ECW #148 "Ragnarok im Jégcsarnok“

SAW präsentiert: ECW #148 "Ragnarok im Jégcsarnok“
aus dem Pesterzsébeti Jégcsarnok in Budapest, Ungarn
28. Mai 2018
Kommentatoren:
boardhellinacell
Der Wrestling-Nerd

Theme


Die Kamera fliegt über einen Fluss, biegt dann nach links ab und direkt durch das Fenster des Országház, dem Parlamentssitz von Budapest. Wir sehen einen Anzugträger, der eine sehr wichtig aussehende Mappe mit sich trägt. Er eilt durch die Gänge und schlägt direkt die Türen auf. Ohne anzuklopfen entert er ein Büro. Hinter dem Schreibtisch sitzt der ungarische Ministerpräsident mit einer Krone auf dem Kopf, der über die stürmische Ankunft seines Mitarbeiters nicht unbedingt erfreut zu sein scheint.
„Herr Ministerpräsident. Wir müssen unsere Einreisekontrollen wieder lockern!“
Darüber scheint Ungarns Chef nicht erfreut zu sein.
„Was? Wie verrückt sind Sie denn? Ich sollte Sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen!“
„Hören Sie mich an Herr Orban, es ist nämlich…“
„Ruhe! Die Kontrollen lockern! Damit uns die Flüchtlinge überrennen? Damit die EU gewinnt und wir weiter nur Sklaven von denen da drüben sind? Das ist es doch, was sie wollen! So lange ich Ministerpräsident bin, wird es keine Lockerungen für Flüchtlinge geben, ganz im Gegenteil! Ungarn First sag ich nur!“
„Sehen Sie sich doch wenigstens die Mappe…“
„Sie besitzen tatsächlich die Frechheit mich weiter damit zu belästigen? Die Daumenschrauben haben letztens wohl nicht gereicht! Ich werde veranlassen, dass man den Hexenstuhl wieder ausgräbt. Oder soll ich Sie gleich pfählen lassen? Ich werde sofort eine Parlamentssitzung einberufen um dies zu entscheiden!“
Der Mitarbeiter scheint höchst verunsichert. Vorsichtig öffnet er die Mappe. Der Präsident sieht das nicht gern.
„Sicherheitsleute! Ab mit ihm in den Kerker!“
Sofort stürmen zwei Ritter mit Lanzen herbei. Sie nehmen dem Mitarbeiter die Mappe ab und legen sie auf den Steinschreibtisch. Der Mitarbeiter wird in Ketten gelegt und schreiend abgeführt. Der Präsident rückt sich die Krone  zurecht und öffnet die Mappe.
„Oh, Einreiseprobleme für die Kampfunterhalter. Na, da müssen wir doch nur eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Wo ist meine Feder!“
Der Präsident unterschreibt mit Tinte den Erlass, dann holt er sich eine Kerze und stempelt sein Siegel auf den Brief.
„Bote!“
Ein junger Mann im Anzug steckt den Kopf ins Büro.
„Er nehme sich ein Pferd und bringe dies geschwind zur Grenze. Unserem Volk dürstet es nach Unterhaltung.“
Der junge Mann verdreht die Augen und nimmt den Brief an sich.
„Wer kommt denn?“
Der Präsident ist erzürnt über die freche Frage und hebt drohend seine Faust.
„ECW!“
Die Faust knallt auf den Tisch.
Die Weltkugel explodiert.
ECW #148

Siko Serkis wandert durch die Ruine eines größtenteils verbrannten Zirkuszeltes. Die Bildunterschrift verkündet, dass dieses sich in Turin, Italien befindet und es sich um den Zirkus von Sikos Kollegen Ron Calli handelt. Der noch amtierende Kingmaster inspiziert die Schäden, die der Rote Bund während der letzten Show verursacht hat. Schließlich nähert er sich einer Gruppe, in deren Mitte der wuchtige Ron Calli steht und ein paar Kommandos bellt. Als er Serkis erblickt, verfinstert sich seine ohnehin angespannte Miene zusehends.
„Siko, was willst du hier?“
„Die Lage sondieren. Schauen wie schlimm es ist und wie wir helfen können.“
„Ihr habt wirklich genug geholfen, uns mit in diesen Krieg gezogen und jetzt müssen wir eure Suppe auslöffeln. Es war töricht, zu denken, dass der Bund es nur auf euch abgesehen hat. Wir hätten unsere Zirkusse niemals so unterbesetzt zurücklassen dürfen. Jetzt stehen mein Zirkus und zahlreiche andere vor dem Ruin, doch dein Zirkus, der ist unversehrt, weil wir uns geopfert haben.“
Jetzt steigt auch in Sikos Kopf eine leichte Zornesröte auf.
„Was willst du damit sagen, Ron? Es tut mir Leid, was passiert ist, aber wenn du jetzt zulässt, dass die Aktion des Roten Bundes unsere große Familie zerrüttet, dann hat er gewonnen.“
Calli verschränkt die Arme.
„Vielleicht solltest du deren Forderungen nochmal überdenken. Wir haben uns für dich geopfert, vielleicht ist es nun an der Zeit, dass du dich opferst um die 'Familie' zu retten... Geh bitte. Und komm nicht wieder, ehe du die Sache mit dem Bund nicht erledigt hast. Auf die eine oder andere Weise.“

Es wird Backstage zu einem Interview geschaltet, und nach langer Zeit bekommen wir mal wieder NickNick Nola zu Gesicht, zusammen mit Einhardt Met. Ben Jordan hat einige Fragen vorbereitet.
„Vor einiger Zeit gab es viel Trubel um sie beide und Bin Way und so weiter, aber dann ist etwas Ruhe um sie eingekehrt. Was war los?“
Nola überlässt Met den Vortritt.
„Nun, es war keine leichte Zeit. Bin Way hatte mich auf eine bestimmte Art unter Kontrolle. Das war mit viel Schmerz verbunden, und ich konnte es auch nicht ganz so leicht abschütteln. Ohne Nola wäre ich wahrscheinlich immer noch in seinen Fängen. Ich möchte auch nicht mehr weiter darauf eingehen, da es immer noch schmerzt. Die Vergangenheit muss ruhen!“
Jordan fährt direkt fort und wendet sich an Nola.
„Wie schaut es bei ihnen aus? Wie ist gegenwärtig ihr Geisteszustand?“
Nola lässt sich von Met das Mikro reichen, streicht sich die Haare zurück setzt ein freundliches Lächeln auf und beginnt zu reden.
„Was soll ich sagen: ich bin geheilt. In meiner Verzweiflung ein Gegenmittel gegen meine merkwürdige Lage zu finden, habe ich mich so stark auf ihn hier konzentriert …“
Nola deutet auf Met.
„… dass ich immer ‚normaler‘ wurde. Seit er an meiner Seite ist spüre ich keine Ausbrüche mehr, ich höre keinen Stimmen mehr, und auch sonst fühle ich mich besser denn je. In gewisser Weise kann man sagen, wir haben uns gegenseitig gerettet.“
„Klingt vielversprechend. Und wie sehen ihre Pläne für den weiteren Verlauf der Karriere aus?“
Nola fährt fort.
„Ich denke es ist ein Wink des Schicksals gewesen, dass wir beide uns gefunden haben. Es wäre töricht das zu ignorieren. Wir werden unser Glück als Tag Team versuchen.“
Nola reicht das Mikro an Met weiter.
„Wir wissen natürlich nicht, wie erfolgreich das Ganze wird, und müssen zu Beginn sicher einiges an Lehrgeld zahlen, aber momentan genießen wir beide einfach unsere neu gewonnene Freiheit. Eine Leichtigkeit, die wir schon seit einige Jahren nicht mehr gespürt haben. Das Training läuft schon sehr gut, und wir brennen auf die erste Chance uns im Ring messen zu können.“
„Wie wird das Tag Team heißen?“
Nola lacht laut auf:
„Ohne viel Schnick Schnack: Met & Nola“

Wir sind an einem Flughafen und offenbar ist das Ganze schon einige Tage her. Zumindest sagt uns das das Insert. Magnus sitzt am Gate und hat den Kopf in den Nacken gelegt:
"Ich muss ihn finden. Bei der nächsten Show ist Kaa fällig. Kaa. Was für ein Drecks-Name."
Während er dies murmelt, geht eine Gruppe Reisender an ihm vorbei, einer rempelt ihn an.
"Alter, pass' auf, wo du hinlatscht! Weißt du nicht, wer ich bin!?"
Der Mann reagiert jedoch nicht.
"Schau, Mama! Das ist dieser Magnus! Wenn der da ist, sind die coolen ECW-Wrestler sicher auch nicht weit! Vielleicht sogar Snake!",
Magnus hört den Ruf des etwa 10-jährigen Jungen natürlich und dreht sich genervt zu ihm um:
"Ich reise allein! Merk dir das, du Rotzbalg!"
Der Junge beginnt zu weinen, weil er seinen Helden Snake nicht sehen kann, das ist Magnus jedoch egal. Er folgt dem Boardingaufruf aus dem Lautsprecher. Dort stockt allerdings die Flugbegleiterin:
"Ähm, es tut mir leid, Herr Gustafsson, aber Sie sind am falschen Gate. Dies ist A18, Ihr Ticket gilt aber für B18. Da haben Sie sich wohl verlesen. Das kann passieren. Aber Sie sollten sich beeilen, der Flug ist bereits ebenfalls fürs Boarding freigegeben."
Magnus wirkt erst genervt, dann entsetzt und schließlich sprintet er los. Einen Schnitt später kommt er am Gate an, verschwitzt und gerade noch rechtzeitig. Er passiert die Kontrolle ohne Probleme und setzt sich in den Flieger. Er kramt nochmal sein Ticket heraus und blickt darauf:
"Komisch, dabei war ich mir sicher, dass ... Was zum Teufel? Lasst mich hier raus! Sofort!"
Doch das Flugzeug hat sich bereits in Bewegung gesetzt und Magnus wird dazu gebracht, sich hinzusetzen. Sein Ticket fällt auf den Boden und die Kamera zoomt hin. Dort steht als Flugdestination:
"Punta Arena – Presidente Carlos Ibáñez del Campo Airport"

Das GM-Büro, ein Ort der wichtigen Entscheidungen. Ein Ort der Macht. Ein Ort, an dem sich momentan nur General Manager Boardie aufhält und gerade durch das neue, hochoffizielle SAW-Subreddit navigiert, als sich die Tür öffnet. Neugierig blickt der GM und sieht sich einem Quasi-Kollegen gegenüber, denn Outlook-GM Willy ist zu Besuch. Schüchtern blickt dieser sich um:
„Wow, viel größer als mein Büro. Eines Tages werde ich hier auch sitzen.“
Dann erst scheint er Boardie wirklich wahrzunehmen und streckt diesem die Hand entgegen:
„Guten Tag!“
Der Angesprochene schlägt auch ein und ergreift das Wort, während Willy ihm gegenüber Platz nimmt:
„Willkommen bei ECW. Tolle Show letzte Woche. Kann ich was für Sie tun?“
„Es geht um AfRon. Der hat beim letzten Outlook komplett randaliert.“
Boardie wirkt wenig beeindruckt:
„Natürlich hat er das. Es ist Afron.“
„Nicht nur, dass er mit Marciboy einen Prince of the Ring-Teilnehmer verletzt hat, er hat auch für massive Probleme mit den Stromleitungen gesorgt. Und die Hallenbetreiber geben mir die Schuld, was dem Outlook-Budget massiv geschadet hat.“
Boardie zieht eine Augenbraue hoch, lächelt gequält und greift zu einer Schublade.
„Ach, dass ich da nicht früher drauf gekommen bin. Sie wollen also Geld.“
„Nein, Sie einfach nur warnen. AfRon ist eine Bedrohung, gegen die etwas unternommen werden muss.“
Der ECW-GM bleibt weiterhin seelenruhig und schließt die Lade wieder:
„Ich würde mal sagen: Willkommen bei SAW. Wrestler drehen durch, verprügeln Offizielle und zerstören die Hallen. Deshalb schalten die Zuschauer ein. Ich habe mich auch erst dran gewöhnen müssen, dass man manchen Dingen ihren Lauf lassen muss. Entweder Afron kommt von selbst zur Vernunft oder er wird von jemandem aufgehalten. ECW muss sich aktuell um die Vorbereitungen auf den King of the Ring kümmern.“
Willy zuckt mit den Schultern:
„Wenn Sie das sagen. Ist Ihre Entscheidung, meine Warnung einfach zu ignorieren…“
Womit der Outlook-GM sich wieder erhebt und nach einer Verabschiedung das Büro verlässt. Boardies Blick fällt auf ein schwarzes Brett, mit der Überschrift „Verletzungen“. Darauf befinden sich offenbar die Datenblätter von Guybrush Threepwood, Bobbin Threadbare. Der GM steht auf und steckt auch das Blatt von Marciboy hinzu.

„Earlier Today“
Die Einblendung wird einem Video vorgeschoben, welches der F-Tron uns zeigt. Paul Pizza kommt offenbar in seinem Apartment an. Er öffnet die Tür etwas genervt und lässt diese bis zum Türstopper schwingen. Einige Sekunden bleibt er still, dann stürmt er regelrecht herein.
„Was ist hier passiert? Wer war das?“
Schließlich fällt sein Blick auf einen prominent platzieren Brief, der auf einem Tisch an eine Kerze gelehnt wurde. Die Kamera fängt ihn ein, so dass wir parallel zu Pizza mitlesen können.
"Hallo Paul,
Bei unserem letzten Zusammentreffen warst du ziemlich still, praktisch hab nur ich geredet. Dabei dürfte ich wohl irgendeinen wunden Punkt bei dir getroffen haben. Anders kann ich mir deine Aktion nicht erklären. Deshalb wollte ich mich entschuldigen. Ich wollte dich auf keinen Fall provozieren. Ich war extrem gut drauf und habe wohl nicht bemerkt, dass andere eigene Probleme haben. Es tut mir Leid, Paul, von ganzem Herzen.
Ich habe mir die letzten Tage den Kopf darüber zerbrochen, wie ich es wieder gut machen kann und mir ist tatsächlich etwas eingefallen. Ich habe mal etwas "recherchiert" und Mann, ich kann echt verstehen, dass es dir aktuell nicht gut geht. Deine Einrichtung in deinem Apartment blockiert ja total deine positiven Stimmungen. Da ist kein Qi, das fließt. Alles stockt. Deshalb habe ich die ganze Bude mal ordentlich umgeräumt. Kannst du dich noch an die alte Couch erinnern? Die war voll mit negativen Schwingungen, also habe ich sie entsorgt und sie durch diese zwei Holzliegen mit weißen Pölstern und den genialen Holzsessel ersetzt. Der Sessel ist extra so geschwungen um keine Energien zu blockieren. Der kleine Glastisch mit dem Zen-Garten darauf soll dir helfen, deinen inneren Frieden zu finden. Telefon, Fernseher und PC wurden ebenfalls ausgemistet, denn Elektronik ist der Teufel, wenn es einem nicht gut geht. Dafür haben meine Freunde und ich dir diesen stylischen Kachelofen besorgt. Feuer zu beobachten reinigt nämlich die Seele. Schau dich einfach um und versuche, das Qi fließen zu lassen. Deine Bude unterstützt dich dabei, jetzt liegt es an dir.
Liebe für dich
Dylan
PS: Wenn du mal Bock auf eine entspannende Yoga-Session hast, melde dich, ich kann dir ein bisschen was zeigen ;)"
Wütend knüllt Pizza den Brief zusammen und schmeißt ihn weg. Dann packt er sich seine Sachen und braust aus dem Apartment, natürlich nicht, ohne vorher abzuschließen. Das tun wir auch mit diesem Video.

Singles Match
Atem vs. Dylan
Sieger nach einem Dropkick: Dylan


Auf den TV-Bildschirmen sehen wir ein rotes Quadrat. Dort drinnen stehen die vier weißen Buchstaben, der großen Tageszeitung „FOTO“. Darunter steht „EXKLUSIV“.
Im Anschluss sehen wir Bilder der letzten ECW Show. Im Fokus steht Dexter Riggs und sein Kopfstoß gegen Pedro Sanchez, der statt dem Spanier einen Offiziellen im Gesicht trifft und ihn ausknockt. Ein Sprecher kommentiert:
„Bei der letzten Show von European Combat Wrestling hat ECW Unlimited Champion Dexter Riggs eine Grenze überschritten. Der skrupellose Schläger hat dort einen unbeteiligten Offiziellen kaltblütig niedergeschlagen. Der Ringrichter liegt mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Kurz nach dem Vorfall, wurde das Video auf YouRtube“ vom Nutzer SexyPedroESNr.1 hochgeladen und unentwegt in allen sozialen Netzwerken geteilt. Auf Facebook beteiligen sich auch besonders viele Nutzer aus dem asiatischen Raum an den Protesten. Die Empörung wuchs schnell. Denn es ist nicht das erste Mal, dass Herr Riggs über die Stränge geschlagen hat. Wir haben mit seinem Kollegen Pedro Sanchez gesprochen. Dieser wurde im vergangenen Jahr das Opfer von Dexters Attacken.“
Vor der Kamera sehen wir nun Pedro Sanchez vor einer schwarzen Wand sitzen. Der Spanier sieht zutiefst betrübt in die Kamera. Er ringt um Fassung:
„Dexter ist ein Schläger. Kaltblütig. Rücksichtslos. Brutal. Er hat es auf mich abgesehen. I don’t know why. Schon letztes Jahr bei ECW #132 hat er mich schlachten wollen. Ich leide seitdem. Psychologically. Es ist hart. Ich dachte es wäre vorbei“
Auf dem Bildschirm präsentiert uns die Regie nun einen Recap besagter Show. Dort sehen wir wie das Miracle wild auf Pedro Sanchez einprügelt, während Marciboy daneben steht. Pedro kommentiert:
„Aber es ist nie vorbei. Never. Erst wenn sein Blutdurst gestillt ist. Mummys…passt gut auf eure Kinder auf. Wenn Dexter Riggs in der Stadt ist, ist niemand sicher. Es hat bei mir angefangen. Dann der Referee. Ich habe gehört, er hat letztens ein Schulkind umgeboxt. Einfach so. Just for Fun.“
Aus seiner Tasche holt Sanchez eine kleine Playmobilfigur.
„Man sagt, das ist das einzige, was vom kleinen Ron übrig geblieben ist…Es ist eine Schande, dass dieser Dexter ECW als Unlimited Champion repräsentieren darf.“
Sanchez drückt eine Krokodilsträne aus seinen Augen.
„Jemand muss ihn aufhalten. Somebody has to stop him! Bitte helfen Sie uns. Schreiben Sie Briefe. Rufen Sie an. Schreiben Sie auf Social Media. Lassen Sie ECW von Ihren Protesten wissen. Aber kommen Sie diesem Monstrum nicht zu Nahe...Bitte.“
Mit diesem Aufruf endet die Exklusivstory von FOTO.

”Earlier this Week“
Die Sonne geht unter im Königreich Theben. Der untergehende Flammenball taucht die majestätische Stadt in ein feuriges Rot. Unter einem großen Baum nahe eines Flusses haben Tamim Salah und einige Einheimische es sich gerade gemütlich gemacht. In der Mitte lodern die Flammen eines Lagerfeuers. Auf der Erde sind Decken ausgebreitet. Wir sehen reichlich Verpflegung und Getränke. Es scheint eine kleine Feier im Gange zu sein. Ein Einheimischer frohlockt:
„Tamim. Das hast du wirklich gut gemacht bei Outlook. Dein Sieg gegen diesen Unmenschen war toll. Wir durften uns den Kampf alle im großen Saal ansehen. Pharao Atem war zu gütig.“
Eine Frau stimmt begeistert ein:
„Ja, wirklich. Das war so aufregend. Wir kriegen sowas ja eigentlich nie zu sehen.“
Ein Weiterer ergänzt:
„Anfangs war ich dir gegenüber ja wirklich skeptisch, Tamim, aber du bist wirklich ein korrekter Bursche.“
Salah freut sich:
„Ich war anfangs auch skeptisch. Dachte, Atem würde euch unterdrücken. Aber ihr seid wirklich frei. Toll fand ich auch, dass zwei von euch mich begleiten durften. Auf Atems Kosten. Bezahlter Urlaub. Das ist der Hammer. In Syrien hatten wir sowas nie.“
Einer der Bewohner stimmt ein:
„Ich wäre gerne dabei gewesen. Aber der Pharao hat die Auswahl getroffen. Ich war es dieses Mal nicht. Vielleicht beim Nächsten mal. Die Show war in Schottland, oder? Erzähl uns von Schottland. Erzähl uns von Deutschland. Von der Welt.“
Tamim hat ein Grinsen auf den Lippen:
„Eigentlich ist es ähnlich wie bei euch…“

Die Umkleide von Ian McQuebec - plötzlich kommt jemand herein. Ein Kameraschwenk enthüllt denjenigen als Richochet von Ignition!
"Hey, Ian. Dein Match gegen Jackpot heute, das wird ja ein großes Ding. Und Johnny freut sich schon so darauf. Meinst du nicht, ein Sieg würde ihm gut tun? Du brauchst doch dieses Match gar nicht."
"Ob ich dieses Match brauche oder nicht, hast nicht du zu entscheiden. Heute Abend wird Jackpot für alles büßen, was er die letzten Jahre verbrochen hat."
Richochet reagiert:
"Naja, vielleicht brauchst du nur einen Anreiz, um dir deine Entscheidung etwas zu überlegen. Wie du inzwischen weißt, zahle ich gut. Sagen wir mal, wenn Jackpot heute gewinnt, dann landet bald eine hübsche, fünfstellige Summe auf deinem Konto. Tu es für den armen Jackpot."
"Was hast du davon?"
"Das lass mal meine Sorge sein. Sagen wir einfach, wenn der dämliche Jackpot dich besiegt und damit das Kapitel abschließt, denkt er bestimmt auch nicht mehr an mich und meine Firma oder unser kleines Übernahmegeschäft. Und das soll auch so bleiben. Also, überleg dir, wie du das Match heute... angehen möchtest."
Vielsagend geht Richochet wieder aus dem Raum und lässt Ian McQuebec zurück, der sich das Gesagte sichtbar durch den Kopf gehen lässt.

Backstage sehen wir Cassidy White und Smiling Jack, die gerade aus ihrer offenbar gemeinsamen Umkleide kommen. Ohne groß Worte zu verlieren, gehen sie um eine Ecke, wobei sie dann doch etwas sagen, was man aber leider nicht verstehen kann, da der Kameramann sich offensichtlich zu weit weg von beiden befindet. Schließlich hängt er so weit hinterher, dass die beiden um eine Ecke verschwinden und der Kameramann muss sich beeilen, um die beiden einholen zu können, doch als er ankommt, ist nur noch Cassidy White da. Der brüllt den Kameramann an:
„Wo ist Smiling Jack? Der war doch grade noch da! So ein Riesenfleischberg kann doch nicht einfach so verschwinden! Verdammt!“
Sagts, und schon zieht White auch wieder wütend ab.

Es wird Zeit, in den Backstagebereich zu schalten, denn dort passiert soeben etwas äußerst Spannendes: CHUCK läuft durch einen der Gänge. Wie es der Zufall so will, hat dieser in jenem Moment allerdings sein scheinbares Ziel erreicht. Er öffnet die Tür zu seiner Umkleide und will gerade eintreten, als er mitten in der Bewegung stockt. Der Grund dafür ist schnell ausgemacht. An der gegenüberliegenden Wand steht eine alte, angeschimmelte Leinwand und gibt gerade unscharf ein Dia wieder. CHUCK betrachtet dieses allerdings gar nicht erst, sondern richtet seinen Blick zur linken Seite: Direkt neben dem Eingang wurde ein alter Diaprojektor aufgestellt. Umgehend will CHUCK diesen ausschalten, als er seine Hand plötzlich zurückzieht und sich stattdessen näher an die Leinwand heranbegibt, wodurch auch das Dia klarer erkennbar wird: Es scheint alt zu. Die gelblichen Flecken sind deutlich erkennbar und dennoch zeigt es zweifelsohne einen Mann, der gerade mit einem kleinen jungen, Alter höchstens sieben oder acht Jahre, Helikopter zu spielen scheint. Immer weiter nähert CHUCK sich diesem Bild an, als es auf einmal wechselt: Derselbe Mann, wenn auch merklich gealtert, liegt in einem Krankenbett. Wie es aussieht hängt er an allerlei medizinischen Gerätschaften. Ein jüngerer Mann, dessen Augen tränenunterlaufen sind, hält tapfer seine Hand fest. Wieder eine neue Szenerie und wieder der jüngere Mann, doch dieses Mal allein. Wir befinden uns auf einer Beerdigung. Das Bild verschwindet und es folgt auch kein weiteres, die Leinwand bleibt leer. Die Kamera richtet sich wieder auf CHUCK und dieser hat sich merklich verändert: Die Arroganz, mit welcher er vorher den Projektor ausschalten wollte, scheint verschwunden, stattdessen wirkt er wahrlich melancholisch, ja sogar traurig. Sein Blick ist noch immer auf die Leinwand gerichtet. Doch dies ist nicht die einzige Änderung, denn hinter ihm ist in der Zwischenzeit Parousia aufgetaucht und beobachtet CHUCK eindringlich. Eine Anwesenheit, die nun auch der Belgier zu bemerken scheint, denn er dreht sich langsam herum und sofort zieht der Gesichtsbemalte ihn für eine Umarmung heran. So war zumindest der Plan, denn CHUCK schubst ihn leicht weg und wischt hastig die Anzeichen erster Tränen weg, bevor er eine steinerne Miene aufsetzt. Seine gebrochene Stimme nimmt den folgenden Worten dennoch ihre beabsichtigte Wirkung:
„Zwei tote Väter bedeuten nicht automatisch zwei gute Freunde. Denn dein Vater ist mir herzlich egal, also lass mich mit deiner Gefühlsduselei in Ruhe. Ich ha…“
Den letzten Satz kann CHUCK allerdings nicht mehr beenden, denn aus dem Nichts verpasst ihm Parousia eine Kopfnuss und knockt ihn damit umgehend aus. Doch damit nicht genug, denn er schnappt sich den Bewusstlosen rigoros an den Beinen und schleift diesen davon.

Tag Team Tables Match
Gemeinschaftspraxis vs. Sorcerers Supreme
Sieger nach einer Powerbomb durch den Tisch in der Ecke AND STILL Interdimensional Galacticweight Champion: Sorcerers Supreme


Das Theme der Sorcerer Supreme wird ob ihres Sieges in der Halle eingespielt. Strange und Merlin erheben sich langsam, und geben sich in der Mitte des Rings doppelte High Five. Dann stürmt Merlin mit einer von ihm nicht erwarteten Geschwindigkeit zur Ringecke und greift zum Interdimensional Galacticweight Titel. Mit Tränen in den Augen, schnallt er den Titelgürtel wieder um seine Hüften. Dann hat er plötzlich eine kleine Phiole mit einer grünlichen Flüssigkeit in der Hand und geht auf das Mitglied der Gemeinschaftspraxis zu, dass sich langsam von dem anderen Mitglied aus den Trümmern des Tisches aufhelfen lässt.
Doch Strange legt eine Hand auf Merlins Schulter:
"Übertreib es nicht. Die beiden werden es immer noch nicht verstehen, immer noch alles als Unfug abtun."
Merlin nickt, die Phiole verschwindet wieder im Ärmel seiner Robe, und er hebt zum Triumph die Hände.
Es folgt Werbung für das Breadford 6100 Messerset aus Wunderstahl im eleganten Tijuanaholz Block.

Wir schalten in einen der zirkuseigenen Bauwagen, wo Sleazy, Creepo, Bertha, Dexter und Zachary Brooks dicht gedrängt um einen kleinen Tisch herum sitzen. Ein veralteter Laptop steht auf dem Tisch. Sleazy schenkt jedem Anwesenden einen schuldbewussten Blick.
„Ich habe euch heute hier versammelt, um eins meiner dunkelsten Geheimnisse zu offenbaren.“
Er macht eine effektvolle Pause.
„Ich... habe den Roten Bund gegründet!“
Die Anwesenden blicken geschockt drein – abgesehen von Creepo, für den dies entweder keine Neuigkeit ist oder aber dessen Gesicht in seiner ewig gleichen emotionslosen Form gefangen ist. Er ist manchmal schwer zu lesen. Bertha wirft dem Clown einen fragenden Blick zu, der etwas zurückrudert.
„Nun, vielleicht nicht gegründet, aber ich fürchte, dass ich zumindest ein bisschen dafür verantwortlich war. Fakt ist, ich kenne Greta Schobert und habe sie zu dem Monster gemacht, das sie heute ist! Aber bevor ich mich mit meinem vorlauten Mundwerk noch weiter reinreite, schaut lieber selbst.“
Er klickt kurz auf dem Laptop herum und wir hören das antike Geräusch eines sich einwählenden Modems. Daraufhin steuert er eine bekannte Videoplattform an und gibt ein: 'Clown verarscht Öko'
Das Video buffert, während alle Blicke erwartungsvoll auf Sleazy gerichtet sind. Schließlich beginnt es und zeigt uns eine Handyaufnahme.Wir sehen einen Markplatz, auf dem eine kleinere Variante des uns bekannten rot-gelben Zirkus' von Siko Serkis seine Zelte aufgeschlagen hat. Früh am Tag ist hier noch nicht viel los, doch in der Nähe des Eingangs hat sich eine Menschentraube gebildet. Eine Gruppe von Demonstranten zieht friedlich ihre Runden und schwenkt dabei Schilder in der Luft, die sich gegen die Haltung von Tieren im Zirkus aussprechen. Angeführt wird diese Gruppe von eben jener Greta Schobert, die wir heute vom Roten Bund kennen. Allerdings ist hier eine jüngere und ja, auch wesentlich zahmer wirkende Version zu sehen. Die schwarzen Haare zu einem langen Zopf geflochten, die Augen voller Enthusiasmus und Tatendrang. Kein Vergleich zu den kalten, emotionslosen Augen, in die wir in den letzten Wochen nur allzu oft blicken mussten. Entschlossen ruft sie:
„Die Misshandlung von Tieren zu Unterhaltungszwecken muss aufhören!“
Tatsächlich sammeln sich einige Schaulustige und lauschen den Worten von Schobert.
„Eingepfercht in kleinen Käfigen, ständig auf Reisen und mit Zuckerbrot und Peitsche gefügig gemacht. Das ist kein Leben für Tiere. Sie haben ein Anrecht auf Freiheit...“
Plötzlich verlagert sich die Aufmerksamkeit des Publikums zum Eingang und auch die Person an der Handykamera sucht und findet die Ursache schnell. Wir sehen Sleazy, der auf einem winzigen Shetlandpony aus dem Zirkus geritten kommt. Im Kontrast zum winzigen Pferdchen, trägt er einen übergroßen Cowboyhut. Auch er wirkt etwas jünger, auch wenn das durch die dicke Schminke schwer zu erkennen ist. Er wird durch den trabenden Ritt auf dem kurzbeinigen Pony ordentlich durchgeschüttelt und fragt:
„Wizer wizird hizier wizirklich mizisshandelt? Wizenn izich mizit dizem wizilden Rizitt fizertig bizin, gizibt izes Rizührei.“
Er hält sich den Schritt, einige Passanten lachen. Er kommt genau vor Greta zum Halt und stellt sich auf den Rücken des Ponys. Mit erhobenem Zeigefinger fordert er:
„Stizoppt dizie Mizisshandlung vizon hizarmlosen Clizowns! Izauch sizie hizaben izein Izanrecht izauf izintakte Hizoden!“
Die Menschenmenge dreht sich ob dieser Darbietung geschlossen zu Sleazy um und lässt die Demonstranten mit bedröppelten Mienen im Abseits stehen.
Während Sleazy im Vordergrund weitere Faxen veranstaltet, fängt die Kamera noch den Blick Gretas ein, die voller Wut zu Sleazy hinaufschaut. Wütend murmelt sie:
„Hochmut kommt vor dem Fall.“
Das Video endet.
Im Bauwagen herrscht angespannte Stille. Bertha fasst es schließlich zusammen.
„Ich bin sprachlos.“
Sleazy hebt die Arme.
„Ja, ich weiß. Mein Programm war damals sehr penisfixiert. Aber der Punkt ist, dass ich Schobert die Show gestohlen, ja, sie geradezu bloßgestellt habe. Habt ihr den Blick gesehen? Es tut mir Leid, Leute. Greta Schobert ist meinetwegen zu einer Terroristin geworden!“
Er vergräbt sein Gesicht in seinen Händen, während die anderen grübelnde Blicke austauschen.

Magnus ist mittlerweile in Südchile angekommen und sucht am Flughafen nach einer Möglichkeit, wieder nach Europa zu kommen. Da fällt sein Blick auf ein Plakat. Entgeistert lässt er seine Taschen fallen, als er liest, was darauf steht:
"Dies ist für dich, Magnus. Deine Reise in deine Besessenheit steht dir bevor, wenn du mich finden willst. Ich bin dein Ziel. Ich bin, wer du sein willst, der ich bin. Kaa Haali oder Nanook. Am südlichsten Punkt des Planeten."
Ein wütender Schrei entfährt dem Schweden. Er schlägt auf das Plakat ein, als ihm jemand auf die Schulter klopft. Magnus dreht sich um und blickt in das Gesicht eines Chilenen. Dieser hält ein Schild in der Hand:
"Magnus Gustafsson."
Er deutet auf einen Helikopter und überreicht Magnus eine Tasche mit wärmenden Klamotten. Dann geht er geschwind zum Helikopter; Magnus folgt ihm wortlos. Einen Schnitt später steigt Magnus aus dem Helikopter. Der Chilene ruft ihm zu:
"One Hour!"
und hebt wieder ab. Da steht der Schwede nun. Alleine, mitten im ewigen Eis. Vor ihm, eine Höhle. Sofort stapft er hinein. Sie ist nicht sehr groß, allerdings voll mit unglaublichen Eisgebilden. Da rührt sich eine Stimme:
"Es spricht für dich, dass du hier bist."
Es ist die Stimme Haalis, die aus einem Eisgebilde zu kommen scheint. Magnus stellt sich davor und lauscht weiter:
"Es spricht für deine Natur. Weder Nanook noch Kaa Haali wirst du aber hier finden. Vielleicht aber etwas viel Wertvolleres."
Heißer Zorn steigt ins eisige Gesicht des Schweden und mittels krachender Gewalt zerbirst die Eisskulptur. Doch die Stimme des Inders verstummt nicht:
"Hier bist du richtig. Hier ist dein Platz. Wir sind Pole einer Gestalt. Nanook gebührt der Pol des Nordens, mir die Tropen und dein ist nun der Pol des Südens. So weit entfernt von einander, wie die Welt es zulässt, doch ergeben wir ohne einander keinen Sinn. Dein Platz ist der Ort deiner Selbsterkenntnis. Und nun erkenne dich!"
Magnus bebt vor Zorn. Er blickt hektisch um sich.
„Deshalb lockst du mich hierher!? Um mir weiter feige aus dem Hintergrund zu nerven!?“
Er zerstört eine weitere Skulptur.
„Mich erkennen!? Was soll ich erkennen!? Warum redest du so geschwollen!? Ich weiß wer ich bin!? Ich bin Wrestler! Alleine gelassen! Ohne Freunde! Ohne Ziel! Ich bin bei ECW und habe nicht mal den Wunsch nach Titeln! Wofür!? Damit man mich weiter ignorieren kann!? Das einzige worin ich gut war…“
Er stoppt als er gerade ausholt um eine weitere Skulptur zu zerstören. Die Skulptur sieht aus wie ein Eishockeyspieler und in der Hand führt sie einen Eishockeyschläger. Magnus ist immer noch aufgebracht doch starrt gebannt auf die Figur. Mehrere Sekunden lang sagt er keinen Ton. Sein Blick wird nachdenklich und kurz darauf wirkt er entschlossen.
„Tja Kaa, ich muss mich wohl bei dir bedanken. Schluss mit Selbstmitleid.“
Er blickt auf die Uhr.
„Zeit das der Helikopter zurück kommt. Ich muss rechtzeitig zur Show. Dort werden wir uns treffen, Kaa. Dann kann ich danke sagen.“

Ein ernst dreinblickender Dexter Riggs betritt nun zusammen mit Zachary Brooks und Bertha Arena, offenbar um den ehemaligen Xpressler zu seinem gleich stattfindenden Match gegen Pedro Sanchez zu begleiten. Schließlich bleibt The Miracle jedoch stehen und sagt zu seiner Ziehmutter und seinem... Ziehvater(?):
„Geht schon mal vor, ich muss noch den Unlimited Title aus meiner Umkleide holen. Sanchez soll sehen, wer der Champion ist. Wir treffen uns am Ring.“
Bertha und Brooks nicken und gehen weiter, während Riggs an einer Ecke abbiegt, eine Hand zur Führung an der Wand. Er scheint Schritte zu zählen, doch als er sich seiner Umkleide nähert, horcht er plötzlich auf. Einen Moment später hören – und sehen – auch wir die Ursache. Eine ganze Schar Klatschreporter hat vor der Kabine gelauert, um ein Exklusivinterview mit Dexter zu ergattern. Jedoch keins der guten Sorte. Sofort klicken massenhaft Kameras, es blitzt ununterbrochen und die Reporter reden alle gleichzeitig auf den jungen Champion ein, während sie Mikrofone von diversen Sendern unter die Nase halten.
„Dexter, hier! Ádám Balázs von der 'Bravour'. Was sagen sie zu den Vorwürfen, sie seien ein Hooligan?“
„Betty Holt vom Gossip Express. Stimmt es, dass sie sich gleich an Pedro Sanchez für seine Worte rächen wollen?“
„Haben Sie vor ihn niederzuschlagen und ihr unfinished Business zu beenden?“
„Wollen Sie gar eine Waffe aus Ihrer Umkleide holen? Sie wurden bereits des Öfteren mit einem asiatischen Kampfstab gesehen.“
Dexter Riggs ist völlig überrumpelt und wendet seinen Kopf hilflos in verschiedene Richtung. Die Lichtblitze scheinen ihn nicht zu irritieren, aber der Lärm und die drängelnde Nähe der Reporter scheinen ihn sichtlich zu desorientieren. Er hält sich die Ohren zu, was zwar seiner Orientierung nicht zuträglich ist, aber zumindest den Lärm etwas dämpft, und versucht sich durch die Masse zu schieben, die weiterhin auf ihn einredet. Schließlich erreicht er eine Tür und stößt diese auf. Er springt in den Raum, der nicht seine Umkleide zu sein scheint und brüllt.
„Lasst mich verdammt nochmal in Ruhe!“
Dann wirft er die Tür mit voller Wucht zu und trifft dabei einen Paparazzo im Gesicht. Sofort eilen alle Reporter zum gefallenen Kollegen, nicht etwa um zu helfen, sondern um Fotos zu schießen. Betty Holt reibt sich die Hände und spricht zu ihrem Kameramann.
„Hast du das auf Video? Das ist Gold wert. Und schau dir das an! Dieser Perversling schließt sich im Damenklo ein. Die Story für morgen steht.“
Wir schalten ins Damenklo, wo Dexter mit dem Rücken zur Tür auf dem Boden hockt und sich die Ohren zuhält.

Singles Match
Pedro Sanchez vs. Zachary Brooks
Sieger nach dem Nuka Destructor: Pedro Sanchez


Nach dem Kampf wird die Arena von roten Blitzen erhellt. Ein Gegenstand fliegt neben den Ring. Nebel steigt auf. Dann steht hinter Bertha ein muskulöser Mann im roten Kapuzenpullover. In seiner Hand hat er einen Schlagstock. Wir hören die Worte:
„Das ist für Greta, du Sau!“
Der Mann holt aus. Und landet einen Kopftreffer. Jedoch nicht bei Bertha, sondern bei Zachary Brooks, der sich schützend vor die Zirkusmutter geworfen hat. Brooks sackt leblos am Boden zusammen, während Bertha erschrocken zurück taumelt. Pedro Sanchez beobachtet die Szene mit lüsternen Blicken und reibt sich die Hände. Wütend tritt der Angreifer im roten Pullover immer weiter auf den Kopf des regungslosen Zachary Brooks ein. Um seinen Hals hängt eine Kampfmarke des Roten Bundes. Sicherheitskräfte eilen zum Ring. Der Angreifer hüpft auf die Absperrung und schreit.
„Ich bin Alex Nagel. Und niemand…ich wiederhole…niemand fasst ungestraft meine Greta an.“
Er zeigt auf den gefallenen Brooks:
„Ihr könnt diesen Krieg nicht gewinnen. Die Revolution ist zu stark.“
Danach ergreift Nagel durch die Zuschauer die Flucht.

Joey Styles hat eins der beiden Teams vor dem Mikrofon, die heute den Co-Main-Event bestreiten.
„Meine Damen und Herren, begrüßen Sie mit mir Team Bauer Elite! Karl Bauer und Kid Austria, ihr bestreitet heute ein Match gegen Gruelling Green Gunk. Nachdem die beiden euch einen… nicht besonders gustiösen Kuchen geschenkt haben, habt ihr euch mit einem Kochkurs beim letzten Outlook mit Bread & Butter bedankt. Seid ihr damit quitt?“
Karl Bauer drängt sich vor seinen Partner.
„Wos heißt denn bitte quitt? Die wollten uns vergiften! Mir ham ihnen doch an guten Kochkurs verschafft! Mit die besten Köche dies gibt bei ECW! Und sogar guate Musik dazu! Des is doch leiwand!“
Jetzt kommt auch Kid Austria zu Wort.
„Naja, aber im Ernst, das haben die beiden sich schon verdient. Nicht nur wegen dem Kuchen, auch wegen der Aktion mit dem… Erbrochenen. Aber das ist alles heute Vergangenheit. Wir konnten die Kotze abwaschen. Den Kuchen ausscheiden. Aber den Ohrwurm, den die beiden durch Bread & Butter haben, der bleibt. Mit Österreichern spielt man nicht! Und das werden sie auch heute im Ring sehen, denn wir werden…“
Plötzlich wird Kid Austria unterbrochen, von niemand geringerem als den amtierenden ECW Tag Team Champions: Dick TV! Anderson und Nolan grinsen von einem Ohr zum anderen. Anderson drängt sich zwischen die beiden Österreicher und legt ihnen die Hand auf die Schulter.
„Na Leute, alles klar?“
Weil er weiter nichts sagt sondern einfach nur beide angrinst entsteht eine kurze Pause. Schließlich packen sowohl Bauer als auch Kid die Hand von Anderson und ziehen sie unsanft von ihren Schultern, Nolan interveniert:
„Hey Leute, lasst das!“
Er geht dazwischen und starrt abwechselnd Kid Austria und Karl Bauer an. Die warten auf eine Aussage, doch stattdessen beginnt Nolan zu grinsen und legt seine Arme um die beiden. Anderson guckt zwischen Nolan und Kid heraus und hält sein Handy nach vorne um ein Selfie zu machen. Team Bauer Elite haben offenbar genug, reißen sich los und verlassen kopfschüttelnd das Set. Anderson winkt ihnen nach.
„Viel Glück heute, Freunde!“
Dann schauen sich die zwei das Selfie an als Mosbo hinzukommt.
„Es wäre dann alles vorbereitet.“
„Nice, dann los“
Antworten beide zugleich und verlassen ebenso das Set.

Ben Jordan interviewt einen der beiden Teilnehmer am heutigen Main Event: Johnny Jackpot!“
„Yo Johnny, vom Millionär zum Kleiderspendenempfänger, wie lebt sichs mittlerweile so?“
„Jordan, dich habe ich früher schon nicht für witzig gehalten. Ich weiß zwar, dass ich vieles von früher an mir ändern muss, aber meine Meinung über dich zählt nicht dazu. Hast du noch eine richtige Frage?“
„Klar. Wer ist dieser Sebastian?“
„Hast du ECW nicht gesehen? Sebastian ist ein Superfan, der mir mein Ringoutfit gespendet hat. Nachdem Ian McQuebec meine Anzüge allesamt zerstört und meine Crowdfunding-Kampagne sabotiert hat, war er meine letzte Möglichkeit, noch an ein Outfit zu kommen. Denn im Moment zieht die Regierung der USA alles an Luxusartikeln sofort ein, was ich besitze. Dazu gehört auch Wrestlingkleidung. Aber jetzt habe ich sie, und Ian McQuebec wird heute bezahlen!“
„Im Gegensatz zu dir kann der ja noch was bezahlen. Aber das meinte ich gar nicht, yo, ich meinte, was hat der mit Richochet und Tye Dillinger zu tun? Du weißt schon, der Angriff bei WrestleMania.“
Für einen kurzen Moment scheint Jackpot nicht zu wissen, wovon Jordan spricht. Oder tut zumindest so.
„Ian McQuebec hat mich bei WrestleMania niedergeschlagen. Was die bei Ignition drüben tun, das ist bestimmt toll, aber mein ganzer Fokus liegt auf ECW. Jede Show, jede Periode, jeden Tag. Ich bin Mr. No Days Off, und das soll man auch spüren. Ich habe jeden Tag wie ein Wilder trainiert und ich habe mein Outfit inzwischen im Griff. Nicht so wie früher. Aber der Angriff bei WrestleMania, das war übel. Ich musste danach ins Krankenhaus und ich bin noch nicht wieder bei 100%. Das war Ians Plan, jede Wette. Aber ich werde mich heute trotzdem an ihm rächen. Für Sebastian, und für jeden Einzelnen da draußen, der noch an mich glaubt. Ich werde mir die Fans zurück erkämpfen, mit Schweiß, Tränen und Blut, wenn es sein muss.“
„Yo, wir wissen doch alle, dass nicht Ian dich angegriffen hat, sondern Richochet. Oh Mann, was bist du denn für ein armer Trottel?“
Doch mitten im Satz fällt Jordan auf, dass Jackpot schon gar nicht mehr zuhört, sondern vielmehr mit geballten Fäusten den Gang entlang läuft. So bleibt dem Interviewer keine andere Wahl, als in eine Werbepause zu geben.

„Earlier this Week“
Wir befinden uns abermals in Theben. Am Lagerfeuer nahe des Flusses erzählt Tamim Salah gerade:
„…man kann einiges machen. Zum Beispiel ins Schwimmbad…“
„Schwimmbad? Für Männer oder Frauen?“
„Für beide.“
„Gleichzeitig?“
„Ja, klar. Fand ich anfangs auch komisch, aber klappt eigentlich ganz gut.“
„Muss man vorher Fragen ob man aufhören darf zu arbeiten?“
„Nein, nein, man hat feste Arbeitszeiten. Man geht einfach nach der Arbeit hin.“
„Feste Arbeitszeiten?“
„Ja. Jeden Tag gleich. Von 8 bis 16 Uhr zum Beispiel.“
Skeptische Blicke:
„Das sind nur 8 Stunden.“
„Ja genau, 8h Arbeit pro Tag. Das reicht im Durchschnitt“
Der Bewohner Thebens wirft ein:
„Die müssen nur 8h pro Tag arbeiten? Wie halten die da ihre Königreiche im Reinen? Jeder weiß, dass das länger dauert. Andernfalls kann man sein Königreich nicht prunkvoll und mächtig machen und selbst nach dem Tod nicht wohlhabend werden.“
Er wägt ab:
„Naja gut, dafür haben die in Europa bestimmt keinen Urlaub. Und wir hier haben pro Jahr immerhin vier Tage…das ist schon eine ganze Menge…“
Tamim wirft ein:
„Aber es geht doch nicht nur um den Urlaub und die Freiheiten. Es geht darum zufrieden zu sein. Und ich blicke hier gerade in eine Menge zufriedener Gesichter. Hier lebt es sich unbeschwert. Hier schauen die Menschen nicht alle paar Sekunden auf ihre Smartphones um auf dem neusten Stand zu bleiben. Um Spiele zu spielen. Fotos zu machen. Videos anzusehen. In jeder Sekunde. Selbst am Steuer. Während der Fahrt. In Schottland gab es da vor kurzem einen Unfall. Eine junge Frau war hat nach der Schule von ihren Eltern ein Auto bekommen. Die ist dann am Handy…“
Mitten in den Ausführungen des Syrers schaltet die Regie weiter.

Ein Nahaufnahme zeigt Nanooks kriegsbemaltes Gesicht. Die Zunge steckt im Mundwinkel als Zeichen der ultimativen mentalen Anstrengung. Als die Kamera rauszoomt, sehen wir auch den Grund. Er fädelt soeben ein dünnes Seil durch eine Schlaufe, die er daraufhin im Innern seiner Umkleide platziert. Nanook steht im Türrahmen und blickt stolz auf eine Ansammlung mehr oder weniger gut versteckter Inuitfallen, die in seiner gesamten Umkleide platziert sind.
„Eine Grube wäre sicherlich effektiver, aber da machen die Besitzer der Arena wohl nicht mit. Mal sehen, ob ich dem Angreifer damit ein Schlafittchen schlagen kann.“
Er löscht das Licht und schließt die Tür, dann spricht er einen Fanartikelverkäufer an, der um die Ecke platziert ist.
„Falls du irgendetwas in meiner Umkleide hörst, informiere mich bitte umgehend.“

Singles Match
Kaa Haali vs. Nanook
Sieger nach dem Bed of Nails: Kaa Haali


Das Match ist zu Ende, doch bevor sich der Sieger über den Sieg freuen kann, slidet Magnus Gustafsson in den Ring und prügelt wie wild auf Kaa Haali ein. Eine Faust nach der anderen trifft den Inder ins Gesicht. Der Schwede ist vollkommen in Rage und hämmert den Kopfs seines Gegenübers wiederholt auf die Matte. Das bringt Nanook auf den Plan, der ihn von Haali runter zieht, ein Mikro in Händen haltend. Magnus blickt ihn halb hasserfüllt, halb überrascht an. Der Inuit stellt sich zwischen Magnus und Haali und hebt eine Hand. Die folgenden Worte fallen ihm sichtlich schwer.
"Magnus... es tut mir Leid, dass ich dich verdächtigt habe, hinter den Angriffen auf mich zu stecken. Nach dem, was Bin Way und Mortimer zugestoßen ist, weiß ich es nun besser. Ich hätte nicht so vorschnelle Schlüsse ziehen sollen. Entschuldige."
Magnus starrt seinen ehemaligen Zimmerkollegen an. Dann nimmt er ihm das Mikro ab. Doch ehe er etwas erwidern kann, kommt der Time Keeper an den Ring und flüstert dem Inuit etwas zu. Dieser fasst sich an den Kopf und rollt sich aus dem Ring, um die Arena schleunigst zu verlassen. Magnus lässt wütend das Mikro fallen und zuckt mit den Schultern.
Er will sich wieder Kaa Haali zuwenden, doch der sitzt mittlerweile im Schneidersitz auf der Bühne und scheint zu meditieren. Jedoch fokussiert er dabei Magnus, der fokussiert zurück und mit diesem Staredown blenden wir aus.

Im Backstagebereich sehen wir nun Chris Connor, welcher gerade in der Arena ankommt. Er ist kaum ein paar Schritte gegangen, da hören wir auch schon eine Stimme nach ihm rufen.
"Hey Connor! Yo Connor!"
Connor hat eh schon keine gute Laune und sie bessert sich auch nicht als plötzlich Ben Jordan mit einem Mic vor ihm steht. 
"Schön das ich dich für dieses Interview abfangen kann. Gibt zwar bessere Kandidaten dieser Tage, aber du reichst mir auch. Erst mal die Frage wie es dir so geht nach der letzten ECW-Show. War ja nicht gerade eine Glanzleistung."
Der ehemalige ECW-Champion rollt nur mit den Augen.
"Ben, ich weiß du willst mich gerne provozieren. Ja, ich habe das letzte mal gegen Watanabe verloren. Und es ging schneller als gedacht. Ich habe Watanabe falsch eingeschätzt. Er hat anscheinend seit seiner Rückkehr nochmal ordentlich was drauf gelegt."
Das lässt den Interviewer schelmisch grinsen.
"Seit der Rückkehr zugelegt. Scheint ja nicht für alle hier zu gelten, was?"
"Jordan, du kannst mal schön dein Lästermaul halten. Für jemanden der es im Ring zu nichts gebracht hat und nur Backstage mit einem Mikrofon rum rennen darf hast du ein ganz schön großes Maul."
"Woa, mitten in´s Herz." sagt Jordan im sarkastischen Tonfall. Plötzlich wird er von Connor am Shirt gepackt und zu sich ran gezogen.
"Pass auf Jordan. Der einzige Grund warum du noch nicht am Boden liegst ist weil ich Anstand habe. Und bevor du wieder loslegst: Ja meine Rückkehr verlief bisher nicht wie ich es geplant habe. Ich habe einige mal ziemlich auf die Mütze bekommen. Aber so was das auch zu Beginn meiner Karriere. Niederlagen, Niederlagen & nochmals Niederlagen. Und am Ende stand ich ganz oben. Und wenn es wieder soweit ist komme ich vorbei und spendiere dir mehr als ein Bier, dann scheiße ich dich zu mit Bierkästen bis du wieder anständiges Zeug redest!"
Connor lässt ihn nun los, Jordan richtet sich und zumindest scheint ein Teil der aktuellen Wut verflogen.
"Dann mach das mal. Und was ist mit Venom?"
"Venom? Noch so ein Irrer der glaubt mit Mindgames und Kunstblut was erreichen zu können. Aber ich bin zu lange dabei um mich von so einem Quatsch beeindrucken zu lassen. Wenn er was will soll er zu mir kommen, wenn er einen Kampf haben möchte soll er mich fragen. Ansonsten habe ich zu dem Spinner nichts zu sagen." meint Connor und geht dann davon und lässt Ben Jordan stehen. Er wird weiter von den Kameras verfolgt und betritt danach seine Umkleide. Dort ist die gesamte Einrichtung zerlegt und aus den Trümmern der Sitzbänke bilden sich die Worte “Venom is bliss“.
Connor schaut sich das Ganze genervt an und tritt die Holzsplitter in alle Richtungen.
“Dieser Freak...“

Dylan geht backstage durch die weitläufigen Gänge der Arena, als ihm plötzlich jemand auf die Schulter tippt. Es ist Paul Pizza. Dylan umarmt ihn sofort freudig.
„Hey, Paul! Hast du meine Nachricht gesehen?“
„…ja, habe ich. Eigentlich bin ich hierher gekommen, um dich zu verprügeln, weil du meine Sachen gestohlen und dich in mein Apartment geschlichen hast. Aber auf dem ganzen Weg hierher, hat mich eine Frage beschäftigt: Warum hast du das getan? Ich habe dich bei der letzten ECW Show angegriffen, und jetzt möchtest du mir helfen? Warum?“
„Ach Mann, weißt du, wenn jeder Mensch mich hassen würde, dem ich mal eine gescheuert habe, oder den ich mal beschimpft habe oder dessen Wohnung ich neu eingerichtet habe, hätte ich keine Freunde mehr. Jeder hat mal einen schlechten Tag, Mann. Aber man darf sich nicht von einer emotionalen Tat blenden lassen. Es geht darum, was man ist. Und ich finde, in jedem steckt ein guter Mensch. Außer man ist Rassist.“
Pizza wirkt nachdenklich.
„So, meinst du? Das heißt, wenn man angegriffen wird, rächt man sich nicht?“
„Das habe ich nicht gesagt. Aber es kommt auf die Gründe an. Du hast mich nicht attackiert, weil du etwas gegen mich persönlich hast. Ich habe dich einfach in einem schlechten Moment erwischt. Davon dürftest du in letzter Zeit einige haben, oder warum trägst du noch diesen Ring? Du bist kein böser Mensch, du hängst noch an deiner Vergangenheit. Aber glaub mir. Immer wenn eine Tür zufällt, öffnet sich ein Fenster. Ich kann dir helfen durchzusteigen, Mann.“
Pizza denkt nun sichtlich nach. Dann gibt er uns die verbale Bestätigung:
„Darüber muss ich in Ruhe nachdenken. Damit habe ich nicht gerechnet…“
Ohne sich zu verabschieden, dreht Pizza um und verlässt das Szenario. Dylan ruft ihm noch hinterher:
„Ruf mich an! Meine Nummer steht in meinem Blog! ‚www.more2love.de‘“

Geschwind eilt Nanook durch die Katakomben und kommt kurz darauf bei seiner Umkleide an. Die Tür steht offen, aber das Licht ist noch immer aus. Vorsichtig nähert sich der Inuit dem Raum und schaltet das Licht ein. Geschockt muss er feststellen, was dort zu sehen ist. Nichts! Einige Fallen scheinen ausgelöst, doch dann mit roher Gewalt zerpflückt worden zu sein, so dass der Eindringling entkommen konnte. Nanook scheint enttäuscht, doch plötzlich sieht er etwas an einer Speerfalle. Ein Stück Stoff, nein, Leder. Schwarz. Vorsichtig löst er den Fetzen vom Speer und fühlt ihn. Er scheint eine Vermutung zu haben, aber um sicherzugehen schnuppert er noch daran. Eine sichere Erkenntnis zeigt sich, seine Augenbrauen ziehen sich zusammen. Er fragt niemanden im Speziellen:
„Warum?“
Doch eine Antwort bekommen wir nicht zu hören.

Singles Match
Mickey Reyes vs. Venom
Sieger nach dem Fine Saeculi: Venom


Noch während sich die Kontrahenten wieder aufrappeln, ertönt die Theme von Masaru Watanabe und dieser begibt sich zum Ring. Dort angekommen, lässt er sich ein Mikrofon geben und stellt sich vor Reyes. Als sich Reyes strafft, spricht ihn der Japaner an:
“Mickey, du scheinst außer Form zu sein. Was ist los mit dir? Dachtest du dir, wenn das mit dem MMA nicht mehr läuft kommst du einfach zurück. Ist wohl doch nicht so der Selbstläufer, oder? Du hast gegen Gustafsson verloren, gegen Power mehr als glücklich irgendwie die Kurve bekommen und das Match heute gegen Venom...ich könnte dir ein paar Tipps geben wie man ein Comeback nicht in den Sand setzt...“
Reyes lässt sich nun ebenfalls ein Mikrofon geben:
„Masaru, weißt du, vielen Dank für deinen Hinweis, aber vielleicht ist es dir entgangen, dass ich auch nicht gerade ein Rookie bin. Und es ist ja auch nicht so, dass ich mich in den letzten Jahren einfach nur auf meinen Lorbeeren ausgeruht habe. Und ja, vielleicht waren meine Performances noch nicht so überzeugend, wie sie früher gewesen sind, aber das Business hat sich weiterentwickelt. Das solltest du ja genauso gemerkt haben wie ich.“
“Ich merke nur, dass hier in letzter Zeit einige Legenden von früher den Rang abgelaufen bekommen. Du, Connor, die Liste geht noch länger. Aber gerade von dir habe ich nichts anderes erwartet. Für einen Filipino hattest du einen guten Lauf, aber du bist was du bist. Maximal Mittelmaß!“
Watanabe baut sich nun vor Reyes auf, der den Japaner ziemlich wütend anstarrt. Dieser grinst den Filipino nur verächtlich an, doch dieser dreht sich sofort und versucht den Lights Out-Kick zu zeigen. Watanabe schafft es jedoch, den Oberkörper soweit zurückzubiegen, dass der Kick knapp an seinem Gesicht vorbeigeht. Watanabe rollt sich direkt aus dem Ring, während Reyes zu den Seilen geht und dem Japaner mit den Fingern anzeigt, wie knapp der Kick vorbeiging. Watanabe starrt Reyes wütend an, der Filipino bietet dem Japaner jedoch an, wieder in den Ring zurückzukehren. Watanabe schüttelt jedoch nur den Kopf und geht langsam wieder die Entrancerampe hoch. Damit geht es in eine Werbung.

Ein Lichtstrahl fällt durch eine, einen Spalt geöffnete Türe in das Innere eines ansonsten dunklen Raumes. Dort sehen wir das dem geneigten (Outlook-) Zuschauer bereits bekannte Set von 'Atemlose Kochschlager'. Zumindest der Küchenpart. Eine lange Arbeitsplatte - sieht aus wie aus Marmor - im vordergrund, drapiert mit mehreren Küchengeräten wie Mixern, Toastern etc. Im Hintergrund ist eine vollständige Küchenapparatur zu sehen. Drei Spülen, Platz für Herd, Ofen und Mikrowlle. Ein riesiger Kühlschrank, und eine dicke Edelstahltür mit kleinem Fenster. womoglich eine Vorratskammer.
Ein Traum für jeden Küchenästheten. Im Hintergrund nehmen wir ein stetiges Rascheln wahr. Ein Seufzen, ein Glucksen, ein Rülpsen. Die Kamera fährt weiter durch die „Kücheneinrichtung von Morgen“. Sie passiert den teuren, emaillebeschichteten Mixer aus Elfenbein, den Rührstab Breadford HL 700XL - auch Helene genannt - zum Sahne schlage(r)n und das feurige Breadford 6100 Flambierset. Dann geht das Licht der Küche an.
In der Mitte eben jener stehen Martin Bread und Steve Butter, Bread und Butter. Martin legt ein Klemmbrett samt Zettel auf die Arbeitsplatte, und schreibt mit einem Stift auf dem Zettel.
"... 4 Bleche Donuts, 2 Bleche Croissant und natürlich 6 Bleche Puddingteilchen. Die gehen halt immer. Was ein Glück, dass wir das Catering für das Green Bull Aero-Dash übernehmen durften."
"Der Deal mit Binford, ich meine natürlich Breadford, dass haben wir in der letzten Show immer falsch gesagt, ist ein echter Glücksgriff, ja. Und da wir wegen ECW eh viel reisen, ist diese mobile Küche echt super."
Steve zieht sein Smartphone aus der Tasche und wirkt stark überrascht:
"So ein Mist. Weil so ivel zu tun war, konnte ich nicht auf's Handy schauen. Ich habe über 100 Anrufversuche. Und zwar von Max Brandt. Da hat sich unsere Hartnäckigkeit gelohnt. Er will uns bestimmt mitteilen, warum die Brandts wieder bei ECW sind. Meine Nachforschungen sind nämlich schon ziemlich erschöpft. Plus der Breadford Deal. Wir haben echt einen Lauf."
Plötzlich rümpft Martin die Nase. Nervös klopft er sich mit seinem Finger gegen sein Becken:
„Irgendetwas stimmt hier nicht.“
Er hält inne:
„Dieses Rascheln.“
Hektisch hetzt er mit seinem Partner zusammen durch die Küche. Dann reißt er die Türe zur Vorratskammer auf. Dort liegt rücklings, in einem Haufen von Süßigkeitenverpackungen und halb gegessenen Backwaren, Puddingteilchen, Kuchen und Gebäckstücken Max Brandt. Den Bäckern entgleiten die Gesichtszüge:
„Was zur Hölle?“
„Er hat alles aufgegessen?“
Bread schlägt sich die Hände vors Gesicht, während Butter auf die Knie sinkt:
„Verdammt. Dieser Muffinghugging Sohn eines Bisquits!“
Ohne weitere Nachfragen anzustellen starten Bread & Butter einen tatkräftigen Angriff auf den regungslosen, völlig überfressenen Max Brandt. Die beiden decken Brandt mit Schlägen und Tritten ein, Steve greift nach einer Baguettestange und zimmert diese über Brandts gefüllten Bauch. Martin schnappt sich Überreste einer Schokotorte, die neben Max auf dem Boden liegt:
"Du möchtest also unsere harte Arbeit einfach so verfuttern, ja?"
Und mit diesen Worten stopft Martin die Reste der Torte in Max Brandts Gesicht und Mund. Dann greift er in eine Tüte in einem der Regale und überschüttet Max mit Schokolinsen. Nachdem er davon offenbar genug hat, hievt Martin Max Brandt auf die Beine, und hält ihn in einen Full Nelson Lock. Steve, der offenbar die Vorratskammer verlassen hatte, kommt gerade mit dem Rührstab 'Helene' aus der „Kücheneinrichtung von Morgen“ wieder hinein. Und schlägt mit dem Rührstab auf Max linke Schulter, wodurch der Stab zerbricht. Dann darf Max Kopf auch noch Bekanntschaft mit dem Inhalt eines der Regale in der Kammer machen, denn sein Kopf wird mit voller Wucht in den Inhalt gestoßen. Tüten platzen auf und verteilen ihren Inhalt, mehrere Dosen bekommen Dellen.
An Händen und Füßen packend, tragen Bread & Butter den bewusstlosen Brandt dann aus der Küche. Es wird weiter geschaltet.

„Earlier this Week“
Fackeln leuchten den großen Platz vor dem Tempel des Pharaos in Theben aus. Dort spielen sich chaotische Szenen ab. Mit brachialer Gewalt haben die Wachen des Pharaos die Feiergesellschaft von Tamim Salah am Boden fixiert. Die Männer schreien wie wild durcheinander. Die Frauen weinen und flehen. Inmitten des Geschehens fängt die Kamera einen schockierten Tamim Salah ein. Dieser stammelt in Richtung der Wachen:
„Das ist ein Missverständnis.“
Doch mit harten Tritten und Schlägen in die Hals- und Magengegend wird der Syrer zum Schweigen gebracht, während der Mond sein Licht auf den Platz vor dem prunkvollen Tempel wirft.

Es mag überraschend klingen, aber wir kriegen nunmehr tatsächlich einen Wrestler zu sehen! Bei diesem handelt es sich um Babylas Theodoridis, der gerade an einer mit Gold verzierten Haustüre klingt, während unterhalb seiner Hand der Schriftzug „Paderborn, Deutschland“ eingeblendet wird. Da auf sein erstes Signal allerdings keine Reaktion erfolgt, will er gerade ein zweites Mal drücken, als die Tür aufgerissen wird und der Öffnende, besser bekannt als Renatus Klugenthal, direkt mit den Augen rollt. Bevor er seinen Gefühlen allerdings auch verbal Ausdruck verleihen kann, kommt ihm Babylas zuvor:
„Ich weiß, ich soll dich in Ruhe lassen. Aber was, wenn ich dir sage, dass ich mich bei dir entschuldigen will?“
Renatus fällt regelrecht die Kinnlade herunter, erst nach einigen Sekunden der Schockstarre reagiert er überhaupt:
„Komm herein.“
Womit wir in eine Werbung schalten, doch zurück aus dieser befinden wir uns noch immer bei den Innate Ideas, die gerade auf einem furchtbar hässlichem Sofa - sehr wahrscheinlich also ein Designer-Stück – Platz genommen haben. Der griechische Teil des Teams spricht, auch wenn ihm die Worte sichtlich unangenehm sind:
„Ich habe inzwischen nachgedacht und ja, du hattest recht. Ich hätte nicht darauf beharren sollen, dass wir unsere Titel gegen Dick TV verteidigen. Noch dazu habe ich mich pinnen lassen, ergo habe ich uns quasi im Alleingang die Titel gekostet. Und dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen, es tut mir leid.“
Renatus atmet einmal schwer durch:
„Betrachte deine Entschuldigung als akzeptiert. Aber trotzdem hat diese ganze Angelegenheit die Chemie zwischen uns irgendwie… vergiftet.“
„Auch dafür habe ich die perfekte Lösung. Denn auf dem Flug hierhin habe ich, aus reiner Langeweile natürlich, die heutige ECW-Show geguckt. Und habe dabei unsere nächsten Gegner entdeckt.“
Womit Theodoridis eine DVD in den Player einlegt und startet. Der Fernseher spielt dabei bekannte Bilder ab, denn wir sehen das NickNick Nola/Einhardt Met-Segment von früher am Abend, wenn auch in einer stark gekürzten Fassung.
„Diese Beiden, Renatus, sind unser nächstes Ziel. Geistig schwach und im Ring schon lange ohne große Erfolge, bessere Aufbaugegner finden wir nirgends. Unser totaler Triumph über sie wird das Gegengift für unsere Chemie sein.“
„Ich mag den Plan. Sehr sogar.“

Ein Spaten, ein Stich in den Boden, Erde fliegt zur Seite. Dann bewegt sich die Kamera einige Schritte zurück und fängt somit ein Komplettbild ein: Parousia ist aktuell damit beschäftigt, auf einer Grünfläche zu schaufeln, während CHUCK noch immer nicht bei Bewusstsein ist und wir im Hintergrund das Pesterzsébeti Jégcsarnok erkennen können, die Beiden scheinen sich also noch immer in der Nähe des Veranstaltungsortes aufzuhalten. Und auch wenn das Werk lange nicht vollendet zu sein scheint, erinnert der Grundriss des entstehenden Loches bereits verdächtig an ein Grab…

Am Interviewset haben sich beim realmansman Ratte und Sasha eingefunden und erhalten auch gleich die erste Frage:
"Hey, ihr beiden, heute geht es gegen Team …"
Doch da wird der Interviewer schon hinfort geschubst und Sasha schnappt sich das durch die Luft wirbelnde Mikrophon:
"Bauern! Wir haben euch vielleicht ein paar unangenehme Momente beschert und vielleicht hat es auch nicht so ganz funktioniert, als wir uns bei euch entschuldigen wollten! Aber was ihr getan habt, ging echt zu weit!"
Ratte mischt sich ein:
"Alter, genau. Ich mein, ein bisschen Kotze … am Arsch, was soll's? Passiert. Fuck, eh, ich würde lieber in Kotze baden, als auch nur eine Sekunde länger Schlager zu hören. Dafür machen wir euch platt. Und wenn es das Letzte ist, was ich kotze!"
Wieder Sasha:
"Ihr haltet euch wohl für sehr klug. Vielleicht seid ihr das auch, uns so fertig zu machen! Wir haben Scheiße gebaut, aber ich habe gelernt, dass das im Leben dazu gehört, wenn es Spaß machen soll. Was ihr uns aber angetan habt, war ultimative repressivste Folter. Wir werden euch so den Arsch aufreißen!"
"Genau! Aber dann ist echt wieder gut. Heftige Prügel für euch und für uns. Dann reichen wir uns die Flossen. Oder auch nicht. Hauptsache, es ist vorbei."
Der realmansman kommt derweil wieder auf die Beine. Sasha hilft ihm und streicht sogar seinen Anzug etwas sauber und glatt. Ratte wirkt getroffen:
"Sorry, Mann, tut uns leid. Willst du vielleicht einen Kuchen?"
Der man wirkt nicht begeistert:
"Äh, ja … öhh … habe ja etwas zugenommen … oh guckt mal da: der FanStar!"
Tatsächlich danced der sich gerade mit seiner Musik aus einem Kofferradio plärrend durch den Backstagebereich. Auch Ratte und Sasha kommen nicht umhin, gemeinsam mit dem realmansman im Takt zu wippen, ehe Ratte erschrickt:
"Fuck, lass das, Sasha. DAS BÜẞT IHR UNS IM RING, BAUERN-SCHWEINE!"

Tag Team Match
Grueling Green Gunk vs. Team Bauer Elite

Sieger nach einem Springboard Fistdrop: Grueling Green Gunk

Im Arztzimmer sehen wir einen geschundenen Max Brandt. Zwar hat das motherhuggin’ K.I.N.D. seine Maske noch auf dem Kopf, allerdings ist sein komplettes Kostüm von Löchern und Rissen übersät, sodass wir allerhand blaue Flecken auf seinem Körper sehen können. Dann öffnet sich die Türe und Paul stürmt herein:
„Max, what the Fuc…ähmmm…och menno, Maxi, alles guti-tuti-frutti?“
Ein kleinlautes:
„ma….x“
falsifiziert die These des Nettopräsidenten. Wütend schlägt Paul mit seiner rechten Faust gegen die Wand. Er murmelt:
„Diese verdammten…“
Bevor Paul weiter nicht-kindgerecht fluchen kann, klopft es an der Türe. Ein Bote tritt ein:
„Max und Paul Brandt?“
Paul nickt.
„Endlich finde ich Sie beide. Ich soll Ihnen diese Rechnung hier überstellen.“
Interessiert nimmt der kleine Brandt die Rechnung entgegen.
„Eine Rechnung?“
Interessiert überfliegt er das Schriftstück:
„3 kg Backschokolade 10.99 Euro, 1,4 kg Schokolinsen 7,99 Euro, 5 Tüten Gummibärchen 5,37 Euro, 15 Puddingteilchen 47,54 Euro….eine Breadford HL 700XL 435,72 Euro. Max, verdammt, nicht schon wieder? Was hast du dieses Mal wieder angestellt?“
Paul packt seinen Bruder am Kragen, dieser winselt ängstlich. Paul erblickt die Kamera und scheucht sie mitsamt ihres Bedieners nach Draußen.

Auf dem F-Tron erscheinen die Gesichter der aktuellen Tag Team Champions Dick Anderson und Dick Nolan. Mit ihren Titelgürteln auf den Schultern grinsen sie in die Kamera, der Hintergrund ist dunkel, aber man erkennt einige Spots. Beide tragen einen Anzug, Andersons in orange, Nolans grün. Anderson beginnt:
"Meine Damen und Herren, liebe Kinder. Wir sind seit unserem großartigen Sieg gegen die Innate Ideas eure Tag Team Champions von ECW."
Die kurze Pause nutzen die Fans zum Jubeln.
"Dennoch werden wir uns nicht komplett verändern, wie andere dies vor uns getan haben. Ein Dick bleibt ein Dick."
"Warum tragen wir dann diese komischen Twinni-Anzüge, Dick?",
raunzt Nolan von der Seite. Anderson lächelt weiterhin:
"Gut, dass du fragst, Dick. Denn heute geht es nicht um uns. Es geht um die Teilnehmer des King of the Ring!"
"Was? Aber es sind doch noch nicht alle bekannt!"
"Richtig, Dick. Noch. Denn heute und hier werden sie enthüllt! Bei einer Sonderausgabe von Dick TV! King of the Ding!"
Daraufhin treten die beiden etwas zur Seite und das Studio ist zu erkennen. In der Mitte befindet sich ein Pult, links und rechts davon sind jeweils 4 rote, bequeme Sessel zu erkennen. Darauf sitzen offenbar schon Leute, aber aufgrund des Lichtes, das direkt von hinten auf sie strahlt, erkennen wir nur vier schwarze Silhouetten. Die beiden Talkmaster begeben sich mitsamt ihren Gürteln hinter das Pult und Dick Nolan fährt fort:
"Aber jetzt genug gewartet! Begrüßt mit uns bei 'Dick TV: King of the Ding' ECWs Armee, die sich in den Kampf mit Ignition stürzen werden! Zunächst, der Mann, der Siko Serkis letzte Periode die volle Dröhnung an Mauk-Splashes gegeben und ihn entthront hat. Unser ECW Global Heavyweight Champion: Der Mysteriouuuuus Maukiiiiisch!"
Der linkeste Spot geht an und wir erkennen den Polen, der auf dem Kopf einen Hut ähnlicher Machart wie Siko Serkis trägt, doch ist mehr als deutlich, dass seine Ausführung deutlich größer daher kommt. Dazu präsentiert er in vom Stärksten Mann der Welt bekannter Manier seinen Bizeps, der vielleicht nicht so groß wie Sikos ist, dafür aber nun von Global Title begleitet wird. Anderson fährt derweil fort:
"Als nächsten Gast begrüßen wir: Den Mann, der den Mund gerne voller nimmt, als er es vielleicht sollte, aber auch immer wieder Taten folgen lässt: Iaaaaaan McQueeeeeebec!"
Der rechteste Spot geht an und der britische Austrokanadier wird angeleuchtet. McQuebec grüßt kurz, in dem er seine Sonnenbrille antippt. Nolan macht weiter:
"Nummer drei und es gibt einen guten Grund, warum er hier sitzt und nicht auf der anderen Seite: Er hängt sich immer voll für seinen Sklaventreib... ähm, Freund rein. Der Mann mit der gutesten Seele: Snaaaaaake McBatmaaaaaaaan!"
Der Spot direkt neben dem Maukisch, welcher als Reaktion das Gesicht angewidert verzieht, leuchtet auf und Snake, der gequält lächelt, wird gezeigt. Anderson wird wieder gezeigt:
"Und last but not least. Er hat die volle Power und mehr gibt es eigentlich nicht über ihn zu sagen: Maaaaaaaax Poooooower!"
Der letzte Sitz wird nun auch erleuchtet und Max Power sitzt schwitzend da, während mit einer schwer wirkenden Einarmhantel zu trainieren scheint. Die Kamera zoomt weg und wir sehen die Dicks in der Mitte hinter ihrem Pult und von links nach rechts den Maukisch, Snake, Power und Ian. Anderson liest die ersten Moderationskärtchen vor:
"So, dann legen wir los. Das Ganze wird natürlich keine langweilige Frage-Antwort-Talkshow, sondern eine fantastdicke Show, haha!"
"So ist es. Jeder der vier Teilnehmer hat die Möglichkeit, die Frage eines anderen zu stehlen. Dafür drückt er einfach auf den Knopf in seinem Stuhl. Die anderen bekommen einen Elektroschock und er darf die Frage weiter beantworten, aber Achtung: Jeder der anderen kann natürlich auch einen Elektroschock austeilen und so die Frage beantworten. Alle bereit?"
Keine Gegenstimmen offenbar, also beginnt Nolan:
"Die erste Frage geht direkt an Snake McBatman: Snake, du hast mit dem Maukisch eine lange Historie, du warst sein Helfkisch und hast erst vor Kurzem herausgefunden, dass er dich die ganze Zeit über benutzt hat. Dafür hast du ihn auch vermöbelt. Allerdings ist mit Max Power ein weiterer Gegner im Turnier, der dich nicht wirklich mag und dann ist da noch Ian, der dich vermutlich auch hasst.",
ein kurzer Blick zu Ian, der nickt,
"Wie willst du King of the Ring werden, wenn sogar die ECW-Teilnehmer dich in der Luft zerreißen wollen?"
"Mit Optimismus! Erst habe ich gegen Masaru verloren. Dann konnte ich den Maukisch nicht am Titelgewinn hindern. Aber aller guten Dinge sin..."
Rüde wird Snake von einem Stromschlag unterbrochen, ganz offensichtlich ausgeteilt vom Maukisch, der das Wort übernimmt:
"Snake, mach dir nichts vor, du bist nur hier, um die erste Frage gestellt zu bekommen, damit wir anderen nach dir besser aussehen. Dafür hat die Zeit ja nun wirklich ausgereicht. Kommen wir zur wahren Attraktion: Mir! Dem Champion! Unbestritten der Mann, nein der King von ECW. Ich habe Jackpot entthront, als der auf dem Gipfel seiner Karriere stand! ECW mit Terror überzog. Nur Sandow konnte mich damals stoppen – in einem perfiden Spiel wohlgemerkt – und schmiegt sich dieser Gürtel wieder um die Hüften, die er niemals rechtmäßig hätte verlassen dürfen. Jedenfalls – und darauf wollte ich eigentlich hinaus, bevor Snake mich mit seinen elektrisierten Schmerzbekundungen unterbrochen hatte – bin ich der König von ECW und jetzt wird es Zeit, meine Herrschaft auf ganz SAW auszudehnen. Zum Wohle der Fans!"
Anderson und Nolan grinsen sich kurz an, ob des offenbar funktionierenden Konzepts. Anderson fährt fort:
"Gut, nächste Frage, dieses Mal an Ian McQuebec. Ian, du kommst ja aus NXT, hast bereits den Royal Rumble gewonnen und ein kometenhaftes halbes Jahr hinter dir. Es ging quasi steif nach oben. Dennoch hast du den großen Titel gegen Siko Serkis nicht gewinnen können und mit dem Maukisch ist jetzt auch noch der Bezwinger deines Bezwingers dabei. Schon Schiss?"
"Vor diesem halben Hemd mit dem Superhelden-Outfit? Ganz sicher nic..."
Zack, da steht Ian auf einmal unter Strom, während McBatman "unschuldig" mit den Schultern zuckt. Bevor er jedoch reden kann, kriegt auch er einen Stromschlag ab, denn Ian hat im Gegenzug selber seinen Knopf gedrückt.
„Unterbrich mich nicht du…“
Wieder zucken drei Gestalten, dieses Mal, weil Max Power sich eingemischt hat.
„Ruhe jetzt! Natürlich hast du Schiss, Ian. Ich sehe es in deinen Augen, trotz deiner billigen Sonnenbrille. Du hast genauso Schiss wie Snake, der sich nicht mal richtig traut auf den Elektroschocker zu drücken, das Weichei.“
Power drückt auf seinen Knopf. Alle zucken kurz und schreien auf.
„Und du Maukisch. Du überlegst doch jetzt schon, wie du dich am besten aus dieser Affäre ziehen kannst. Du kannst einfach keinen fairen Kampf gewinnen. Jackpot musstest du den Anzug klauen, Serkis hatte andere Dinge im Kopf als deine Visage zu verprügeln. Ich hingegen, kann mir nichts Schöneres vorstellen als dich mit maximaler Power auf den Boden zu bomben und König von SAW zu werden!“
Nolan kommt aus dem Grinsen gar nicht mehr raus, werden die Teilnehmer doch mutiger:
"So, nächste Frage, macht nur munter weiter, wir machen auch gleich mit Max Power weiter. Max, du hast schon gegen den Maukisch gewonnen, gegen Snake verloren und warst einer von ECWs Kämpfern gegen Ignition, hast sogar den Global Titel geholt. Glaubst du, du bist mittlerweile bereit, der Nachfolger des Dingmasters zu werden?"
Power kommt gar nicht zur Antwort, denn der Maukisch elektrisiert alle und will die Antwort für ihn geben. Max elektrisiert zurück, dann elektrisiert Ian, der sich über die ganzen Stromschläge aufregt.
"Jetzt reicht es aber wirklich ...",
vermeldet Snake McBatman und löst einen weiteren Schlag für die anderen drei Teilnehmer aus. Allerdings scheinen diese nun endgültig genug zu haben, denn diese drücken gleichzeitig auf ihre Knöpfe und es hagelt diverse Elektroschocks, was wiederum mehr Knöpfchendrückerei zur Folge hat und es dauert nicht lange, bis die vier theoretisch Befragten einfach dauerhaft ihre Option des Stromes ausnutzen. Die Kamera zoomt heraus. Mittlerweile denkt keiner mehr an die Fragen der Dicks. Es entsteht ein regelrechtes Chaos an elektrisierenden Geräuschen, zuckenden Körpern und sich vor Lachen kaum noch halten könnenden Dicks, die vor Freude aufs Pult klopfen. Plötzlich beginnt das Licht zu flackern und Bildausfälle kommen vor. Ein Knall. Aufgrund der starken elektrischen Ladungen zerspringt ein Scheinwerfer. Die Funken entzünden einen Vorhang der sogleich lichterloh brennt. Die Dicks finden das immer noch grandios, während Mosbo, mit einem Blaulicht auf dem Kopf, versucht, das Feuer zu löschen, was ihm natürlich misslingt. Nun kommen einige Offizielle in das Studio und bemühen sich, die Wrestler aus demselben zu führen, auch wenn dies bedeutet, dass sie selbst einige Stromschläge einstecken müssen. Alle vier brüllen sich gegenseitig weiter an, während der Raum sich mit Rauch füllt. Die Kamera fällt in dem Chaos um. Mosbo und Anderson verlassen den Raum, Nolan läuft noch schnell zur Kamera:
"Tja, ich denke das war's dann mit der heutigen Ausgabe. Wer hat gewonnen? Vermutlich wir alle. *Hust* Bis zum nächsten Mal bei ..."
Die Fans rufen:
"Dick TV!"
"Keine Ahnung, ob ihr auch gerade geschrien habt. Egal. Bis dann."
Als er vor den Flammen flieht, hören wir ihn noch singen:
"It's getting hot in here ..."
Dann fällt der brennende Vorhang und die Regie schaltet weiter.

Wir sehen wieder Cassidy White, offensichtlich immer noch auf der Suche nach Smiling Jack. Doch dann signalisiert uns ein Schnaufen, dass er aufgegeben hat. So macht er sich auf den Weg zurück in seine Umkleide. Doch als er diese öffnet, bietet sich ihm ein Bild des Schreckens. Smiling Jack liegt dort bewusstlos an eine Wand gelehnt. Sein Facepaint ist verschmiert, dazu hat sich auch Blut aus einer Platzwunde an der Stirn gemischt. An Jacks rechtem Arm befinden sich mehrere, punktförmige Blutungen. Eine blutige Käsereibe, die neben dem Clown liegt, lässt erahnen, welch grausames Schicksal ihm hier widerfahren ist. Trotz, oder vielleicht gerade wegen dem Blut, ist die Schminke zu einem merkwürdig verzerrten Grinsen verwischt.
„Wunderschön, nicht? Eins meiner besten Kunstwerke!“
Die unverkennbare Stimme von Paul Bearer ist zu hören, steht dieser doch in einer Ecke des Raumes, direkt neben der Tür, und jagt Cassidy White somit gleich einen zweiten Schrecken ein. Der dritte folgt sogleich, denn Bearer hat offenbar nicht Smiling Jack und sein „Facepaint“ gemeint, sondern AfRon, der auf der anderen Seite des Türstocks stand und Cassidy White nun mit Schlägen eindeckt. White kann sich kaum wehren und geht auch sofort zu Boden, wo AfRon noch weiter die Fäuste fliegen lässt. Dann lässt er von seinem Opfer ab, nur um sich einen der umstehenden Spinde zu greifen. Selbst für das maskierte Monster von ECW scheint es große Anstrengung zu erfordern, einen solchen zu bewegen, aber letzten Endes schafft er es. Der Spind kracht nieder auf Cassidy White, der vor Schmerzen schreit. AfRon schnauft ein Mal kurz und möchte dann den Raum verlassen, doch Bearer hält ihn auf.
„AfRon, ich glaube nicht, dass wir hier schon fertig sind.“
Tatsächlich wendet das ECW-Urgestein sich wieder White zu. Er deutet auf dessen Bein und Bearer gibt ein vielsagendes Nicken von sich. Dann tritt AfRon dem wehrlosen Cassidy White auf seinen Unterschenkel, und das ekelhafte Geräusch lässt keine Zweifel zu: Das Bein ist gebrochen. Der Kameramann scheint dermaßen entsetzt zu sein, dass ihm fast die Kamera von der Schulter fällt. Bearer scheint dagegen endlich zufrieden.
„Sehr gut gemacht, mein Schützling. Komm, unsere Arbeit ist auch hier getan.“
Und so verlassen die beiden die Umkleide. Bearer spricht noch kurz den Kameramann an:
„Vielleicht möchtest du Hilfe holen. Ich glaube, es geht ihnen nicht so gut. Oooohhh yeeesss!“

Ian McQuebec steht nun bei Joey Styles zu einem Interview bereit.
"Ian, gleich stehst du im Mainevent der heutigen Show. Das Duell gegen Johnny Jackpot steht an und offensichtlich bist du heute ein durchaus gefragter Mann. Erst Richochet, dann Dick TV und nun dieses Interview vor dem Mainevent...konntest du dich denn überhaupt auf dieses Match vorbereiten?"
Ian zuckt mit den Schultern.
"Ich bin immer bereit, die Frage sollte eher sein, ob Jackpot bereit für seinen letzten Mainevent bei ECW ist."
"Markige Worte, liegt es eventuell an Richochet? Was wollte er von dir? Sehen wir hier eine Cross-Brand Kooperation? Gerade mit Blick auf den King of the Ring wäre etwas Scouting des anderen Brands sicher nicht verkehrt..."
"In der Tat, Richochet war heute hier. Wir hatten ein kurzes Gespräch, aber ich denke geschäftliches sollte geschäftlich bleiben. Er wird heute Abend nichts mit dem Kampf zu tun haben, falls du das wissen wolltest."
"Bist du denn überhaupt in der Lage heute anzutreten? Während Dick TV schien die Spannung förmlich in der Luft zu liegen."
Styles ist besonders stolz auf seine Umschreibung des vorhin gesehenen, aber Ian funkelt ihn böse an.
"Nochmal, ich bin bereit. Heute Abend kann ich Jackpot endlich für all das büßen lassen, was er die letzten Jahre getan hat. Erst die Anzüge, dann Jackpot persönlich. Nach heute Abend wird das Kapitel bei ECW endlich abgeschlossen sein. Aber das ist bloß der erste Teil des großen Ganzen. Wenn ich ihn erledigt habe, werde ich King of the Ring und dann werde ich mir endlich den ECW Global Heavyweight Championship holen. Wenn du mich entschuldigst, die Arbeit ruft."
McQuebec zückt die Sonnenbrille aus seinem Jackett und setzt diese auf. Danach entschwindet er und Styles gibt zurück in die Halle.

Singles Match
Ian McQuebec vs. Johnny Jackpot
Sieger nach dem The Stakes are Too High: Johnny Jackpot



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