihn schon ein kampfbereiter Magnus Gustafsson erwartet. Der Inder jedoch versinkt friedlich in den Yogi-Sitz:
"Fürchte mich nicht, Magnus. Ich bin nichts als deine Furcht selbst. Ich habe dich gespürt, als Kaa Haali sich in den Gängen ausbreitete. Ich habe dich berührt und sieh' wie dieser Moment schon reichte, mir Leid zuzufügen."
Haali präsentiert Magnus seinen blutigen Arm, den eben die Splitter der Tür an mehreren Stellen verletzten.
"Dies, Magnus, ist das Leid, das dich umgibt. Das Leid, das deinem Weg im Wege steht. Wie willst du eine Tür in die Zukunft öffnen, wenn dein Leib eine blutige Wunde ist?"
Der Schwede starrt den stark veränderten Inder eine Zeit lang nur an, bevor er sich noch Wörter hervorbringt. 
"Was zum Teufel laberst du? Weg im Wege? Schon mal von mir gehört? Leute, die mich in meiner Jugend so angequatscht haben, haben Bekanntschaft mit..." 
"Dein Körper ist schwach, weil es deine Seele ist. Weil du einst Nanook verraten hast. Weil du dich damit selbst verraten hast. Aber du brauchst nicht mit Grimm in deiner Aura deine Tage fristen. Ich habe verraten. Mehr als ich mir je hätte vorstellen können. Und ich habe gesühnt. Und ich war erfolgreich. Heute, Magnus, bedeutet das alles nichts mehr. Es sind Ausschläge auf einem Abbild der Vergangenheit. Es existiert nur, wenn du willst, dass es existiert. Magnus, nicht ohne Grund hat mich der Fluss der Gegenwart an deine Küste gespült. Meditiere mit mir. Erkunde die Landschaft deiner Vergangenheit. Mit mir. Lass uns gemeinsam erfahren, was sie wirklich bedeutet hat und was sie heute noch bedeuten muss."
Der Inder setzt sich daraufhin mit verschränkten Beinen auf den Boden und schließt die Augen. Magnus wirkt unsicher, geht sogar einen Schritt auf ihn zu. Dann stoppt er jedoch:
"Keine Ahnung woher du das mit Nanook weißt, alter Mann, aber ich habe meine Probleme immer schon selbst gelöst. In der Schule, im Sport und bei NXT. Ich habe schon viel zu viele Gedanken an ihn verschwendet... Hörst du mir überhaupt zu?"
Doch der Inder reagiert nicht, wirkt wie in Trance. 
"Ach, was rede ich mit dir überhaupt. Bleib auf deinem Arsch sitzen, wenn du willst. Ich weiß was zu tun ist."
Damit lässt er den Inder sitzen und verschwindet aus der Kabine.

Das Theme des CarniVale erfüllt die Halle mit Verzückung und Sleazy, Creepo, Zachary Brooks und Bertha betreten den Palacio de Deportes unter angemessenen Reaktionen. Gerade Bertha, die noch immer einen Verband um den Kopf trägt, bekommt aufmunternden Applaus. Im Ring ergreift die ehemals fette, bärtige Lady, die mittlerweile beide Punkte ihrer Jobbeschreibung nicht mehr vollumfänglich erfüllt, das Wort.
"Vor drei Wochen haben wir endlich zum Gegenschlag ausholen können und einen weiteren terroristischen Akt des Roten Bundes vereiteln können. Leider jedoch, ohne die Frau, die für all das verantwortlich ist, in die Finger bekommen zu haben. Die Frau, die mir das..."
Bertha deutet zunächst auf ihr Kinn, an dem nur einige wenige Bartstoppeln zu sehen sind, und dann auf ihren Kopf.
"... angetan hat. Wisst ihr wie viele Jahre ich gebraucht habe, bis mein Bart so dicht und voll wie zuletzt war? Scheiß auf die Haare, scheiß auf mein Gewicht. Diese Dinge lassen sich schnell wieder richten, aber sie hat mir mein Kapital, meinen Wert für den CarniVale auf Jahre hinaus genommen. Hat mich blutig geschlagen und meiner Familie Leid zugefügt. Sie wagt es utopische Forderungen zu stellen, ist dabei jedoch zu feige, ihr wahres Gesicht zu zeigen und versteckt sich hinter einem Tuch.
Für all das wird sie büßen. Für jedes einzelne Haar, das sie gekrümmt hat, wird sie Schmerzen erfahren. Ich fordere sie hiermit zu einem Match beim nächsten ECW heraus! Frau gegen Frau. Stell dich und zeig der Welt, dass mehr hinter dem Roten Bund steckt als eine Terrorgruppe."
Ein Moment vergeht, dann springt der FTron an und zeigt die Dame des Roten Bundes.
„Du bist nicht in der Position hier die Forderungen zu stellen, Bertha.“
Bertha schüttelt den Kopf und zieht etwas aus einer Tasche.
"Ich dachte mir schon, dass du dich nicht trauen würdest. Aber du hast einen Fehler gemacht. Du willst die Offenbarung deiner Identität nicht riskieren, aber schau mal, was wir am Fuße der Böschung gefunden haben, nachdem du dich letztes Mal so Hals über Kopf aus dem Staub gemacht hast. Die Zeit des Versteckens ist vorbei... Greta Schobert!"
Sie öffnet die Hand und eine Kette, eine Art Dog Tag, fällt hinab und baumelt im nächsten Moment vor Berthas Gesicht. Die Kamera zoomt sogleich heran und offenbart die Aufschrift: Roter Bund Kampfmarke - Greta Schobert. Besagte Dame blickt die Mitglieder des CarniVale mit kalten Augen an und zieht schließlich das Tuch aus ihrem Gesicht.
„Du magst meinen Namen haben, aber nicht mehr. Mein Name ist nur eine Aneinanderreihung zufälliger Buchstaben. Meine Eltern haben ihn ausgesucht. Und was für eine schlechte Wahl sie doch getroffen haben. Mir bedeutet er nichts. Für die Rote Revolution ist sein Wert klein. Ich bin nur eine kleine Frau im reißenden Strom des Roten Bundes. Der Zweck steht im Mittelpunkt. Und der Zweck – das Ziel – ist derzeit das Ende eures imperialistischen, ausbeuterischen Konstrukts, des CarniVale. Wir haben euch bereits mitgeteilt, dass wir nichts anderes als eine bedingungslose Hinnahme unserer Forderungen akzeptieren werden. Doch was ist euer Ziel? Wofür arbeitet ihr? Warum machst du das alles? Was bedeutet euer Zirkus dir, Bertha? Würdest du alles dafür geben? Dann beweise es. Denn ich akzeptiere deine Herausforderung. Unter einer Bedingung: Verlierst du, musst du deine hässliche Fratze ein für alle Mal aus dem CarniVale zurückziehen. Für immer. Unwiderruflich. Keine Auftritte mehr. Keine Tierquälerei. Keine Verblendung der Masse. Wir können kämpfen, Bertha, aber zu unseren Bedingungen.“
Bertha schweigt und scheint zu überlegen. Sleazy und Zachary Brooks reden sofort auf sie ein, doch sie hebt eine Hand und wendet sich an Greta.
"Wenn das der Preis ist, um dir endlich das Maul zu stopfen, dann soll es so sein! Wir sehen uns bei ECW #147, Greta Schobert! Und denk dran, es endet erst wenn die fette Lady singt..."
„Nein, Bertha, die Geschichte endet wenn wir es sagen. Zu unseren Bedingungen. Dein Ende ist erst der Anfang.“

Es gibt einen Szenenwechsel und die Einblendung verrät uns, dass die folgenden Bilder vor einer Woche aufgezeichnet wurden: Ein Taxi fährst durch die Wüste Ägyptens und hält vor den Toren Thebens. Ungefähr so haben wir die Szene bereits einmal gesehen, doch der Mann, der dem Taxi entsteigt, ist nicht Marciboy. Diesmal ist es Tamim Salah, der mit großen Augen und offenem Mund vor den Toren Thebens steht und das Bauwerk betrachtet. Doch noch mehr unterscheidet Tamims Eintreffen in der Stadt von dem Marciboys: Die Tore werden bereits bereitwillig geöffnet und ein Bote tritt heraus und geht auf den Syrer zu. Er zückt eine Pergamentrolle und liest vor:
"Pharao Atem lässt folgendes verkünden: Steve, auch bekannt als Tamim Salah, wird hiermit der Eintritt in das Königreich Theben gewährt. Ihm ist es erlaubt, sich frei in der Stadt zu bewegen, diese zu erforschen und zu erkunden. Lediglich eins sei ihm auferlegt: Sollte er auf irgendeine Weise Ärger in Theben anfangen, wird er sofort des Königreichs verwiesen. Am Abend werde ich ihn im Palast empfangen und seine Antwort erwarten."
Der Bote rollt das Papier zusammen und geleitet Tamim, der verständnisvoll nickt, durch die Stadttore, womit die Übertragung endet.

Tag Team Match
Einhardt Met & Nick Nick Nola vs Gemeinschaftspraxis
Sieger nach einer schönen Aktion: Einhardt Met & Nick Nick Nola


Als nächstes hat der realmansman Ian McQuebec zum Interview bereit stehen.
"Hallo Ian! Danke, dass du dir Zeit für ein Interview genommen hast."
Ian nickt freundlich, nimmt sich das Mikrofon und drückt den realmansman aus dem Bild.
"Sehr gerne, meine Damen und Herren. Mein Name ist Ian McQuebec und heute Abend werde ich gegen Nanook antreten. Richtig gehört, ich werde ein Match bestreiten. Etwas, woran ich beim Blick auf die heutige Card bei einem gewissen Johnny Jackpot nicht so recht glaube. Herzlichen Glückwunsch zu deinem souveränen Sieg, Maukisch!"
McQuebec lacht sich ins Fäustchen und verschwindet, ohne dem realmansman sein Mikrofon wieder zu geben. Es folgt eine Schaltung in die Umkleide von Johnny Jackpot, wo wir jedoch nur ein von Outlook bekanntes Gesicht sehen. Es ist Sebastian, der SAW-Superfan, der Jackpot sein Outfit geschenkt hat. Dann kommt auch Jackpot selbst herein.
„Sebastian, da bist du ja! Nervös?“
„Naja, schon irgendwie. Ich darf wirklich mit dir mit zu deinem Match?“
„Klar, du bist für heute als mein offizieller Manager eingetragen. Ich möchte mich damit bei dir bedanken. Nach Ians Aktion letzter Woche hat niemand für mich bei Kickstarter gespendet. Obwohl… wahrscheinlich habe ich mir das auch selbst zuzuschreiben. Niemand hat mehr an mich geglaubt. Aber du hast es, und du hast mir mein neues Wrestlingoutfit geschenkt. Da hast du es dir auch verdient, heute mal an einem Ring zu stehen.“
Sebastian scheint überglücklich zu sein und kann sein Glück kaum fassen. Wir fassen dagegen die nächste Werbung, ins Auge nämlich.

Zurück aus der Werbung und in die Umkleide von Bread & Butter. Wo Martin gerade ein Puddingteilchen verdrückt und Steve offenbar auf Martin einredet:
„Doch, es ist gut, dass wir Heute hier sind. Vielleicht gibt es ein spontanes Match? Und ansonsten können wir vielleicht zukünftige Gegner studieren. Die Niederlage gegen Softgold hat gezeigt, dass wir noch nicht soweit sind, wie wir gedacht haben, und immer weiter an uns arbeiten müssen. Fokus, Fokus, Fokus.“
Plötzlich wird die Türe mit einem lauten Knall geöffnet.
„MAX!“
Bread wirbelt herum. Seine Gesichtszüge entgleiten:
„Was zum Teufel?“
Verdutzt beobachten Bread & Butter wie die in quietschbunten Ganzkörperanzügen verpackten Brüder Max und Paul Brandt auf Maxs Smartphone starrend durch die Umkleidekabine hüpfen. Begeistert kommentiert Paul:
„Da! Max, da looki-looki! 1 Pikachu!“
Max stimmt ihm zu:
„MAX!“
Direkt auf der wulstigen Aushöhlung von Martins Bauch ist das beliebte Strompokémon in der Tat zu sehen. Begeistert versucht Max Brandt es durch ein Herumfingern seiner wurstigen Hände auf dem Display des Smartphones einzufangen. Ein interessierter Martin Bread wirft interessiert ein:
„Oh, ist das Yu-Gi-Oh? Davon habe ich gehört. Das finde ich toll. Aber, wenn ich kurz darf: Was zum Teufel macht ihr hier?“
Mangels Antwort legt Steve Butter gleich noch die nächsten Fragen nach:
"Und was soll das Ganze? Wart ihr nicht zuletzt toughe Engländer? Was sollen diese Kindereien? Haben wir 2008?“
Anstatt auf die Fragen der Bäcker zu antworten, schiebt sich Max begeistert nacheinander alle 10 herumliegenden Puddingteilchen in den Mund. Fachlich kompetent beschreibt er den Geschmack der leckeren Backware mit einem treffenden:
„MAX!“
Zeitgleich gelingt es dem gewichtigen Brandt-Bruder das Pikachu per Pokéball einfangen zu können. Der Jubel ist groß und auch Paul stimmt begeistert in den Siegestanz seines Bruders mit ein. Steve Butter hakt nach:
„Hey, einen Moment mal. Auszeit. Was hat das alles zu bedeuten?“
Begeistert quäkt Paul, während er einen Fidget-Spinner auf seinem Zeigefinger balanciert:
„Wir sind zurück!“
Doch sein Bruder unterbricht ihn mit einem euphorischen:
„MAX!“
Wie wild trommeln die Wurstfinger Maxs auf den Bildschirm seines Mobiltelefons ein. Paul resümiert:
„Ein Glumanda auf dem Gang? Nix wie los, Maxi!“
Gesagt, getan. Im Eiltempo verlassen die Brandts auch wieder die Umkleide der beiden Bäcker, die mit offenen Mündern zurückbleiben. Ein völlig verwirrtes Brot resümiert:
„Da fällt doch der Kuchen im Backofen ein. Was zur Hölle war das?“

In der Umkleide von Team Bauer Elite kommen gerade Karl Bauer und Kid Austria an. Sie staunen nicht schlecht, findet sich doch auf einem Tableau ein Kuchen, darüber ein Zettel mit der Aufschrift „Sorry. Gruelling Green Gunk.“
„Jo geil, a Kuchen!“
Sofort wirft Karl Bauer den Zettel von sich und beginnt, wie ein kleines Kind seine Hände erst im Kuchen, dann in seinem Gesicht zu vergraben. Schnell ist auch sein ganzer Bart voller Kuchenreste. Kid Austria wartet einige Sekunden mit beiden Händen in die Seiten gelegt, ehe er sich zur Situation äußert.
„Karl, ist das dein Ernst? Die haben und letzte Woche angegriffen, und dann haben sie sich… über uns… übergeben. Und jetzt kriegen wir einen Kuchen und alles ist wieder gut? Karl? Hörst du mir überhaupt zu? Karl!“
Der Bauer wendet sich jedoch, im Gegenteil, sogar noch von seinem Partner ab. Dann wird allerdings recht schnell klar, warum, denn er beugt sich nach vorne und muss sich auf den Boden der Umkleide übergeben!
„Karl, alles in Ordnung? Was haben die…“
Der Bauer erbricht im Schwall, bis sein Magen restlos geleert ist. Dann sackt er zusammen auf die Beine, während Kid Austria sich den Kuchen genau ansieht.
„Eine Bierdose? Welcher Verrückte bäckt denn eine Bierdose in einen Kuchen ein?“
Dann will Kid Austria einen Selbstversuch wagen und riecht am Kuchen.
„Na!“
Mit letzter Kraft kann der Bauer Kid Austria vom Kuchen wegstoßen. Auf einem Knie erklärt er sich dann:
„Ich weiß ned was da drin is, aber es is grauslich! A ranzige Butter, a altes Mehl, irgendwas hinniges is da drin! Iss das ja nicht! Reicht wenn einer speibt…“
Kid Austria ballt seine Faust.
„Komm, wir fahren ins Krankenhaus. Wer weiß, was da für Mist drinnen war. Dass du dir auch immer gleich alles in deinen Schlund schieben musst… aber egal. Wir bringen dich in Ordnung, und bei der nächsten Show werden wir uns rächen! Nicht mit uns, GGG, nicht mit uns!“
Wütend schreit Kid Austria durch die Umkleide, ehe er seinem Partner hochhilft und die beiden gemeinsam die Umkleide mehr schlecht als recht verlassen.

Best of Five Series: Match 4
Singles Match
Max Power vs Mickey Reyes
Sieger nach einem Big Splash: Max Power


Die Ringglocke ist gerade erst verklungen, doch Max Power ist offensichtlich immer noch in Rage. Er nimmt Reyes erneut zu einer Maximum Powerbomb hoch und zieht diese durch. Doch damit nicht genug: Eine zweite Maximum Powerbomb folgt, danach eine dritte. Der Referee will dazwischen gehen, wird jedoch von Power zu Boden gestoßen. Nachdem eine weitere Maximum Powerbomb erfolgt ist, hören wir erneut die Ringglocke. Power verstummt, und der Ringsprecher erklärt, dass der Referee aufgrund der unnötigen Härte Powers entschieden hat, diesen nachträglich zu disqualifizieren.
Sieger nach nachträglicher Disqualfikation: Mickey Reyes
Stand 2:2

Power kann es nicht fassen und macht einige Schritte auf den Referee zu, doch dieser rollt sich schnell aus dem Ring und geht zurück in Richtung Entrancerampe. Da in der Zwischenzeit auch einige EMTs bei Reyes sind, bleibt dem wütenden Max Power nichts weiter übrig, als frustriert den Rückzug anzutreten.

Siko Serkis und der Mysterious Maukisch sitzen in einer illustren Truppe mit Menschen aller Formen und Farben. Serkis stellt soeben einen dicklichen Glatzkopf mit beachtlichen Schnurrbart vor:
"Ron Calli, ein wahres Schwergewicht in unserem Geschäft."
"Aha.",
stellt der Maukisch augenrollend fest, während Calli seine Pranke ausstreckt, um die Hand des Superhelden gewaltsam zu schütteln. Während der Maukisch sich danach das Leben zurück in die Hand drücken muss, berichtet Serkis:
"Er hat auch so wie ich angefangen. Als Strongman. Sagen wir, er ist der zweitstärkste Mann der Welt."
"Immer noch ein Witzbold, Siko!",
poltert Ron Calli und stemmt seinen baumstammdicken Arm auf den Tisch, als Zeichen der Herausforderung zu einem Armdrückduell, doch Serkis winkt ab:
"Ich möchte dich nicht vor deiner Familie blamieren, Ron."
Beide Zirkusdirektoren lachen und stoßen mit ihrem Bier an. Serkis hält dem Maukisch einen Krug hin:
"Hier, trink! Dann wirst du auch etwas lockerer."
"Danke, ich verzichte. Als Held ist es meine patriotische Pflicht, ausschließlich polnisches Bier zu trinken. Aber habt ihr nur immer Spaß. Jeder mag es, Menschen – und denen, die der Bezeichnung zumindest nahe kommen – dabei zuzusehen, wie sie sich betrinken."
"Wie du meinst."
Serkis ext sein Getränk, dann deutet er auf eine Gruppe junger Artisten auf den Tribünen:
"Dort sitzt die Familie La Papillon vom Cirque du Bouteille. Eigentümliches Völkchen, aber solange du kein Französisch sprichst, kannst du nichts Falsches sagen."
Maukisch seufzt:
"Ja, wem geht es nicht so? Aber genug der offensichtlichen Kalenderweisheiten, wir wollten noch über die Gesten der Anerkennung von dir für mich sprechen."
Serkis' Gesicht hellt sich auf, jedoch nicht aufgrund des rüden Themenwechsels des Maukisch', sondern weil soeben Bertha zusammen mit Zachary Brooks und Coulrophobia die Manege betreten hat. Sofort lässt er den Maukisch sitzen und geht der Lady entgegen, die gerade ihrem Ziehsohn eine Umarmung gibt:
"Da ist ja die Frau des Tages! Endlich wird dem Roten Bund Einhalt geboten. Ich glaube fest an dich. Wir stehen hinter dir, komme was wolle. Du packst das. Auf Bertha!"
Die gesamte Manege stimmt ein und hebt die Krüge. Alle außer dem Maukisch.

Vor einigen Tagen. 
Zoom, Zoom! Hier geht’s nicht um ein japanisches Auto, sondern um den bekannten Erlebniszoo in Gelsenkirchen, Deutschland. Die Jubelrufe der Zoofreunde erklingen heuer besonders laut rund um das Eisbärengehege, denn er ist da! Nanook! Ach, ist der wunderbar! Sein flauschiges Fell, seine schwarzen Äugeleins, man würde ihn am liebsten drücken und knuddeln und gar nicht mehr loslassen. Nanook bekommt von dem Trubel jedoch gar nichts mit, denn er ist in seinem Heim gerade damit beschäftigt an einem saftigen Stück Fleisch herumzukauen. Dass heute sein großer Tag ist, weiß er wahrscheinlich gar nicht, doch heute soll er offiziell von seinem Namenspaten getauft werden, Nanook, dem Wrestling-Inuit. Der ECW Superstar soll im Außengehege den jungen Eisbären den Zoogästen präsentieren. Die Mutter des Eisbären scheint dafür in einem separaten Innengehege isoliert worden zu sein. Im Hintergrund ist ihr Wehklagen deutlich zu vernehmen. Der Kumpel von Hulk Hogan jedenfalls hat sich bereits im Übergangsbereich zwischen Innen- und Außengehege eingefunden und berät sich mit einem Wärter. 
„Ich fühle mich sehr geehrt, dass ihr einen kleinen Eisbären nach mir benannt habt, aber wir sollten das schnell erledigen, damit die Mama nicht zu sehr gestresst wird.“
"Passt schon."
Der Tierpfleger zeigt sein charmantes zahnloses Grinsen und begibt sich aus den Sichtbereich der Kamera. Nachdenklich schaut der Wrestler dem Eisbären dabei zu, wie dieser ein paar Fleischfasern herausreißt.
„Wie viel frisst so ein junger Eisbär eigentlich am Tag?“
Doch der Wärter scheint Nanook allein gelassen zu haben, so wendet sich der Inuit wieder seinem Namensvetter zu, während im Hintergrund gerade noch ein paar Füße zu erhaschen sind, die um eine Ecke gezogen werden. 
„Nooky, Nooky, Nooky!“
Brüllt die begeisterte Menge am Außengehege und der Moderator der ganzen Aktion verkündet, jetzt soll es soweit sein, Team Nanook soll zur Tat schreiten. Einen Moment später kommen Nanook & Nanook auch tatsächlich ans Tageslicht und werden freudig empfangen. Der Moderator verkündet:
"Sehen Sie nun das neue, das beste Tag Team der Welt!"
Nanook trägt Nanook in einem Halbkreis durchs Gehege. Zunächst jubelt die Menge, doch nach und nach wechselt der Jubel in ein Raunen, Getuschel und auch Geschrei. Nanook der Wrestler ist sichtlich irritiert und folgt den erschrockenen Blicken des Publikums zum Gehegeeingang, wo eine aufgeregte Bärenmutter dieses betritt. Sie erspäht den Inuit, der ihr Baby in den Armen hält und stapft wütend auf ihn zu. Nanook setzt den kleinen Eisbären sofort auf den Boden und bewegt sich langsam in Richtung des Ausgangs. Die Mutter lässt ihn jedoch nicht aus den Augen. Erst als auf der anderen Seite des Geheges einige Wärter Lärm veranstalten und die Aufmerksamkeit auf sich lenken, kann Nanook die Beine in die Hand nehmen und durch die Tür entschwinden.
Nach einer kurzen Werbeunterbrechung steht Nanook bei Joey Styles.
"Nanook, das wäre ja um ein Haar ziemlich schief gegangen, nicht wahr?"
"Du sagst es. Wir Inuits kriegen es schon von Kindheitstagen eingebläut. Stehe niemals zwischen einer Bärenmama und ihrem Jungen. Hätten die Zoowärter nicht geistesgegenwärtig gelärmt, hätte das ganz anders ausgehen können."
"Wie konnte das überhaupt passieren?"
"Offenbar hat jemand Johann, den Tierwärter, der mich und Nanook vorbereitet hat, ausgeschaltet und dann das Tor zum separaten Innengehege, in dem die Mutter isoliert war, geöffnet."
"Du willst sagen, jemand hat dich bewusst in Gefahr bringen wollen?"
"Sieht ganz so aus. Aber es wurde niemand am Tatort gesehen. Außer Johann und mir war niemand im Gehege."
"Das ist harter Tobak. Fühlst du dich denn trotz des Schocks in der Lage heute gegen Ian McQuebec anzutreten?"
"Natürlich. Das war nicht der erste Eisbär, dem ich in die Augen blickte, auch wenn mir... wie sagt ihr immer? Auch wenn mir der Barsch gehörig auf Grundeis ging! Und nach der Begegnung ist ein Match gegen Ian McQuebec sicher das kleinere Übel. Auch Ian ist gefährlich, keine Frage, aber hier geht es wenigstens nicht um Leben und Tod.“
Nanook grinst in Styles an und geht aus dem Bild.

Wir sehen erneut eine Einblendung von vor einer Woche, und können abermals Tamim Salah bei seiner Tour durch Theben begleiten. Wie in einem Sightseeing-Video sind einige besondere Orte des Königreichs in Szene gesetzt: Die Felder, auf denen weitläufig die Nahrung angebaut wird; die Stallungen, in denen die Tiere gehalten werden; die Wohnhäuser der hier lebenden Bewohner; der Marktplatz, auf dem die Waren vertrieben und Handel betrieben wird. Auf diesem bleiben wir nun auch, und Salah schlendert durch die einzelnen, sorgfältig angelegten Gänge, die trotz regem Treibens gut passierbar sind. Der ECWler schaut sich neugierig die hier angebotenen Waren an und spricht schließlich einen Teppichhändler an:
"Entschuldigen Sie, der Herr, ich hätte da mal eine Frage an Sie: Sind Sie ein Bewohner Thebens oder kommen Sie von außerhalb?"
"Ich komme aus Ägypten, ich biete hier nur meine Waren an."
"Und Pharao Atem erlaubt das? Müssen Sie nicht horrende Zölle bezahlen? Ich dachte, ihn interessiere nur sein eigenes Volk. Bleibt da am Ende wirklich noch genug für Sie übrig?"
Der Händler lacht:
"Natürlich, ich habe von Pharao Atem die Erlaubnis bekommen, meine Ware hier anzubieten. Im Gegenzug vertreibe ich als Zwischenhändler Waren aus Theben in Ägypten. So hat sowohl dieses Königreich als auch ich als Händler etwas davon."
Weiter hören wir dieses Gespräch nicht, denn es wird langsam zur nächsten Situation geschaltet: Tamim spaziert durch einen Bereich, der sich als Wohnbezirk identifizieren lässt: Schlichte, aber dennoch schmuckvoll dekorierte Häuser und eine Ruhe, die im Vergleich zum überfüllten Marktplatz fast schon gespenstisch wirkt. Vor einem Haus macht eine Frau gerade ihre Wäsche, als Salah sie anspricht:
„Na, wie geht’s?“
„Danke, gut.“
„Es scheint hier sehr einsam zu sein. Sind alle beim Markt?“
„Viele, ja. Die anderen ruhen sich gerade aus. Es herrscht Mittagsruhe. Ich mache in der Zeit immer am liebsten die Hausarbeit, dann bin ich schon fertig und kann mich entspannen während die anderen dann alle hier draußen aktiv sind. Ich genieße die Stille und Ruhe.“
Und während die beiden sich weiter unterhalten, blendet die Kamera aus.

Singles Match
Ian McQuebec vs. Nanook
Sieger nach Countout: Nanook


Etwas abseits der Feierlichkeiten im Zirkus hocken Sleazy und Creepo. Beide scheinen nicht gerade in Feierlaune zu sein, was beim Pantomimen natürlich dem Normalzustand entspricht, beim kleinen Clown jedoch eher verwunderlich ist. Dieser läuft wieder aufgeregt auf und ab.
"Ich weiß, wir haben gleich noch ein Match, aber diese Frau will mir nicht aus dem Kopf. Ich hab ja gesagt, dass mir die Stimme bekannt vorkam und jetzt wo ich ihr Gesicht gesehen habe... ich kenne sie, Creepo!"
Sleazy packt dem sitzenden Creepo dramatisch an den Kragen.
"Du darfst es keinem erzählen, hörst du? Zu niemandem auch nur ein Sterbenswörtchen. Ich befürchte, ich bin Schuld daran, dass der Rote Bund uns attackiert!"
Creepos Augen weiten sich tatsächlich erschrocken ob dieser Annahme seines Partners. Und auch die Regie schaltet vor Schreck weg, ehe wir mehr erfahren können.

Wir sind in einem Raum. Als Umkleide lässt er sich eigentlich schwer bezeichnen; aber da allein Venom anwesend ist, und sich Kleidung auf dem Boden befindet, mutmaßen wir einfach mal, dass es sich um Venoms Umkleide handelt.  Es klopft an der Tür, doch ehe Venom zu einer Reaktion kommt, wird diese auch schon geöffnet. AfRon kommt herein. Sofort spitzt Venom die Augen, doch das maskierte Monster von ECW bleibt sowieso schon im Türstock stehen. Mit fast schon sanfter Stimme sagt er folgende Worte:
„…Heute…entscheidet…Zukunft von ECW…du…oder…ich…“
Trotz der minimalen Lautstärke sieht man, dass AfRon das Sprechen schwer fällt. Nach diesem einzigen ‚Satz‘ geht er auch schon wieder. Die Tür lässt er jedoch offen, was Venom damit quittiert, dass er sie laut zu schlägt. Und damit schalten wir weiter.

Wir sind zurück aus der Werbung und befinden uns im Ringbereich des Palacio de Deportes, wo soeben ein Theme ertönt, genauer gesagt die Musik von Champions, denn es handelt sich um das bekannte Innate Ideas-Lied. Im Einzugsbereich ist allerdings zunächst nur eine Person erkennbar, nämlich Babylas Theodoridis, doch einige Sekunden später erscheint Renatus Klugenthal ebenfalls und die Beiden ziehen ihren Einzug routiniert durch, bevor sie sich im Ring jeweils ein Mikro reichen lassen. Der Grieche ergreift zuerst das Wort:
„Dick TV! Ich hoffe, ihr befindet euch gerade vor einem Fernseher und lasst auf diesem nicht einen eurer Schmuddelfilmchen laufen, denn ihr solltet jetzt ganz genau zuhören. Eure Herausforderung für WrestleMania? Wir…“
Es folgt ein Seitenblick zu Renatus, der nach einigen Sekunden Zögern knapp nickt und dann weiterspricht:
„Wir akzeptieren eure Herausforderung. Aber freut euch nicht zu früh, denn jetzt folgt der Teil, den ihr euch eigentlich anhören solltet. Unsere Warnung, die für euch viel zu spät kommen wird.“
„Ihr seid sicherlich der Meinung, ihr hättet eine Chance gegen uns. Seid überzeugt, ihr hätten einen Keil zwischen mich und Renatus getrieben. Doch unsere Differenzen, sie liegen in der Zukunft.“
Sofort fällt Klugenthal ihm ins Wort:
„Ja, genau, vergeben und vergessen. Aber keine Sorge, unsere Wut ist noch immer vorhanden und ihr werdet sie bei WrestleMania zu spüren kriegen. Allerdings haben wir für euch vorher bereits eine… wie nennt ihr es?... eine Sneak Peek, wie euer Schicksal aussehen wird.“
Womit Theodoridis auf den SAW-Tron deutet und auf einmal sind Innate Ideas doppelt vorhanden, denn sie befinden sich auch auf dem Videobildschirm im Ring, doch die Zuschauerreihen sind noch leer, ganz offensichtlich handelt es sich um eine Aufzeichnung. Doch abgesehen von der Zeitverschiebung gibt es noch einen weiteren signifikanten Unterschied, denn im Seilgeviert befindet sich ein gefesselter Mosbo. Der Vergangenheits-Renatus legt diesem eine Hand auf die Schulter:
„Erstaunlich, wie wenig Dick TV sich für ihren eigenen Untergebenen zu interessieren scheinen. Dabei leidet er ganz offensichtlich an erheblichen mentalen Problemen und muss ganz besonders geschützt werden.“
„Nicht auszudenken, wenn ihm etwas zustoßen würde. All die Traumata, die dadurch entstehen könnten. Aber wer würde ihm schon etwas antun wollen?“
Sofort verfällt der Deutsche in ein hässliches Lachen und zieht Mosbo auf die Beine, nimmt diesen kopfüber und verpasst ihm den Indubitable Truth, bevor Theodoridis wenig später mit dem Nike nachsetzt, bevor Babylas direkt in die Kamera blickt:
„Dick TV! Ihr hängt an eurer Gesundheit? Dann taucht am besten gar nicht erst zum Titelmatch auf!“

Dexter Riggs tritt aus dem Zirkuszelt, in dem es noch hoch herzugehen scheint und atmet einmal tief durch. Bei ihm scheint im Gegensatz zu seinen Zirkuskollegen nach wie vor keine Feierstimmung aufgekommen zu sein und so entfernt er sich nun ein paar Schritte vom Trubel. Er passiert ein paar Sicherheitskräfte und geht zwischen den Reihen der Bauwagen hindurch. Er setzt sich schließlich auf die Treppe seines eigenen Heims und nimmt den Unlimited Title in die Hand. Langsam fährt er mit den Fingern über die Verzierungen und die Inschrift 'Dexter Riggs'. Erst jetzt zeichnet sich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen ab.
Doch die gute Laune währt nicht lange. Plötzlich wirbelt er herum. Er scheint etwas zu bemerken:
„Dieses Parfüm…“
Bevor Riggs seinen Gedanken allerdings zu Ende bringen kann, wird er mit einem chromlegierten Auspuffrohr niedergeschlagen. Er geht zu Boden, als sich Pedro Sanchez neben ihn kniet und lüstern auf den ECW Unlimited Title blickt. Erzürnt stellt der Spanier fest:
„Keiner mag disabled Guys…als Champion!“

Tag Team Match
Cassidy White & Smiling Jack vs. Coulrophobia
Sieger nach dem Joke's on you: Coulrophobia


Die Manege gleicht einem Schlachtfeld. Doch diesmal scheint kein Angriff des Roten Bundes dafür verantwortlich zu sein, sondern vielmehr die feuchtfröhliche Feier der Carnies. Hier und da liegen schon ein paar Leute unter den Tischen, einige Fässer scheinen bereits geleert worden zu sein. Serkis sitzt mit dem Maukisch auf der Tribüne und überblickt das fröhliche Treiben. Die rote Nase verrät, dass auch der Direktor bereits das ein oder andere Bier intus hat:
"Maukisch, ich muss sagen, dass ich mich in dir getäuscht habe. Ich hätte nicht gedacht, dass du dem CarniVale helfen würdest, dachte, dass du nur deine eigenen Ziele verfolgst, ein wahrer Egoist bist, weißt du? Aber dass du meine Einladung angenommen hast und mit unserer Familie zusammen gefeiert hast, freut mich sehr. Der Abend war sehr wichtig für uns, auch um dem Roten Bund zu zeigen, dass wir keine Angst haben und nicht einknicken werden. Bertha wird es dieser Greta schon beweisen und ihr Manieren einprügeln. So macht man das hier schließlich."
"Wir haben noch immer nicht …"
Serkis legt einen Arm um des Maukischs Schultern:
"Sag jetzt nichts. Wie gesagt, bin ich dankbar. Und niemand soll sagen, dass Siko Serkis seine Schulden nicht begleichen würde. Du kriegst dein Match. Bei ECW #147. Um den Global Heavyweight Title!"
Der Maukisch setzt erneut an, etwas zu sagen, doch wieder kommt Serkis ihm zuvor.
"Unter einer Bedingung. Stoße mit mir an. Dienst hin oder her. Ein Bier. Damit besiegeln wir unsere Abmachung. Auf den Zirkus, unser Titelmatch und den ganzen Rest!"
Erwartungsvoll hält der Kingmaster dem Polen seinen Krug hin, doch dieser zögert. Das dauert der Regie wohl zu lange und so schneiden sie eine andere Szene dazwischen, die laut Bildunterschrift einige Stunde zuvor aufgezeichnet wurde. Darin sehen wir den Maukisch vor zwei Sicherheitsleuten des Zirkus' stehen und mit ihnen reden:
"Nein, wirklich, ich bin dafür zuständig, das Bier auf seine Qualität zu kontrollieren. Dafür wurde ich vom spanischen Bierministerium bemächtigt. Hier ist mein Mauksweis."
Die Männer zischen abwertend Luft zwischen ihren Zähnen hindurch:
"Für wen hältst du uns? Nutzlose Ignition-Sicherheitsleute, die einen Schlagring nicht von einem Teleskopschlagstock unterscheiden können? Wir wissen, was wir hier tun und wir wissen, wer du bist, Maukisch! Ganz offenkundig willst du dich über die Biervorräte hermachen! Keine Chance! Sperrzone! Aber könnte ich vielleicht ein Autogramm haben?"
Der Maukisch wirkt enttäuscht, die Aufforderung zu einem Autogramm schmeichelt ihm aber gleichzeitig. Er zieht sich eine Automaukarte aus dem Ärmel und fordert einen der Männer auf, sich zu bücken, damit dessen Rücken eine geeignete Schreibunterlage bildet. Gerade will er mit dem Stift ansetzen, da dieser ihm aus der Hand auf den Boden fällt. Der noch stehende Sicherheitsmann denkt sich nichts dabei und hebt den Stift in freudiger Erwartung des Maukgramms auf. Diesen Moment nutzt der Maukisch zum Bocksprung über den lebendigen Sicherheitsmannschreibtisch und stürmt das Bierlager. Die Männer regieren aber geschwind und so ist der Pole schnell wieder rausgeschleift. Während er sich scheinbar geschlagen davon macht, grinst er und verstaut ein kleines Fläschchen in seinem Kostüm:
"Wenn das Siko nicht empfänglicher macht, na ja, dann lasse sich mir was anderes einfallen."
Die Regie schneidet zurück in die Gegenwart. Dort in der Manege blickt Maukisch Serkis abwägend in die Augen. Dann hebt auch er einen Krug.
"Damit ist das Title Match besiegelt."
Siko leert in einem Zug, der Pole zögert. Irgendwann fällt der stärkste Mann der Welt dann einfach um. Der Maukisch wirkt erleichtert. Sein Bier kippt er auf den trockenen Sand der Manege:
"Wurde ja auch Zeit. Eigentlich tust du mir ja fast Leid. Hätte nicht gedacht, dass das solange dauert. Ich muss mich jetzt wirklich sputen, um rechtzeitig zum ECW Main Event da zu sein. Wenn das jetzt nicht geklappt hätte, wer weiß, ob ich wirklich noch Zeit gehabt hätte, hier meine Spurkische zu hinterlassen. Mhh, hier sind alle jetzt ausgeschaltet? Ich hoffe, das nutzt dieser Bund nicht für sich aus … hoffe ich das wirklich? Ich bin mir einfach nicht sicher. Na ja, wie dem auch sei, Siko, wir sehen uns im Ring. Hoffentlich hast du deinen ganz speziellen Kater bis dahin ausgestanden. Hoffe ich das wirklich? Nein, das nun wirklich nicht."

Ein letztes Mal springen wir eine Woche in die Vergangenheit, ein letztes Mal nach Theben: Diesmal befinden wir uns im Palast des Pharaos, und dieser sitzt auf seinem Thron, das Milleniumslot, Zeichen seiner Macht, um den Hals, zu seiner Linken und Rechten seine sechs Berater. Vor dem Thron steht Tamim Salah, an den sich der Pharao nun auch wendet:
"Steve, du hattest die Möglichkeit, dich von der Freiheit meines Volkes selbst zu überzeugen. Einen ganzen Tag habe ich dir Zeit gegeben, dich in meinem Königreich umzusehen, und nun habe ich eine Frage an dich: Wie lautet dein Fazit?"
„Ich war überrascht. Es waren viel weniger deiner Soldaten herumgestanden als ich gedacht habe. Die Leute schienen größtenteils zufrieden zu sein. Aber wie repräsentativ ist ein Tag? Ich würde gerne länger bleiben, ich habe noch lange nicht alles gesehen. Und mir noch kein abschließendes Bild gemacht. Auch wenn Sie es als respektlos empfinden könnten – aufgrund der Erfahrungen in Syrien, kann ich mir nicht vorstellen, dass hier alles so reibungslos abläuft, wie es heute den Anschein gemacht hat.“
"Wie der Zufall es will, habe ich in den letzten Wochen erst einen neuen Wohnbezirk bauen lassen. Es kommen immer mehr Menschen nach Theben, und so brauchen wir natürlich immer mehr Platz, um diese unterzubringen. Dir sei es gestattet, eins dieser Häuser zu beziehen, vorläufig solange du es möchtest. Doch die Auflagen bleiben bestehen: Wenn es deinetwegen Ärger in der Stadt geben sollte, wirst du des Königreichs verwiesen. Ist dies in deinem Sinne?"
„Ja.“
"Nun, so sei Es. Steve",
er deutet auf eine seiner Wachen,
"Geleite ihn zu seinem neuen Lebensraum."
Tamims Weg dorthin sehen wir jedoch nicht mehr, denn die Kamera blendet wieder aus.

Max Power ist in einem dunklen Raum mit russischem Licht zu sehen. Die bekannte Szenerie unterstreicht er, indem er auf einem Stuhl sitzt, wütend in die Kamera blickend:
„Übertriebene Härte? Disqualifikation? Ihr habt sie nicht alle! Ich habe Reyes besiegt! 1, 2, 3!“
Er klatscht mit einer Hand auf die andere bei jeder Zahl. Dann springt er auf.
„Eindeutig und mitten im Ring! Ohne Hilfe und regelkonform! Und dann kommt ein kleiner, unbedeutender Ref daher und meint, er müsse sich aufspielen? Ich, Max Power, wurde gescrewt!“
Er schnauft tief durch und geht vor dem Sessel auf und ab.
„Aber das ist mir egal. Dann sei es eben WrestleMania. Eine größere Bühne für meinen Sieg. Mehr Zuschauer für deine Niederlage. Aber glaub mir Reyes, ich werde nicht nach dem ersten Pin aufhören. Nein, ich mache weiter. Dieses Mal aber regulär. Iron Man Match!“
Er blickt in die Kamera und grinst.
„30 Minuten lang gehörst du mir. Kein Referee, der dich rettet. Keine Ringglocke, die den Kampf abbricht. Nur Maximum Power Bombs. Immer…“
Er packt den Sessel.
„…und immer…“
Er hebt den Sessel hoch.
„…wieder!“
Er lässt den Sessel mit einer krachenden Maximum Powerbomb auf den Boden knallen. Das russische Licht wird ebenfalls getroffen und zerbricht.

Singles Match
AfRon vs Venom
Sieger nach einem Triangle Armbar: Afron


Wir sehen Dick Anderson und Dick Nolan Backstage beim Realmansman. Beide tragen wieder ihre Innate Ideas Anzugkopien während der Interviewer beginnt. 
"Mr. Anderson." 
"Dickter Anderson bitte."
"Oh, natürlich. Dickter Anderson. Ich komme gleich zur Sache. Was überwiegt bei Ihnen: Die Freude, eine Chance auf die Tag Team Gürtel zu haben, oder der Schock, nachdem Sie gesehen haben, was die aktuellen Champions mit Ihrem Partner..." 
"Assistentin" 
Der echte Manns Mann stoppt kurz verwundert. 
"... mit Ihrer Assistentin angestellt haben." 
Anderson atmet tief durch und scheint sich eine Antwort zu überlegen. Dann antwortet er mit ruhiger Stimme:
"Wissen Sie mein Herr, auf dem Weg nach oben muss man Risiken eingehen und Opfer bringen. In diesem Fall haben wir temporär unsere Assistentin verloren, was uns in die unbequeme Situation bringt, unsere Termine selbst zu organisieren. Jedoch darf man sich solchen dilletantischen Mind Games nicht beugen, man muss konzentriert... fokussiert bleiben um... damit man... Ach Scheiß doch drauf, ich kann das nicht mehr!"
Anderson reißt sich die Verkleidung von Leib und steht nur noch in Unterhose da. Er wirkt plötzlich deutlich aggressiver und starrt Nolan in die Augen. 
"Schluss mit lustig, Dick." 
Der nicht und tut es seinem Partner gleich. Halbnackt greifen sie sich das Mikro und sprechen abwechselnd und intensiv in die Kamera:
"Playtime is over."
"Babylas, Renatus!"
"Schaut euch eure Titel an." 
"Macht Fotos."
"Bald sind sie weg." 
"Die gehören bald uns." 
"Schaut noch Mal in den Spiegel." 
"Eure aktuellen Gesichter?" 
"Bald verschwollen und blutig." 
"Zugerichtet von uns" 
"Wir wollten das Titelmatch und jetzt haben wir es." 
"Wir wollten Spaß haben, am Tag unserer ersten Chance auf Gold."
"Aber Hosen runter, Spaß ist nicht mehr."
"Ihr glaubt, wir haben Angst?"
"Ganz im Gegenteil"
"Macht euch gefasst."
"Die Dicks machen euch fertig"
"Und wir sind hart,"
"dreckig.."
"und schnell!"
Nach dieser Ansage werden die beiden, ungewohnt aggressiv, das Mikrofon auf den Boden und verlassen, nur in Unterhosen, das Interviewset.

Wir befinden uns nun im Innenraum des Palacio de Deportes und hören die Musik von Masaru Watanabe. Der Japaner kommt ohne weitere Umschweife zum Ring und nimmt die ersten negativen Fan-Reaktionen der spanischen Fans zur Kenntnis.
"Buh! Das ist genau die Reaktion, die ich erwartet habe. Man macht etwas, was der johlenden Meute nicht passt und bekommt die sogenannte Quittung, indem man ein paar armselige Buh-Rufe erhält!"
Masaru zuckt mit den Schultern, so als wäre es ihm vollkommen egal. Als die Fans lauter werden, wird auch er lauter.
"Das hier ist nichts Neues für mich. Meine ganze Familie wird geächtet. Daheim in Japan ist es seit Monaten so, dass ich ausgebuht werde. Egal, wo ich hingehe. Masaru Watanabe ist eine Persona non grata! Ich werde ausgebuht für etwas, was ich für euch hinter der Absperrung sein wollte. Ich wollte der Lichtblick am Horizont sein. Ich wollte der sein, dem alle zujubeln weil er dem Bösen den Gar ausmacht. Ich wollte die Speerspitze ECWs sein! Das will man aber offenbar nur sehen, wenn man dafür Eintritt zahlt und sich Gut und Böse im Ring treffen. Diese Lektion musste ich auf die harte Tour lernen. Ich habe diesen Weg nicht selbst gewählt..."
Die Fans unterbrechen Masaru mit eindeutigen Zwischenrufen, doch dieser fährt den Fans einfach über den Mund und redet weiter.
"Snake McBatman hingegen hätte seinen Weg selber wählen können. Stattdessen giert er fremdgesteuert nach den Sympathien der Menge. Er lässt sich manipulieren. Er lässt sich blenden. Er merkt nicht einmal, wenn er Leuten in die Falle geht...immer und immer wieder. Letztes Mal fiel er wieder auf jemanden herein...auf mich!"
Die Menge in Spanien buht immer lauter.
"Ihr habt richtig gehört! Vom Moment an, als er sich bei mir entschuldigen wollte, war alles genauestens geplant. Ich musste nicht einmal improvisieren, Snake tat alles was man von ihm erwarten konnte! Snake McBatman ist schwach und daher habe ich ein Exempel an ihm statuiert! Verblendet von Nostalgie und seinen eigenen Fehlern, erkannte er das Gesamtbild nicht. Bemerkte nicht, dass ich getan hatte, was nötig war. Übersah, dass ich mich verändert hatte und auch der Rest von ECW sich verändern muss."
Die Buhrufe ändern sich schlagartig in Jubelstürme, als Masaru von der Musik Snake McBatmans unterbrochen wird. Ebenjener taucht auch, gekleidet in sein Superhelden-Outfit, auf der Rampe auf und nimmt im Schneidersitz auf dieser Platz, ein Mikro hält er zum Glück bereits in der Hand:
„Masaru, Masaru, was geht bloß in deinem Kopf vor sich? Wirfst hier mit großen Worten um dich, dass du mich manipuliert hast, obwohl dies nicht der Fall ist. Was du getan hast, nennt sich nicht Manipulation, sondern Missbrauch von Vertrauen. Mein Vertrauen in DEN Masaru Watanabe. In den Masaru Watanabe, der Fans und Wrestlern gleichermaßen Vorbild war. In den Masaru Watanabe, der sich nach einer Niederlage nicht in Ausreden geflüchtet hätte. In den Masaru Watanabe, der Fairness und Respekt verkörperte wie kein Zweiter. In den Masaru Watanabe, der seine Prinzipien niemals verraten hätte. In den Masaru Watanabe, der einst davon redete, wie schlimm der Mysterious Maukisch ist. Doch dieser Masaru Watanabe existiert anscheinend nicht mehr. Stattdessen gibt es einen neuen Masaru Watanabe, der keinen Deut besser ist als der Maukisch! Aber ich habe bereits dem Polen, nachdem er mein Vertrauen missbrauchte, eine Lektion erteilt und dementsprechend bist jetzt auch du an der Reihe. Und zwar bei WrestleMania!“
Masaru scheint nicht im Geringsten beeindruckt zu sein:
„Ich muss dir danken, Snake. Danke dafür, dass du meine Aussage perfekt unterstreichst. Guck dich an, du bist das perfekte Beispiel. Eine Personifikation dessen, was momentan bei ECW verkehrt läuft. Leute, die sich selber in knallige Outfits werfen und der Meinung sind, sie könnten es jetzt mit der kompletten Welt aufnehmen. Dementsprechend lächerlich ist deine Matchherausforderung auch. Allerdings bin ich ein gnädiger Mann und erlaube dir daher, bei WrestleMania gegen mich zu verlieren. Unter einer Bedingung: Nachdem ich dich besiegt habe, landet dein ‚Superhelden‘-Outfit im Müll!“
McBatman zögert mit seiner Antwort gar nicht erst:
„Wie sagte einst eine weise Person? ‚Das einzige, was du in diesem Leben wirklich bereust, sind die Risiken, die du nicht eingehst. Und weiß Gott, wenn du die Chance hast, glücklich zu sein, dann ergreif sie mit beiden Händen und zur Hölle mit den Konsequenzen.‘ Oder anders ausgedrückt, ich akzeptiere deine Bedingungen!“
Womit Snake sein Mikro wegwirft und sich erhebt, damit er sich einen anständigen Staredown mit Watanabe liefern kann. Wir schalten derweil in die Werbung.

Ein abgedunkelter Thronsaal, in dem nur vereinzelte kleine Feuer lodern, wird gezeigt. Inmitten des Saals zahlreiche Stufen, die auf ein hohes Podest führen, wo ein riesiger Thron den Raum mit seiner ungeheuerlichen Präsenz erfüllt, gefertigt aus abertausenden Klappstühlen, Kendosticks und Holztischen. Aus Blut, Schweiß und Tränen all der einstigen Aspiranten, die die Stufen zu diesem königlichen Sitzmobiliar zu erklimmen versuchten und scheiterten. Die Kamera fährt an den Thron der Throne heran und in schneller Abfolge sehen wir alle Regenten der Vergangenheit auf diesem sitzen und auf finstere, arrogante oder auch gütige Art und Weise auf ihr Reich hinabblicken. The Undertaker, Kevin Nash, Abyss, Diamond Dallas Page, The Rock, Jack Stone, R-Truth, Sami Zayn, Einhart Met. Dann folgen ein paar ikonische Szenen aus dem letzten Jahr. Der World Champion Hulk Hogan als Teilnehmer. Seth Rollins, der im Cross Armbreaker von Zack Sabre Jr. tappen muss. Und schließlich Ausschnitte aus der epischen Schlacht, dem Match des Jahres 2017 und gleichzeitig dem Finale des Turniers zwischen Zack Sabre Jr. und Siko Serkis, das Letzterer schließlich für sich entscheiden konnte.
Der Kingmaster Siko Serkis sitzt nun lässig auf dem Thron und breitet die Hände aus, so als würde er die Leute einladen, zu einer erneuten Tjost, einem weiteren Abend voller epischer Duelle. Vier Worte werden in Folge eingeblendet.
Ruhm. Ehre. Prestige. Unsterblichkeit.
King of the Ring. Montag, 11. Juni 2018.

Wir sehen Mickey Reyes auf einer Trage sitzend, während er gerade von einem Arzt versorgt wird. Die Spuren des heutigen Kampfes sind deutlich an ihm zu sehen.
"Max...bis heute war alles reines Business. Ein sportlicher Wettstreit zwischen dir und mir...aber heute, heute hast du es zu einer persönlichen Angelegenheit gemacht. Bei Wrestlemania werde ich die Gelegenheit nutzen, dich nicht nur zu besiegen, sondern ich will dich demütigen. Du willst ein Iron Man Match? Das sollst du bekommen. In einem Kampf über so viele Runden wirst du sehen, warum ich der King of MMA bin."
Nach diesen Worten geht es zurück in die Halle.

Singles Match
Johnny Jackpot vs. Mysterious Maukisch
Sieger nach Countout: Mysterious Maukisch


Nach dem Match gehen wir tatsächlich in eine kurze Werbepause. Was erlauben sich die GMs? Als wir danach wieder zurück sind, steht Johnny Jackpot im Ring, zusammen mit Sebastian. Der SAW-Superfans versucht, das Publikum zu Applaus zu animieren, doch Jackpot nimmt das gar nicht wahr und spricht direkt in die Halle.
„Ian McQuebec! Ich denke, du hast grade gesehen, was wir alle gesehen haben. Vielleicht war das nicht das beste Match aller Zeiten, aber ich bin immer noch hier, ich trete immer noch an, und ab jetzt sogar in einem tollen Outfit von Sebastian, das ich in Ehre tragen werde! Das heißt, es steht absolut nichts im Weg, dass wir beide bei der nächsten ECW Show die Klingen kreuzen!  Ian McQuebec vs. Johnny Jackpot, bei ECW #147! Ich fordere dich heraus!“
Gespannt warten alle in der Halle auf einen Auftritt des Australiers, doch nach 20 Sekunden wird langsam klar: Er wird nicht kommen. Buhrufe der spanischen Fans machen sich breit und Johnny Jackpot nickt im Ring deutlich. Dann ergreift er wieder das Wort.
„Das war ja wieder klar. Ian, du enttäuschst mich und du enttäuschst alle hier in der Halle. Die Leute sind hier, um Wrestling zu sehen, um zu sehen, wie zwei Männer gegeneinander alles geben! Und nicht, wie jemand sich ins stille Fäustchen lacht, ein paar heiße Sprüche beim realmansman da lässt, sein Match humorlos runterwrestlet und dann sofort nach Hause fährt. Aber das ist anscheinend, wofür Ian McQuebec steht. Ich aber nicht! Nicht mehr… ähem. Na, also ich werde mich damit nicht abspeisen lassen. Ian, wenn du meine Herausforderung nicht annehmen willst, dann werde ich dich bei der nächsten Show dazu bringen, dass du es tust! Verlass dich drauf, dass ich dich in die Finger bekommen werde!“
Danach schmeißt Jackpot sein Mikrofon zu Boden und geht aus dem Ring. Während er die Rampe hoch geht, blickt er immer wieder kurz auf den F-Tron, scheinbar in der Hoffnung, McQuebec doch noch zu Gesicht zu bekommen. Aber vergebens.

Die Regie schaltet zu einem Hinterausgang der Arena. Dort sehen wir Paul Brandt auf der Treppe sitzen. Unmaskiert hat der Brandt-Bruder seinen Kopf in seine Hände gelegt und blickt starr auf den Boden. Er atmet tief durch. Wir hören ihn seufzen. Neben ihm liegt eine Zigarette, die bis auf den Filter heruntergebrannt ist. Dann steht Paul auf und macht sich langsamen Schrittes auf den Weg zum Parking Lot.

Match des Tages: Max Power vs Mickey Reyes
Mann des Tages: Atem, weil er Tamim gratis Asyl gewährt
Aktion des Tages: Sasha und Ratte backen eine Torte
Enttäuschung des Tages:  Pedro Sanchez hat kein Herz für seine Heimat
Überraschung des Tages:  Die Brandts sind wieder da

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