Gimmickmüll 2013


Azrael als Rapper

2011 erlebte ECW eine kleine Revolution. Die Mitspieler hatten nach drei Jahren genug von den viel zu lächerlichen, nur auf schnelle Lacher aus gewesenen Segmente, die sämtliche Shows des lila Brands prägten. Schon damals war der Fredy der King der Trash-Segmente, und so ist es nicht verwunderlich, dass eines seiner Segmente damals (Stichwort Zauberkreide) der Auslöser für eine Diskussion war, diese Trash-Segmente auf ein Minimum zurück zu drängen. Eigentlich muss man im Nachhinein auch sagen, dass es keine große Überraschung war, dass ausgerechnet der Fredy 2013 den Rückfall in alte Tage schlechthin präsentiert hat - gemeinsam mit einem Mitspieler, der vor Allem dafür bekannt ist, fette Leute in seinen Segmenten ganze Truthähne verspeisen zu lassen. Ausgerechnet der von vielen schon als Favorit gehandelte Azrael leistete sich während der 4. Staffel von ECW NXT einen Patzer, von dem er sich bis heute nicht mehr erholt hat. Der schottische Drache beginn nämlich plötzlich auf der Straße zu rappen und zerstörte damit für einen Schmunzler nahezu seine gesamte Reputation. Fast schon bezeichnend dafür, wie verpönt solche billigen Comedy-Segmente im falschen Zusammenhang immer noch sein können, ist, dass auch der steile Aufstieg von Paul Brandt, immerhin Azraels Mentor, im Jahr 2013 nach diesem Segment einen argen Dämpfer bekam. Azrael wurde übrigens mangels Folgesegmenten trotz großer Beliebtheit und Erfolgen im Ring recht schnell danach bei NXT eliminiert und kann seitdem auf keine Fehde mehr verweisen. Vielleicht wurde in der SAW-Geschichte überhaupt noch nie ein Wrestler durch ein einziges Segment so sehr verhunzt, wie Azrael durch seinen Rap. CvD-Wrestler ausgenommen.


Se7en

Leon Chame war ein durchweg beliebter Wrestler. Die SAW Community liebte ihn als Chamäleon in seinen verschiedenen Rollen und kürte seine Storyline mit Fredy B im Jahr 2011 auch zur Storyline des Jahres. Danach änderte sich Leon Chame. Er wurde zum White Knight und keiner wusste, was er mit diesem neuen Leon Chame anfangen sollte. Doch auch das gefiel den Leuten, denn sie wollten es wissen. Sie wollten eine Antwort. Sie wollten den Charakter sehen, wollten ihn verstehen, lesen und seine Beweggründe begreifen. Lange Zeit geschah nichts. Dann verlor er ein Match bei einer ECW Show. Dann geschah wieder nichts. Danach geschah abermals nicht das Geringste und so langsam verloren die Leute das Interesse am Gestaltenwandler. Dann kreuzte sich sein Weg mit dem von Apokalyps. Unser hoch geschätztes SAW Wiki hat die Storyline um die beiden Worker verstanden und erklärt diese wie folgt: „2013 kehrte Apokalyps überraschend im Royal Rumble Match zurück und legte sich in der Folgezeit unerklärt mit Leon Chame an.“ So viel dazu.

Die beiden Wrestler attackierten sich diverse Male – ohne Promos oder Mikrofonduelle und irgendwann sollte es ein Match der beiden geben - Eine typische AfRofehde behaupten Kritiker. Das Match sollte bei einem PPV stattfinden. Aus unbestimmten Gründen. Wie dem auch sei. Es ist ECW. Dass das Match nicht zu Stande kam störte die wenigsten Zuschauer, schließlich wurde im Vorfeld kein Grund geliefert weswegen dieser Kampf irgendwen hätte interessieren sollen. Wahrscheinlich haben die beiden wirklich erst an diesem Abend gemerkt, dass sie keinen Grund hatten Rivalen zu sein und trafen sich zum Kaffeetrinken oder einem munteren Karaokeabend. Bei der nächsten Show waren die beiden nämlich Partner. Mysteriöse Partner. Ohne Gründe, ohne Motiv, ohne Sinn. Mysteriös – das passt zu beiden, daher musste natürlich auch ein mysteriöser Name gefunden werden. Mr. Ious, Die drei Fragezeichen, Revolution X oder auch Final Judgment wären mysteriöse Namen gewesen, allerdings nicht geheimnisvoll genug. Man entschied sich für Se7en (SeSevenen) – Warum auch immer. Ohne Gründe, ohne Motiv, ohne Sinn. Das passt zur bisherigen Storyline und außerdem ist es cool eine 7 für ein V zu verwenden. Man könnte auch eine 3 für ein E verwenden, eine Null für ein O oder eine 5 für ein S. Man entschied sich aber für die 7. Schließlich ist sie eine Primzahl und unfassbar cool. Es gibt sieben Totsünden und einen gleichnamigen Film. Das ist cool und musste ankommen. Das tat es auch – teilweise. Der Name war bei den Kommentatoren sofort over und die SAW Mitglieder erfreuten sich an SeSevenen oder SeSiebenen. In der nächsten Show waren die beiden allerdings verschwunden. Ohne Gründe, ohne Motiv, ohne Sinn. 73rwund3rlich?


Cyrus, der verhinderte General Manager

„Gleichwertige General Manager des Brands sind Cyrus und der Delta Romeo [...]“, das ist, was unser, von allen heiß geliebtes, Wiki über den Posten General Manager von Backlash zu sagen hat. Dennoch scheinen die Wrestler des Brands das nicht so ganz verstanden zu haben. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, wann der GM Cyrus das letzte Mal etwas anderes getan hat, als mit dem vorbestraften Alt-GM Jack Crow Schach zu spielen. Stattdessen muss Delta Romeo ständig alle Entscheidungen treffen. Na ja, fast. Um den Hardcorebereich, dessen selbst erklärter GM Cyrus eigentlich ist, kümmert sich unter dessen einfach mal der frühere Champion R-Truth. Er setzt den Vertrag für den größten PPV des Jahres für das Hardcore Title Match auf und danach veranstaltet er mir nichts dir nichts einfach ein Turnier. Interessiert das den Hardcore-GM? Eher weniger, schließlich war der damit beschäftigt, sich um eine Schach-Stellung zu kümmern, wobei er seinen Gegner noch fragen musste, ob die tatsächlich nicht so schlecht für ihn ist.

Aber zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf. Eigentlich fing alles so gut an. Beim Judgment Day 2013 verabschiedete sich der Follower endlich auf seine einsame Insel und so musste Cyrus schnell einen Ersatz finden, sonst hätte CEO Indikator AfRotaker zum neuen Backlash-GM ernannt. So weit, so gruselig und entsprechend motiviert ging Cyrus zu Werke. Bei Hells Guardian war wahlweise besetzt oder gleich kein Anschluss unter der Nummer. Jack Crow war leider ebenso verhindert, saß der doch damals in Untersuchungshaft wegen des Verdachts auf Brandstiftung. In größter Not und gebadet in seinem eigenen Scheiß, zeigte Cyrus auf Delta Romeo und der dauertrunkene CEO akzeptierte die Wahl. Gut, Delta Romeo hasste seinen neuen Job, stand er doch eigentlich kurz vor der Pensionierung, aber manchmal sind die Entscheidungen die besten, zu denen man getragen werden muss. Und tatsächlich fing alles ziemlich gut an. Cyrus brachte die Shows, Delta kümmerte sich um PPV und das Wiki. Contender fanden sich von alleine und negativ fielen allenfalls die völlig unselbständigen Mitspieler auf, die ständig von den Verantwortlichen verlangten, ihnen Ideen bei ihren Stories zu geben und Kreativität weitgehend vermissen ließen.

Dann jedoch kam der Bruch. Cyrus war der Meinung, eigentlich einen Job zu brauchen. Delta schrieb ihm sogar eine fantastische Bewerbung für einen Optiker. Der Job wäre großartig gewesen! Einzelhandel im Jahr 2013! Das Jahr, in dem ein CSUler Internet-Minister wird. Größer kann der Strohballen, der durch die verwaisen Innenstädte rollt, eigentlich nicht sein. Wahrscheinlich wäre der Arbeitsalltag ähnlich entspannt wie der von AfRo gewesen und alles wäre gut geblieben. Stattdessen musste ein richtiger Job sein. Die Folge? Die Shows kamen immer später. Mit Glück auch mal vor der Card-Deadline, die es so eigentlich auch nicht mehr gab, meldete sich Cyrus doch eh nicht. Er wäre zu müde. Das wäre beim Brillenverkaufen sicher nicht passiert. Also mussten die Rollen gewechselt werden. Delta übernahm das Posten von Backlash und Cyrus? Wiki? Eher weniger. Bestimmt macht der Facebook, oder? Ist Facebook eigentlich nach angesagt? Dobrindt und so? Immerhin postet Cyrus die PPV, wobei sich fragt, warum jeder der Meinung ist, Delta würde das auch noch tun. Hilfreich wäre da immerhin, wenn Cyrus auf Nachfragen seines Kollegen reagieren würde, bevor der panisch erklären muss, notgedrungen die Series selbst zu posten. Als Entschuldigung würde im Übrigen akzeptiert werden, dass das Postfach mit Willy-Wrestler-Anfragen verstopft war. Wahrscheinlich hat das alles aber mit dem unglücklichen Umstand zu tun, dass Cyrus nach der Sommerpause nicht nur entschied, Backlash nicht mehr zu posten, sondern sich bei der Gelegenheit gleich sklavisch unter Jack Crow einordnetet. Der ist nämlich auch noch GM. Zumindest hat er angeblich ein Papier, das das bestätigt. So kann er also auch einfach Matches booken. Aber was soll's? Delta ist mit dem umfangreichen Wrestlingregelwerk beschäftigt und muss daneben ständig raus gehen und irgendwas booken und Cyrus macht nichts mehr, außer für Jack den Schach-Sparringspartner zu geben.

Eins sollte aber auch gesagt werden: Eigentlich ist Cyrus gar nicht so wirklich ein schlechter GM-Partner, wenn er da ist. Es lässt sich tatsächlich gut miteinander arbeiteten und nachdem er sich wieder für den ein oder anderen Cyrus (das Wegwerfen hervorragend aufgebauter Wrestler mit großartiger Zukunft) entschieden hat, lief es zuletzt tatsächlich besser. Dumm nur, dass er sich ausgerechnet da von Jack beim Bescheißen erwischen lassen musste.


Latino Nation Memorial

Die Küken unter den Mitspielern mögen sich jetzt vielleicht fragen, wer die Latino Nation überhaupt ist; und in der Tat haben wir nun schon ewig nichts mehr von ihnen gehört, dieses Jahr sogar beabsichtigterweise. Allerdings habe ich 2007 bei der allerersten Ausgabe des Gimmickmülls schon versprochen, dass die Latino Nation in dem einen Jahr genug Gimmickmüll produziert hat, um jedes SAW-Jahr aufs Neue hier zu landen. War das in den letzten Jahren auch tatsächlich jedes Jahr irgendwo gerechtfertigt, bleibt mir in diesem Jahr nur der Latino Nation Memorial Award für den größten Potentialvernebler der SAW-Historie, Cyrus himself, zu vergeben. In die lange Liste der Wrestler und Tag Teams, die so vielversprechend unter seiner Führung waren, dass sie uns stets nach der nächsten Storyline lechzen ließen, nur um dann kurz vorm Höhepunkt uns beide Mittelfinger ins Gesicht zu strecken und ihre Karriere zu beenden, haben sich 2013 folgende Leute eingereiht: Delirious, Drew McIntyre, Kurt Angle, Mysterious Maukisch & Numazawa. Während man bei letzterem wohl noch am Ehesten Verständnis aufbringen kann und Kurt Angle zumindest unter dem Follower schon einiges gezeigt und erreicht hatte, ist Delirious sicher das bisher beste Beispiel für jemanden, aus dem noch so viel hätte werden können. Nach einer Mega-Storyline 2011 und dem Aufbau zum Super-Underdog, Erfolgen in der Hardcore Division und zwei Gewinnen des SAW Television Titles schien alles bereit für den nächsten großen Schritt des beliebten kleinen Mannes mit der toten kleinen Ratte. Stattdessen gründete er, scheinbar aus einer Laune heraus, ein Tag Team mit Brock Lesnar, was zunächst auf Unverständnis stieß, aber sogar das funktionierte irgendwann und kam immer besser an. Und just als man denkt, "das klappt ja tatsächlich!", da ist der Cyrus wieder am Ziel und zerstört alle Hoffnungen mit dem Karriereende von Delirious. Eine andere Geschichte ist da der Mysterious Maukisch, der nur einem einzigen Mitspieler nicht gefiel - dummerweise Cyrus selbst. Dass er dann trotzdem allerdings nicht mal eine Staffel NXT durchzieht und bei einer Challenge einfach gar nichts tut, das gab es auch seit Ying & Young nicht mehr und schadete dem ganzen Konzept an sich ein wenig, zumal der Maukisch ja kurz vor dem Finale stand. Und was soll man zu Drew McIntyre noch sagen, dem ewigen Midcarder? Mit dem sensationellen Sieg im Hell in a Cell Match bei Cold Winter's Night schien es endlich aufwärts mit ihm zu gehen. Doch statt einem behutsamen Aufbau wurde mit The Rock direkt der größte freie Fisch im Teich an Land gezogen, gegen den es eine Niederlage setzte. Was ja in Ordnung wäre, nicht aber für Cyrus, für den McIntyre unmöglich zwischen Undercard und Main Event stehen konnte. Nach dem großartigen Sieg reichte also eine Niederlage direkt wieder, um ihn abzugeben. Die Krone aufgesetzt wurde dem ganzen schlussendlich nur von Aiden O'Malley, einem der Aufsteiger des Jahres schlechthin. Nach zwei viel gelobten Fehden gegen JT Hammer und vor Allem Fredy B, galt O'Malley schon vor der Sommerpause als der nächste und damit auch der erste große Hardcore Champion. Alles schien bereit, doch der Cyrus ließ die GMs mal wieder eine Weile zappeln und beendete dann stilecht dessen Karriere, kurz bevor der Aufstieg abgeschlossen wurde - alles wie immer also. Eigentlich bleibt nur eine Frage offen: Wären McIntyre, Delirious und O'Malley die bessere Nation gewesen?


Die Geschichte von Simulated Action Wrestling hat gezeigt, dass der Grat zwischen Genie und Wahnsinn noch um einiges schmaler ist als im realen Leben. Manche Mitspieler lieben diese Tatsache und „balancieren“ freudestrahlend mit einem Pogostab auf diesem schmalen Grat herum, wohlwissend dass jeder nächste Sprung sie in die Tiefen der vollkommen übertriebenen und verschrobenen Schwachsinnigkeit treiben könnte. Das nehmen sie in Kauf. Das tun sie gerne. Das lieben sie. Einer dieser User ist C Van Dam, der diesen Ritt auf dem Hackebeil bei einigen seiner Worker, zum Beispiel den Freaks blendend hinbekommt und die SAW Gemeinde so Woche für Woche blendend unterhält. Bei einigen anderen seiner Schützlinge funktionierte dies leider überhaupt nicht, so wurden Edge, der Great Khali (SHT!) oder auch Sting dann am Ende doch von Herrn B. eingestampft, bevor die Leser unserer Shows an wutbedingten Herzerkrankungen gestorben wären. 

Wenn unserem werten Herrn Krankenpfleger aber auf Arbeit die Patienten ausgehen, weiß sich der arbeitswütige Christian B. dennoch zu helfen und sorgt mittels selbst kreierter Medikamente für Nachschub auf den Intensivstationen. So auch 2013. Das Rezept ist einfach: Man nehme den früher gefeierten, mit länger Lebensdauer aber immer häufiger Kritisierten Van Dam und stelle ihm den verwirrten, apathischen Cody Rhodes an die Seite. Dann fügt man der Mixtur unter reichlich Rühren einen maskierten Newcomer – Sin Cara – den personifizierten Retter der Menschheit und Sozialarbeiter hinzu und stellt diesem Promo & Opoco an die Seite um den verwirrenden Mix aus Wahnsinn, Rätseln und wirren Verstrickungen perfekt zu machen. Der Maskierte wurde in den Storylines von seinen Bewunderern Prümü & Üpücü gefeiert wie eine Gallionsfigur und nahm diese beiden - Primi & Ipici – deshalb auch freudestrahlend unter seine Fittiche, ähnlich wie damals der Superlehrer seine Schulquerschläger auf SAT 1 und versuchte mit ihrer Hilfe Cody Rhodes aus den Fängen des bestialischen Van Dams zu befreien. Das sollte noch einfacher werden als der Hauptschulabschluss für die motivationslosen Schüler auf SAT 1? Das Rezept zeigte zumindest seine Wirkung und entpuppte sich als einfach aber effektiv. 
Aufgrund akuter Gefährdung seines Geisteszustandes ist es dem Verfasser dieser Zeilen so nicht mehr möglich sich noch näher mit dem Thema zu befassen. Dem Leser sei hingegen geraten – bei Interesse – die SAW-Wiki Seiten der Involvierten aufzurufen, sofern er sich ein umfassendes Bild der Storyline machen möchte. Die folgenden Seiten könnten hierzu aufgerufen werden: Sin Cara, Prumu & Upucu, Van Dam, Cody Rhodes sowie Prama & Apaca. Auf eigene Gefahr! Es sei denn Sie haben einen Pogostab und reichlich Psychopharmaka dabei.

Cs unnötige Wrestler


Paul Heyman und die Crowlinge
 

Anfang 2013 hielt Paul Heyman Einzug bei Backlash. Das tat er natürlich als Manager und so war gleich klar, wer dahinter steckte. Natürlich war es Jack mit dem nächsten Mitchell-Klon, denn Heyman ist mit diesem praktisch identisch. Wo Mitchell stets einen Masterplan hatte, glänzt auch Heyman durch weitgehende Plan- und Orientierungslosigkeit. Wo Mitchell stets die Fäden in der Hand hielt, ließ Heyman sich ebenfalls eher treiben und feierte seine Erfolge meist als Ergebnis glücklicher Fügungen. Wo Mitchell unumstößlicher Führer war, war Heyman das auch, also wenn er nicht gerade mit seinem eigentlichen, geheimen Chef telefonierte, was dummerweise ständig der Fall war. Gut, wenn man es so sieht, ist Heyman eigentlich in so ziemlich jeder Hinsicht komplett anders als Mitchell. Dennoch scheint AfRo weiter fest davon überzeugt, dass es sich um die gleiche Person handelt. Hier soll es allerdings nicht darum gehen, dass AfRo wahrscheinlich ein Enzym fehlt, um Jacks Segmente zu lesen, sondern Thema ist tatsächlich dieses ominöse namenlose Stable, das 2013 zwar nicht geprägt hat, aber doch irgendwie immer da war.

Dieses zeichnet sich nämlich neben dem sehr unterhaltsamen Manager Heyman durch seine scheinbar endlose Menge an Kisten-Wrestlern aus. Was das ist? Nun, ich würde sagen, das offenbar irgendwo eine alte Mottenkiste bei Jack rumsteht, wo er blind reingreift und einen Alt-ECWler raus holt, um ihn sinnlos in den Shows rumturnen zu lassen. Macht aber nichts, denn es dauert nie lange, bis die sang- und klanglos wieder in der Kiste verschwinden. So schlecht fing das jedoch eigentlich gar nicht an. Mit Nick Mondo begann alles mit einem Worker, der nie bei ECW war und dazu und vor allem eine SAW Hardcore-Legende ist. Der wollte Rache an Terry Funk, weil der ihn einst irgendwelche Klippen runter geschubst hat. Hoffentlich lagen da Dragon-Rock-Matten. Jedenfalls war er so ein überaus geeignetes Werkzeug für Heymans damals unbekannten Gesprächsteilnehmer. Am Ende war es jener Heyman, der natürlich alles versaute. Er tötete Terry Funk, nachdem Mondo ihn entführt hatte. Also, den Räuchermann-„Terry Funk“. Mondo reichte das scheinbar, denn nach der Sommerpause kehrte er nicht mehr zurück. Heyman ist in der Tat ein absoluter Volltrottel.

Noch unglücklicher war die Wahl des Stable-„Tag Teams“: Die Dudley oder Team 3D oder D-Boys oder was auch immer, jedenfalls bezeichneten die sich ständig anders. Macht aber nichts, so richtig wurde man eh nicht aus denen schlau. Sie fanden Wrestler scheiße, die im Nebenjob Banker sind und die Broskis mochten sie auch nicht. Was sie eigentlich wollten, wussten sie wahrscheinlich selbst nicht und folgerichtig waren die ganz schnell wieder in der Kiste. Danke übrigens.

Nach der Sommerpause wurde dann Jack Crow als der Mann am anderen Ende der Telefonleitung enthüllt. Endlich würden große Dinge passieren, nachdem nicht mehr der Trottel Heyman das Sagen hatte. Und Jack hatte seine Kiste mitgebracht. YAY! Schnell aufgesperrt das Ganze und schon entsprangen Public Enemy. Die mögen es hart und wollen Backlash zeigen, was Hardcore so alles bedeutet. Na gut. Das Thema ist zwar nicht so wahnsinnig neu, ist es mittlerweile doch schon als Thema in der Hardcore-Division zur Gänze abgehandelt, aber wer will Public Enemy das verübeln. Sie steckten nicht umsonst ewig in der Kiste. Immerhin landeten sie rasch im Krankenhaus. Aus der Kiste kam ansonsten noch Balls Mahoney und Mike Awesome. Tatsächlich haben die es geschafft, durchaus unterhaltsam zu sein. Es fragt sich natürlich weiterhin, warum man dafür die olle Kiste bedienen musste und man nicht mal neuen Leuten eine Chance gab. Vielleicht aber auch ganz gut, denn eins hat Jack Crow ja auch beweisen: Es ist ihm völlig egal, was die Wrestler einmal machen, wenn sie aus der Kiste entstiegen sind. Logisch, denn wenn er mal ein Anliegen hat, gibt es bestimmt noch einen Wrestler in der Kiste. Shane Douglas oder so. Aber vielleicht findet sich ganz unten in der Kiste noch ein Fünkchen Hoffnung, das erst entfleuchen kann, wenn alles andere heraus ist.

Übrigens, ihr hättet Jack hören sollen, als er erfuhr, dass WWE 2k14 weit mehr Platz für CAWs bietet. So freudig erregt klingt der sonst nur, wenn irgendwo „Leicht entflammbar“ steht. Genickbruch.com bietet übrigens die Möglichkeit, sich anzuschauen, welche Worker je bei ECW im Ring standen. Das sind dann also die Namen, die alsbald noch der Kiste entsteigen werden. Aber habt Ausdauer und Mut, es muss einfach so sein, dass ganz unten am Boden der Kiste, das Gimmick wartet, mit dem Heath Slater zum erfolgreichsten Wrestler mit dem genialsten Storys der SAW-Historie wird. Ich weiß übrigens jetzt schon, was AfRo dazu sagen wird: Ich seh' da keine Unterschied zwischen Slater und Mitchell.